Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Katharina Barley (SPD), hat EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen dazu aufgerufen, eine einheitliche Linie beim Umgang mit Finanzhilfen für die Palästinenser durchzusetzen. Zwar gebe die offizielle EU-Pressestelle an, aktuell gebe es keine Zahlungen an palästinensische Stellen, aber Barley sagt auch im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch: "Wenn es um diesen Konflikt geht, gibt es natürlich ganz unterschiedliche Standpunkte." Es gebe im EU-Parlament diejenigen, die, wie sie, klar auf der Seite Israels stehen, es gebe aber auch jene, die "stärker aus der palästinensischen Sicht auf das Ganze blicken", und es gebe einige, die vermitteln wollten. Das führe zu einer uneinheitlichen Linie. "Von den Kommissaren hört man sehr unterschiedliches - der ungarische Kommissar Várhelyi hat gesagt: alles streichen. Dann kam der Außenbeauftragte, aber auch der Kommissar für humanitäre Hilfen. Die sagen: nein, nicht streichen. Ich vermisse wirklich ein ordnendes Wort der Kommissionspräsidentin von der Leyen", so Barley. Geld für Humanitäre Hilfe solle ihrer Ansicht nach weiter fließen, sagte Barley, hier müsse die EU aber sicherstellen, dass die örtlichen Stellen in Gaza oder Ramallah dieses nicht für den Kampf gegen Israel zweckentfremdeten.