Synapsen – ein Wissenschaftspodcast

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Synapsen – ein Wissenschaftspodcast episodes

  • (111) Unkonzentriert und dumm?! Die Evidenz hinter der Smartphone-Angst
    Die digitale Welt macht besonders Kindern das Gehirn kaputt, so eine verbreitete Sorge. Doch die Datenlage dazu ist dünn.
    Wer viel am Smartphone ist, hat irgendwann nur noch die Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfischs - so ein gängiges Narrativ. Doch stimmt das überhaupt? Gibt es Daten, die einen eindeutigen Zusammenhang belegen? Wissenschaftsredakteurin Melanie Stinn ist tief eingestiegen in die Debatte um unsere digitale Welt und hat festgestellt: Die Datenlage ist einerseits unvollständig und andererseits widersprüchlich: ein klassischer Fall von Science in Progress.  
    Im Gespräch mit Host Lucie Kluth berichtet Melanie von den verschiedenen Positionen in Hirnforschung und Psychologie und der Erkenntnis, dass unser Smartphone uns sogar ablenkt, wenn es ausgeschaltet neben uns liegt. Sie erklärt, inwiefern Social Media auch positive Effekte für Kinder haben kann, was man trotz allem in Hirnscans sieht und warum Konzentrationsschwierigkeiten keine Einbahnstraße sind.
    HINTERGRUNDINFORMATIONEN
    Flynn-Effekt und Technologie:
    https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/15366367.2016.1171612
    Gibt es einen Flynn-Effekt bei der Aufmerksamkeit?
    https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0191886923003409
    Studie zum Ablenkungspotenzial ausgeschalteter Smartphones
    https://www.nature.com/articles/s41598-023-36256-4
    Über den Einfluss von Facebook auf unsere Gehirnstruktur:
    https://www.researchgate.net/publication/316467411_Facebook_usage_on_smartphones_and_gray_matter_volume_of_the_nucleus_accumbens
    Wohlbefinden Jugendlicher und Nutzung digitaler Technologien:
    https://www.nature.com/articles/s41562-018-0506-1
    Kinder, Sprache und Screenzeiten
    https://www.nature.com/articles/s41598-022-20922-0
    DAK-Studie zur Mediennutzung:
    https://www.dak.de/presse/bundesthemen/kinder-jugendgesundheit/dak-studie-in-pandemie-hat-sich-mediensucht-verdoppelt_48672
    Social-Media-Verzicht und Stimmung:
    https://www.researchgate.net/publication/376366996_Less_social_media_use_-_more_satisfied_work-engaged_and_mentally_healthy_employees_an_experimental_intervention_study
    Digitales Lernen
    https://www.frontiersin.org/journals/psychology/articles/10.3389/fpsyg.2019.03054/full
    Was bringen Handyverbote?
    https://www.magonlinelibrary.com/doi/abs/10.12968/bjsn.2019.14.10.510
    Sozioökonomischer Status und problematische Social-Media-Nutzung:
    https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/1369118X.2022.2109981
    Die Goldlöckchen-Hypothese:
    https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10335462/pdf/bmjopen-2023-075832.pdf
    Stellungnahme Leopoldina zur Förderung der Selbstregulation:
    https://www.leopoldina.org/fileadmin/redaktion/Publikationen/Nationale_Empfehlungen/2024_Stellungnahme_Selbstregulation.pdf
    Mehr Hintergrund zu dieser Folge:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen402.html
    Wissenschaft bei NDR Info:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/wissenschaft-und-bildung/index.html
    1 hr 12 min
  • (110) Wechseljahre? Dafür bin ich doch zu jung!?
    Schon bevor die Periode ausbleibt, macht der weibliche Körper viele Veränderungen durch. Von dieser Perimenopause ist vielen Frauen jedoch bisher wenig bekannt.
    Die Wechseljahre sind einfach zu erkennen - so die weit verbreitete Meinung: Hat eine Frau Hitzewallungen und ist gereizter als sonst, muss es die Menopause sein. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Die Wechseljahre beginnen nämlich bei vielen Frauen schon deutlich vor dem endgültigen Ausbleiben der Periode. Bereits in der Zeit davor - während der Perimenopause - gibt es deutliche Anzeichen für eine Veränderung im Körper. Und wer die erkennt, kann daraus für sich einen großen Gewinn ziehen!
    Nicht ganz uneigennützig ist unsere Autorin Lena Bodewein daher der Frage nachgegangen, was Frauen in der Lebensmitte erwartet: Welche Veränderungen stellen sich im Körper ein, speziell im Hormonhaushalt? Gibt es Möglichkeiten, etwas gegen belastende Symptome zu unternehmen? Oder muss Frau diese Phase schlicht aushalten?
    Im Gespräch mit Host Maja Bahtijarevic lässt sie Expertinnen zu Wort kommen, die sich auf die Hormone im weiblichen Körper spezialisiert haben. Und sie beleuchtet außerdem die Hormonersatztherapie, die bei vielen Menschen seit Jahren in Verruf ist – ist das negative Image gerechtfertigt?
    HINTERGRUNDINFORMATIONEN
    Studie zur Hirnstruktur vor und während der Perimenopause sowie nach der Menopause:
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34108509/
    Kognitive Veränderungen in prä-, peri- und postmenopausalen Phasen:
    https://physoc.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1113/JP285126
    Demenzrisikofaktor Wechseljahre?
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39137107/
    Bei Depression ist die Hirnregion zur Stresskontrolle vergrößert:
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30229855/
    Wie Östradiol und Organfett die Gehirnstruktur wechselseitig beeinflussen:
    https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2736176
    Neurochemische Signalverarbeitung sowie funktionelle und strukturelle Netzwerke im Gehirn werden stark von physiologischen Schwankungen der Sexualhormone moduliert:
    https://www.frontiersin.org/journals/neuroscience/articles/10.3389/fnins.2015.00037/full
    Veränderungen in Östrogen-Rezeptoren sind verbunden mit Gedächtnisdefiziten und depressivem Verhalten in Mausmodellen ohne Eierstöcke:
    https://www.nature.com/articles/s41598-024-57611-z
    Sexualhormone, ihre Wirkung in verschiedenen Hirnregionen und Veränderungen in der Lebensmitte:
    https://www.nature.com/articles/s41467-023-41723-7
    Leitlinienprogramm zu Peri- und Postmenopause:
    https://register.awmf.org/assets/guidelines/015-062l_S3_HT_Peri-Postmenopause-Diagnostik-Interventionen_2021-01.pdf
    Mehr Hintergrund zu dieser Folge:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen400.html
    Wissenschaft bei NDR Info:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/wissenschaft-und-bildung/index.html
    1 hr 22 min
  • (109) Reise Richtung Jupiter: Gibt es Leben auf dem Eismond?
    Die Monde des Jupiter, vor allem Europa, sind Ziel von NASA und ESA und neuartigen wissenschaftlichen Untersuchungen.
    "All diese Welten sind Euer - außer Europa. Versucht nicht, dort zu landen!", so die deutliche Ansage einer unbekannten Intelligenz in Arthur C. Clarkes Roman "Odyssee 2010 - Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen", der Fortsetzung von "2001: Odyssee im Weltraum".
    Doch weder Europäer noch Amerikaner scheinen darauf zu hören: Im Oktober will die NASA die Raumsonde Europa Clipper zu diesem Mond des Riesenplaneten Jupiter schicken. Über diese und weitere Weltraummissionen, ihre Herausforderungen und Ziele spricht in dieser Synapsen-Folge Host Lucie Kluth mit dem Journalisten Guido Meyer, zu dessen Fachgebieten die Raumfahrt gehört.
