TYPISCH OSTFRIESISCH ?
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TYPISCH OSTFRIESISCH ? episodes

  • #15 @ostfriesischgruen
    zu Gast: Christin Pardun

    Christin Pardun ist Wahlostfriesin, lebt mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern und Hund "Waffel" seit einiger Zeit in Leer und pflegt den Instagram Account "ostfriesischgruen".

    Dieser Account ist ein eher privat gedachter Zweit-Account, den Christin mit der Absicht eingerichtet hat, interessierte Menschen an Hausumbau, Umzug und Leben in Ostfriesland teilhaben zu lassen. Und davon gibt es eine ganze Menge, die Christin auch bereits auf ihrem beliebten Haupt-Account "pefferminzgruen" folgen.

    Christin hatte in ihrer zweiten Elternzeit mit der Webseite "Pfefferminzgruen" einen DIY-Blog für Dekoration und Ideen gestartet. Und weil sie - obwohl als Hobby gestartet - schnell professionelle Kompetenzen entwickelte, z. B. auch in Sachen Fotografie, wuchs "Pfefferminzgruen" zu einer gefragten Plattform heran. Irgendwann wurden renommierte Unternehmen wie Depot, UHU, toom, die Deutsche Post oder Storck sowie Zeitschriften wie "Landidee", "Living & more", "Leben und erziehen" auf Christins Blog aufmerksam und so entfaltete sie sich zu einer gefragten Styling-Entwicklerin, Fotografin und Buchautorin.

    Nach einem etwas ausführlicheren "Steckbrief" über diese Tätigkeiten sprechen wir in dieser Podcastfolge über Hausbau, über das Leben als Zugezogene und besonders schöne Orte in Ostfriesland. Wir stellen heraus, wie schön diese Region wirklich ist und dass selbst Einheimische oftmals erst durch den Blick Außenstehender auf die einzigartige Schönheit ihrer Heimat aufmerksam werden. So wie ich zum Bespiel…

    Aber hört selbst, welche "typischen" Besonderheiten von Ostfriesland und der Menschen dort in dieser Folge genannt werden. Wir werfen auch einen Blick über die Grenze in die Niederlande, z.B. auf die Festung Bourtange.

    Auch ohne Sprachkenntnisse ist Christin von der Faszination des Plattdeutschen ergriffen. Eine Followerin ihres Accounts kam sogar schon auf die Idee, Christin beim Erlernen der Sprache zu helfen, indem sie plattdeutsche Kommentare zu den Beiträgen schreibt. Was für eine schöne Idee!

    Die Musik meines Albums "Sangen" erinnert Christin übrigens an Clannad / Enya und an Florence + The Machine.

    Links zu Christins Internetpräsenzen:

    Blog-Webseite "Pfefferminzgruen"

    Instagram-Account "pfefferminzgruen"

    Instagram-Account "ostfriesischgruen"

    1 hr 4 min
  • #14 Die Hände von Käpt'n Blaubär
    zu Gast: Axel Bahro

    Heute bin ich im Gespräch mit Käpt'n Blaubär, und das ist nicht gelogen!

    Jedenfalls nicht ganz… Mein Interviewgast heißt Axel Bahro. Er arbeitet seit über 30 Jahren als professioneller Puppenspieler, spielte von Anfang an die Hände von „Käpt’n Blaubär“ und gehörte zum Team der Puppensatire „Hurra Deutschland!“.

    Er baut und spielt Figuren für Kinofilme wie “Sams” und “Vampirschwestern” sowie für TV-Produktionen wie die „Sendung mit der Maus“. Für die Bayerische Staatsoper lässt er gemeinsam mit seinem Sohn Lorenz die Puppen zur Ouvertüre vom "Figaro" tanzen.

    Als einer der ersten nutzte Axel den 3D-Drucker, um Puppen zu erschaffen.

    Aber warum ist er denn nun Gast in diesem Podcast? Käpt'n Blaubär ist doch gar kein Ostfriese!

    Ganz einfach: Axel lebt mit seiner Familie seit wenigen Jahren in Ostfriesland, weil sie sich aus dem Trubel der Münchner Großstadt heraus in diese Region "schockverliebten" und schließlich ihren Lebensmittelpunkt von der Münchner Freiheit in das Zentrum von Aurich verlegten. Dort betreiben sie das mobile Puppentheater "Puppets in Minutes", zu deren Erfolgsstory auch Axels Frau Dorothea Seitz maßgeblich beiträgt.

