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Holger Elias analysiert in seinem Werk »Wenn der neue Führer spricht« die psychologischen, sozialen und medialen Mechanismen der modernen Massenpsychologie unter dem Einfluss digitaler Medien. Die Texte beleuchten die historische Kontinuität kollektiver Dynamiken von Gustave Le Bon bis Sigmund Freud sowie die Ursachen für autoritäre Regressionsprozesse und das Wiedererstarken von Führersehnsüchten. Dabei wird gezeigt, wie Plattformen, Algorithmen und dieKulturindustrie den Einzelnen in scheinbarer Autonomie steuern und Konformität erzeugen. Zugleich plädiert der Autor für demokratische Widerständigkeit, kritische Medienkompetenz und Bildung zur Mündigkeit,um der Entmündigung im digitalen Zeitalter entgegenzuwirken.
Buch-Informationen:
Titel: Wenn der neue Führer spricht. Die Psychologie der Masse im Zeitalter der Medienmacht - 264Seiten, Hardcover, ISBN: 978-3-565-75764-0
Autor: Holger Elias
Verlag: Kritik & Kontext (2026)
Gliederung: Das Werk gliedert sich in fünf Hauptteile:
Die Genealogie der Masse
Postfaschismus und neuer Autoritarismus
Die fragmentierte Ich-Masse
Die andere Masse
Codiert. Gesteuert. Gesehen. (Wie Medien wirken)
Website des Autors: https://holger-elias.de/
Buchbestellungen bei Lehmanns (Thalia Fachinformationen): https://www.lehmanns.de/shop/sozialwissenschaften/96453885-9783565757640-wenn-der-neue-fuehrer-spricht
Hinweis zu dieser Einführung per Video: Das Material wurde teilweise mit KI bearbeitet.
Neil Young ist kein politischer Heiliger. Er irrte, widersprach sich und verletzte mit Worten. Doch er machte seinen Ruhm über Jahrzehnte für Bauern, Kinder mit Behinderungen, indigene Gemeinschaften, Friedens- und Umweltbewegungen nutzbar. Was jüngere Musiker von ihm lernen können: Haltung beginnt dort, wo das Nein Reichweite, Geld oder Bequemlichkeit kostet. Das ist sein streitbares Vermächtnis.
Podcast von Holger Elias / Produziert am 18.09.26 / Musiktitel: Woodstock / Komposition und Text: Holger Elias / produziert im Mai 1997
Webseite: holger-elias.de
Es bleiben schockierende Bilder, die aus Gaza zu uns schwappen: Ein Mann, seine Frau und ihre acht und zwölf Jahre alten Töchter sterben beim Angriff auf ihr Haus in Beit Lahiya. Vier Menschen aus einer Familie – ausgelöscht während einer Waffenruhe, die das Sterben nicht beendet hat.
Es ist der Alltag zwischen Trümmern, Hunger, Wassermangel und immer neuen Angriffen. In meinem Meinungsbeitrag frage ich nach der deutschen Mitverantwortung: Warum genehmigt die Bundesregierung weiterhin Rüstungsexporte und vertieft die militärische Zusammenarbeit mit israelischen Unternehmen, während Menschenrechtsorganisationen vor Genozid, Vertreibung und der Zerstörung palästinensischen Lebens warnen?
Besonders widersprüchlich ist die geplante Umwandlung des VW-Standorts Osnabrück in einen Rüstungsstandort mit israelischer Beteiligung. Arbeitsplätze dürfen nicht gegen Menschenleben ausgespielt werden. Eine glaubwürdige Friedenspolitik braucht ein Waffenembargo, politischen und wirtschaftlichen Druck auf die israelische Regierung, ein Ende von Besatzung und Blockade sowie gleiche Rechte und Sicherheit für Palästinenser und Israelis.
Produktion und Regie: Holger Elias (www.holger-elias.de)
Musiktitel: Children Learn Sirens First (gemeinfrei)
Musiktext und Komposition: Holger Elias
Interpretation: Holger Elias und Band VANDERBERG
Wir beleuchten die überraschende Aktualität Arthur Schopenhauers in der heutigen digitalisierten Leistungsgesellschaft. Während seine Philosophie oft als bloßer Pessimismus missverstanden wird, dient sie hier als präzises Werkzeug zur Entzauberung moderner Illusionen über Selbstbestimmung und Fortschritt.
Holger Elias kontrastiert in seinem Text das Ideal des autonomen Individuums mit der Realität einer getriebenen Existenz, in der die Vernunft lediglich den tief sitzenden Begierden und marktkonformen Zwängen dient. Durch die Einbeziehung aktueller Studien zu sozialen Medien, Einsamkeit und algorithmischer Polarisierung wird aufgezeigt, wie Schopenhauers Analyse des blinden Willens heute eine technologische Infrastruktur gefunden hat.
Letztlich plädiert der Text für eine »negative Lebenskunst«, die durch Nüchternheit und Mitleid eine ehrliche Schadensbegrenzung in einer erschöpften Welt ermöglicht.
Redaktion: Holger Elias / 07.06.2026
Website: www.holger-elias.de
Heute soll es um die Enhanced Games 2026 in Las Vegas gehen, einem kontroversen Sportereignis, das den bewussten Einsatz von Dopingmitteln zur Leistungssteigerung legalisiert. Die Veranstaltung wird dabei weniger als rein sportlicher Wettbewerb, sondern vielmehr als biopolitisches Geschäftsmodell beschrieben, das der Vermarktung von Pharmazeutika und Telemedizin-Plattformen dient. Trotz der massiven finanziellen Unterstützung durch Silicon-Valley-Investoren und der transhumanistischen Rhetorik blieben die sportlichen Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück, da oft unmodifizierte Athleten gegen die medikamentös optimierte Konkurrenz gewannen. Ethische Bedenken richten sich insbesondere gegen die ökonomische Ausbeutung der Sportler und die potenziellen Gesundheitsrisiken durch unkontrollierten Substanzkonsum. Zudem beleuchtet der Bericht die rechtlichen Spannungen zwischen privaten Liga-Strukturen und den etablierten Verbänden der Sportwelt. Letztlich verdeutlicht die Quelle die Diskrepanz zwischen der Vision einer technologischen Selbstoptimierung und der komplexen biologischen Realität des menschlichen Körpers.
Redaktion: Holger Elias
Heute geht es um einen Rechtsstreit zwischen Mietern und einer genossenschaftlichen Bank in Ostthüringen wegen einer unzulässigen Auszahlung von Kautionsguthaben. Die Bank überwies auf Verlangen des Vermieters rund zwei Drittel der Mietsicherheit, ohne die Mieter vorab zu informieren oder die vertraglich vorgesehenen Sperrfristen einzuhalten. Eine juristische Analyse ordnet diesen Vorfall als schwerwiegende Verletzung der bankvertraglichen Schutzpflichten ein, da das Institut das verfahrensrechtliche Blockadesystem einseitig missachtet habe. Die Korrespondenz verdeutlicht, dass die Bank eine Haftung zunächst ablehnte und auf die alleinige Verfügungsbefugnis des Vermieters verwies, woraufhin die Mieter mit detaillierten Schadensersatzforderungen reagierten. Das bereitgestellte Material bietet zudem einen strategischen Handlungsleitfaden, der betroffenen Kunden den Weg über Auskunftsbegehren, Ombudsmann-Verfahren bis hin zur BaFin-Beschwerde aufzeigt. Insgesamt illustrieren die Dokumente die treuhänderische Verantwortung von Kreditinstituten bei der Verwaltung verpfändeter Mietkautionen im Spannungsfeld zwischen Vermieterrechten und Mieterschutz.
Redaktion: Holger Elias
„1984½ – Die Akte der freiwilligen Bürger“ ist ein politisches Radiostück zwischen Moritat, Kabarett und musikalischem Hörspiel – inspiriert von George Orwells 1984, aber radikal in die Gegenwart verlängert. Kein Remake, keine Nacherzählung, sondern eine analytische Zuspitzung: Was geschieht, wenn Unterdrückung nicht mehr befiehlt, sondern erklärt? Wenn Macht nicht droht, sondern optimiert? Wenn Freiheit nicht genommen, sondern freiwillig abgegeben wird?
Im Zentrum steht Winston S., ein unscheinbarer Sachbearbeiter im „Ministerium für Digitale Selbstoptimierung“. Seine Arbeit besteht darin, Bürger zu bewerten: Profile, Scores, Standards. Er ist kein Held, kein Widerständler – sondern Teil eines Systems, das ohne Gewalt auskommt und dennoch tief in das Leben der Menschen eingreift. An seiner Seite Jule, eine Kollegin, die mit kleinen Fehlern im System Räume für Menschlichkeit offenhält. Und Herr Oberin, der Sprachverwalter, der erklärt, wie Denken heute zu klingen hat, damit es nicht stört.
Ein dunkler Erzähler führt durch die Handlung, kommentiert, ordnet ein, legt frei. Dialoge sind auf ein Minimum reduziert, die eigentliche Erzählung geschieht in Songs: bitterböse Moritaten, kalte Lehrlieder, zynische Chöre. Musikalisch bewegt sich das Stück im Geist von Brecht/Weill/Dessau: verstimmtes Klavier, Tuba, Klarinette, Banjo, sparsame Rhythmen – getragen von einer dunklen Baritonstimme, die eher entlarvt als verführt.
„1984½“ erzählt von einer Gesellschaft, in der Überwachung zur Dienstleistung geworden ist, Sprache vereinfacht wird, um Denken zu begrenzen, und Anpassung als Tugend gilt. Die Bürger sind keine Opfer – sie sind Mitwirkende. Sie singen selbst das Lied ihrer freiwilligen Unterwerfung. Die große Bedrohung ist nicht der Tyrann, sondern der Standard.
