Sie ist knusprig, aber auch cremig. Schokoladig braun, aber auch grün wie eine Pistazie. Die sogenannte Dubai-Schokolade erlebt gerade einen Hype in den sozialen Medien.
Gefühlt lieben alle die mit Engelshaar, Pistaziencreme und Sesampaste gefüllte Vollmilchschokolade. Influencer schwärmen von ihr, essen sie genüsslich oder machen sie selbst. Längst sind nahezu alle Schokoladen-Hersteller auf den Trend aufgesprungen und stellen ihre eigene Version der Dubai-Schokolade her.
Aber was ist es, was diese Schokolade so besonders macht? Für Eberhard Schell, Maître Chocolatier aus Gundelsheim, ist es die Konsistenz. "Wenn man es gut macht, ist es lecker. Durch das Engelshaar hat die Schokolade einen schönen crunchigen Effekt. Und wenn man gute Pistazien frisch röstet und mahlt, kann man wirklich ein sehr leckeres Produkt herstellen."
Doch der Hype hat auch seine Folgen. Von der Sesampaste bis hin zum Engelshaar sei fast alles ausverkauft, so Schell.
Die Nachfrage bestimmt den Markt und so ist es auch hier. Dementsprechend sind die Kosten hochgegangen. Außerdem ist der Kakaopreis nach wie vor hoch.
Quelle: Eberhard Schell, Maître Chocolatier aus Gundelsheim
Häufig kostet eine Tafel Dubai-Schokolade zwischen 8 und 15 Euro. Laut Maître Chocolatier Eberhard Schell sei die Herstellung der Schokolade recht aufwändig. Außerdem könne die Schokolade nicht günstig sein, wenn man gute Zutaten verwendet.
Eine gute Schokolade wird nie billig sein.
Quelle: Eberhard Schell, Maître Chocolatier aus Gundelsheim
Um zu überprüfen, ob der Preis für eine Tafel Dubai-Schokolade gerechtfertigt ist, empfiehlt Schell einen Blick auf die Zutatenliste. Vor allem der Pistazien- und Kakaoanteil in der Schokolade geben Auskunft über dessen Qualität.
Was der Schokoladenexperte befürchtet, wenn die Dubai-Schokolade bald auch in den Discountern zu haben ist, erklärt Eberhard Schell im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich.