Synapsen – ein Wissenschaftspodcast

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Synapsen – ein Wissenschaftspodcast episodes

  • (104) Screening - mit Gießkannenprinzip gegen Krebs?
    Mammografie, Hautkrebs-Vorsorge, Darmspiegelung: Die Nachfrage nach Krebs-Früherkennungsmaßnahmen ist groß. Doch nicht für alle Methoden gibt es Evidenz.
    Bei der Krebs-Früherkennung kursieren viele Empfehlungen. Tatsächlich gibt es für den Erfolg gar nicht bei allen Krebsarten wissenschaftliche Evidenz. Trotzdem gibt es in manchen Bereichen eine starke Lobby für flächendeckende Untersuchungen, und das individuelle Sicherheitsbedürfnis in Gesundheitsfragen ist groß.
    Medizinjournalistin Daniela Remus hat mit Onkologen und Kritikern bevölkerungsweiter Screenings gesprochen und sich angesehen, wie Statistiken kommuniziert werden. Im Gespräch mit Host Lucie Kluth erklärt sie den Unterschied zwischen Früherkennung und Vorsorge und sortiert, bei welchen Krebsarten regelmäßige präventive Untersuchungen völlig unumstritten sind.
    Sie zeigt auf, inwiefern Überdiagnose und Übertherapie riskante Nebeneffekte bringen können, warum unser Fokus auf echte Gesundheitsprävention durch Früherkennung verloren gehen kann - und weshalb das trotz aller Fragezeichen kein Grundsatzplädoyer gegen Screenings sein soll. 
    HINTERGRUNDINFORMATIONEN
    Gerd Gigerenzer: Das Einmaleins der Skepsis. Über den richtigen Umgang mit Zahlen und Risiken:
    https://www.piper.de/buecher/das-einmaleins-der-skepsis-isbn-978-3-8270-7792-9-ebook
    Ingrid Mühlhauser: Unsinn Vorsorge-Medizin. Wem sie nützt, wann sie schadet:
    https://www.rowohlt.de/buch/prof-dr-ingrid-muehlhauser-unsinn-vorsorgemedizin-9783499632556
    Urban Wiesing: Heils-Wissenschaft. Über Verheißungen der modernen Medizin:
    https://www.fischerverlage.de/buch/urban-wiesing-heilswissenschaft-9783103900170
    Harding-Zentrum für Risikokompetenz:
    https://www.hardingcenter.de/de
    Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen:
    https://www.iqwig.de/ueber-uns/methoden/ergebnisse/gesundheitsinformationen/
    Begründung des IQWIG für Mammographie-Alterserweiterung: https://www.iqwig.de/projekte/s21-01.html
    Begründung des IQWIG für Prostatakrebs-Screening https://www.iqwig.de/projekte/s19-01.html
    Studie über Mammografie-Screening-Programm in Deutschland: https://doi.org/10.1186/s12889-023-16589-5
    Studie zu Überlebensraten bei Darmkrebspatienten in Deutschland:
    https://doi.org/10.1080/0284186X.2023.2282120
    Studie über Wirksamkeit von Darmkrebs-Vorsorge: https://doi.org/10.14309/ctg.0000000000000535
    Mehr Hintergrund zu dieser Folge:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen386.html
    Mehr Wissenschaft bei NDR Info:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/wissenschaft-und-bildung/index.html
    1 hr 7 min
  • (103) Davon stirbt man nicht - die Dinos und der Asteroid
    Knochenfunde, Ausgrabungen, Sternkollisionen: Wir suchen Antworten auf das Rätsel um den Tod der Riesenechsen.
    Zig Millionen Jahre sind sie schon tot, aber immer noch werden neue Dinosaurierarten entdeckt. Weil viele Menschen von diesen Tieren aus der Urzeit fasziniert sind und sich Museen und Privatsammler um die Skelette reißen. Aber was ist die Erklärung für das Aussterben der Riesenechsen?
    Mindestens fünfmal in der Erdgeschichte stand das Leben vor dem Nichts. Bei jedem dieser sogenannten Massenaussterben sind zwischen 70 und 90 Prozent der Fauna für immer von der Erde verschwunden.
    Vor 65 Millionen Jahren waren es zwar nicht so viele wie bei anderen Aussterbe-Ereignissen zuvor, doch ist es gerade das, was die Menschen bis heute fasziniert: Am Ende der Kreidezeit starben die größten Tiere aus, die jemals über diesen Planeten gelaufen sind - die Dinosaurier.