    Es ist so gut wie sicher, dass unter dem kilometerdicken Eispanzer des Jupitermonds Europa ein flüssiger Salzwasserozean existiert, der mehr Wasser enthält als alle Ozeane auf der Erde. Da es außerdem eine Energiezufuhr in Form von Reibungshitze gibt, verursacht durch die Anziehungskräfte des Jupiter, sind dies die idealen Bedingungen für die Entstehung von Leben. Es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass auf Europa irgendetwas kreucht und fleucht als auf dem langweiligen, trockenen Mars. 
    Neben der NASA mit dem Europa Clipper ist auch Europa unterwegs zu Europa - und das schon seit 2023: JUICE soll noch vor der US-Sonde im Jupiter-System eintreffen. Wenn es auf Europa Leben gibt, stehen die Chancen gut, dass diese beide Sonden Indizien dafür aufspüren.  
    HINTERGRUNDINFORMATIONEN
    Europa Clipper bei der NASA:
    https://europa.nasa.gov/
    JUICE beim DLR:
    https://www.dlr.de/rd/desktopdefault.aspx/tabid-2448/3635_read-59246/
    JUICE bei der ESA
    https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Juice
    Artikel von Claudio Flores Martinez über Biolumineszenz auf Europa:
    https://www.centauri-dreams.org/2016/08/19/the-blue-spectres-of-abyssal-europa/
    Robotics Innovation Center Bremen:
    https://robotik.dfki-bremen.de/de/startseite
    Richtlinien der National Academies of Sciences, Engineering and Medicine für den Schutz von Planeten:
    https://www.nationalacademies.org/our-work/committee-on-planetary-protection
    Mehr Hintergrund zu dieser Folge:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen398.html
    Wissenschaft bei NDR Info:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/wissenschaft-und-bildung/index.html
    1 hr 7 min
  • (108) Landwirtschaft: Bio und konventionell zusammendenken!
    Landwirtschaft ist nicht schwarz-weiß. Forschende setzen auf eine differenzierte Betrachtung und integrierten Anbau.
    Bio-Landwirtschaft ist nachhaltiger, gesünder und besser für Natur und Tiere. Konventionell arbeitende Bauern nutzen zu viel Pflanzengift und setzen viel zu oft auf Massentierhaltung. So haben wir es gelernt, und deshalb soll der Öko-Landbau auch weiter ausgebaut werden.
    Doch immer wieder begegnen uns Forschende und Landwirte, die sich am Schwarz-Weiß-Bild in den Medien stören. Unsere Kollegin Nele Rößler ist darum der Frage nachgegangen, wo die Grenzen von Bio liegen und inwiefern beides mehr zusammengedacht werden muss.
    Im Gespräch mit Host Lucie Kluth erklärt sie, welche Pflanzenschutzmittel auch Biobauern einsetzen und inwiefern konventionelle Landwirtschaft sogar eine bessere Klimabilanz haben kann. Sie berichtet von ihrem Besuch in einem "Aktivstall" für Schweine und lässt Forschende zu Wort kommen, die für mehr Technologie-Offenheit im Ökolandbau plädieren.
    HINTERGRUNDINFORMATIONEN
    Modellierung - Nachhaltige Welternährung:
    nature.com/articles/s41467-017-01410-w
    CO2-Opportunitätskosten von organisch angebauten und konventionellen Produkten:
    nature.com/articles/s41586-018-0757-z
    Nutzen von biodynamischen Präparaten:
    nature.com/articles/s41598-020-61320-8 
    Angaben zu Brachlandanteil in Deutschland:
    destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Landwirtschaft-Forstwirtschaft-Fischerei/Feldfruechte-Gruenland/Tabellen/ackerland-hauptnutzungsarten-kulturarten.html
    Stickstoffeinsatz in Deutschland:
    umweltbundesamt.de/publikationen/daten-zur-umwelt-2024
    Biolandwirtschaft - Stickstoffanteil im Boden:
    thuenen.de/media/publikationen/thuenen-report/Thuenen_Report_65.pdf
    Pestizideinsatz im Ökolandbau - Julius Kühn-Institut:
    wissen.julius-kuehn.de/oekologischerlandbau/pflanzenschutz-staerkungsmittel/pflanzenschutzmittel
    Bodenbelastung durch Kupfer:
    boden-fachzentrum.de/lexikon/bodenbelastung-durch-kupfer/#:~:text=Der%20nat%C3%BCrliche%20Kupfergehalt%20liegt%20zwischen%202%20und%2040%20mg%20pro%20kg%20Boden.
