Talentschmiede

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By Carsten Peters, Dr. Kathrina PetersEducation
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Talentschmiede episodes

  • 111: Die 7 Mythen über Muskeltraining und Sprachtraining
    Beim Stöbern auf iTunes bin ich auf den Podcast von Mark Maslow Fitness mit M.A.R.K. Podcast: Abnehmen | Muskelaufbau | Ernährung | Motivation gestoßen, wo es die Episode 87 den Titel Die 7 größten Mythen übers Muskeltraining trägt. Und ich vergleiche ja das Sprachenlernen immer mit dem Sport, also geht es heute mal ganz konkret um Marks 7 Mythen. Wir schauen uns an, wie diese zum Sprachenlernen passen.
    mehr auf der Website:
    http://languagemining.de/
    Mythos #1 – Wenn Du abnehmen willst und keine Zeit für Kraft- und Kardiotraining hast, solltest Du nur Kardio trainieren
    Mythos #2 – Erst solltest Du das überschüssige Fett abbauen, danach kannst Du mit dem Muskeltraining loslegen
    Mythos #3 – Wenn Du Gewichte hebst, wirst Du massig wie ein Bodybuilder
    Mythos #4 – Muskeltraining verwandelt Dich in einen unbeweglichen Roboter
    Mythos #5 – Frauen müssen anders trainieren als Männer
    Mythos #6 – Dein Fitnessstudio ist Dein zweites Zuhause, wenn Du nackt gut aussehen willst
    Mythos #7 – Muskeltraining macht Dich langsam und träge
    20 min
  • 110: Deep Meaning - Die tiefere Bedeutung
    Steckt hinter Deep Meaning tatsächlich eine tiefere Bedeutung? Oder vielleicht sollte ich anders fragen: Schon mal ein Wort im Wörterbuch nachgeschlagen und mehr als 10 Vorschläge bekommen? Ja, genau, und dann will man seine E-Mail weiterschreiben und schon ist das Wort wieder aus dem Kurzzeitgedächtnis verschwunden. Und dann stellt man sich auf den zweiten, inzwischen etwas frustrierteren Blick ins Wörterbuch ein. Oh Mann, wenn Sprachen lernen doch nur nicht so lästig wäre …
    Kürzlich hörte ich wie eine Mutter mit ihrer Tochter auf Englisch geschimpft hat, dass sie doch bitte nach dem Zähneputzen die Essensreste aus dem Waschbecken wegspülen solle. Für Essensreste benutzte sie das englische Wort 'debris'. Das Wort ist französischer Herkunft und kommt von 'briser', was so viel heißt wie 'in Stücke zerbrechen'. Das Wörterbuch von Merriam-Webster zwei Bedeutungen parat:
    : the pieces that are left after something has been destroyed
    : things that are lying where they fell or that have been left somewhere because they are not wanted
    Ich kannte hier wirklich nur die erste Bedeutung. Und dass man das Wort im Zusammenhang mit Essensresten benutzen kann, war mir völlig fremd.
    Wo steckt denn da ein Deep Meaning, eine tiefere Bedeutung?
    Wie immer ist Sprachenlernen für mich ein Gefühl. Immer, wenn ich etwas ausdrücken möchte, sind da meine Sinne, die mich stimulieren. So bringt zum Beispiel der Sehsinn ein bestimmtes Bild hervor. In dem eben beschriebenen Fall von 'debris' hatte ich das Wort ganz klar mit der ersten Definition abgespeichert. Und so verbinde ich damit Bilder der Zerstörung wie nach einem Bombeneinschlag im Krieg oder ein zusammengefallenes Haus. Bei diesen Bildern hat also niemand Dinge liegen oder fallen lassen, die nicht mehr gebraucht wurden.
    Auch bei der zweiten Definition fällt es schwer, diese mit Essensresten im Waschbecken zusammenzubringen. Oder vielleicht ist es doch ganz leicht? Beim "Deep Meaning" geht man immer von einer eher abstrakten oder sehr allgemeinen Bedeutung aus. So würde ich die beiden obigen Definitionen erst einmal neu schreiben, und zwar viel viel kürzer:
    : things that are left where they are
    Wenn etwas zerstört wird, dann bleiben die Dinge dort liegen, wo sie sind. Und was die zweite Definition angeht, also 'are lying where they fell' … Hmm, also alles, was einmal gefallen ist, liegt dort, wo es ist. Ob es nun gefallen ist oder nicht. Oder ob es jemand liegen gelassen hat oder nicht. Und auch ist in dieser Definition unwichtig, ob es noch gebraucht wird oder nicht.