    Als Theorie für die wahrscheinlichste Todesursache hat sich der Einschlag eines Asteroiden durchgesetzt. Aber diese Erklärung wirft bis heute Fragen auf: Warum sind nur die Riesenechsen ausgestorben? Warum haben andere Arten überlebt? Womöglich war es doch kein Deus ex Machina, der den Dinos den Garaus gemacht hat?
    Wissenschaftsjournalist Guido Meyer erzählt Synapsen-Host Lucie Kluth, welche Theorien es derzeit gibt. Er nimmt uns dabei mit auf seiner Reise von Mexiko über Kanada bis ins Rheinland.
    HINTERGRUNDINFORMATIONEN:
    Pakäontologe Martin Sander:
    https://gepris.dfg.de/gepris/person/1245660
    Institut für Wirbeltierpaläontologie und Paläoanthropologie, Chinesische Akademie der Wissenschaften:
    https://www.ivpp-avianevolution.com/
    Geologisches Landesamt NRW:
    https://www.gd.nrw.de/
    Dinosaur Provincial Park, Alberta:
    https://whc.unesco.org/en/list/71/
    Fachveröffentlichung zu entdeckter Dinosaurier-DNA:
    https://academic.oup.com/nsr/article/7/4/815/5762999
    Smithsonian National Museum of Natural History, Washington:
    https://naturalhistory.si.edu/
    Fachveröffentlichungen von Michael Kunk, US Geological Survey:
    https://www.researchgate.net/profile/Michael-Kunk
    Naturkundemuseum Senckenberg, Frankfurt am Main:
    https://museumfrankfurt.senckenberg.de/de/
    Wolfgang Böhme, Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig, Bonn:
    https://bonn.leibniz-lib.de/de/zfmk/wolfgang-boehme
    Fachveröffentlichung zum Fossilienrückgang vor dem Dinosaurier-Aussterben:
    https://www.pnas.org/doi/full/10.1073/pnas.2211234119
    Fachveröffentlichung zum möglichen Überleben einiger Dinosaurier bis ins Tertiär:
    https://link.springer.com/article/10.1007/s11434-008-0565-1
    Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie:
    https://bspg.snsb.de/
    "Nature"-Studie zum Aussterben der Dinosaurier lange vor dem Asteroideneinschlag:
    https://www.nature.com/articles/s41467-021-23754-0
    Mehr Hintergrund zu dieser Folge: ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen384.html
    Mehr Wissenschaft bei NDR Info: ndr.de/wissen
    1 hr 6 min
  • (102) Narzissmus - zwischen Scham und Größenwahn
    Ich! Ich! Ich! Gesunde Selbstliebe oder gestörte Persönlichkeit? Die Forschung hilft einzuordnen.
    Narzissten gelten als laut, selbstverliebt und manipulativ. Und - ob auf Social Media oder im Feuilleton - sie sind in aller Munde: "Der ist doch ein Narzisst!" Vor allem Laien sind schnell mit einer entsprechenden Diagnose. Werden wir also alle tatsächlich immer egozentrischer und rücksichtsloser? Wie wird man zum Narzissten oder zur Narzisstin? Und wie kann die Forschung helfen, narzisstisches Verhalten besser zu verstehen?
    All diesen Fragen ist Wissenschaftsjournalist Patric Seibel nachgegangen. Im Gespräch mit Host Lucie Kluth blickt er hinter die oft schillernde Fassade des Narzissmus. Gemeinsam untersuchen sie, welche Rolle Scham bei narzisstischem Verhalten spielt, wie Narzissten Beziehungen führen und wie viel Narzissmus in uns allen steckt.
    Mit Psychoanalytikern und Psychiaterinnen besprechen die beiden, woran man erkennt, wann ein pathologisches Ausmaß erreicht ist und wie man Narzissmus therapieren kann. Außerdem geht es um die verschiedenen Arten von Narzissmus und darum, warum eine Ausprägung selbst von Fachleuten häufig nicht erkannt wird.