    Schweinehaltung in Deutschland:
    bmel.de/DE/themen/tiere/nutztiere/schweine/schweine.html#:~:text=Einem%2050%20bis%20110%20Kilogramm,Quadratmeter%20Auslauf%20im%20Freien%20zu
    Antibiotika in der Tierhaltung:
    bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2022/184-antibiotika.html
    Ökologische Fußabdrücke von Lebensmitteln:
    ifeu.de/fileadmin/uploads/Reinhardt-Gaertner-Wagner-2020-Oekologische-Fu%C3%9Fabdruecke-von-Lebensmitteln-und-Gerichten-in-Deutschland-ifeu-2020.pdf
    Rezept für eine nachhaltige Welternährung:
    thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(18)31788-4/abstract
    Nationaler Aktionsplan für nachhaltigen Pflanzenschutz:
    nap-pflanzenschutz.de/
    Mehr Hintergrund zu dieser Folge:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen396.html
    Wissenschaft bei NDR Info:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/wissenschaft-und-bildung/index.html
    1 hr 11 min
  • (107) Alles psychosomatisch? Warum Körper und Geist zusammengehören
    Die Medizin unterscheidet meist noch immer zwischen psychisch, somatisch und psychosomatisch. Doch der Blick auf Symptome und molekulare Mechanismen zeigt: Zeit für einen Systemwechsel.
    Yasmin Appelhans hat sich die medizinischen Graubereiche angesehen und festgestellt, dass sie erstaunlich weit reichen: vom Herzinfarkt durch das Broken-Heart-Syndrom über ein verändertes Mikrobiom durch Stress bis hin zu dem irritierenden Verlangen, Papier zu essen bei Mangelerscheinungen. Sie lässt Forschende verschiedener Disziplinen über die Chancen einer integrierten Medizin zu Wort kommen - und berichtet im Gespräch mit Host Lucie Kluth, wie ein Facharzt ihr nach einer Entzündung mit einem einfachen Trick ihre verlorene Stimme zurückgab.
    HINTERGRUNDINFORMATIONEN
    Gough J. What Makes a Disorder ‘Mental’? A Practical Treatment of Psychiatric Disorder:
    https://philpapers.org/rec/GOUWMA-2
    Nacul L, O’Boyle S, Palla L, Nacul FE, Mudie K, Kingdon CC, et al. How Myalgic Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome (ME/CFS) Progresses: The Natural History of ME/CFS:
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32849252/
    Park C, Majeed A, Gill H, Tamura J, Ho RC, Mansur RB, et al. The Effect of Loneliness on Distinct Health Outcomes: A Comprehensive Review and Meta-Analysis:
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33130511/
    Leib-Seele-Problem: https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/leib-seele-problem/8687
    Metzger FD| Nadine. Krankheit als Werturteil: https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/270305/krankheit-als-werturteil/
    Microbiota–brain axis: Context and causality: https://www.science.org/doi/abs/10.1126/science.abo4442
    Haensch CA, Wagner C, Mallien J, Isenmann S. Posturales Tachykardiesyndrom:
    https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0038-1628499
    Coles NA, March DS, Marmolejo-Ramos F, Larsen JT, Arinze NC, Ndukaihe ILG, et al. A multi-lab test of the facial feedback hypothesis by the Many Smiles Collaboration:
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36266452/
    Kuru Alici N, Arikan Dönmez A. A systematic review of the effect of laughter yoga on physical function and psychosocial outcomes in older adults:
    https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1744388120311270?via%3Dihub
    Schulze J, Neumann I, Magid M, Finzi E, Sinke C, Wollmer MA, et al. Botulinum toxin for the management of depression: An updated review of the evidence and meta-analysis:
    https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0022395621000236?via%3Dihub
    Busch AJ, Webber SC, Brachaniec M, Bidonde J, Bello-Haas VD, Danyliw AD, et al. Exercise Therapy for Fibromyalgia:
    https://link.springer.com/article/10.1007/s11916-011-0214-2
    NHS England. Social prescribing: https://www.england.nhs.uk/personalisedcare/social-prescribing/
    Mehr Hintergrund zu dieser Folge:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen394.html
    Wissenschaft bei NDR Info:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/wissenschaft-und-bildung/index.html
    1 hr 14 min
  • (106) Wie raus aus Plastikflut und Abfallbergen?
