SWR Aktuell Im Gespräch

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SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • So kann Künstliche Intelligenz Bienen retten
    Rettet die Bienen! Dieser Ruf schallte durchs Netz und durch die Welt, weil Bienen weltweit bedroht sind von Parasiten, besonders durch eine Milben-Art. Sebastian Stepppuhn aus Kieselbronn bei Pforzheim, war schon bei "Jugend forscht" erfolgreich mit einem Laserscanner für Sehbehinderte. Dieses Jahr hat er mit einem weiteren Forschungsprojekt den zweiten Platz im Landeswettbewerb geholt: Es geht darum, tödliche Bienenparasiten zu erkennen und von den Bienenstöcken fernzuhalten - und zwar mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz. Heute Abend steht Sebastian Steppuhn mit seiner Arbeit in Tübingen im Finale des Bundeswettbewerbs KI. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Florian Rudolph erklärt er, wie sich KI zum Schutz von Bienen einsetzen lässt. Spoiler: Wer Videokameras am Bienenstock installiert, kann per Bild-Erkennung die winzigen Milben auf den Bienen ausmachen.
    5 min
  • Ampel-Aus: Ist die Politik kaputt, Hubertus Heil?
    Das von der Ampel-Koalition eingeführte Bürgergeld könnte schon im kommenden Jahr wieder abgeschafft werden. So haben es CDU und CSU für den Fall eines Wahlsiegs bei der Neuwahl im Februar angekündigt. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) warnt die Union nun davor, zu weit zu gehen: "Die Grundsicherung abzuschaffen, das verbietet unsere Verfassung", sagt Heil im ARD Interview der Woche.
    Scheitert mögliche GroKo am Bürgergeld?
    Würden Verhandlungen zu einer möglichen Neuauflage der Großen Koalition also am Bürgergeld scheitern? "Über Reformen kann man immer reden", betont Heil. "Ich habe ja Vorschläge gemacht, Dinge weiterzuentwickeln. Die könnten wir übrigens auch jetzt beschließen."
    Der Bundesarbeitsminister gibt zu, dass bei der Einführung des Bürgergelds ein falscher Eindruck entstanden ist. "Natürlich muss man sich selbstkritisch fragen, warum. Das Bürgergeld war nie ein bedingungsloses Grundeinkommen." Aber: "Ich glaube, das Lebensgefühl, was im Moment eine Rolle spielt, ist die Frage: Was tut ihr eigentlich für die arbeitende Mitte?"
    Rentenreform: Die Zeit drängt
    Nach dem Aus der Ampel-Koalition wird auch Heils geplante Rentenreform nicht mehr umgesetzt. Der Minister drängt darauf, das Rentenniveau schnellstmöglich zu stabilisieren: "Ab 2026 muss die Entscheidung getroffen werden, sonst verlieren Rentnerinnen und Rentner Kaufkraft. Das darf nicht sein."
    Die Idee einer Aktienrente, die er mit dem ehemaligen Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) vereinbart hatte, hält Heil weiter für den richtigen Weg: „Ich stehe zu dem Kompromiss, weil die Idee war Vorsorge zu treffen, dass die Rentenbeiträge in den 30er Jahren nicht zu sehr steigen. Da ist eine gute Lösung gelungen. Das muss dann nach der Wahl entschieden werden."
    SPD-Kanzlerkandidat: Heil "im Team Scholz"
    Dass die SPD in naher Zukunft noch einmal mit der FDP koaliert, hält Heil "derzeit nicht für vorstellbar." Für den SPD-Vize ist Bundeskanzler Olaf Scholz weiter der richtige Kanzlerkandidat: "Er hat die Erfahrung und auch die Kompetenz, die dieses Land braucht. Deshalb bin ich im Team Scholz."
    Über einen Rückzug aus der Politik denkt Hubertus Heil nicht nach, er kandidiert erneut für seinen Wahlkreis Gifhorn-Peine in Niedersachsen. Der Wind in der Politik ist aber rauer geworden, findet er. "Wir haben viele Krisen zu bewältigen. Aber vor dieser Verantwortung darf man gerade deshalb, weil auch Extremisten lauter geworden sind, nicht weglaufen."
    Wie man durchhält in der Politik? "Eine stabile Familie, Freunde sind wichtig. Und verlässliche Mitstreiter. Und die habe ich."
    25 min
  • Weniger Bildung - weniger Forschung - weniger Start-Ups: Protest gegen Einsparungen an den Unis in BW
    "Es wird ein schleichender Prozess sein", sagt der Vorstandsvorsitzende der Studierendenvertretung der Uni Stuttgart im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Christian Rönspies. Erst könnte die Schließung von Universitätsgebäuden notwendig werden, denn viele davon seien dringend renovierungsbedürftig. Dadurch gingen Bildungs- und Forschungsangebote verloren. Darunter würde die Innovationskraft leiden, weil beispielsweise keine neuen Start-Ups gegründet würden: "Das ist für einen Industriestandort wie Baden-Württemberg fatal."
    An Bildung kann man nicht sparen. Wir sind die Forscher und Entwickler der nächsten Jahre.

