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STREITWERT episodes

  • #38: Budgetexperte Gerhard Steger über die drei heiligen Kühe, die Österreich schlachten müsste

    In

    dieser Episode diskutiert Stephan Zöchling mit Gerhard Steger über den Zustand
    der österreichischen Staatsfinanzen und darüber, was eine echte Sanierung
    bedeuten würde.

    Steger

    leitete 17 Jahre lang die Budgetsektion im Finanzministerium, war danach im
    Rechnungshof tätig und wurde für dessen Präsidentschaft nominiert. Er ist
    Sozialdemokrat und kritisiert offen, dass auch die aktuelle Regierung den
    notwendigen Sanierungskurs nicht geht.

    Im

    Zentrum des Gesprächs stehen die drei Bereiche, in denen laut Steger das große
    Geld liegt: die demografieabhängigen Ausgaben wie Pensionen und Gesundheit, ein
    Föderalismus voller Doppel- und Mehrfachzuständigkeiten und ein Förderdschungel
    von rund 40 Milliarden Euro pro Jahr.

    Themen der

    Folge

    • 245 Milliarden Euro negatives Eigenkapital des Bundes
    • Warum die beschlossenen Einsparungen nicht reichen
    • 40 Milliarden Förderungen und die Gießkanne
    • Direkte und indirekte Förderungen
    • Pensionen: mehr Beitragsjahre, ohne die Gesundheit zu opfern
    • Länder ohne Finanzierungsverantwortung
    • Doppelgleisigkeiten im Gesundheitssystem
    • Warum Populisten keine Budgets sanieren
    • Karl-Heinz Grasser und die verpasste Föderalismusreform
    • Die Finanzmärkte als letzter Weckruf
    • Was Steger als Finanzminister sofort ändern würde
    • Der Gast

      Gerhard

      Steger leitete von 1997 bis 2014 die Budgetsektion im Bundesministerium für
      Finanzen und war damit 17 Jahre lang der oberste Budgetbeamte der Republik.
      Danach war er im Rechnungshof tätig. Heute ist er international als Experte für
      öffentliche Finanzen aktiv.

      Er

      gilt als Architekt der Haushaltsrechtsreform des Bundes, mit der unter anderem
      die mittelfristige Budgetplanung, die wirkungsorientierte Haushaltsführung und
      das kaufmännische Rechnungswesen eingeführt wurden. Steger ist Sozialdemokrat
      und fordert seit Jahren eine grundlegende Sanierung der Staatsfinanzen, auch
      gegen Widerstände in der eigenen Partei.

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      59 min
    • #37: MedUni-Rektor Markus Müller über ein Gesundheitssystem am Limit, KI und die Zukunft der Medizin

      In dieser Episode spricht Stephan Zöchling mit Markus Müller, Rektor der MedUni Wien, klinischer Pharmakologe und einer der profiliertesten Mediziner Österreichs. Im Mittelpunkt stehen die Herausforderungen des österreichischen Gesundheitssystems, die Bedeutung von Forschung und die Möglichkeiten, die künstliche Intelligenz für Diagnose, Therapie und Prävention eröffnen wird.

      Außerdem geht es um Ärztemangel, Wahlärzte, Spitalsstrukturen, die Zukunft der Krebsmedizin und die Frage, wie ein Gesundheitssystem leistungsfähig bleibt, wenn die Menschen immer älter werden, die Kosten steigen und gleichzeitig bei Forschung und Universitäten gespart wird

      Themen der Folge:

      • Der Zustand des österreichischen Gesundheitssystems
      • Warum Österreich trotz hoher Ausgaben unter Druck gerät
      • Forschung als Zukunftsinvestition
      • Sparen bei Universitäten und Forschung
      • Kassenärzte, Wahlärzte und Versorgungslücken
      • Reformbedarf bei Spitälern und Gesundheitsstrukturen
      • Prävention versus Reparaturmedizin
      • KI in der Medizin
      • Medizinische Innovationen aus Österreich
      • China, Europa und der globale Wettbewerb in der Forschung
      • Wie Medizin im Jahr 2040 aussehen könnte

      Der Gast:

      Markus Müller ist Rektor der Medizinischen Universität Wien, Internist, klinischer Pharmakologe und Präsident des Obersten Sanitätsrats. Er zählt zu den einflussreichsten Stimmen im österreichischen Gesundheits- und Forschungsbereich.

      Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit medizinischer Forschung, Arzneimittelentwicklung, Hochschulpolitik und den strukturellen Herausforderungen des Gesundheitssystems.

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      1 hr 11 min
    • #36: Sebastian Kurz über Migration, Wettbewerbsfähigkeit und Europas Zukunft

      In dieser Episode diskutiert Stephan Zöchling mit Sebastian Kurz über die großen geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen Europas.

      Kurz war mit 31 Jahren der jüngste Regierungschef der Europäischen Union. Heute ist er Unternehmer im Bereich Cybersicherheit und pendelt zwischen Europa, Israel, den Golfstaaten und den USA. Durch diese internationale Perspektive betrachtet er Entwicklungen in Europa mit größerem Abstand als während seiner aktiven politischen Zeit.

      Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen Europas Wettbewerbsfähigkeit, die Folgen der Migration, die geopolitische Lage im Nahen Osten sowie die Frage, warum sich viele Bürger von der politischen Mitte nicht mehr vertreten fühlen.

      Themen der Folge:

      • Europas Wettbewerbsfähigkeit im globalen Vergleich
      • Die USA, Israel und die Golfstaaten als Innovationszentren
      • Migration und gesellschaftliche Veränderungen in Europa
      • Der Konflikt zwischen Israel und Iran
      • Sicherheitspolitik und die Zukunft des Nahen Ostens
      • Russland, die Ukraine und mögliche Friedensperspektiven
      • Künstliche Intelligenz und die Zukunft der Arbeitswelt
      • Bürokratie und Regulierungsdichte in Europa
      • Die Entwicklung der FPÖ und europäischer Rechtsparteien
      • Das Ende der türkis-blauen Koalition
      • Die wirtschaftliche Zukunft Österreichs
      • Politik, Unternehmertum und persönliche Verantwortung

      Der Gast:

      Sebastian Kurz war von 2017 bis 2019 sowie von 2020 bis 2021 österreichischer Bundeskanzler und zuvor Außenminister der Republik Österreich. Als jüngster Regierungschef der Europäischen Union prägte er über Jahre die europäische Debatte zu Migration, Integration und Sicherheitspolitik.

      Heute ist er Mitgründer und Präsident des Cybersecurity-Unternehmens Dream, das Staaten, kritische Infrastruktur und öffentliche Institutionen bei der Cyberabwehr unterstützt. Das Unternehmen ist in Tel Aviv, Wien und Abu Dhabi vertreten.

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      1 hr 3 min
    • #35: Martina Salomon über die politische Mitte, die FPÖ und Österreichs Reformstau

      In dieser Episode diskutiert Stephan Zöchling mit Martina Salomon über die größten politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen Österreichs.

      Salomon beobachtet die heimische Innenpolitik seit mehr als vier Jahrzehnten. Als ehemalige Chefredakteurin und heutige Herausgeberin des KURIER zählt sie zu den profiliertesten politischen Kommentatorinnen des Landes. Bekannt ist sie für Positionen, die oft gegen den Strom schwimmen.

      Im Zentrum des Gesprächs stehen die Krise der politischen Mitte, die Stärke der FPÖ, die Zukunft der Dreierkoalition und die Frage, warum Österreich wichtige Reformen seit Jahren aufschiebt. Gleichzeitig geht es um Migration, Integration, Leistungsbereitschaft, Medienvertrauen und die Zukunft des Sozialstaates.

      Themen der Folge:

      • Warum Österreich an einem politischen Wendepunkt steht
      • Die Krise der politischen Mitte
      • Die FPÖ bei 37 Prozent und die Frage nach Regierungsverantwortung
      • Warum Ausgrenzung Populisten stärker machen
      • Der Zustand von Wirtschaft und Standort
      • Pensionsreform und Reformstau
      • Migration, Integration und gesellschaftlicher Zusammenhalt
      • Medienvertrauen, Social Media und Desinformation
      • Leistungsgesellschaft versus Anspruchsdenken
      • Der Sozialstaat und seine Grenzen
      • Warum Österreich mutiger werden muss
      • Die Zukunft von Journalismus und Medienvielfalt

      Der Gast:

      Martina Salomon arbeitet seit mehr als vierzig Jahren als politische Journalistin. Nach Stationen bei Standard, Presse und KURIER wurde sie 2018 Chefredakteurin des KURIER und ist heute Herausgeberin der Tageszeitung.