    Okay, war das zu kompliziert? Dann machen wir ein einfacheres Beispiel und ich stelle eine einfache Frage: Was ist die Bedeutung von 'holen'? Ganz einfach:
    'holen' = 'gehen' + 'nehmen' + 'zurückgehen'
    Ist doch logisch, oder? Das "Deep Meaning" von 'holen' ist dann also, dass in dem Wort eigentlich drei Dinge enthalten sind. 'holen' ist somit eine Bedeutungsgruppe.
    Was bedeuten die Dinge wirklich?
    Die Antwort auf diese Frage ist nicht philosophisch, sondern es geht um das, was dahinter steckt. Und man muss dabei nicht immer alles neu definieren. Neulich sagte mir jemand, er hätte sich einen 'Air Cleaner' gekauft und zeigte mir das kleine elektrische Gerät, dass vom Namen her den Anschein erweckt, dass es die Luft reinigt.
    Okay, 'reinigen' also. Und was genau ist 'reinigen'? Was ist die tiefere Bedeutung, das "Deep Meaning"? 'Reinigen' bedeutet, ich nehme Schmutz weg. Damit ist nachher weniger dort ist als vorher.
    Tatsächlich fügte dieses Gerät aber der Luft etwas hinzu. Es war nämlich gar kein 'Air Cleaner', sondern ein 'nebulizer' oder 'diffuser', also ein Gerät, dass der Luft etwas hinzufügt.
    Immer, wenn ich diese tiefere Bedeutung eines Wortes verstanden und verinnerlicht habe, dann fällt es mir später sehr viel leichter, dieses Wort in anderen Kontexten zu gebrauchen.
    16 min
  • 109: Storytelling - Wie funktioniert das?
    Ich werde oft gefragt, wie ich denn in einem Deutschkurs anfangen würde, wenn es sich bei den Lernern um Anfänger handelt. Man könne doch nichts erklären. Jeder, der einmal eine "erste Deutschstunde" mitgemacht hat, weiß, dass das so nicht stimmt. Man kann eine Sprache sogar durch bloßes Zuhören lernen. Es dauert dann etwas länger, doch auch das geht. Wenn man es allerdings vormacht, in Geschichten verpackt, nachsprechen lässt und es dann auch noch schreibt, dann nennt man es Storytelling.
    Storytelling ist natürlich ein englisches Wort und klingt so nach Geschichten erzählen. Ja, das ist es auch. Nur, was hat das mit dem Sprachenlernen zu tun? Oh, sehr sehr viel. Und wenn ich von Storytelling spreche, dann meine ich ganz spezifisch die TPR- oder TPRS-Methode.
    Teaching Proficiency through Reading and Storytelling
    Uff, ein englischer Titel. Also machen wir es mal auf Deutsch: Kenntnisse durch Lesen und Geschichten erzählen vermitteln. Was steckt genau dahinter? Nun ja, die Idee ist recht simple. Ich erzähle eine Geschichte in einer Art und Weise, in der sie interessant ist und den Zuhörer zum Mitsprechen verleitet. Später darf der Lerner die Geschichte dann auch noch lesen.
    TPR Storytelling passiert in drei Schritten. Zunächst wird das Vokabular aufgebaut, dann erzählt der Lehrer die kurze Geschichte und am Ende lesen die Schüler die Geschichte. Zum Erklären des Vokabulars setzt man in der Regel viel Gestik und Mimik ein. Eigentlich wird der Unterricht dadurch zu einer Art Theater oder besser noch eine Art Mitmachtheater. Die Geschichte wird durch ständiges Fragen aufgebaut. Der Lehrer beantwortet die Fragen natürlich selbst.
    Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Wörter und Strukturen bis zu 100 Mal wiederholt werden. Durch die vielen Wiederholungen und verknüpft mit Gestik und Mimik fängt der Lerner schnell an zu verstehen und schon nach kurzer Zeit fängt er an die Sätze und Wörter teilweise nachzuplappern.
    Wie viele neue Wörter enthält eine Story?
    Es sollten nur maximal 3 neue Vokabeln eingeführt werden. Und natürlich kommen dazu noch die Wörter und Strukturen, die der Lerner bereits gelernt hat, und auch verwandte Wörter und Eigennamen. Man die Geschichte natürlich auch in Kapitel aufbauen und so eine lange Geschichte in kleinere Häppchen teilen. Die Vorgehensweise ist dabei immer dieselbe. Auch wiederhole ich Stories im Laufe eines Kurses immer mal wieder. Dann allerdings im Schnelldurchlauf zum Auffrischen.
    Für welches Sprachniveau ist die Methode geeignet?
    Für absolut jedes Niveau. Sowohl für lernbehinderte Analphabeten mit psychischen Problemen als auch für hochbegabte fortgeschrittene Lerner. Ganz gleich auf welchem Niveau, ich würde immer nur drei neue Wörter oder eine neue Struktur mit bekannten Wörtern nehmen.