    Quelle: Bastian Kupka, Studierendenvertretung Uni Stuttgart

    6 Prozent mehr Geld für die Universitäten gefordert
    Das Land Baden-Württemberg will den Universitäten jährlich 3,5 Prozent mehr Geld geben. Für den Vorstandsvorsitzenden der Studierendenvertretung der Uni Stuttgart ist das zu wenig. Diese Erhöhung liege deutlich unterhalb der Inflationsrate der vergangenen beiden Jahre. 2022 betrug die Preissteigerung 6,9 Prozent - 2023 waren es 5,9 Prozent. Außerdem müssten aus dem Budget auch die Tariferhöhungen für Professoren und Uni-Beschäftigte in Höhe von 3,1 Prozent bezahlt werden.
    Deshalb fordern die Studierenden gemeinsam mit der Landesrektoratekonferenz eine jährliche Erhöhung der Mittel um 6 Prozent. Zusätzlich werde ein Transformationsbudget zur Sanierung der Gebäude benötigt. Die Universitäten müssten fit für die Zukunft gemacht werden. Dazu gehörten auch neue Studiengänge, beispielsweise im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI), ergänzt Bastian Kupka von der Studierendenvertretung der Uni Stuttgart.
    6 min
  • Die Grünen als Verbotspartei? "Da kommen abgefahrene Behauptungen"
    "Da kommen abgefahrene Behauptungen", sagt der scheidende Bundesvorsitzende im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler. Dazu gehöre der Vorwurf, dass die Grünen Fleisch verbieten wollten, was Nouripour verneint.
    Sehe ich aus, als würde ich Fleisch verbieten wollen?

    Quelle: Omid Nouripour, Grüne


    Auch in der Diskussion um eine Mobilitätswende werde gegen die Grünen polemisiert. Ziel sei nicht, das Autofahren zu verbieten, sondern die Grünen wollten, "dass die Automobilindustrie eine Zukunft hat, und die hat viel mit Elektromobilität zu tun". Nouripour vermisst in der Diskussion die Ernsthaftigkeit: "Sprüche raushauen, können viele", kritisiert er. Die aktuellen Krisenzeiten bräuchten allerdings "ernste Antworten und nicht nur pauschale Vorwürfe".
    Kanzlerkandidat der Grünen "unbedingt" notwendig
    Der scheidende Vorsitzende der Grünen verteidigt die Kanzlerkandidatur von Robert Habeck, obwohl die Grünen in Umfragen zurzeit bei zwölf Prozent liegen. Auch die SPD sei nur "eine Nasenlänge" voraus. Außerdem spiele die Sonntagsfrage keine Rolle. "Wenn es nur darum ginge, dass Parteien über 20 Prozent Kanzlerkandidaten aufstellen dürfen, dann müsste man das Kanzleramt im Abonnement der CDU schicken. Das werden wir nicht tun und den Wettbewerb annehmen."
    Selbstkritik des Noch-Grünen-Chefs an der Ampel
    Für den anstehenden Bundestagswahlkampf rechnet Nouripour mit harten politischen Auseinandersetzungen. Es gehe um die besten Ideen für das Land, die eine neue Bundesregierung umsetzen müsse. Von der zukünftigen Koalition erwartet der Noch-Grünen-Chef ein anderes Erscheinungsbild, als es die Ampelkoalition abgegeben habe: "Zu viel komplett überflüssiger Streit hat die Stimmung in diesem Land zerlegt und den Menschen keinen Halt in unsicheren Zeiten gegeben. Das muss sich dringend ändern."
    5 min
  • Masern-Impfung: "Impfschäden Gott sei Dank nie erlebt"
    Heute vor fünf Jahren hat der Bundestag eine Masern-Impfpflicht beschlossen. Welche Erfahrungen machen Kinderärzte seither damit? Wie ist es etwa mit Nebenwirkungen der Impfung? Das hat SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex den Mainzer Kinderarzt Stefan Buchner gefragt. "Da können wir beruhigen - die Impfung wird sehr gut vertragen, ganz selten gibt es danach mal einen Hautausschlag oder Fieber".
    Schwere Nebenwirkungen oder Impfschäden hat Buchner in zwanzig Jahren Praxis und bei tausenden geimpften Kindern "Gottseidank nie erlebt". Und wie sieht es mit der Akzeptanz aus? "Die Eltern freuen sich, dass es diese Impfung gibt", so Buchners Erfahrung.
    Hören Sie im Interview auch, warum die Zahl der Ansteckungen trotzdem wieder steigt - und was der Mainzer Kinderarzt von "Masern-Partys" hält, wie sie von Impfgegnern veranstaltet werden.
    6 min
  • Klimawandel - Trockenheit - Borkenkäfer: Wie der Wald trotzdem überleben kann
    "40 Prozent der Waldfläche in Baden-Württemberg sind immer noch stark geschädigt", sagt die Leiterin der Abteilung Boden und Umwelt bei der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Christian Rönspies. Das gehe aus dem aktuellen Waldzustandsbericht hervor. Auch wenn es in diesem Jahr viel geregnet habe und die Bäume sich erholt hätten, könne sie keine Entwarnung geben: "Ein einziges Jahr reicht nicht aus, um die Schäden wiedergutzumachen."
    Baumartmischung kann Waldbestand sichern
    Mit dem Klimawandel kommen höhere Temperaturen und längere trockene Phasen. Davon profitiert der Borkenkäfer, der vor allem den Fichten zusetzt. "Das ist unser Sorgenkind Nummer eins", erläutert die Forst-Expertin. Eine gut geeignete Gegenmaßnahme sei eine Baumartmischung.
    Wenn Fichten beispielsweise in einen Bestand von Buchen eingestreut seien, "hat der Borkenkäfer keine Chance, großflächig zuzuschlagen". Eine weitere Maßnahme gegen den Klimawandel sei das Anpflanzen von Bäumen mit tiefen Wurzeln, die auch in Phasen langer Trockenheit noch an Grundwasser herankommen. Außerdem sollte der Anteil der Laubbäume erhöht werden. Damit könnten die Wälder "klimastabiler werden".
    8 min
  • Gladiator II: "Ridley Scott will einfach nur unterhalten"
    "Gladiator II ist richtiges Popcorn-Kino", sagt Anna Wollner im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler. Die Produktion sei ein großes Spektakel. Es gehe nicht um die Authentizität und Wahrhaftigkeit der Geschichte. "Ridley Scott will einfach nur unterhalten", was dem Regisseur hervorragend gelinge.
    Kampfszenen in Gladiator II "auf höchstem Niveau"
    Beeindruckt zeigt sich die Filmkritikerin von den Kampfszenen und Schlachten. Diese habe Ridley Scott "auf höchstem Niveau" inszeniert. Ein Aufeinandertreffen mit Affen, sehe so aus, als ob der Gladiator Lucius gegen Aliens kämpfe. In einer anderen Szene werde das Kolosseum in Rom mit Wasser geflutet. Die Schlacht der Gladiatoren finde mit Galeeren statt, um die Haie herumkreisen. "Das ist historisch totaler Quatsch." Es gehe ums Spektakel. "Das will der Film und das gelingt ihm auch in seiner ganzen Brutalität", sagt Anna Wollner.
    4 min
  • "Laut und ruppig": Was im Wahlkampf auf uns zukommt
    "Im Wahlkampf geht es immer rauer zu", sagt die Politikwissenschaftlerin an der Universität der Bundeswehr in München im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler. Aber ob der Ton gestern im Bundestag eine gute Strategie gewesen sei, bezweifelt sie. Zwar hätten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) auf die wirtschaftlichen Probleme hingewiesen und deutlich gemacht, vor welchen Herausforderungen Deutschland stehe. Doch anstatt konkrete Lösungsvorschläge zu geben, "stänkert man gegen den Gegner und beschäftigt sich mit sich selbst".
    Im Wahlkampf geht es darum, Stimmen zu bekommen. Deshalb sind alle im Bundestag so laut und ruppig geworden.