    Über all das und noch viel (!) mehr plaudern wir in dieser Folge.

    Und dabei ist die Puppe "Senta", die Axel eigens für den Münchner Tatort "Wir kriegen Euch alle" geschaffen hat, noch nicht mal das Spannendste!

    In München begann übrigens auch Axels atemberaubende Karriere als einer, der in Projekten von großer Tragweite im wahrsten Sinne des Wortes ganz unauffällig Fäden zieht und Puppen tanzen lässt - und zwar im Marionettentheater "Kleines Spiel".

    Aber - hört selbst!

    Zur Folgenwebseite mit sämtlichen erwähnten Links.

    1 hr 13 min
  • #13 Fotografie, Grünkohlmonster und Schafe schubsen
    zu Gast: Akka Olthoff

    Akka Olthoff ist eine Fotografin aus Ostfriesland. Sie stellt sich meinen Fragen rund um ihren Beruf, wir sprechen unter anderem über ihr Lieblingsessen Grünkohl, über die plattdeutsche Sprache, über das Schafeschubsen und mein Album „Sangen“, für das Akka das Fotoshooting mit mir gemacht hat.

    Erfahre, warum die Altstadt von Leer mit der Dr.-vom-Bruch-Brücke, dem Wilhelminengang und den schönen kleinen Geschäften Akkas Ausflugstipp in Ostfriesland ist.

    Hier bekommst Du weitere Informationen über:

    • Aufzählungs-TextAkkas Homepage
    • Aufzählungs-TextMein plattdeutsches Album Sangen
    • Aufzählungs-TextAltstadt Leer
    • Das Interview wurde in einer Live-Veranstaltung bei Instagram aufgezeichnet.

      1 hr 12 min
    • #12 Mit frischem ostfriesischem Wind geht es weiter!
      Sonderfolge Neustart

      Ich freue mich sehr, dass ich den Podcast nach der langen Pause seit Sommer 2021 nun wieder aufgreifen und fortsetzen kann.

      Für den Neustart habe ich mir eine Verknüpfung mit einer weiteren Social-Media-Plattform überlegt: Das Interview wird (nach Möglichkeit!) als Live-Veranstaltung bei Instagram stattfinden und die Aufzeichnung wird anschließend wie gewohnt als Podcast-Folge veröffentlicht werden. So kann ich deutlich mehr Menschen erreichen und vor allem in den Podcast mit einbinden!

      Eine Beteiligung von Zuhörerinnen und Zuhörern wird die Folgen sehr bereichern und sicherlich einiges an Spaß mit sich bringen. Vor allem im neuen obligatorischen plattdeutschen Teil des Interviews. Hier kann, wer möchte, aktiv einen Beitrag beisteuern. Unser Plattdeutsch ist kunterbunt und von Region zu Region anders. Das wollen wir gemeinsam feiern!

      Auch Fragen oder zusätzliche Informationen zu den "typisch ostfriesischen" Inhalten der Folgen können mir zugeschickt werden. Ich werde diese dann immer in die nachfolgende Episode einbauen - auf Wunsch auch gerne mit Namensnennung.

      Internetlinks:

      Webseite Sabine Hermann

      Sabine Hermann bei Facebook
      Sabine Hermann bei Instagram
      Webseite Akka Olthoff
      Wikipedia-Eintrag über Klostermoor

      7 min
    • #11 Arno Ulrichs (up Platt!)
      Ist das ostfriesische Platt noch zu retten?

      Müsste, sollte, hätte, könnte, würde? Nein! Machen!

      Da es darum geht, ob und wie das ostfriesische Platt noch zu retten ist, spricht Arno Ulrichs in dieser Folge ausschließlich Platt! Damit beantwortet er die Frage auf ganz praktische Weise.

      Wir reden über die Entwicklung der Sprache Ostfrieslands, über den Gebrauch des Plattdeutschen in der Gegenwart und was man dazu beitragen kann, dass auch junge Menschen sich mehr trauen, Platt zu sprechen.

      Außerdem erzählt Arno von den Aktionen des Friesenrates und seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten als Vorsitzender der Sektion Ost sowie als Bürgermeister der Gemeinde Simonswolde.

