SWR Aktuell Im Gespräch

SWR Aktuell Im Gespräch

By SWR AktuellNews
Download on the App Store

SWR Aktuell Im Gespräch episodes

  • Filmkritik: Brauchen wir noch ein "Fliegendes Klassenzimmer"?
    Das Buch "Das fliegende Klassenzimmer" ist jetzt 90 Jahre alt - und bekommt zum runden Geburtstag seine vierte Verfilmung. Nach 1954, 1973 und 2003 versucht sich nun ein neues Ensemble an Erich Kästners Vorlage und nimmt einige Veränderungen vor. Ob das gelungen ist oder ob die Neuverfilmung an zu viel Ballast aus der Vergangenheit scheitert, verrät unsere Filmkritikerin Anna Wollner im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.
    4 min
  • Immer längere Pendelstrecken: "Nicht nur Arbeitsplatz entscheidet über Wohnort"
    Die Menschen nehmen immer längere Pendelstrecken auf dem Weg zu ihrer Arbeit in Kauf. Für Soziologie-Professorin Katharina Manderscheid von der Uni Hamburg hat das vor allem finanzielle Gründe. "Es gibt immer mehr Menschen, vor allem Familien, die sich innerstädtische Lage nicht mehr leisten können", so Manderscheid im SWR. Zudem entscheide oft nicht nur der Arbeitsort über den letztendlichen Wohnort. "Menschen, die nicht alleine leben, entscheiden eben nicht nur aufgrund von Arbeitsplätzen, wo sie wohnen wollen oder können. Manchmal ist auch die Nähe zu älteren Eltern wichtig – weil diese zum Beispiel versorgt werden müssen oder bei der Kinderbetreuung helfen können", so Manderscheid. Aber auch der Arbeitsmarkt selbst sei ein Grund: Unternehmen würden durch den Fachkräftemangel ihr Einzugsgebiet erweitern. Wie sich das Am Ende auf die Mieten auf dem Land auswirkt, erklärt Manderscheid im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich.
    7 min
  • Schlechter Börsenstart: Birkenstock "hat sich verschätzt"
    Der gestrige Börsenstart des rheinland-pfälzischen Schuhherstellers Birkenstock ist deutlich schlechter verlaufen als geplant. "Wobei man schon sagen muss, dass die Marke eine irre Erfolgsgeschichte hingelegt hat", sagt Marketingexperte Wolfgang Gerstenhauer von der Agentur "Frog King". Der Börsenexperte sagt aber auch: "Ich glaube, dass sich die Marke Birkenstock einfach ein bisschen verschätzt." Ein Grund für den schlechten Börsenstart ist für Gerstenhauer unter anderem das noch recht neue Luxussegment von Birkenstock, mit Schuhen im Wert von teilweise über 400 Euro. "Da sind meiner Meinung nach ein paar Fehler gemacht worden. Eigentlich steht der Birkenstock-Schuh für eine authentische 'Ökolatsche', für das 'Anderssein' und damit konnte der Schuh auch zum Statement werden", meint Gerstenhauer. Warum dieses Image durch das Luxussegment leidet, erklärt der Börsenexperte im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich.
    5 min
  • Neue Forschungsergebnisse: Warum Frauen anders krank sind als Männer
    So viel ist inzwischen allgemein bekannt: Ein plötzlicher Schmerz in der Brust, der in den Arm zieht, Atemnot oder Engegefühl in der Brust - das sind Sympthome, die bei Männern auf einen Herzinfarkt hindeuten. Bei Frauen dagegen können auch Übelkeit, Kurzatmigkeit oder Schmerzen im Oberbauch darauf hindeuten. Frauen und Männer sind unterschiedlich krank. Wie es zu diesen Unterschieden kommt, daran forscht das neu gegründete Centrum für geschlechtsspezifische Biologie und Medizin an der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes. Dort soll dem Thema ganzheitlich und interdisziplinär nachgegangen werden. Welche ersten Erkenntnisse es bei den Geschlechterunterschieden im Krankheitsfall gibt, erklärt ein Mitbegründer des Centrums, der Neurowissenschaftler Frank Kirchhoff, im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.
    5 min
  • "Mehr Zuversicht wagen" – aber wie denn?
    Israel im Kriegszustand, Krieg in der Ukraine, die Klimakrise bringt uns das heißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, die Wirtschaft steckt in einer tiefen Rezession und auch die politische Lage in Deutschland ist schwierig: Nach den Landtagswahlen in Bayern und Hessen ist die SPD auf historischem Tiefststand - die Ampel-Koalition abgestraft. Jammern nützt aber nichts, findet Carsten Brosda. Er ist SPD-Politiker, Kultursenator in Hamburg und Autor des kürzlich erschienenen Buchs "Mehr Zuversicht wagen". Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch erklärt er, warum Zuversicht in seinen Augen so wichtig ist und gerade jetzt gebraucht wird, da Veränderung so bitter nötig ist.
    4 min
  • "Deutschlandticket": Länder fordern politischen Willen im Bund