    Die Industrie entwickelt immer neue Kunststoffsorten als Verpackung. Welche Wege zeigt die Forschung auf im Kampf gegen den Müll?
    Recycling, Materialforschung und unser Umgang mit Müll: Fast 240 Kilogramm Verpackungsmüll erzeugen wir pro Kopf und Jahr in Deutschland. Gibt es Wege raus aus der Wegwerfgesellschaft? Welche neuen Perspektiven bietet die Kreislaufwirtschaft? Was können wir aus der Geschichte lernen? 
    Diese Fragen diskutiert NDR Info Wissenschaftsredakteurin Lena Bodewein mit Forschenden aus Norddeutschland - in einer Sonderfolge unseres Wissenschaftspodcasts aus dem Haus der Wissenschaft in Braunschweig. Es geht um Sinn und Unsinn von vielfarbigen Plastikverpackungen, ein Revival der Reparaturkultur und politische Ansätze, um ökonomische Bedürfnisse umweltverträglich nutzen zu können. Denn wir kommen mit dem Podcast auch dahin, wo ihr seid - Live on tape. 
    Gäste:
    - Prof. Dr.-Ing. Kerstin Kuchta, Direktorin des Institute of Circular Resource, Engineering and Management der TU Hamburg 
    - Prof. Dr. Franziska Neumann, Institut für Geschichtswissenschaft an der TU Braunschweig 
    - Dipl.-Ing. Simon McGowan, Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe an der Hochschule Hannover
    HINTERGRUNDINFORMATIONEN
    Neumann F.: Vormoderne Recycling-Mentalität? Abfall und Abfallregime im frühneuzeitlichen London. In: Historische Zeitschrift. 2023; 317 (1): S. 63-94.
    Neumann F.: Ambivalente Stoffe. Lumpen als Rest und Ressource 18. Jahrhundert. In: Historische Anthropologie. 2023; 31 (3): S. 365-382.
    Neumann F.: The Realm of Cloacina? Excrement in London’s Eighteenth Century Waste Regime. In: German Historical Institute London Bulletin. 2021; Vol. XLIII (2): S. 30–56.
    Neumann F.: Das stille Örtchen. In: Zeitschrift für Ideengeschichte. 2022; XVI (3): S. 57–60.
    Kuchta K, Guo J, Woidasky J, Auer M, Schmidt J, Pomberger R et al.: Vorstudie - Vergleich innovativer Identifikationsverfahren für Post-Consumer Leichtverpackungen - Endbericht. Hamburg, 2023. 133 p.
    Kuchta K.: Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten erfassen, sortieren und verwerten. In: Porth, M., Schüttrumpf, H., Ostermann, U. (eds) Wasser, Energie und Umwelt. 2023; Springer Vieweg, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-42657-6_30
    Fakultät für Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik der Hochschule Hannover:
    https://f2.hs-hannover.de/
    Website von Wildplastic:
    https://wildplastic.com/
    Podcast Nachgefragt mit Simon McGowan über Biokunststoffe:
    https://nachgefragt-podcast.de/2024/05/02/ngf70-thema-plastik-und-biokunststoff/
    Mehr Hintergrund zu dieser Folge:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen390.html
    Eindrücke der Aufzeichnung (Bildergalerie):
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/wab164.html
    Mehr Wissenschaft bei NDR Info:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/wissenschaft-und-bildung/index.html
    1 hr 4 min
  • (105) Reproduktionsmedizin - ein Baby um jeden Preis?
