Obwohl die SPD die Landtagswahlen sowohl in Bayern als auch in Hessen klar verloren hat, will die Jugendorganisation der Partei in Rheinland-Pfalz, die Jusos, an Kernbestandteilen der Bundespolitik festhalten. Die Juso-Vorsitzende Beatrice Wiesner hat im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch gesagt, dass bei den Wahlen Migrations- und Asylpolitik zwar eine große Rolle gespielt hätten, aber die Verantwortung dafür weder allein bei der Bundesinnenministerin und hessischen SPD-Spitzenkandidatin Nancy Faeser noch bei den Sozialdemokraten an sich zu suchen sei: "Ich denke, Nancy Faeser trägt sicherlich Verantwortung dafür, aber auch die anderen Kolleginnen und Kollegen in Berlin tragen Verantwortung sowie alle anderen demokratischen Parteien. Wir haben ja das Problem, dass wir aktuell rechten Narrativen in der Migrations- und Asylpolitik hinterherrennen und leider hat auch die SPD und leider hat auch Nancy Faeser es nicht geschafft, ein klares, solidarisches Zeichen dagegen zu setzen. Auch wir sind diesen rechten Erzählungen hinterhergerannt. Deswegen: Ja, da muss eine Konsequenz gezogen werden und zwar ein Diskurswechsel." Hier eine harte Linie zu fahren, zahle stets nur auf das Konto der AfD ein, sagte Wiesner. "Die SPD sollte diesen Fehler nicht machen." Sowohl in Bayern als auch in Hessen hatte die SPD mit 8,4 beziehungsweise 15,1 Prozent historisch schlechte Ergebnisse eingefahren.