Dieses Radiostück will nicht beruhigen, sondern irritieren. Es will nicht belehren, sondern sichtbar machen. Es fragt, wo wir heute stehen – und wie bequem Unfreiheit sein kann, wenn sie freundlich daherkommt.
Eine politische Radiomoritat für alle, die ahnen, dass Kontrolle heute leise spricht.
Ein unscheinbarer Fund im Keller des argentinischen Obersten Gerichtshofs hat ein verdrängtes Kapitel der Vergangenheit neu aufgerissen: Tausende Mitgliedsbücher der Deutschen Arbeitsfront, Propagandafotos und Nazi-Symbole lagerten dort jahrzehntelang unbeachtet. Was wie ein kurioser Zufall wirkt, entpuppt sich als Spiegelbild der argentinischen Erinnerungspolitik – geprägt von Verdrängung, selektiver Aufarbeitung und politischer Instrumentalisierung.
Die Kisten waren bereits 1941 im Zuge von Polizeirazzien sichergestellt worden, doch statt transparenter Aufarbeitung verschwanden sie im Gerichtskeller. Historiker sprechen von Verschleierung. Präsident Javier Milei inszeniert die späte Wiederentdeckung nun als Akt der Transparenz, doch Kritiker sehen darin vor allem Imagepflege. Denn Argentinien war nach 1945 nicht nur Zufluchtsort für NS-Verfolgte, sondern auch für Täter wie Eichmann oder Mengele – ein ambivalentes Erbe, das bis heute fortwirkt.
Der Fund wirft daher zentrale Fragen auf: Sind Archive Orte der Aufklärung oder der politischen Selbstrechtfertigung? Geht es um historische Verantwortung – oder um ein Marketingprojekt für eine Regierung, die sich weltoffen geben will, während sie das Gedenken zugleich ökonomisiert? Die „Störfrequenz“-Folge zeigt, wie eng Erinnerung, Macht und Schweigen verknüpft bleiben. Und wie brüchig der Versuch ist, Geschichte mit Ausstellungen und Pressekonferenzen zu bändigen, solange die eigentlichen Konflikte nicht öffentlich verhandelt werden.
In der aktuellen „Störfrequenz“-Folge spricht Holger Elias mit Miles Rowan vom investigativen Journalistenkollektiv Unfold News Research über das jüngste Treffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin in Alaska. Offiziell blieb die Begegnung ergebnisarm – doch gerade diese Leerstelle sorgt für Unruhe. Rowan warnt: Was nicht verkündet wird, kann umso gravierender im Hintergrund verhandelt worden sein – von Energie-Deals bis hin zur Zukunft der Ukraine, die im schlimmsten Fall zur bloßen Verhandlungsmasse degradiert wird.
Besonders kritisch beleuchtet das Gespräch Europas Rolle. Statt als eigenständiger Akteur aufzutreten, klammert sich die EU an die „transatlantische Freundschaft“, obwohl die USA unter Trump ihre Verlässlichkeit längst verloren haben. Rowan spricht von „Selbstverleugnung“: Europa müsse lernen, sich aus der politischen Hörigkeit gegenüber Washington zu befreien und eine unabhängige Außen- und Sicherheitspolitik aufzubauen.
Doch der wichtigste Punkt liegt für ihn nicht im Militärischen, sondern im Inneren: Europas Überlebensfrage ist die Stärkung der Demokratie. Populismus, Wahlmüdigkeit und autoritäre Versuchungen bedrohen die Stabilität weit stärker als fehlende Panzer. Statt Milliarden in den militärisch-industriellen Komplex zu pumpen, brauche es Investitionen in Bildung, Teilhabe und soziale Gerechtigkeit. Nur eine lebendige Demokratie sei langfristig der wirksamste Schutz gegen autoritäre Rückfälle – nach innen wie nach außen.
Wer Lithium sagt, denkt an die grüne Zukunft: E-Autos, Batterien, Klimarettung. Doch in der Atacama-Wüste zeigt sich, was dieser schöne Schein verschweigt: ausgetrocknete Flussbetten, verdorrte Felder, ganze Dörfer, denen das Wasser genommen wird – damit Konzerne den »weißen Schatz« fördern können. In der neuen Folge von Störfrequenz reisen wir mitten hinein in diesen globalen Konflikt.
Es geht nicht nur um Technik und Märkte, sondern um Macht,Abhängigkeiten und alte koloniale Muster in neuem Gewand. Chile, einst Symbol für den Kampf um Ressourcen beim Kupfer, ist heute Dreh- und Angelpunkt der Lithium-Ökonomie. Während die Gewinne in den Norden fließen, bleiben im Süden Staub, Armut und Umweltzerstörung zurück.
Doch die Geschichte geht tiefer: Wie verwandelt sich dieEnergiewende in ein Geschäftsmodell für geopolitische Dominanz? Welche Rolle spielen NATO, Investitionsabkommen und das Vokabular von »Nachhaltigkeit«? Und: Ist der »Rohstoffkrieg« nur die Fortsetzung imperialer Logik unter grünem Vorzeichen?
Redaktion: Holger Elias
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