    Immer mehr Paare nehmen Kinderwunschbehandlungen in Anspruch. Medizinisch ist viel möglich, aber eben nicht alles: Wo gibt es biologische oder ethische Grenzen?
    Der Umsatz in der Reproduktionsmedizin liegt nach Schätzungen bei 100 Millionen Euro im Jahr in Deutschland. Durch Verfahren wie Eizellspende und Leihmutterschaft könnten noch mehr Familien beim Kinderwunsch unterstützt werden, aber beides ist aus ethischen Gründen in Deutschland verboten. Ist das noch zeitgemäß?
    Die Wissenschaftsjournalistin Nele Rößler erklärt, welche medizinischen Möglichkeiten wann zum Einsatz kommen. Daniela Remus hat die Recherche als Medizinjournalistin begleitet und sich insbesondere mit ethischen Fragen auseinandergesetzt.
    Im Gespräch mit Host Lucie Kluth wollen sie klären, unter welchen Umständen es sinnvoll ist, Eizellen einfrieren zu lassen und ab wann die Qualität der Spermien nachlässt. Gleichzeitig diskutieren sie große gesellschaftliche Fragestellungen.
    HINTERGRUNDINFORMATIONEN
    Blutdruck beeinflusst Fruchtbarkeit: https://www.fertstert.org/article/S0015-0282(24)00460-6/fulltext
    Zunahme an genetischen Defekten bei älteren Eizellen:
    https://www.cell.com/current-biology/fulltext/S0960-9822(19)31166-2?_returnURL=https%3A%2F%2Flinkinghub.elsevier.com%2Fretrieve%2Fpii%2FS0960982219311662%3Fshowall%3Dtrue
    Alter und Fruchtbarkeit beim Mann:
    https://vidafertility.com/de/alter-fertilitaet-mann/#:~:text=Obwohl%20die%20Spermienproduktion%20auch%20in,M%C3%A4nner%20sich%20unbegrenzt%20fortpflanzen%20k%C3%B6nnen
    Finanzierung von Kinderwunschbehandlungen:
    https://www.kinderwunsch-im-ausland.de/ivf-kosten/kosten-und-zuschuesse-bei-einer-ivf-behandlung-in-deutschland/
    Neue Methode zur künstlichen Befruchtung:
    https://www.fertstert.org/article/S0015-0282(23)00136-X/fulltext
    Entwicklung der mitochondrialen Ersatztherapie:
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7492815/
    Geringes Risiko für Langzeitfolgen durch IVF für Frauen:
    https://www.springermedizin.de/emedpedia/detail/reproduktionsmedizin/langzeit-follow-up-von-patientinnen-nach-ovarieller-stimulation-und-kinderwunschtherapien?epediaDoi=10.1007%2F978-3-662-55601-6_51
    Wachstumsunterschiede zwischen normal gezeugten und durch IVF gezeugten Kindern:
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7970724/
    Langfristige Auswirkungen von IVF-Medikamenten auf das Krebsrisiko bei behandelten Frauen:
    https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S147264831060689X
    Internationale Register zur künstlichen Befruchtung im Vergleich:
    https://doi.org/10.1080/13625187.2017.1416600
    Erfolgsquote in deutschen IVF-Zentren:
    https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0035-1558297
    Mehr Hintergrund zu dieser Folge:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcastsynapsen388.html
    Mehr Wissenschaft bei NDR Info:
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/wissenschaft-und-bildung/index.html
    1 hr 15 min

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Die "Synapsen"-Hosts Korinna Hennig und Beke Schulmann treffen sich mit Journalist*innen, die aktuelle Fragen der Gesundheitsforschung recherchiert haben. Sie nehmen uns mit ins Stresslabor oder den…

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