    HINTERGRUNDINFORMATIONEN
    Untersuchung zur Verbindung des grandiosen und vulnerablen Narzissmus in Bezug auf Abwehrmechanismen:
    https://www.frontiersin.org/journals/psychiatry/articles/10.3389/fpsyt.2021.661948/full
    Podcast "Rätsel des Unbewussten" - Überblick und Fallbeispiele über verschiedene Facetten des Narzissmus (Folgen 37 und 38):
    https://psy-cast.org/de/
    Fachbuch: Kernberg O. - Narzissmus. Grundlagen, Störungsbilder, Therapie
    https://www.aerzteblatt.de/archiv/50182/Narzissmus-Grundlagen-Stoerungsbilder-Therapie
    Fachbuch: Kohut H. - Narzissmus
    https://psychosozial-verlag.de/programm/1400/12400/2377-detail
    Fachbuch: Wurmser L. - Die Maske der Scham
    https://www.westarp.de/buch/die-maske-der-scham/
    Überblick über narzisstische Persönlichkeitsstörung aus medizinischer Fachperspektive und für Patienten:
    https://www.msdmanuals.com/de-de/profi/psychiatrische-erkrankungen/pers%C3%B6nlichkeitsst%C3%B6rungen/narzisstische-pers%C3%B6nlichkeitsst%C3%B6rung-nps
    Artikel aus "Psychologie Heute":
    https://www.psychologie-heute.de/leben/artikel-detailansicht/41618-narzissmus.html
    Mehr Hintergrund zu dieser Folge: ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen382.html
    Mehr Wissenschaft bei NDR Info: ndr.de/wissen
    1 hr 10 min
  • (101) Mücken, Klima, Krankheiten
    Moskitos können gefährliche Erreger verbreiten; mit der Erderwärmung wird das wohl noch schlimmer. Doch es gibt Lösungsansätze.
    Moskitos gelten als gefährlichste Tiere der Welt, denn sie können verschiedene Krankheiten übertragen: Malaria, Dengue, West-Nil-Fieber. Doch unter Laien gibt es auch übertriebene Mücken-Mythen. Unsere Kollegin Sarah Emminghaus hat Biologinnen und Arbovirologen in Hamburg und Berlin über die Schulter geschaut. Im Gespräch mit Host Lucie Kluth erklärt sie, warum nicht jede Mücke jeden Erreger verbreiten kann. Sie berichtet über die komplexe Beziehung zwischen Wirt, Vektor und Virus und über die Idee, Moskitos per Gentechnik unschädlich zu machen.
    Außerdem erfahren wir, weshalb es eine gute Idee ist, Mücken einzufrieren und nach Berlin zu schicken, warum man Gießkannen im Garten regelmäßig ausleeren sollte - und was Wattepads mit Fußgeruch im Sicherheitslabor zu suchen haben.
    HINTERGRUNDINFORMATIONEN
    Vorkommen und die Entwicklung Anopheles Plumbeus in Deutschland:
    https://onlinelibrary.wiley.com/doi/pdfdirect/10.1111/tmi.12805
    Expertenkommission und Grafik zu aktueller Tigermücken-Verbreitung in Deutschland:
    https://www.fli.de/de/kommissionen/nationale-expertenkommission-stechmuecken-als-uebertraeger-von-krankheitserregern/
    Zusammenhang zwischen Klimawandel und Arboviren in Aedes-Mücken anhand Beispiel aus Argentinien:
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7305058/
    Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit zur Verbreitung des West-Nil-Virus:
    https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/west-nil-virus/
    Studie zum Überwintern des West-Nil-Virus in Deutschland:
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8703620/
    Wolbachia-Studie aus Indien: 
    https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/nejmoa2030243
    Wolbachia-Studie aus Brasilien:
    https://journals.plos.org/plosntds/article?id=10.1371/journal.pntd.0009556
    Wolbachia-Studie aus Australien:
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6801363/
    Artikel über den langen Weg hin zu Wolbachien gegen Dengue:  
    https://www.scientificamerican.com/article/how-a-tiny-bacterium-called-wolbachia-could-defeat-dengue/
    WHO über den Zusammenhang zwischen den Klimawandel und dem Malaria-Risiko:
    https://www.who.int/news/item/30-11-2023-who-s-annual-malaria-report-spotlights-the-growing-threat-of-climate-change
    Studie über tagsüber stechende Moskitos in der Zentralafrikanischen Republik:
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35576470/
    Studie über tagsüber stechende Moskitos nach der Nutzung von Bettnetzen:
    https://malariajournal.biomedcentral.com/articles/10.1186/1475-2875-13-125
    Studie über die Funktionsweise der Gene Drives bei "Target Malaria":
    https://www.nature.com/articles/s41587-020-0508-1
    Studie über sogenannte Daisy Chains:
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30940750/ 
    Mehr Hintergrund zu dieser Folge: ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen380.html
    Mehr Wissenschaft bei NDR Info: ndr.de/wissen
    1 hr 27 min
  • (100) Von Lücken und Tücken - wir Medien und die Wissenschaft
    100 Podcast-Folgen Synapsen: Mit Empathie und Transparenz gegen Verkürzung und Verzerrung - was muss guter Wissenschaftsjournalismus leisten?