      Internetlinks:

      Friesenrat

      Sabine Hermann, Musikerin
      Crowdfunding-Kampagne für das plattdeutsche Popalbum "Sangen"

      47 min
    • #10 Rummelpottlopen mit plattdeutscher Musik
      Sabine Hermann über das Crowdfunding für ihr plattdeutsches Album "Sangen"

      Dies ist meine erste "Solo-Folge" innerhalb dieses Podcasts.

      Mein plattdeutsches Album SANGEN, welches der eigentliche Auslöser für diesen Podcast ist, steht nun in den Startlöchern. Die Musik ist aufgenommen und es fehlen nur noch ein paar Restarbeiten bis zur Veröffentlichung im September.

      Zur Unterstützung dieses restlichen Prozesses gibt es vom 18. Mai bis 31. Juli ein Crowdfunding bei startnext.

      Diese Folge erklärt das Prinzip des Crowdfundings und zeigt auf, dass Crowdfunding eigentlich ein "Rummelpottlopen" und deshalb ein bisschen mit dem ostfriesischen Brauch des Laternelaufens am 10. November vergleichbar ist.

      https://www.startnext.com/sangen

      https://www.sabinehermann.com

      Erwähnte Seiten für die plattdeutsche Sprache:

      Ostfriesische Landschaft

      Oostfreeske Taal (Buurmann)
      Ostfriesisches Wörterbuch (Onno Dirk Feldmann)

      17 min
    • #9 Enno Bunger
      Über ostfriesischen Humor und den Glauben an die Kultur

      Die aus Ostfriesland stammende Musikerin Sabine Hermann spricht mit Enno Bunger über seine ostfriesischen Wurzeln. Sie stellt fest, dass sich ihre Pfade teilweise sogar ähneln (wenn auch zeitlich etwas versetzt), und das erfüllt sie fast ein bisschen mit Stolz.

      Genau das kann einen Enno Bunger aber nur wenig beeindrucken.

      Der festivalerprobte Musiker, den man durchaus als Star bezeichnen kann, hat nämlich einen sehr realistischen und unaufgeregten Blick auf sein Leben. Wenn er auf die Bühne geht, interessieren ihn das Gefühl und die Kreativität und nicht die Masse. Auch wenn er im März 2020 auf Tournee mit Johannes Oerding noch auf einer Arena-Bühne vor 12.000 Menschen stand, war er sich nicht zu schade, kurz nach dem Lockdown ein Online-Konzert alleine für eine Hildegard zum 60. Geburtstag zu spielen.

      Nachdem die Corona-Pandemie nämlich das Kulturleben lahmlegte und Ennos geplante Österreich-Tournee ins Wasser fiel, verlegte er seine Konzerttätigkeit ins Internet und spielt nun „wie früher“ private Wohnzimmerkonzerte.

      Speziell dafür gründete er gerade erst das Unternehmen „micdrops“, eine Online-Livekonzert-Plattform, über die man den Musiker Enno Bunger für private Konzerte in höchster Audioqualität buchen und sich zwischendurch auch mit ihm unterhalten kann. Bei dieser gelungenen Mischung aus Live-Konzerterlebnis und „Meet and Greet“ mit dem Künstler höchstpersönlich ist sogar eine Lightshow inklusive!

      „Musik ist für mich kein Pferderennen“, sagt er, denn er schätzt die Zufriedenheit mit dem, was ist, sowie langsames gesundes Wachstum. Auch bevorzugt er ein aufmerksames Publikum, das zuhört.

      Das ist auch gut so, denn Enno hat mit seiner klaren friedfertigen Haltung, die seinesgleichen sucht, eine Menge zu sagen. Die Welt täte gut daran, Menschen wie ihm aufmerksam zuzuhören.

      Aber warum war Enno noch gleich zu Gast in diesem Podcast?

      Genau! Er ist in Westoverledingen in Ostfriesland aufgewachsen und immer noch sehr mit seiner Heimat verbunden, auch wenn er nun in Hamburg lebt.

      Und Enno wäre nicht Enno, wenn er nicht so einen verrückten Szenespot wie einen Bahnübergang in Steenfelde nennen würde, an dem der Wärter die Schranken nur auf persönliche Anfrage per Gegensprechanlage öffnet. Wenn das nicht typisch ostfriesisch ist!

