Vertraust du nur deinem Verstand, dem was du siehst,
hörst und anfassen kannst? Was ist mit deinem Gemüt, deiner Stimmung, deiner
Seele? Findest du dein Gemüt in irgendeinem Körperteil? Wohl kaum. Und
gleichwohl ist es da. Abstrakt. Das ist Erkenntnis. Du weisst nicht, wo das
Gefühl Ruhe beginnt und endet. Das akzeptiert dein Ego nicht!
Jeder macht sein Ego für sich, das wegen seiner
Instabilität grossen Schwankungen unterliegt. Weil jeder ein anderes Ego baut
und es dauernd ändert. Interagieren instabile Egos miteinander, schwankt das
Die erhabenste Form eines Egodenkenden: Es könnte eine
andere Wahrnehmung geben. Es ist nicht die goldene Treppe mit dem leuchtenden
Eingang, das dir das Ego dauernd verspricht. Es ist die kleine, unscheinbare
Türe, bei welcher sich dir der Schimmer der Einsicht eröffnet, dass das Ego
nicht du bist. Dann sind alle deine Probleme gelöst. In einem Schritt.
Nur wenn du dich beständig im Gefühl der Fülle bewegst,
dann bewegst du dich wirklich zu dieser kleinen Türe hin. Das Ego jedoch lebt
buchstäblich vom Vergleichen. Gebe ich dir, dann habe ich weniger. Geben, um zu
bekommen ist das untrennbare Gesetz des Egos. Daher beschäftigt es sich ständig
mit dem Mangel. Logisch, was dein Leben daraus macht. Input=Output.
Seine Wahrnehmung, dass andere Egos auch wirklich sind,
führt zu dem noch schlimmeren Ergebnis, dass man sich mit „Selbstachtung“
begegnen soll. Das Wort Nächstenliebe wäre dann die nächste Abwesende. Das
Die Berichtigung meiner Wahrnehmung ist die einzige
Möglichkeit, aus diesem Dilemma herauszutreten. Auch das ist nur ein
vorübergehender Notbehelf. Die Fehlwahrnehmung des Egos ist die Blockade für
die Erkenntnis. Die eben völlig abstrakt ist.
Achte auf dein Umfeld. Schau darauf, dass du von Menschen
umgeben bist, die nicht mit dir in den Jammergesang des Egos einschwenken und
mit Tratschen und Lästern die Autonomie deines Egos noch verstärken. Dass die
Menschen um dich mit aller Kraft ihre eigene Schwingung nach oben ziehen, wenn
sie von dir Ungutes hören. In dem sie dich gesund und glücklich fühlen. Aus
diesem Fühlen heraus mit dir sprechen. Auch wenn deine Situation aktuell noch
ganz anders erscheinen mag. Dass sie unbeirrt dafür sorgen, dass du dich aus
dem Mangel herausbewegen kannst. Dann wenn der Intensitätsfaktor bei dir
vielleicht gerade etwas gross geworden ist.
Hast du den Mut, mit deinen Lieblingsmenschen dies zu
teilen. Dich mit ihnen auszutauschen, wie das geht, loslassen von Identitäten?
Ja, üben ist angesagt. Zusammen ist hilfreich. Damit du üben kannst, habe ich
diesem Thema den Podcast mit Tag 34 gewidmet.
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