    Ohne Scheu vor schwierigen Fragen, aber mit viel Tiefgang beschäftigt sich der NDR Info Wissenschaftspodcast Synapsen jetzt schon seit 100 Folgen mit aktuellen Fragen der Forschung - und mit Forschung zu aktuellen Fragen.
    Zum Jubiläum laden die Macherinnen zum Blick hinter die Kulissen ein. Redakteurin und Podcast-"Schöpferin" Korinna Hennig, die Wissenschaftsjournalistinnen Nele Rößler und Yasmin Appelhans sprechen mit Host Lucie Kluth - über die Herausforderungen ihrer Arbeit, ihre Lieblingsfolgen und über die große Freude daran, ausführlich und in aller Tiefe wissenschaftliche Erkenntnisse zu großen Fragen der Gesellschaft zu recherchieren und präsentieren.
    Dabei kommen auch die Hörerinnen und Hörer per E-Mail zu Wort. Die meisten sind sehr angetan von der Themenvielfalt: Tatsächlich geht es von A wie ADHS bis Z wie Zucker, und von den Tiefen der Tiefsee bis zum Jupiter.  
    Außerdem äußern sich auch viele prominente Forscherinnen und Forscher dazu, wie wichtig das transparente Arbeiten in der Wissensvermittlung durch die Medien gerade in gesellschaftlichen Diskussionen ist, um Vertrauen in wissenschaftliche Arbeit und auch wissenschaftlich basierte Entscheidungen zu stärken. Es sind dabei:
    - Sven Plöger, Meteorologe
    - Maja Göpel, Transformationsforscherin und Nachhaltigkeitsexpertin
    - Pia Lamberty, Sozialpsychologin und Verschwörungstheorie-Expertin
    - Dirk Brockmann, Physiker und und Komplexitätsforscher
    - Rainer Bromme, Psychologe und Bildungsforscher
    - Nina Janich, Linguistin, war bis 2021 in der Jury zur Wahl des Unworts des Jahres
    HINTERGRUNDINFORMATIONEN
    Probleme und Grenzen von Forschung darzustellen, erhöht das Vertrauen in Wissenschaft:
    https://doi.org/10.1016/j.scoms.2016.10.003
    Einschätzung, wie bedrohlich Klimawandel ist, hängt nicht nur vom Wissen über Wissenschaft, sondern auch der politischen Ausrichtung ab:
    https://doi.org/10.1111/pops.12244
    Frauen nehmen häufiger an Umfragen und Studien teil:
    https://boris.unibe.ch/166766/1/422-1084-1-PB.pdf
    Wie Vertrauen in Forschung gemessen werden kann:
    https://doi.org/10.1371/journal.pone.0139309
    Repräsentative Bevölkerungsumfrage zu Wissenschaft und Forschung:
    https://www.wissenschaft-im-dialog.de/projekte/wissenschaftsbarometer/wissenschaftsbarometer-2023/
    Wissenschaftliche Kompetenz und Vertrauen in die Wissenschaft:
    https://doi.org/10.1007/s42010-022-00159-6
    Empathie in der Wissenschaftskommunikation:
    https://www.cogitatiopress.com/mediaandcommunication/article/view/2481
    Und: Es gibt ein Quiz mit Synapsen-Wissen von A wie ADHS bis Z wie Zucker. Hier geht es zu den Fragen:
    ndr.de/nachrichten/info/quiz17436.html
    Mehr Hintergrund zu dieser Folge:
    ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen378.html
    Mehr Wissenschaft bei NDR Info:
    ndr.de/wissen
    1 hr 37 min
  • (99) Wut, Hoffnung, Angst: Gefühle und politischer Protest
    Demos gegen rechts, Bauernproteste, Klima-Kundgebungen. Viele Menschen drängt es zum Protest auf die Straßen. Gefühle spielen dabei eine entscheidende Rolle. Sie können gesellschaftlichen Wandel befeuern, aber auch von Meinungsmachern geschickt manipuliert werden.