      Mit ihren Kolumnen und Kommentaren zählt sie zu den bekanntesten politischen Stimmen Österreichs. Salomon beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Fragen von Demokratie, Medien, Migration, Wirtschaft und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

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      1 hr 22 min
    • #34: Armin Assinger über Leistung, Niederlagen und den Mut zum Risiko

      In dieser Episode diskutiert Stephan Zöchling mit Armin Assinger über Leistung, Sport und die Frage, was eine Gesellschaft stark macht.

      Nach einem schweren Sturz in Wengen schien seine Karriere bereits beendet. Doch Assinger kämpfte sich zurück, gewann vier Weltcup-Rennen und wurde später eines der bekanntesten Gesichter Österreichs. Seit über zwei Jahrzehnten moderiert er die Millionenshow und erlebt Woche für Woche, wie Menschen mit Risiko, Erfolg und Niederlagen umgehen.

      Im Zentrum des Gesprächs stehen die Bedeutung des Sports für junge Menschen, der Stellenwert von Leistung in Österreich und die Frage, warum Bewegung und Gesundheit längst zu den wichtigsten Zukunftsthemen des Landes gehören müssten.

      Themen der Folge:

      • Warum Sport die beste Lebensschule ist
      • Die Kunst, nach Rückschlägen wieder aufzustehen
      • Leistung, Disziplin und Durchhaltevermögen
      • Warum Niederlagen wichtiger sind als Siege
      • Kinder, Bewegung und die tägliche Turnstunde
      • Österreich als Zuschauer- statt Sportnation
      • Vorbilder im Sport und ihre gesellschaftliche Rolle
      • Die Millionenshow als Spiegel menschlicher Charaktere
      • Risikobereitschaft und Erfolg
      • Warum Arbeit und Leistung wieder mehr Wertschätzung brauchen
      • Gesundheit, Eigenverantwortung und Lebensstil
      • Die Idee einer österreichischen Sportplattform
      • Der Gast:

        Armin Assinger war erfolgreicher Skirennläufer und gewann vier Weltcup-Rennen. Nach schweren Verletzungen kämpfte er sich zurück in die Weltspitze und wurde später einer der bekanntesten Fernsehmoderatoren Österreichs.

        Seit 2002 moderiert er die Millionenshow im ORF. Darüber hinaus ist Assinger als Sportkommentator, Vortragsredner und Botschafter für Bewegung und Gesundheit aktiv. Wie kaum ein anderer verbindet er Spitzensport, Medienwelt und die Frage, was Menschen zu Höchstleistungen antreibt.

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        1 hr 16 min
      • #33: Generalleutnant Hameseder: Europa hat sich verrechnet!

        In dieser Episode diskutiert Stephan Zöchling mit Generalleutnant Erwin Hameseder über die Wehrfähigkeit Österreichs, die Zukunft des Bundesheeres, Neutralität und Rüstungsindustrie und die Frage, ob Europa wirtschaftlich und militärisch überhaupt in der Lage ist, für seine eigene Sicherheit zu sorgen.

        Hameseder war jahrzehntelang einer der einflussreichsten Manager im österreichischen Raiffeisen-Verbund und ist gleichzeitig Generalleutnant des Bundesheeres. Seit 1975 ist er Soldat, stieg als erster Milizsoldat bis in die höchsten militärischen Ränge auf und bezeichnet das Bundesheer selbst als seine „beste Managementschule“. Zuletzt leitete er die Wehrdienstkommission, die Vorschläge für eine grundlegende Reform des österreichischen Wehrdienstes erarbeitet hat.

