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Annalena Baerbock, ehemalige Außenministerin und seit einem Jahr Präsidentin der UN-Generalversammlung, blickt nach zwölf Monaten New York positiver auf die Welt. Eine Handvoll „lauter Staaten“ setze das Recht des Stärkeren durch, die große Mehrheit halte dagegen: „Wir werden nicht zu unserem eigenen Untergang schweigen." [11:41]
Gerald Knaus, Gründungsvorsitzender der Denkfabrik Europäische Stabilitätsinitiative, sieht im Andrang Zehntausender auf die spanische Enklave Ceuta ein Alarmsignal für die EU. Nicht die spanische Migrationspolitik stehe dahinter: „Der Schlüssel lag in Marokko." Ohne Abkommen mit sicheren Drittstaaten werde sich der Ceuta-Schock im nächsten Jahr anderswo wiederholen, sagt Knaus. [01:42]
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Stefan Evers, Finanzsenator und Spitzenkandidat der Berliner CDU, will nach dem Rückzug von Kai Wegner Regierender Bürgermeister werden. Dreckige Straßen sind für ihn mehr als ein Ordnungsproblem: „Ich glaube, dass vielen die Stadt zu egal geworden ist." 60 Müllsheriffs, 4.000 Euro Bußgeld für ein Sofa auf der Straße – und ein Besoldungsurteil, das Berlin nach Evers' Rechnung mindestens 800 Millionen bis 1,2 Milliarden Euro kostet. Warum hält der Finanzsenator diese Stadt trotzdem für alles andere als arm? Wie sollen Hunderttausende fehlende Wohnungen entstehen, wenn schon der Rand des Tempelhofer Felds umstritten ist?
Die großen Flüsse führen so wenig Wasser, dass Schiffe nur noch einen Bruchteil ihrer Last laden dürfen. Das Robert Koch-Institut zählt für dieses Jahr zehntausend Hitzetote. Der Wassermangel hat sich in den vergangenen Jahren verschärft. Experten fordern neue Ansätze, um den Verbrauch einzudämmen. [01:28]
Uwe Seitz, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Motorrad Deutschland, sieht eine Branche mit zehn Millionen Führerscheininhabern von der Politik übersehen. „In den letzten 50 Jahren fand da nichts zum Thema Motorräder statt.“ [05:47]
Die EU nimmt sich die Mogelpackung vor: Verpackungen sollen künftig nur noch so groß sein wie nötig. Ab Mitte August werden die Regeln schrittweise verschärft. [16:55]
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Die CDU/CSU-Fraktion hat Thorsten Frei mit deutlicher Mehrheit zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt und Friedrich Merz damit eine kurze Atempause verschafft. Merz selbst begann die Debatte mit einer Entschuldigung für seine Kommunikation – mehr als 15 Wortmeldungen richteten sich dennoch ausnahmslos gegen ihn. Hinter den Kulissen wird aber auch über eine mögliche Ablösung des Bundeskanzlers diskutiert. [01:37]
Karl-Rudolf Korte, emeritierter Professor für Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen und Direktor Emeritus der NRW School of Governance, ordnet die Krise rund um Friedrich Merz ein. Die Marke Merz sei nicht irreparabel beschädigt, betont Korte – aber der Preis für den Regierungsstil ist hoch: „Diese aktionistischen Überwältigungen, die er so täglich versucht, die kosten einfach mehr als nur Sympathie.“ Merz erkenne nicht, dass „Führende auch Folgende brauchen – heißt eben auch, mit Charme dafür zu werben, im Team mitzumachen.“ [11:36]
Ein Sturm der Entrüstung im Weltfußball: Die Investorenpläne von FIFA-Präsident Gianni Infantino stoßen auf Widerstand – vor allem bei der UEFA. Sie reagierte mit einer Boykottdrohung: Ohne die europäischen Verbände wäre jede WM eine bloße Hülle.. [22:30]
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Benjamin Netanyahu hat Donald Trump zum achten Mal in dessen zweiter Amtszeit im Weißen Haus — kein anderer Staats- oder Regierungschef der Welt ist dort so oft zu Gast. Über dem Treffen steht die Frage, ob mit den handelnden Personen ein Frieden mit dem Iran noch denkbar ist. Netanyahu soll Trump neue Geheimdienstakten vorgelegt haben, die belegen sollen, dass Teheran an einem geheimen Standort eine neue Atomanlage ausbaut. [04:03]
Dan Schueftan, Direktor des National Security Studies-Programms an der Universität Haifa, schätzt die Situation im Nahen Osten ein. Er sagt über Netanyahu: „Netanyahu ist eine Kombination aus einem exzellenten strategischen Kopf mit einer sehr, sehr problematischen Persönlichkeit." Den Iran hält er für wirtschaftlich verwundbar — eine langsame wirtschaftliche Strangulierung wirke langfristig besser als weitere Militärschläge. [06:18]
Wolodymyr Selenskyj hat Donald Trump im Weißen Haus getroffen — diesmal ohne Eklat, mit harmonischen Bildern und konstruktiven Gesprächen. Im Mittelpunkt standen Lizenzen für die Produktion von Patriot-Abfangraketen, die der ukrainischen Luftverteidigung fehlen. [01:06]
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Die Umbildung des Kabinetts ist für den Bundeskanzler daneben gegangen. Friedrich Merz hat nur mit Mühe und Not auch den Posten des Verkehrsministers neu besetzen können. Innerhalb der Union macht sich Unruhe breit. [09:50]
Der inzwischen getötet Attentäter vom Christopher Street Day ist den deutschen Behörden schon lange als Gefährder bekannt gewesen. Er war wegen der Planung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat verurteilt und erst im Mai aus dem Jugendgefängnis entlassen worden. Danach war er auf freiem Fuß und konnte offensichtlich seinen Anschlag planen. [01:36]
Mehr als 300.000 Menschen sind in Frankreich und Spanien vor den Feuern auf der Flucht. Die Feuer sind nach wie vor nicht eingedämmt. In Frankreich bereiten die Behörden vorsichtshalber die Evakuierung des Großraums Bordeaux mit mehr als einer Million Einwohnern vor. [07:59]
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Friedrich Merz baut sein Kabinett um. Gesundheitsministerin Nina Warken wechselt als Nachfolgerin von Thorsten Frei ins Kanzleramt. Neuer Gesundheitsminister wird CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann. Als Favoritin für seine Nachfolge im Konrad-Adenauer-Haus gilt die Hamburger Bundestagsabgeordnete Franziska Hoppermann. [01:30]
Wir leben länger, aber das allein ist nichts wert, wenn wir nicht gesund sind im Alter. Vor allem in wohlhabenden Ländern ist die „Morbiditätslücke" groß. Die USA führen die Statistik mit 14 Jahren an, Deutschland liegt bei knapp zwölf Jahren. [07:07]
Bildungsministerin Karin Prien stellt ihr neues Kita-Gesetz vor. Nach ihrem Willen soll es Sprachtests für alle Vierjährigen geben. Prien spricht im Table-Interview von dem entscheidenden Schlüssel für eine Trendwende in der deutschen Bildungspolitik. [09:48]
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