    Häufig führen Wut und Frustration zu Aktivismus. Doch reichen diese Empfindungen aus, um Massen nachhaltig anzutreiben? Was passiert, wenn die Forderungen von der Straße zu stark zugespitzt und vereinfacht werden? Wenn Angst und Hass nur geschürt werden, damit sich die Fronten weiter verhärten? Wann hilft Protest der Demokratie und wann schadet er?
    Diese Fragen will Wissenschaftsjournalist Patric Seibel in dieser Synapsen-Sonderfolge mit Fachleuten aus Soziologie und Politik klären: in einer Podiumsdiskussion aus dem Haus der Wissenschaft in Braunschweig. Denn wir kommen mit dem Podcast auch dahin, wo ihr seid - Live on tape.
    Gäste:
    Prof. Stefan Malthaner, Politikwissenschaftler und Soziologe am Hamburger Institut für Sozialforschung
    Prof. Dr. Sighard Neckel, Professor für Gesellschaftsanalyse und sozialen Wandel an der Universität Hamburg
    Mehr Hintergrund zu dieser Folge:
    ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen376.html
    Mehr Wissenschaft bei NDR Info:
    ndr.de/wissen
    51 min
  • (98) Tierwohl: Gut gemeint ist nicht immer gut
    Tierschutz ist als Staatsziel im Grundgesetz verankert. Doch in der Praxis sind wir oft weit davon entfernt.
    Schon eine veränderte Fellfarbe geht manchmal mit Gendefekten einher, die Tieren langfristig chronische Schmerzen bereiten können. Eine Gesetzesnovelle soll die Qualzucht eindämmen, doch das Hauptproblem könnte das fehlende Wissen vieler Tierhalter sein.
    Die Wissenschaftsjournalistin und Tiermedizinerin Karin Elli Lason hat recherchiert, was wir genau unter Tierwohl verstehen und wie viel Evidenz in politischen Entscheidungen zur Kastration von Ferkeln steckt. Im Gespräch mit Host Lucie Kluth berichtet sie von der lindernden Operation einer Bulldogge und ihrem Besuch bei einem Forscher, der den idealen Insektenstall konzipiert. Sie erklärt, wie man Schmerz bei Tieren misst - und was die Katze von Taylor Swift mit all dem zu tun hat.
    HINTERGRUNDINFORMATIONEN:
    Schmerzerkennung bei Haustieren - Wissenschaft hinter den Grimassenskalen:
    researchgate.net/publication/334960564_Pre-publication_copy_Conceptual_and_methodological_issues_relating_to_pain_assessment_in_mammals_the_development_and_utilisation_of_pain_facial_expression_scales
    Schmerzgrimassenskala für Kaninchen:
    nc3rs.org.uk/sites/default/files/2022-01/NC3Rs%20Rabbit%20Grimace%20Scale%20Poster%20%28EN%29.pdf
    Verhaltensanalyse zur Schmerzerkennung bei kleinen Säugetieren:
    gondabrain.biu.ac.il/sites/gondabrain/files/shared/pain_and_behaviour.pdf
    App lässt Schmerzen bei Katzen per Smartphonefoto erkennen:
    nature.com/articles/s41598-023-49031-2
    Freier Wille und eventuelles Bewusstsein bei Fruchtfliegen?:
    royalsocietypublishing.org
    Alternativen zur Kastration von Ferkeln:
    mdpi.com/2076-2615/11/4/1041
    Fangen-Kastrieren-Freilassen bei Straßenkatzen ist unethisch:
    mdpi.com/2076-2615/9/4/171
    Tierschutz-Hundeverordnung:
    gesetze-im-internet.de/tierschhuv/BJNR083800001.html
    QUEN: Informationsportal über Qualzucht bei Tieren:
    qualzucht-datenbank.eu/
    Menschen suchen Rassehunde nach eigenem Aussehen aus:
    researchgate.net/publication/8603008_Do_Dogs_Resemble_Their_Owners
    Dog-Movie-Star-Effekt: Filmstarhunde bleiben lange in Mode:
    animalsandsociety.org/wp-content/uploads/2016/04/herzog.pdf
    Wie der Hunderassentyp die Kaufentscheidung beeinflusst:
    cambridge.org/core/journals/animal-welfare/article/abs/purchasing-popular-purebreds-investigating-the-influence-of-breedtype-on-the-prepurchase-motivations-and-behaviour-of-dog-owners/FDD00771217217E62B439F329533FBA0
    Warum sich Menschen Qualzuchthunderassen aussuchen:
    pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28234931/
    Warum Besitzer nur schwer das Leiden ihrer Qualzuchthunde erkennen:
    doi.org/10.1371/journal.pone.0219918
    Der genetische Qualzuchtfakor Merle:
    pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/418699/
    Mehr Hintergrund zu dieser Folge:
    ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen374.html
    Mehr Wissenschaft bei NDR Info:
    ndr.de/wissen
    1 hr 18 min
  • (97) Patientenkommunikation: Zu Risiken und Nebenwirkungen ...