      Auch den Ostfriesland-Wanderweg empfiehlt er. Als Jugendlicher fuhr er täglich eine Teilstrecke davon mit dem Fahrrad auf seinem Weg von Flachsmeer nach Leer zur Schule, um das Busgeld für andere Dinge zu sparen.

      Sein dritter Szenespot-Tipp ist das Limit, die Lieblingsdorfdisco in Ihrhove, in der er seinerzeit viel Popkultur kennenlernte.

      Ennos Karriere begann im zarten Alter von 3 Jahren mit musikalischer Früherziehung. Nach erfolgreichem Umfunktionieren von Blockflöten zu Drumsticks entdeckte er als 6-jähriger das Klavier für sich. Und es ist letztendlich dem holländischen Klavierlehrer zu verdanken, dass Enno heute eigene Songs schreibt, singt und spielt. Dieser hatte nämlich angeblich keine Noten für die Popsongs, die Enno aus dem Radio kannte und spielen wollte, und sich folglich alles selbst nach Gehör beibringen musste. Diesem weisen Lehrer können wir heute sehr dankbar sein!

      Nach einem kometenhaften Aufstieg als Barpianist in der Region Leer-Papenburg bekam Enno von der evangelischen Kirche eine Ausbildung zum D-Organisten finanziert. So kam es, dass er sich nach durchtanzten Nächten praktisch direkt vom Limit aus sonntags morgens in die Kirche begab, um dort in gemächlichem Tempo die Gemeindegesänge zu begleiten.

      Von den Predigten ist nicht viel hängengeblieben: „Meine Religion ist die Kultur“, sagt er und stellt folgerichtig fest, dass gesellschaftlich ein großer Teil an solidarischer Empathie verloren geht, wenn kein Kulturleben stattfindet. Auch deshalb ist Enno heute noch dankbar für die prägenden Jahre und die Förderung durch die Kirche in Ostfriesland. Und dafür, dass sie auf dem Dorf auch einen Ort für Kultur bietet.

      Natürlich beantwortet Enno auch die Frage, was er mit dem Thema Freiheit verbindet und wie er seinen Auftrag als Künstler versteht.

      Dazu sagt er ganz klar, dass wir den Klimawandel noch ernster nehmen müssen, wenn wir die Freiheit - vor allem geografisch - behalten wollen. Denn wenn es so weitergeht wie bisher, dann wird es Ostfriesland in 100 Jahren nicht mehr geben, weil alles unter Wasser steht.

      Das Glück kann man also nicht festhalten, aber formen, wenn man es wahrnimmt. Und „wir können was dafür, wenn wir nichts dagegen tun“ (Zitat aus Ennos Song „Wo bleiben die Beschwerden?“)

      In diesem Interview erfährst du außerdem

      • dass Enno auf einem kleinen familienbetriebenen Bauernhof aufwuchs
      • und warum er heute überzeugter Vegetarier ist
      • wo genau der Eichenbaum steht, an dem Enno das Bremsen mit dem Fahrrad gelernt hat
      • dass sogar eine Straße nach seiner Familie benannt wurde,
      • dass Enno und Sabine beide mit 16 Jahren bei demselben Kirchenkreiskantor die D-Prüfung für Kirchenmusik gemacht haben
      • was er an Hannes Flesner schätzt (und was nicht!)
      • wie zwei Freunde den Mut hatten, gemeinsam mit Enno auszuprobieren, von der Musik zu leben
      • dass sie gemeinsam 2010 bei „Inas Nacht“ aufgetreten sind
      • warum er in der Schule manchmal „Enno-Penno“ genannt wurde
      • dass er sich auch selbst Ostfriesenwitze ausdenkt
      • was der Name Enno Bunger bedeutet
      • wie Enno klingt, wenn er Plattdeutsch spricht oder andere Ostfriesen imitiert
      • warum es sein könnte, dass Enno demnächst die Zeile „Ich glaub, ich dreh mich im Kreis“ in seine Konzert einbauen wird (Bachelor-Insider…)
      • LINKS:

        Homepage Enno Bunger
        Plattform Micdrops
        Ostfriesland Wanderweg
        Lieblingsdorfdisco Limit, Ihrhove

        1 hr 1 min
      • #8 Ostfriesentratsch
        zu Gast: Theresa Meyer & Rieke Jelten

        Ostfriesentratsch!

        Hast Du schon gehört? Das gibt’s ja wohl nicht!