    Und die Storytelling macht Spaß für alle: Anfänger, Fortgeschrittene und auch für die Lehrer. Die Schüler machen sofort mit. Für die Lehrer – vor allem für die erfahrenen Lehrer – ist es am Anfang vielleicht eine Umstellung. Und wer das einmal erlebt hat, will danach nichts anderes mehr.
    14 min
  • 108: Sprechgeschwindigkeit meistern
    Kürzlich machte einer meiner Coachees so eine Bemerkung, dass ihm die Sprechgeschwindigkeit zu hoch sei. Und sofort musste ich an eine Studie denken, in der es um Sprechgeschwindigkeit und Informationsdichte einer Sprache ging. Eine akademische Studie zu lesen ist nicht jedermanns Sache, allerdings gibt es auch einen sehr interessanten Artikel aus der Welt zu dem Thema.
    In der Studie wurde herausgefunden, dass man in manchen Sprachen mehr Silben braucht, um einen bestimmten Informationsgehalt verbal zu kommunizieren. Allerdings ist der Informationsgehalt pro Minute bei fast allen Sprachen gleich. Daraus folgt, dass man manche Sprachen einfach schneller sprechen muss, damit die Menge an Information in einer bestimmten Zeit erreicht wird.
    Wie schnell darf ein Muttersprachler sprechen?
    Natürlich braucht unser Gehirn etwas länger, wenn es sich um eine Fremdsprache handelt. Und außerdem verbrauchen wir auch Gehirnkapazität mit dem Suchen. Wenn also jemand spricht und dabei ein Wort sagt, dass wir gar nicht kennen, dann versucht unser Gehirn dennoch Bedeutung zu geben. Allerdings erfolglos oder einfach nur falsch. Währenddessen spricht mein Gegenüber weiter und achte überhaupt nicht auf die Wörter, weil ich ja noch mit den vorigen Wörtern beschäftigt bin.
    Ein Muttersprachler darf immer so schnell sprechen wie er möchte. Die meisten Muttersprachler können auch gar nicht anders. Vielleicht schaffen sie es, etwas langsamer zu sprechen, wenn man sie darum bittet, jedoch fallen sie nach kurzer Zeit wieder in ihren alten Trott, das heißt in die gewohnte Sprechgeschwindigkeit zurück. Als Zuhörer und Nicht-Muttersprachler darf ich mir dann eine Strategie überlegen, mit der ich es trotzdem verstehe. So könnte ich zum Beispiel immer mal wieder nachfragen oder das eine oder andere mit denselben Worten wiederholen. Wenn zum Beispiel jemand sagt: "Wir waren am Samstag auf einer Grillparty." Dann könnten Sie das aufgreifen und ganz simpel kommentieren: "Interessant, eine Grillparty." Vielleicht fügen Sie noch ein "Wo denn?" hinzu und schon haben Sie eine tolle Unterhaltung, der Ihr Gegenüber als angenehm empfindet. Sie bremsen ihn mit dieser Taktik höflich aus und erhöhen das Verständnis. Dazu passt unsere vorige Episode mit dem Titel Die Wörter der Anderen.
    Die eigene Sprechgeschwindigkeit
    Eine Sache ist es einem Muttersprachler zuzuhören, eine ganz andere allerdings, wenn man selbst schnell sprechen möchte. Unser Gehirn kann in einer sehr kurzen Zeit sehr, sehr viele Gedanken und Bilder erzeugen. In unserer Muttersprache wissen wir, wie schnell wir sprechen können. Unsere Sprechwerkzeuge, also Rachen, Mund, Zunge usw., sind der Flaschenhals. Sie begrenzen die Sprechgeschwindigkeit. Unser Gehirn passt sich also an und produziert entsprechend weniger Bilder, sodass wir einerseits in der Lage sind die Wörter dazu auszusprechen und andererseits sollte es auch so langsam sein, dass unser Gesprächspartner uns versteht.
    Komischerweise wollen wir nun in der Fremdsprache genauso schnell sprechen wie in unserer Muttersprache. Unserem Gehirn ist das erst einmal egal. Die Bilder und Gedanken sind auch in der Fremdsprache schnell produziert und das Aussprechen der Wörter geht in etwa genauso schnell. Blöd ist nur, dass uns hier und da die Wörter und Redewendungen fehlen. Damit verengt sich der Flaschenhals und wir werden nervös. Es geht nicht schnell genug.
    Das ist in etwa so, als würden wir gern mit verschiedenen Menschen spazieren gehen. Es spielt kaum eine Rolle, mit wem wir gemütlich laufen. Es sei denn, wir möchten mit einem kleinen Kind oder einem gebrechlichen Greis einige Schritte gehen. So müssten wir die Geschwindigkeit verringern oder der andere bleibt zurück oder stolpert.
    Bei der Fremdsprache ist das nicht anders. Man muss auch nicht jeden Satz sagen. Oder anders ausgedrückt: Man muss auch nicht immer einen ganzen Kilometer spazieren gehen. Manchmal reicht auch ein halber.
