Enneagramm-Serie #8
«Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.»
(Die Bibel, Galater 5,22)
Wir Menschen und die ganze Natur sind auf Entwicklung, auf Wachstum, auf Veränderung ausgerichtet. Manchmal sind wir mit dem aktuellen Zustand nicht zufrieden oder verstehen ihn nicht. Wenn der Leidensdruck zu gross wird oder wenn wir nicht mehr warten können, bis sich etwas verändert, meldet sich vielleicht eine Wut im Bauch. In solchen Situationen werden wir gerne aktiv und versuchen, selbst etwas zu verändern.
Die Wut ist dann eine wichtige Energie, die uns zum Handeln bringt.
Manche Veränderungen können wir aber nicht selbst bewirken. Die Wut kann dann destruktiv und zerstörerisch werden. Der amerikanische Theologe Reinhold Niebuhr hat ein Gebet formuliert, das unter dem Namen «Gebet der Gelassenheit» bekannt geworden ist:
«Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.»
Wer einen Garten hat, weiss, dass Pflanzen von selbst wachsen. Wir können Bedingungen schaffen, dass sie besser wachsen können. Aber es nützt nichts, wenn man mit Gewalt an der Pflanze zieht.
Auch unsere Persönlichkeit können wir nicht von heute auf morgen verändern. Es braucht Zeit, bis die guten Früchte, die der Apostel Paulus in der Bibel beschreibt, in uns wachsen.
Das Enneagramm kann uns helfen, die Bedingungen für das Wachstum zu verbessern. Wenn du dich für diese Persönlichkeits-Typologie interessierst, findest du hier weitere Informationen:
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«still.leben» ist ein Podcast von ERF Medien Schweiz in Zusammenarbeit mit netzkloster.ch.
Autor: «netz-abt» Simon Weinreich
Sprecherin: Andrea Jost (andrea-jost.ch)