        Ein junges, dynamisches Instagramprofil interpretiert das Tratschen auf höchst sympathische Weise neu. Das Verbreiten von Neuigkeiten ist nämlich denen, über die „getratscht“ wird, ausschließlich dienlich, anstatt ihnen zu schaden.

        „Ostfriesentratsch“ wurde im April 2020 von den beiden sympathischen Studentinnen Theresa Meyer und Rieke Jelting gegründet. Hier wollen sie vor allem jungen Leuten Ostfriesland näher bringen und zeigen, dass die Region mehr zu bieten hat, als man denkt.

        Die Idee entstand in der klausurfreien Zeit kurz vor der Pandemie. Aus der Großstadt Hannover kannten Theresa und Rieke bereits Plattformen, über die junge Leute am Wochenende Tipps für Unternehmungen und Veranstaltungen bekommen. Als die beiden mal wieder in Ostfriesland waren, stellten sie fest, dass es solch eine Plattform für Ostfriesland nicht gab. Also entschlossen sie kurzerhand, diese einfach selbst ins Leben zu rufen.

        Dass dahinter viel Zeit steckt, erzählen die beiden: es müssen Fotos gemacht werden, Informationen zusammengestellt und vieles mehr. Aber sie bekommen mittlerweile auch Tipps zugespielt. Denn es hat sich mittlerweile eine Community im Internet gebildet, die auf der Plattform einen Raum zur aktiven Beteiligung bekommt. Innerhalb kurzer Zeit baute sich auf „Ostfriesentratsch“ eine große Followerzahl mit mittlerweile ca. 2250 Personen auf. Und dafür war sicherlich nicht nur ein Bericht auf der Titelseite der Ostfriesenzeitung verantwortlich. Auch die Unterstützung aus dem Familien- und Bekanntenkreis sowie auf der Plattform selbst, zeigt, dass die beiden eine echte Marktlücke geschlossen haben.

        Mit ihren Beiträgen gehen Theresa und Rieke sehr gewissenhaft und stets in ausführlicher Absprache vor, damit die Inhalte, die sie bieten, auch wirklich Hand und Fuß haben und Sinn machen.

        Kennengelernt haben sich Theresa und Rieke im Oktober 2018 in der ersten Woche ihres Studiums in Hannover. Die beiden studieren Wirtschaftswissenschaften an der Leibniz-Universität und haben ihren Bachelor sozusagen frisch in der Tasche. Auch wenn sie noch nicht wissen, wohin ihre Wege gehen werden, wollen sie „Ostfriesentratsch“ weiter ausbauen und am Leben erhalten. Unbedingt!

        Warum Ostfriesland?

        Obwohl Theresa aus dem Emsland stammt, haben die beiden sich dafür entschieden, sich auf die Region Ostfriesland zu fokussieren. Sie beide lieben die Landschaft und die Sprache der Region und dass dort Zeremonien, wie die Teezeit, gehegt und gepflegt werden.

        Aber hört selbst, was die beiden noch so alles über Ostfriesland und die ostfriesische Lebensart zu erzählen haben!

        Erwähnungen in der Folge:

        Instagramprofil „Ostfriesentratsch“

        Moormerland

        Emsländischer Heimatbund

        ​
        Uphuser Meer (Theresas Szenespot-Tipp)

        Die wunderschöne Altstadt von Leer (Riekes Szenespot-Tipp Nr. 1)

        ​
        Der Pilsumer Leuchtturm (Riekes Szenespot-Tipp Nr. 2)

        51 min
      • #7 Ostfrieslands Wikipedianer
        zu Gast: Matthias Süßen

        ​Wenn man in der Wikipedia etwas über Ostfriesland liest, kann man davon ausgehen, dass dieser Artikel von Matthias Süßen geschrieben, oder zumindest von ihm bearbeitet wurde.

        Der aus dem Südbrookmerland stammende Journalist macht unter anderem Dokumentationen für das Fernsehen und gibt sein Wissen an Nachwuchs-Journalist*innen weiter. Seit 15 Jahren ist er bei der Wikipedia aktiv und hat mittlerweile bereits 681 Artikel verfasst. An über weiteren 3000 Artikeln ist er inhaltlich beteiligt. Dafür bekommt er keinen Cent, sondern macht das aus Spaß an der Freude. Er nennt es "Ehrenamt" und finanziert alles, was er dafür braucht, selbst - von der Foto-Ausrüstung bis zur Literatur, mit deren Hilfe er für seine Artikel recherchiert.