    18 min
  • 107: Flüchtlinge in Deutsch unterrichten
    Das Thema Flüchtlinge ist überall in den Medien. Und dass ein vernünftiges Sprachtraining das A und O für eine reibungslose Integration ist, sollte jedem klar sein. Eigentlich haben wir ja sehr viel Erfahrung mit Zuwanderung. Schon seit den 60er Jahren integrieren wir Türken, Spanier, Italiener, Griechen und viele andere Völker in unser Land. Wir kennen uns also gut aus – oder vielleicht doch nicht?
    Was sind eigentlich Flüchtlinge
    Flüchtlinge oder auch Migranten, na ja, was ist das eigentlich? Es sind Menschen auf der Flucht. Menschen, die ihr Land verlassen und sich bei uns niederlassen. Moment, wenn die sich bei uns niederlassen, dann sind es doch keine Flüchtlinge mehr. Die Flucht ist ja vorüber. Sie sind am Ziel. Also flüchten sie nicht mehr. Sie migrieren auch nicht mehr, denn sie sind ja bereits migriert. Es sind also weder Flüchtlinge noch Migranten. Sie waren es einmal und das ist nun vorbei. Haben wir da vielleicht das falsche Wort gewählt?
    Analphabet oder nicht?
    Das ist vermutlich eine der größten Hürden, die es als Deutschlehrer zu nehmen gilt. Nachdem ich eine Gruppe von Deutschlernern unterrichtet hatte, die am Anfang weder lesen noch schreiben konnten, fragte mich ein Betreuer: Carsten, wie läuft es denn so mit den Analphabeten? Ich sagte nur, dass es keine Analphabeten gäbe, denn ich hätte sie bereits in unser Alphabet eingewiesen und sie könnten jeden einzelnen Buchstaben schreiben und lesen. Somit sind es keine Analphabeten mehr.
    Vorkenntnisse sind hilfreich
    Je mehr Bildung, je mehr Kenntnisse, je mehr die Lernenden sich mit irgendetwas intellektuell beschäftigt haben, desto einfach ist es ihnen etwas Neues beizubringen. Und dabei geht es nicht nur um Sprache. Natürlich ebnet die erste Sprache den Weg für die zweite (siehe gleichnamigen Blogartikel), doch auch grundlegende Kenntnisse in Mathematik und anderen Disziplinen sind hilfreich.
    So hatte ich zum Beispiel einen Teilnehmer betreut, bei dem ich mir ziemlich sicher war, dass er zum ersten Mal einen Bleistift in seiner Hand hielt. Das ist allerdings die Ausnahme.
    Es ist auf jeden Fall beeindruckend, wie schnell auch Menschen mit wenig bis gar keiner Schulbildung die deutsche Sprache erlernen.
    Psychologische Barrieren
    Vielen dieser Menschen, die auch sogenannten Krisengebieten zu uns kommen, haben Erfahrungen gemacht, die sich vermutlich jeder gern ersparen würde. Wer traumatisiert ist, lernt nicht. Jedoch gilt auch: Wer lernt, ist nicht mehr so stark traumatisiert. Meiner Erfahrung nach hilft ein strukturierter und motivierender Sprachunterricht den Lernenden eine Perspektive zu bieten. Jeder kleine Erfolg in der Kommunikation und Verständigung sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unterrichts löst psychologische Barrieren.
    Alles in allem macht es mir einen Riesenspaß Jugendliche aus fernen Ländern zu unterrichten. Es ist nicht immer leicht, doch die Erfolge der Lernenden sprechen für sich.
    15 min
  • 106: Spanisch
    Ist Spanisch denn wirklich so einfach?
    Es muss doch auch im Spanischen Schwierigkeiten geben, oder nicht? Ja, wer Schwierigkeiten sucht, der wird auch welche finden. Spanisch ist tatsächlich eine sehr einfache Sprache. In unserem Beitrag Die 10 wichtigsten Punkte, die eine Sprache leicht lernbar machen hatten wir schon einmal die Grundvoraussetzungen festgelegt. Jetzt geht es um Spanisch. Sonst nichts.
    Wie wichtig ist die Antwort auf diese Frage?
    Unwichtig. Es gibt viele Menschen, die diese Fragen stellen, deshalb möchten wir auch darauf eingehen. Ich finde auch die Antworten klasse, die Menschen geben, die bereits Spanisch gelernt haben. Hier zum Beispiel auf GuteFrage.net. Tatsächlich ist die Antwort aber unwichtig. Suche ich mir eine leichte Sprache aus eine Anzahl an möglichen, für interessanten Sprachen aus? Nein. Ich habe ein bestimmtes Ziel, sonst würde ich die Sprache doch gar nicht erst lernen wollen. Will ich zum Beispiel in Spanien leben und in Spanien Geschäfte machen, dann sollte ich Spanisch bzw. eine der vier spanischen Sprachen Castellano, Catalan, Euskera oder Gallego lernen.