    Arzt und Patient reden im Sprechzimmer zu wenig - und oft aneinander vorbei. Die Forschung sagt: Das könnte und müsste längst anders sein.
    Keine acht Minuten dauert ein Gespräch zwischen Arzt und Patient in Deutschland im Durchschnitt, das hat eine Studie in Berliner Hausarztpraxen ergeben. Und schon nach knapp 20 Sekunden werden die Patienten das erste Mal unterbrochen. Dabei schreibt das Patientenrechtegesetz von 2013 eigentlich vor, dass jeder über seine Behandlung mitentscheiden darf.
    Die Medizinjournalistin Silke Jäger hat recherchiert, was die Forschung über die Kommunikation im Sprechzimmer weiß, wie weit Reformansätze in Medizinstudium und Facharztausbildung sind und wie sich das auf die Krankheitsrisiken ärmerer und bildungsferner Menschen auswirkt. Im Gespräch mit Host Lucie Kluth berichtet sie, warum Symptomchecker oft nur heimlich genutzt werden, Smileys eine Schlüsselfunktion haben können - und inwiefern gleich zwei Standorte in Schleswig-Holstein leuchtende Positivbeispiele darstellen.
    HINTERGRUNDINFORMATIONEN
    Das hausärztliche Gespräch - ein qualitativer Blick auf die Erlebniswelt von Arzt und Patient:
    https://doi.org/10.3238/zfa.2016.0438-0444
    Verstehen, Relevanzsetzung und Wissen in Gesprächen der Schwangerenberatung:
    https://www.dgss.de/fileadmin/user_upload/Blaetterkataloge/?catalog=dgssaktuell_2020-1
    Die spontane Gesprächszeit von Patienten zu Beginn des Arztgesprächs in der hausärztlichen Praxis:
    https://refubium.fu-berlin.de/bitstream/handle/fub188/5268/Doktorarbeit_teresa_baer_elektronische_Version_ohne_lebenslauf.pdf
    Wann unterbricht der Hausarzt seine Patienten zu Beginn der Konsultation?
    https://doi.org/10.1055/s-2004-44933.
    Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland vor und während der Corona Pandemie:
    https://pub.uni-bielefeld.de/download/2950305/2950403/HLS-GER%202_Ergebnisbericht.pdf
    Bewertungsinstrument für Arztgespräche:
    https://www.uksh.de/uksh_media/Dateien_Kliniken_Institute/L%C3%BCbeck+Campuszentrum/Allgemeinmedizin_HL/Downloads/MAAS_Global_D_Manual-p-108298.pdf
    Patientenrechte - Bundesministerium für Gesundheit:
    https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/patientenrechte/patientenrechte/
    Patientenleitlinien:
    https://www.patienten-information.de/patientenleitlinien
    Websites für verlässliche Gesundheitsinformationen:
    https://www.riffreporter.de/de/wissen/7-websites-fuer-bessere-gesundheitsinfos-dr-google
    Beispielübersetzung: "Washabich?":
    https://washabich.de/beispieluebersetzung
    Arzt und Patient: Archäologie einer Beziehung:
    https://www.aerzteblatt.de/archiv/131861/Arzt-und-Patient-Archaeologie-einer-Beziehung
    Gut vorbereitet - so gelingt das Gespräch mit dem Arzt:
    https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/gesundes-leben/patient-arzt/gut-vorbereitet-so-gelingt-das-gespraech-mit-dem-arzt
    Mehr Hintergrund zu dieser Folge:
    www.ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen372.html
    Mehr Wissenschaft bei NDR Info:
    ndr.de/wissen
    1 hr 20 min

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Die "Synapsen"-Hosts Korinna Hennig und Beke Schulmann treffen sich mit Journalist*innen, die aktuelle Fragen der Gesundheitsforschung recherchiert haben. Sie nehmen uns mit ins Stresslabor oder den…

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