Wie geht loslassen bitte? Der Therapeut in der Ehekrise
mir dann sagt: «Tja Daniel, du musst halt einfach loslassen». Ehm ja, wie ich
eine Tasse loslasse, sie auf den Boden scheppert, das weiss ich wie das geht.
Aber wie genau lasse ich Angst vor diesem Verlust los? Ich besuchte mehrere
Therapeuten, keiner konnte mir die Frage beantworten, wie ich das wirklich
Genau da liegt auch der Fehler begraben. Loslassen wollen
ist wie ein Kurzschluss. Wenn ich etwas will, dann lasse ich genau nicht los.
Das war für mich wie eine Schere im Gehirn. Gibt zwangsläufig Druck auf das
System. Stress und Depression. Dabei ist es ein blankes Missverständnis.
Das Missverständnis: Meine einzige Funktion die ich hier
habe, ist glücklich sein. Das ist das Wesen der universellen Energie der Liebe.
Es ist eine Energie, nicht zwei, nicht fünf. In einer Energie gibt es keine
Unterschiede. Bist du glücklich, dann brauchst du nichts anderes. Bist du
Unglücklich, dann ist das ein Unterschied zu Glücklich. Offensichtlich haben
Menschen grossen Zweifel darüber. Sonst würdest du ja nur noch Menschen im
Dauerglücklich Zustand begegnen.
Was ich übersehen habe: Loslassen an sich ist ein
Gedanke. Solange ich noch andere Gedanken als wichtiger erachte als diesen,
kommt er schlichtweg nicht zum Zuge. Für das Ego ist loslassen mit Angst
verbunden. Für den Geist jedoch ist es Ausdehnung.
Dein Ego ist raffiniert im Erfinden von Wegen, die so
aussehen als würden sie den Konflikt vermeiden, weil es nicht will, dass du den
Konflikt so unerträglich findest, dass du ihn aufgibst. Es versucht dich die
ganze Zeit davon zu überzeugen, dass es dich vom Konflikt befreien kann, damit
du nicht das Ego aufgibst und dich damit am Ende selbst befreien würdest. Seine
Maxime: Suche aber finde nicht.
Es benutzt dazu die Macht deines Geistes dazu, das
wirkliche Ziel deines Geistes zu vereiteln. Die ist: Glücklich Sein. Ist ein
bisschen wie im Spiegelkabinett herumirren und dich völlig verlaufen darin. Das
Ego, dein Verstand hat keine Verbindung zu deinem Geist. Es versteht ihn nicht.
Weil es das nicht kann, versteht es nicht, wer du bist. Du bist ein geistiges
Wesen. Ja, du scheinst einen Körper zu haben, der ziemlich real wirkt. Doch es
versteht nicht, dass du durch deinen Geist dir das Leben erschaffen lässt, so
wie es sich eben vor dir zeigt.
Weil es das nicht versteht, ist es ihm auch egal, wie du
dich fühlst. Würde es verstehen, dass durch dein Fühlen sich das Leben
erschafft, dann würde es doch nicht dich dauernd mit schlechten Gedanken
versorgen, die dich in ein schlechtes Fühlen bringen und du dir damit ein
schlechtes Leben erschaffen lässt.
Wenn du bereit bist, die alleinige Verantwortung für die
Existenz deines Egos zu übernehmen, dann legst du den gesamten Ärger einfach
ab. Es bedeutet, dass du dem Gedanken, dass du dich dem Loslassen verpflichtet
hast, erste Priorität einräumst. Dass du diesen Gedanken an die erste Stelle
setzt. Und wie gelingt das?
Das geht nur wenn du wach bist. Aufmerksam. Bewusst. Das
will geübt sein. Jeden Tag. Damit du üben kannst, habe ich diesem Thema den
Podcast mit Tag 65 gewidmet.
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