    Und ja, Malaiisch ist leichter. Und was habe ich davon? Genau, recht wenig, denn ich will ja nach Spanien und nicht nach Malaysia.
    Und? Was ist an Spanisch denn schwer?
    Es würde mal sagen, dass es genau drei Dinge gibt, auf die ich besonders achten würde. Diese drei Dinge gibt es nämlich im Deutschen nicht, und wenn ich keine andere Fremdsprache spreche, die diesbezüglich ähnliche Aspekte ausweist, dann darf ich etwas mehr üben.
    Keine Sorge, alles ist lernbar.
    Die Verben ser und estar, die beide sein bedeuten.
    Der Unterschied zwischen Indefinido und Imperfekto – zwei Vergangenheitsformen, die am Anfang schwer zu unterscheiden sind.
    Der Subjuntivo – so eine Art Konjunktiv der besonderen Art.
    Mit den richtigen und passenden Lernmethoden gehen diese Dinge ganz leicht und schnell dahin, wo sie hingehören, nämlich ins Unterbewusstsein.
    20 min
  • 105: Glaskugel – Ist Erfolg in der Fremdsprache planbar?
    Mit gesundem Menschenverstand braucht man keine Glaskugel
    Hier war dieser Unternehmer aus einem mittelständischen Produktionsbetrieb, der mich fragte, ob ich in eine Glaskugel schauen könnte. Nein, ganz und gar nicht. Ich hatte nur eins und eins zusammengezählt und meine Schlüsse gezogen.
    Jetzt aber erst einmal die ganze Geschichte. Der Unternehmer wollte gern einen Teil und vermutlich sogar einen großen Teil seines Geschäfts delegieren. Dazu brauchte er sich nur jemanden mit den entsprechenden Qualifikationen einzustellen oder aus den eigenen Reihen zu rekrutieren. In einem oder maximal zwei Jahren wäre dieser Mitarbeiter dann soweit eingearbeitet, dass er oder sie die entsprechende Verantwortung übernehmen könnte.
    Bereits jetzt hatte dieser Unternehmer die Möglichkeit bekommen sich stärker und mit viel mehr Zeitaufwand in einem internationalen Berufsverband zu engagieren. Er ist sozusagen darum gebeten worden. Und das, obwohl seine Englischkenntnisse nicht die allerbesten sind.
    Der Plan, der eigentlich keiner ist, war in etwa wie folgt: Ich lerne nach und nach etwas Englisch und irgendwann kann ich es dann so gut, dass ich mich international in dem Berufsverband einbringen kann. Im Moment brauche ich noch keinen Mitarbeiter oder Nachfolger zu suchen, weil ich ja noch nicht viel Zeit in den Berufsverband stecke.
    Okay, also diese Rechnung geht nicht auf. Und dazu braucht man keine Glaskugel. Warum?
    "nach und nach etwas Englisch zu lernen" – klingt nicht erfolgsversprechend.
    "noch keinen Mitarbeiter oder Nachfolger zu suchen" – bedeutet keine Zeit zum Englisch lernen zu haben
    Mit anderen Worten: Wenn alles so bleibt wie es ist, dann wird sich auch nichts verändern. Und eine Fremdsprache zu erlernen bedeutet Veränderung.
    Ist Erfolg in der Fremdsprache planbar?
    Ja, natürlich. Zunächst würde ich einmal die Voraussetzungen schaffen, damit der Erfolg überhaupt eintreten kann. In dem oberen Beispiel würde das bedeuten, dass sich der Unternehmer zunächst einmal einen Plan macht.
    Nachfolger suchen bzw. aussuchen. Vielleicht gibt es ja bereits einen sehr engagierten Mitarbeiter, der die neue Herausforderung gern annimmt.
    Die neue Aufgabe beim oben erwähnten Berufsverband annehmen, auf wenn die Englischkenntnisse noch nicht das Gelbe vom Ei sind.
    Aufbau der Englischkenntnisse planen (Sprachlernsoftware, Training, Kurse, Vokabeltrainer, Sprachreise usw.)
    Ist der Sprung ins kalte Wasser sinnvoll?
    Der obere Punkt 2, also die Aufgabe beim Berufsverband anzunehmen, ist natürlich die Voraussetzung für Punkt 1, den Nachfolger zu suchen. Wer nicht delegieren kann, schafft sich auch keine Zeit für Neues.
    Das Argument, dass die Englischkenntnisse noch nicht gut genug seien, stimmt so nicht. Die Mitglieder des Berufsverbandes, die diesen oben erwähnten Unternehmer gebeten hatten, diese Aufgabe zu übernehmen, wissen wie es mit den Englischkenntnissen bestellt ist.