        Seine Themen rund um Ostfriesland sind Geschichte, Archäologie, Architektur, Ortsartikel, Kirchen, Küche und Kultur. Das jüngste Projekt wurde durch die Kölner Wiki-Community angeregt: Bis zum internationalen Frauentag sollten möglichst viele Frauenbiografien in die Wikipedia gestellt werden und Matthias hat dafür über Frauen recherchiert, die in irgendeiner Form mit Ostfriesland verbunden sind. In knapp drei Monaten verfasste er 56 Artikel. Darunter sind Frauen, denen etwas Schreckliches passiert ist, wie zB die "Malle Geertje", Geertje Tjarks Haan, die auf Borkum 42 Jahre lang unbekleidet in einem Armenhaus angekettet lebte. Aber auch Geschichten von Frauen, die Besonderes geleistet oder bewirkt haben, wurden von Matthias für die große Öffentlichkeit in Worte gefasst. Bei der komplizierten Recherche hat auch das Buch "Freie Friesentöchter" von Klaas Dieter Voß geholfen.

        Startschuss für seine Tätigkeit bei der Wikipedia war die Suche nach dem Brokmerbrief. Dabei merkte er schnell, dass er bei der Recherche selbst am meisten lernt und hörte fortan nicht mehr auf zu schreiben. Am Erstellen von Beiträgen über Ostfriesland begeistert ihn besonders, dass er vieles neu entdecken und die Region nacherleben kann. Er beweist damit, dass über diese sehr ländlich geprägte Region viele spannende Dinge zu berichten sind. Und durch seine Artikel können nun viele Menschen Ostfriesland mit anderen Augen sehen.

        Die meisten Wikipedia-Artikel werden im Kollektiv geschrieben. Matthias schätzt die lebendige und aufmerksame Zusammenarbeit in diesem Netzwerk. Durch dieses Netzwerk wurden ihm schon Reisen zu Wikimania-Tagungen nach London, Hongkong, Italien und Armenien ermöglicht. Lernen macht also mehr als schlau ;-)

        Matthias fotografiert auch für die Wikimedia. Dort findet man bezaubernde, von ihm fotografierte Motive aus Ostfriesland: Landschaften, Gebäude und natürlich Kirchen. Über die Nutzungsrechte klärt er im Podcast sehr verständlich auf.

        In diesem Interview habe ich erfahren, dass es sogar die Plattdeutsche Wikipedia gibt, die immerhin über 82.000 Artikel verfügt. Dass der Artikel über Ostfriesland wesentlich länger ist als der Artikel über Deutschland, ist nur ein amüsantes Detail. Durch viele historische Texte, sowie auch durch Artikel über Dinge des heutigen Alltags wird die plattdeutsche Sprache in dieser Plattform lebendig gehalten.

        Matthias hat als Kind zunächst nur Plattdeutsch gesprochen und seine Lieblingsausdrücke sind die Tiernamen, wie zum Beispiel "Mieghamel" (Ameise). Natürlich haben wir auch darüber gesprochen, warum sie so heißt.

        Sehenswerte Szenespots sind für Matthias das Kloster Ihlow und das Rheiderland. In dieser abgeschiedenen Gegend gibt es die Häuptlingsburg "Steinhaus in Bunderhee" und der auf Stelzen stehende Kiekkaaste, von dem aus man wunderbar die Vogelwelt beobachten kann.

        Typisch ostfriesisch sind für den regen Wikipedianer die ruhige und gelassene Grundhaltung in Ostfriesland und natürlich der Tee! Den braucht man auch, wenn man ein so abwechslungsreiches Leben hat.

        Weitere Erwähnungen in der Podcastfolge:

        Wikipedia Seite über Matthias Süßen

        Wikimedia Fotoseite von Matthias Süßen

        Virtueller Treffpunkt ostfriesischer Wikipedianer

        Lizenzhinweisgenerator für die Verwendung von Wikipedia-Bildern

        Portal Ostfrieslands mit wichtigen Artikeln zum Einstieg ins Thema

        Bilder zu und aus Ostfriesland

        Die Plattdeutsche Wikipedia

        1 hr 5 min
      • #6 Sie kümmert sich im Bundestag um Ostfriesland
        zu Gast: Gitta Connemann

        Gitta Connemann

        Sie wuchs in Holtland im Landkreis Leer auf einem Hof auf. Heute lebt sie mit ihrem Ehemann in Hesel in einer Försterei.