        Im Zentrum des Gesprächs steht die Frage, wie sicher Österreich in einer zunehmend unsicheren Welt tatsächlich ist. Hameseder spricht über ein Bundesheer, das jahrzehntelang kaputtgespart wurde, über fehlendes Personal und mangelnde Einsatzbereitschaft und darüber, warum die Politik den Empfehlungen seiner Wehrdienstkommission nur teilweise gefolgt ist. Dabei geht es auch um ein breiteres Verständnis von Sicherheit: von militärischer Verteidigung bis zum Schutz kritischer Infrastruktur und der Versorgung mit Energie, Wasser und Lebensmitteln.

        Themen der Folge:

        • Wie einsatzfähig ist das österreichische Bundesheer wirklich?
        • Was Manager von Soldaten und Soldaten von Managern lernen können
        • Die Wehrdienstreform und warum die Politik der eigenen Kommission nicht vollständig gefolgt ist
        • Österreichs Neutralität in einer veränderten europäischen Sicherheitsordnung
        • Warum die heimische Sicherheits- und Rüstungsindustrie mit rechtlichen Hürden kämpft
        • Milliarden für das Bundesheer und die Frage, wer wirtschaftlich davon profitiert
        • Interessenkonflikte zwischen Wirtschaft, Politik und Bundesheer
        • Europas Überregulierung und der fehlende gemeinsame Kapitalmarkt
        • Warum Europa sein Wachstum und seine Verteidigung nicht ausreichend selbst finanziert

        Der Gast:

        Erwin Hameseder ist Jurist, Manager und Generalleutnant des österreichischen Bundesheeres. Jahrzehntelang prägte er den Raiffeisen-Verbund in führenden Funktionen und war bis Juni 2026 Generalanwalt des Österreichischen Raiffeisenverbandes. Parallel dazu machte er eine außergewöhnliche militärische Karriere in der Miliz und wurde als erster Milizsoldat bis zum Generalleutnant befördert.

        Hameseder verbindet damit zwei Welten, die selten so unmittelbar aufeinandertreffen: Kapital und Verteidigung. Im Gespräch stellt er sich auch den unbequemen Fragen, die aus dieser Doppelrolle entstehen: Wie unabhängig kann jemand mit engen Verbindungen zu Wirtschaft, Politik und Bundesheer sein? Was passiert, wenn Loyalität zur Partei und militärische Überzeugung auseinandergehen? Und wie viel Sicherheit ist Österreich tatsächlich bereit, sich zu leisten?

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        55 min
      • #32: Andreas Treichl über Osteuropa, Regulierungen und Vermögen für die Bevölkerung (2/2)

        In dieser Episode diskutiert Stephan Zöchling mit Andreas Treichl über die Zukunft Mittel- und Osteuropas, das Verhältnis zu Russland und die Frage, was von der Rolle der Banken bleibt.

        Treichl führte die Erste Group fast 23 Jahre lang. Heute ist er Vorstandsvorsitzender der Erste Stiftung, die als wesentlicher Aktionär hinter der Bank steht und sich der Finanzbildung und dem Aufbau tragfähiger Pensionssysteme widmet.

        Im Zentrum des Gesprächs stehen die roten Linien, die für ihn über eine EU-Mitgliedschaft anderer Länder entscheiden, die Frage, warum starke Kapitalmarktkultur und stabile Demokratie zusammenhängen, und der Wandel des Bankgeschäfts durch Regulierung und künstliche Intelligenz.

        Themen der Folge:

        • Osteuropa als Wachstumsmotor Europas für die nächsten 25 Jahre
        • Warum Russland und die Türkei nicht in die EU passen
        • Die Bedingung für Frieden: europäische Stärke ohne Amerika
        • Rechtsstaatlichkeit als rote Linie jeder Ideologie
        • Kapitalmarktkultur und ihr Zusammenhang mit stabiler Demokratie
        • Wohlstand ohne Demokratie: das Beispiel China
        • Die Erste Stiftung und Finanzbildung
        • Warum die kapitalgedeckte Säule Vermögensaufbau für alle ermöglichen kann
        • Vom Bankier zum Verwalter: was die Regulierung zerstört hat
        • Wenn Gesundheit und Beratung zum Luxusgut werden
        • 2008 und der Absturz

        Der Gast:

        Andreas Treichl war von 1997 bis 2019 Vorstandsvorsitzender der Erste Group. Unter seiner Führung expandierte die Bank nach Tschechien, in die Slowakei, nach Ungarn, Kroatien und Rumänien. Davor arbeitete er bei Chase Manhattan und Crédit Lyonnais, in den Neunzigern war er ÖVP-Finanzreferent unter Erhard Busek.