    Tatsächlich ist es so, dass ein Großteil der Kommunikation in diesem Verband auf Deutsch abläuft. Es gibt viele internationale Mitglieder, die Deutsch sprechen. Ab einem gewissen Punkt läuft die Kommunikation dann auf Englisch ab. Die E-Mails und selbst die Telefonate lassen sich prima mit einem Sprachtrainer zusammen vorbereiten. Und Zeit zum Lernen ist ja reichlich vorhanden, während sich der neue Mitarbeiter über die Verantwortung freut und mit Vollgas den Umsatz steigert.
    Erfolg in der Fremdsprache ist also planbar – auch ohne Glaskugel.
    18 min
  • 104: Sprachreisen
    Sind Sprachreisen wirklich eine tolle Sache? Sind sie effizient? Ihr Geld wert?
    Eine Google-Suche nach language und holidays ergab 661 Millionen Treffer, also scheinen Sprachreisen ja für viele Menschen ein wichtiges Thema zu sein.
    Kürzlich hat mich jemand nach Sprachreisen gefragt und ob ich eine Sprachreise empfehlen würde. Ich sagte, ja, natürlich. Alles, was man unternimmt um der Sprache ausgesetzt zu sein, ist gut. Dabei ist es relativ unwichtig, was man macht: eine Sprachlernsoftware zu benutzen, einen Kurs zu besuchen, mit einem Vokabeltrainer zu arbeiten, fremdsprachige Filme anzuschauen, oder eine oder mehrere Sprachreisen anzutreten.
    Es geht fast nie um die Frage WAS man tut, es geht allerdings immer um die Frage WIE man es tut.
    Was hat man von einer Sprachreise?
    Viel und zu viel. Vergleichen wir es doch wieder einmal mit dem Sport. Würde es Sinn machen zum Beispiel für eine Woche in ein Sportcamp zu gehen. Dort würde man sich um mich kümmern, es gäbe nur gesunde und ausgewogene Nahrung, ich würde viel über meinen Körper und auch neue Techniken zum Fettabbau und Muskelaufbau lernen. Einfach klasse, oder nicht?
    Schön und gut. Ja, mach die Sprachreise und achte auf die Vor- und Nachteile (siehe folgende Punkte). Und was passiert nach der einen oder zwei Wochen Sprachkurs? Kannst du die Sprache dann? Wie viele Sprachkurse brauchst du?
    Okay, wir sehen schon, wo das hinführt. Sprachenlernen ist nicht etwas, das ich in kurzer Zeit erlerne und dann für immer behalte. Es ist auch nicht nach dem Kurs fertig. Als Energieschub ist eine Sprachreise klasse, langfristig sollte man entweder viele Sprachreisen machen oder diese mit anderen Tools kombinieren.
    Was sind die Vorteile einer Sprachreise?
    Ganz klar, wie oben beschrieben: Ich lerne sehr viel und in kurzer Zeit. Hocheffizient. Keine Ablenkung von dem täglichen Leben zu Hause. Nur, bitte aufpassen und gleich mal auf die Nachteile schauen.
    Welche Nachteile haben Sprachreisen?
    Leider viel zu viele.
    Also, da sind zunächst einmal die Kosten. Wenn man sich das mal richtig überlegt, dann ist der Sprachkurs im Ausland ja auch nichts anderes als ein Sprachkurs vor Ort, nur dass man außerhalb der Kurszeiten die Sprache auch noch in anderen Situationen anwenden kann.
    Die Zeit ist ein zweiter großer Faktor. Nicht jeder kann sich eine oder auch zwei Wochen Zeit nehmen. Entweder muss man diese Zeit vom vielleicht schon geplanten Urlaub abziehen oder es ist Arbeitszeit und dann ist – vor allem für die Freiberufler – Zeit gleich Geld.
    Worauf darf ich bei Sprachreisen achten?
    Die Antwort ist simpel: auf mich selbst. Es ist nur logisch, dass ich in der Sprachschule sehr viele Ausländer kennenlernen werde. Viele davon sprechen vermutlich auch noch meine Muttersprache. Und wenn es nicht ums Englischlernen geht, dann sprechen alle in den Pausen und sonst außerhalb der Sprachschule Englisch miteinander. Das ist klasse, nur hilft es dem Sprachniveau nicht besonders.
    Ich würde bei einer Sprachreise immer darauf achten, dass ich mich von meinen eigenen Landsleuten fernhalte. Je mehr ich mich der Sprache aussetze desto besser. Vorher sollte man sich schon einmal Gedanken darüber machen, was man außerhalb der Kurszeiten machen will. Dass die Sprachkurse gut organisiert sind, steht außer Frage. Und was passiert davor und danach? Wenn ich die Zeiten außerhalb der Sprachschule nicht effizient für den Spracherwerb nutze oder nutzen kann, dann kann ich auch einen Sprachkurs zu Hause buchen und mir viel Zeit und Geld sparen.