    Der Verkehrsminister von Baden-Württemberg, Winfried Hermann von den Grünen, hat den Bund nochmals aufgefordert, sich am Erhalt des sogenannten "Deutschlandtickets" zu beteiligen. Gleichzeitig wehrte er sich gegen die Darstellung, das Angebot stehe mangels Finanzierungszusagen auf der laufenden Verkehrsministerkonferenz von Bund und Ländern kurz vor dem Aus. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch betonte Hermann, es brauche vor allem politischen Willen bei der Bundesregierung, da die Höhe der Kosten für 2023 noch gar nicht klar sei. Entsprechend seien auch Angaben für die nächsten Jahre schwierig – viel mehr als die Zusage für eine konkrete Milliardensumme brauchten die Länder also die Zusage aus Berlin, auch der Bund werde seinen Anteil übernehmen. Die Verkehrsministerkonferenz endet am Mittag in Köln. Dann will Bundesverkehrsminister Wissing von der FDP mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus den Ländern konkrete Verhandlungsergebnisse vorlegen.
    5 min
  • Brandbrief an Kanzler wegen Bürokratieabbau: "Das kann man doch keinem mehr erklären"
    Der Bürokratieabbau in Deutschland funktioniert seit Jahren nicht wirklich gut. Drei Oberbürgermeister haben deshalb jetzt einen Brandbrief an Bundeskanzler Olaf Scholz geschrieben, darunter der Esslinger OB, Matthias Klopfer. "Wir haben zum Beispiel in unseren Städten ein Wirrwarr von 30, 40 und 50 km/h – das kann man doch keinem mehr erklären, welche Rechtsgrundlagen dahinterstecken", meint Klopfer. Dieses Jahr habe Esslingen außerdem für das Sommerfest im August Lauben gekauft und diese auf Schneelast prüfen müssen – sowas mache einfach keinen Sinn. "Und so haben wir ganz viele Beispiele für den Kanzler aufgelistet. Wir müssen schneller werden und uns von ganz viel Ballast befreien", so der OB von Esslingen. Wie Bürgern und Handwerkern das Leben sonst noch erleichtert werden könnte, erklärt Matthias Klopfer im Gespräch mit Stefan Eich.
    5 min
  • Pro Asyl: "Asylbewerber zu ehrenamtlicher Arbeit zu zwingen, wäre katastrophal"
    Asylbewerber zu gemeinnütziger Arbeit verpflichten – das planen nach einem Zeitungsartikel mehrere Bundesländer. Wiebke Judith von der Menschenrechts-Organisation "Pro Asyl" nennt diesen Vorschlag "katastrophal". "Aktuell ist es Asylsuchenden verboten, zu arbeiten. Da ist es doch absurd, sie jetzt zu gemeinnütziger Arbeit zu zwingen. Stattdessen muss der Ansatz doch sein, diese Menschen gut ankommen zu lassen und dann ihre Fähigkeiten zu fördern", so Judith. Für sie ist der Vorschlag eine rein populistische Debatte, die verschiebt, was eigentlich vor Ort der Bedarf ist. "Im Zweifelsfall will man den Asylbewerbern auch die Sozialleistungen kürzen. Das sehen wir aus rechtlicher Sicht sehr kritisch. Und man muss sich fragen: ist das denn jetzt wirklich die Lösung für unsere Probleme?", meint Judith. Was sie stattdessen vorschlägt, um Städte und Kommunen zu entlasten, erklärt sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich.
    4 min
  • Trotz Israel im Kriegszustand: Beim NATO-Treffen "dominiert der Ukraine-Konflikt"
    In Brüssel treffen sich die Verteidigungsministerinnen und -minister der NATO - überraschend ist auch der ukrainische Präsident Selenskyj hinzugestoßen. Die Ukraine wird auch im Fokus des NATO-Treffens sein, analysiert Markus Kaim, Sicherheitsexperte der Stiftung Wissenschaft und Politik, im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch. Die Verteidigungsallianz kann allerdings auch nicht ignorieren, dass sich neue Krisenherde aufgetan haben: der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um Berg-Karabach, neue Spannungen zwischen Serbien und dem Kosovo und ganz aktuell der schwerwiegende Terrorangriff der Hamas auf Israel und der Kriegszustand, mit dem die israelische Regierung reagiert hat.
    7 min
  • Landkreistag: Geflüchtete bald wieder in Turnhallen?
    Wegen der anhaltend hohen Zahl an Menschen, die nach Deutschland kommen - aus der Ukraine, auf der Flucht vor anderen Konflikten oder auf der Suche nach Perspektiven - hat Ulm einen temporären Aufnahmestopp beschlossen. Viele andere Kommunen in Deutschland klagen ebenfalls, die Kapazitäten ihrer Asyl-Unterkünfte seien erschöpft. In Tübingen werde es spätestens zum Ende des Jahres soweit sein, dass die Behörden Menschen nur noch in Turnhallen unterbringen könnten, befürchtet Joachim Walter (CDU). Er ist Landrat im Kreis Tübingen, Präsident des Landkreistags Baden-Württemberg und Vizepräsident des Deutschen Landkreistags. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch erklärt er, was die Kommunen und Kreise vom Bund und den Ländern in dieser Lage erwarten.
    6 min

About SWR Aktuell Im Gespräch

From the publisher's feed

Topthemen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport: Wir ordnen ein, wir klären auf, wir bohren nach. "SWR Aktuell Im Gespräch" - das sind Interviews mit Menschen, die etwas zu sagen haben.