        Heute ist Treichl Vorstandsvorsitzender der Erste Stiftung und Mitgründer der Zweiten Sparkasse. Er tritt für eine europäische Kapitalmarktunion ein und für ein Pensionssystem, das nicht allein auf dem Umlageverfahren beruht.

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        34 min
      • #31: Andreas Treichl über Europas Schwäche, mächtige Bürokraten und ein funktionierendes Pensionssystem (1/2)

        In dieser Episode diskutiert Stephan Zöchling mit Andreas Treichl über den Zustand Europas, die Grenzen der Regulierung und die Reformen, die Österreich seit Jahrzehnten aufschiebt.

        Treichl führte die Erste Group 22 Jahre lang und machte aus einer Wiener Sparkasse eine zentraleuropäische Bank mit über 15 Millionen Kunden. Heute ist er Vorstandsvorsitzender der Erste Stiftung und einer der lautesten Rufer nach einer europäischen Kapitalmarktunion.

        Im Zentrum des Gesprächs stehen die Expansion nach Osteuropa und die Fehleinschätzung, dass ein EU-Beitritt automatisch Rechtsstaatlichkeit bringt. Dazu die Frage, warum die Politik der eigenen Bürokratie keine Grenzen mehr setzen kann und warum Skandinavien vormacht, was hierzulande nicht gelingt.

        Themen der Folge:

        • Unternehmer statt Banker: Warum Treichls Karriere heute nicht mehr möglich wäre
        • Erhard Busek, der Mitteleuropa-Fimmel und die Idee hinter der Erste Group
        • Der Irrtum: EU-Beitritt bedeutet nicht automatisch funktionierende Demokratie
        • Regulierung ohne politische Kontrolle
        • Warum Europa keine echte Wirtschaftsunion ist
        • Der Draghi-Bericht und 383 Vorschläge, die liegen bleiben
        • Schwache Regierungen, schwaches Brüssel
        • Skandinavien als Vorbild bei Kapitalmarkt und Pensionen
        • Warum die zweite Säule in Österreich politisch blockiert ist

        Der Gast:

        Andreas Treichl war von 1997 bis 2019 Vorstandsvorsitzender der Erste Group. Unter seiner Führung expandierte die Bank nach Tschechien, in die Slowakei, nach Ungarn, Kroatien und Rumänien. Davor arbeitete er bei Chase Manhattan und Crédit Lyonnais, in den Neunzigern war er ÖVP-Finanzreferent unter Erhard Busek.

        Heute ist Treichl Vorstandsvorsitzender der Erste Stiftung und Mitgründer der Zweiten Sparkasse. Er tritt für eine europäische Kapitalmarktunion ein und für ein Pensionssystem, das nicht allein auf dem Umlageverfahren beruht.

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        32 min
      • #30: Hans Peter Haselsteiner über die Macht der Kammern, bröckelnden Wohlstand und mehr Arbeit (2/2)

        In dieser Episode diskutiert Stephan Zöchling mit Hans Peter Haselsteiner über Produktivität, Reformblockaden und die Frage, wie sich der Wohlstand dieses Landes für kommende Generationen sichern lässt.

        Haselsteiner ist Unternehmer, ehemaliger Nationalratsabgeordneter des Liberalen Forums und langjähriger Förderer der NEOS. Er hat einen international tätigen Baukonzern geführt, mit der Westbahn ein Gegenmodell zur ÖBB aufgebaut und mischt sich bis heute in die großen Debatten des Landes ein.

        Im Zentrum des Gesprächs stehen Arbeitszeit und Feiertagsregelungen, die Macht der Kammern, die Finanzierung der Politik und die Sorge, dass verkrustete Strukturen und ein müde gewordenes Bürgertum die Reformfähigkeit des Landes lähmen.

        Themen der Folge:

        • Sonntagsarbeit und andere Wochenrythmen als Integrations- und Wirtschaftsimpuls

        • Warum wir mehr arbeiten müssen, nicht weniger
        • Faire Verteilung der Lasten bei der Sanierung des Staates
        • Die Parteienförderung im Vergleich zu Deutschland
        • Transparenz, Parteispenden und der Blick in die USA
        • Kammern als Symptom, von der Wirtschaftskammer bis zur Ärztekammer
        • Die Trennung von Kapital und Politik als demokratische Notwendigkeit
        • Verkrustete Strukturen im Zeitalter neuer Technologien

        Der Gast:

        Hans Peter Haselsteiner ist einer der prägendsten Unternehmer Österreichs. Als langjähriger Chef der Strabag baute er einen international erfolgreichen Baukonzern auf, mit der WESTbahn schuf er ein privates Gegenmodell zur ÖBB. Politisch war er in den 1990er-Jahren tragende Figur und Klubobmann-Stellvertreter des Liberalen Forums unter Heide Schmitt.

        Haselsteiner steht für wirtschaftsliberale Positionen mit sozialem Gewissen: Er lehnt Vermögenssteuern ab, befürwortet aber eine Erbschaftssteuer bei gleichzeitig sinkender Abgabenquote. Er argumentiert für einen schlanken, reformfähigen Staat, für gelebten Streit als demokratisches Prinzip und für die Verantwortung der Wohlhabenden, den sozialen Frieden zu sichern.

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        29 min
      • #29: Hans Peter Haselsteiner über Erbschaftssteuer, Reformstau und Österreichs Wohlstandsbäuchlein (1/2)

        In dieser Episode diskutiert Stephan Zöchling mit Hans Peter Haselsteiner über die Sanierung des Staates, gerechte Lastenverteilung und die strukturelle Reformunfähigkeit Österreichs – von der Erbschaftssteuer über den Föderalismus bis zum Postenschacher im ORF.

        Haselsteiner war Bauunternehmer an der Spitze der Strabag, Mitgründer des Bahnunternehmens WESTbahn als Gegenmodell zur ÖBB, Nationalratsabgeordneter des Liberalen Forums und Förderer der NEOS. Er kennt die Wirtschaft ebenso wie die Innenmechanik der Politik.

        Im Zentrum des Gesprächs stehen die Frage einer fairen Erbschaftssteuer bei sinkender Steuerquote, der lähmende Föderalismus mit zehn gesetzgebenden Körperschaften, die parteipolitische Vereinnahmung des ORF und die Sorge, dass ausbleibende Reformen die demokratische Ordnung selbst gefährden.

        Themen der Folge:

        • Erbschaftssteuer nur unter einer Voraussetzung
        • Ablehnung der Vermögenssteuer und die Staatsquote als Verfassungsgrenze
        • Reformstau der „Reformpartnerschaft“ und die Rolle der NEOS
        • ORF-Postenschacher, Generaldirektorenbestellung und ein politikfernes ORF-Gesetz
        • Föderalismus, zehn gesetzgebende Körperschaften und absurde Förderstrukturen
        • Das „Wohlstandbäuchlein“ und die Frage nach Kasteiung statt Abnehmspritze
        • Sozialer Frieden, Neiddebatte und die Verantwortung der Privilegierten
        • Grenzen des Wachstums: Lehman, Corona, Ukrainekrieg und die Deindustrialisierung Europas
        • Streit als Wert und warum Demokratie den Konflikt braucht

        Der Gast

        Hans Peter Haselsteiner ist einer der prägendsten Unternehmer Österreichs. Als langjähriger Chef der Strabag baute er einen international erfolgreichen Baukonzern auf, mit der WESTbahn schuf er ein privates Gegenmodell zur ÖBB. Politisch war er in den 1990er-Jahren tragende Figur und Klubobmann-Stellvertreter des Liberalen Forums unter Heide Schmitt.

        Haselsteiner steht für wirtschaftsliberale Positionen mit sozialem Gewissen: Er lehnt Vermögenssteuern ab, befürwortet aber eine Erbschaftssteuer bei gleichzeitig sinkender Abgabenquote. Er argumentiert für einen schlanken, reformfähigen Staat und für gelebten Streit als demokratisches Prinzip.

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        34 min

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