    16 min
  • 103: Engländer und Fremdsprachen - passt das zusammen?
    Können die Engländer keine Fremdsprachen oder wollen sie es nicht?
    "Wir, die Engländer, sind eine Nation von überzeugten Nicht-Schwimmern, die vor einem Schwimmbecken stehen." So steht es in einem Artikel der Zeitung The Telegraph.
    John Worne, der den Titel Director of Strategy at the British Council trägt, lamentiert die Fähigkeit und die Bereitschaft der Britin eine oder sogar mehrere Fremdsprachen zu erlernen.
    Ist es normal viele Sprachen zu sprechen?
    Ich finde es immer wieder spannend Menschen mit den unterschiedlichsten kulturellen und sprachlichen Hintergründen zu beobachten wie sie mit Sprache umgehen. Am spannendsten sind dabei natürlich diejenigen, die eine Vielzahl von Sprachen auf ganz natürliche Weise gelernt haben. Schulunterricht und Sprachschulen definiere ich hierbei gern als "unnatürlich". Und ich frage ich, wann wir endlich damit aufhören.
    In seinem Artikel bringt John Worne das Beispiel von einem afghanischen Taxifahrer, der mit Dari und Pashto in Afghanistan aufgewachsen ist, Urdu und Punjabi in Pakistan gelernt hat, Persisch und Türkisch in verschiedenen Flüchtlingslagern sprechen musste und sich schließlich Englisch in Großbritannien angeeignet hat. Und dieser Taxifahrer würde sich selbst nicht als außergewöhnlich bezeichnen.
    Kann eine Nation tatsächlich besser Fremdsprachen lernen als eine andere?
    Die Muttersprache und auch die Anzahl der bereits in der Kindheit gelernten Sprachen ist auf jeden Fall ausschlaggebend für die Fähigkeit weiter Sprachen zu lernen. Wir hatten darüber bereits in der Episode Erste Fremdsprache ebnet den Weg für die zweite gesprochen.
    Ebenso gestaltet sich das Erlernen weitere Sprachen als schwieriger, wenn in der Muttersprache nur wenige Laute und eine einfache Struktur vorhanden sind. Jedoch glaube ich, dass man diese Aspekte wirklich vernachlässigen kann. Es gibt andere Dinge, die einen weitaus größeren Einfluss auf den Erfolg beim Erlernen einer Fremdsprache haben.
    Manche Menschen mit einem bestimmten sprachlichen und kulturellen Hintergrund lernen leichter Sprachen als andere. Das hat bestimmt jeder schon einmal gesehen oder erlebt. Und wenn wir uns das mal etwas genauer ansehen, dass stellen wir meisten zwei Dinge fest:
    Sie denken nicht lange darüber nach bzw. stellen das Erlernen einer Sprache nicht infrage.
    Sie müssen es aus wirtschaftlichen Gründen tun.
    Nicht lange über das Sprachenlernen nachdenken
    Wir haben in diesen Breitengraden so etwas, das wir Schulsystem nennen. In der westlichen Welt glauben wir immer noch, dass Fremdsprache über das Schulsystem, also als Unterrichtsfach, vermittelt werden sollte. Und dass man es dann im Ausland perfektionieren kann, wenn man möchte bzw. sofern man bis dahin nicht die Lust daran verloren hat.
    Unsere Eltern leben uns dann auch noch Verhaltensweisen vor, die wir nachahmen. Sie reden mit den Menschen, die ihre Sprache sprechen, und sie gehen den Menschen aus dem Weg, die ihre Sprache nicht sprechen. Darüber hinaus verlangen sie auch noch von den Menschen, die als Einwanderer in ihr Land kommen, dass sie ihre Sprache lernen. Wir kopieren diese Verhaltensweise. Wir denken darüber nach und tun es nicht einfach. In anderen Ländern ist das anders, so wie wir am Beispiel des afghanischen Taxifahrers gesehen haben.
    Fremdsprachen sind aus wirtschaftlichen Gründen nicht notwendig
    Engländer sind vermutlich bewusst oder unbewusst davon überzeugt, dass Englisch eine Weltsprache ist und jeder Englisch kann. Und tatsächlich kommt man mit Englisch sehr sehr weit in dieser Welt. Natürlich kommt es immer darauf an, was man erreichen möchte. Also, mit welchen Menschen man kommunizieren möchte. Nicht jeder kann Englisch und wenn, dann nicht immer auf einem Niveau, das die Kommunikation angenehm gestalten würde.