    Quelle: Politikwissenschaftlerin Jasmin Riedl

    Rot-grüne Minderheitsregierung bringt Union in die Zwickmühle
    Seit dem Ampel-Aus wird darüber diskutiert, welche Projekte eine rot-grüne Minderheitsregierung mit Unterstützung von CDU/CSU noch umsetzen kann. Darin sieht die Politikwissenschaftler ein Risiko für die Union. Jeden politischen Erfolg könne der Bundeskanzler als Beleg nehmen, dass die FDP der Hemmschuh in der Ampel gewesen sei. "Das ist genau die Erzählung, die Scholz jetzt machen möchte." Er sei von sich überzeugt. Er betont, vieles richtig gemacht zu haben. Was nicht geklappt hat, liege für Scholz daran, "dass die FDP die Politik der Ampel ausgebremst hat".
    Ampel-Projekt: Schutz des Bundesverfassungsgerichts
    Noch vor der Neuwahl des Bundestags, die mit großer Wahrscheinlichkeit am 23. Februar stattfindet, soll das Bundesverfassungsgericht vor Störmanövern von Demokratiefeinden besser geschützt werden. Darüber beraten SPD, Grüne, FDP mit CDU und CSU schon seit Monaten. Die Union hat signalisiert, dass sie einem entsprechenden Gesetz noch vor der Neuwahl zustimmen könnte.
    Für die Politikwissenschaftlerin Jasmin Riedl kommt das Vorhaben reichlich spät, da die AfD im nächsten Bundestag deutlich stärker vertreten sein dürfte. Das Scheitern einer Absicherung des Bundesverfassungsgerichts würde allen demokratischen Parteien "schwer auf die Füße fallen", ist sie überzeugt.
    5 min
  • Offene Kanäle in RLP zeigen Landtag live: "Das ist gelebte Demokratie"
    Die rund 100 Abgeordneten im rheinland-pfälzischen Landtag hatten bei ihrer heutigen Plenarsitzung mehr Zuschauer als üblich. Der Grund: Seit heute werden die Sitzungen auf den Sendeplattformen der offenen Kanäle des Landes übertragen.
    Bei der Umsetzung helfen Mitarbeitende des Landtags, Ehrenamtliche und die Medienanstalt Rheinland-Pfalz. "Es geht darum, den unmittelbaren Zugang zur Landespolitik in Rheinland-Pfalz zu erfahren", sagt Florian Tremmel, Referent für Offene Kanäle bei der Medienanstalt Rheinland-Pfalz. Insgesamt gibt es von Adenau bis Speyer 16 Standorte von Offenen Kanälen. Die Sender seien lokal verwurzelt und verfügten dadurch über eine unmittelbare Nähe, so Tremmel. Die Übertragung der Landtagssitzungen bezeichnet er als "gelebte Demokratie". Bürgerinnen und Bürger würden direkt mitbekommen, was in ihrer Landeshauptstadt passiert. Das sei mediale Teilhabe und diese sei wichtig fürs Land. Auch Entscheidungsprozesse könnten besser nachvollzogen werden.
    Warum er glaubt, dass die Menschen in Rheinland-Pfalz auch längere Sitzungen am Bildschirm mitverfolgen, erklärt Florian Tremmel im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Florian Rudolph.
    4 min
  • Wirtschaftsflaute: Warum Weihnachtsmärkte der Krise trotzen
    "Unsere Erfahrung in den letzten Jahren zeigt, dass die Menschen auf Volksfesten und Weihnachtsmärkten nicht dazu neigen, besonders sparsam zu sein", sagt Tielkes im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler. In der dunklen Jahreszeit sei der Bedarf nach Geselligkeit hoch. Aus diesem Grund starte der Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen bereits am 13. November, "weil wir merken, dass es einen Bedarf gibt", ergänzt der Abteilungsleiter der Stadtmarketing-Events.
    Weihnachtsmarkt ist "Balsam für die Seele"
    Aus Respekt vor den stillen Feiertagen im November hat der Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen am Volkstrauertag (17.11.) und am Totensonntag (24.11.) geschlossen. Trotzdem gibt es immer wieder Kritik am Start vor der Adventszeit. Stefan Tielkes will dieses Argument nicht gelten lassen und verweist auf den sozialen Aspekt von Weihnachtsmärkten. Menschen kämen zusammen, um sich wohlzufühlen. Die Stimmung auf Weihnachtsmärkten sei "Balsam für die Seele".
    6 min

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