Die verurteilte NSU-Terroristin Beate Zschäpe ist in ein Aussteigerprogramm für Neonazis aufgenommen worden. Wie diese Programme funktionieren, erfahren Sie hier.
"Eine Grundvoraussetzung, dass eine Ausstiegsberatung erfolgreich verläuft, ist dass die Person selbst, sich von der Szene lösen möchte", sagt Bettina Rommelfanger, Leiterin des Kompetenzzentrums gegen Extremismus in Baden-Württemberg, kurz konex. Gerade bei jungen Menschen, wo die Ideologisierung noch nicht komplett abgeschlossen ist, könne es sein, dass sie merken, dass die Gruppenzugehörigkeit doch nicht so toll ist. Möglicherweise beschneidet sie diese Zugehörigkeit in anderen Bereichen ihres Lebens. Auch Gewalterfahrungen innerhalb der Gruppe, könnten zu einem Ausstieg führen.
Es ist eine schwierige Situation. Mit dem Lösen aus einer Gruppe nehmen wir Halt und ein Stück Identität. Das macht eine instabile Lebenssituation.
Quelle: Bettina Rommelfanger, Leiterin des Kompetenzzentrums gegen Extremismus in Baden-Württemberg
Mit ihrer Arbeit könnten sie und ihr Team Akzente für ein Leben danach setzen, sagt Bettina Rommelfanger vom Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg. So bieten sie Unterstützung bei Emotionsregulierung, beim Fußfassen im Arbeitsleben oder bei der Stabilisierung des Umfeldes. Warum vor allem letzteres sinnstiftend ist, erklärt Rommelfanger im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.