    Die meisten Menschen wissen, dass Fremdsprachen ihre wirtschaftliche Situation verbessern. Sie können mit mehr Menschen kommunizieren … mehr auf unserer Website languagemining punkt de
    16 min
  • 102: Musik und Sprache
    Und wieder einmal – oder immer noch – auf der Suche nach den perfekten Methoden zum Sprachen lernen, bin ich auf das Thema Musik und Sprache gestoßen. In dem Artikel How Music Helps Language Acquisition auf edweek.org geht es eben genau darum:
    Wie passen Musik und Sprache zusammen?
    Wie immer sind sich die Experten nicht einig und gleichzeitig gibt es immer mehr Studien, die das eine oder das andere belegen. In einer Studie geht es zum Beispiel darum, ob man zuerst Musik oder Sprache lernen sollte. Und den meisten Sprachlernern geht es bestimmt nicht darum, eine Antwort auf diese Frage zu finden, denn sie möchten einfach nur anfangen. Auch möchte niemand lange Studien lesen. Sicher sind diese ganz interessant und ich gebe zu, dass ich selbst ganz gerne diese akademischen Blätter lese um etwas Neues dabei zu lernen. Hier daher ein Link zum Artikel Music and early language acquisition für alle Interessierten.
    Aber bleiben wir einmal auf dem Boden der Tatsachen. Wir wollen herausfinden, was es mit der Musik auf sich hat. Und dazu gibt es verschiedene Herangehensweisen.
    Was ist der Unterschied zwischen Musik und Sprache?
    Eigentlich gibt es keinen großen Unterschied. Und damit wir hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, machen wir es etwas spezifischer. Bei Musik gehen wir von gesungenen Liedern und bei Sprache von gesprochener Sprache aus. Außerdem konzentrieren wir uns auf den auditiven Aspekt von Musik und Sprache. Das bedeutet, dass wir weder auf die Bewegung beim Tanzen noch auf das Gestikulieren beim Sprechen eingehen.
    Jede Sprache hat einen Rhythmus. Und dieser Rhythmus hat bestimmt auch einen Grund, auf den wir jetzt nicht näher eingehen wollen. Und genauso hat Musik Rhythmus. Und auch bei jedem Lied ist der Rhythmus anders. Warum das so ist, solltest erstmal nicht so wichtig sein. Beide folgen also einer Regel, und diese Regel heißt Rhythmus. Auch gibt es bei beiden verschiedene Tonhöhen. Bei der Sprache hängt diese allerdings eher von der Bedeutung als vom Klangmuster ab. So hebe ich zum Beispiel die Stimme beim letzten Wort eines Satzes, wenn es sich um eine Frage handelt. Bei der Musik folge ich einer Melodie. Ein Lied ist also gesungene Sprache, und daher macht es sogar sehr viel Sinn diese beiden Dinge in Einklang zu bringen.
    Ich habe einmal einen Buddhisten beim Chanten beobachtet. Er rezitierte dabei ein sehr langes Mantra, und er kannte jedes einzelne Wort auswendig. Ich fragte ihn, wie er es denn gelernt hätte. Und er sagte mir, dass das Mantra wie ein Liedtext sei, das einem einfachen Rhythmus folge. Würde er zum Beispiel sehr langsam oder sehr schnell chanten, wäre es für ihn schwieriger sich an die richtigen Wörter zu erinnern.
    Zunächst macht es also Sinn zu erkennen, dass Rhythmus (oder Musik) in der Sprache ist. So kann ich also von Anfang an auf den Rhythmus der Sprache achten. In einem typischen deutschen Satz gibt es zum Beispiel zwei Stellen, an denen betont wird. An der einen etwas mehr an der anderen etwas weniger. Nimmt man so einen typischen deutschen Satz und lässt ihn von einem Schweizer aussprechen, dann wird man feststellen, dass es plötzlich viel mehr Betonungsstellen im Satz gibt. Ebenso ist es in anderen Sprachen. So hat das Englische einen anderen Rhythmus als das Spanische oder das Deutsche.
    Wie kann man mit Musik Sprache lernen?
    Bevor ich mich hier wiederhole, verweise ich erst einmal auf einen Beitrag mit dem Titel Eine Sprache mit Musik lernen, den wir schon vor einiger Zeit veröffentlicht haben. Es geht hierbei um die Texte, die in gesungenen Liedern enthalten sind. Dadurch dass die Texte über den Rhythmus und damit durch das Gefühl ins Langzeitgedächtnis übergehen, macht es Sinn Musik zum Sprachenlernen zu nutzen. Andererseits wird die sprachliche Qualität natürlich durch die Qualität der Liedtexte bestimmt. Oder anders gefragt: Möchtest du irgendwann so sprechen wie ein Rapper singt?
    16 min

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Im Talentschmied Podcast spreche ich über verschiedenste Fußball Mannschaften . Mal alleine mal mit Gästen. Viel Spaß wünscht euch Lukas .