        Wie die politische Laufbahn der studierten Juristin beim Samtgemeinderat in Hesel startete und sie schließlich in den Bundestag in Berlin führte, erzählt sie in dieser Podcastfolge.

        Doch so zielgerichtet dieser Weg auch scheint, begann er nach dem Abitur zunächst mit einer Krise. Erst eine Lehre zur Schuhfachverkäuferin öffnete ihr die Augen, sodass sie schließlich im Meer der tausend Möglichkeiten ihren Weg sehen konnte.

        Gitta Connemann ist eine moderne Frau und transparente Politikerin, die mit #siekümmertsich einen sehr zeitgemäßen Internetauftritt pflegt. Sie stellt einen hohen Anspruch an sich selbst, der zugleich eine Zusage an die Menschen ist, für die sie sich mit großem Engagement verpflichtet hat.

        In dieser Folge erzählt sie davon, wie sie sich in ihren Fachbereichen Landwirtschaft und Ernährung sowie Kultur einbringt und welche Bedeutung insbesondere die friesische Kultur für sie hat. Sie bezeichnet sich selbst, die zusammen mit zwei Brüdern auf dem elterlichen Hof aufgewachsen ist, als „Bauernkind im wahrsten Sinne des Wortes“. Früh hat sie in ihrer Familie gelernt, wie hilfreich es ist, wenn man zusammen an einem Strang zieht, wenn jeder mithilft und gefordert ist. Dabei war ihr Elternhaus geprägt von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung. Dort erfuhr sie mentale und emotionale Unterstützung, denn ihre Eltern haben immer an die Talente ihrer Tochter geglaubt und sie voll unterstützt.

        Gitta Connemann, die auch Mitglied im „Beratenden Ausschuss für Fragen der friesischen Volksgruppe beim Bundesministerium des Innern“ ist, setzt sich dafür ein, dass die Menschen in den Genuss jener Freiheit kommen können, die in Deutschland fast schon als zu selbstverständlich betrachtet wird. Denn für viele Menschen aus allen möglichen Glaubens- und Himmelsrichtungen ist das Leben in dieser Welt alles andere als frei. Dass die in Deutschland latent anwesende Hasskultur sogar wieder Einzug in den Bundestag gehalten hat, will die bekennende Christin nicht hinnehmen und kämpft deshalb aus vollem Herzen gegen Antisemitismus und Fremdenhass, indem sie sich gegen das Schweigen entschieden hat und sich für eine Erinnerungskultur stark macht.

        Eine Politikerin, die die Weite Ostfrieslands, der „schönsten Gegend der Welt“, in ihrem Herzen trägt. Ganz „typisch ostfriesisch“ eben!

        In dieser Folge erfährt man außerdem,

        welche Vor- und Nachteile es hat, in Ostfriesland zu leben,

        wie Gitta Connemann ihre frühere Grundschule vor dem Umbau zu einer Leichenhalle bewahren wollte und dadurch zur Politikerin wurde,
        dass Ditzum der schönste Fischerort ist,
        warum Ostfrieslands Land und Leute bei Filmregisseuren beliebt ist,
        dass die ostfriesische Bundestagsabgeordnete ein bemitleidenswertes Plattdeutsch (dafür aber fließend Niederländisch) spricht,
        dass man im Deutschen Bundestag munter auf Platt schimpfen kann, weil der stenografische Dienst es nicht versteht,
        wie wichtig es ist, die plattdeutsche Sprache am Leben zu erhalten und auch junge Menschen darin zu bestärken,
        dass die friesische Kultur viel mehr ist als Witze und Otto!

        Erwähnungen in der Podcastfolge:

        Internetauftritte von Gitta Connemann:

        https://gitta-connemann.de
        https://www.instagram.com/gittaconnemann/
        https://www.facebook.com/GittaConnemann/

        Heseler Wald:

        https://www.ostfriesland.travel/sehenswuerdigkeiten/sehenswuerdigkeit/walderlebnis-im-heseler-wald-hesel

        Ditzum:

        https://www.in-ditzum.de/index.php

        Beratender Ausschuss für Fragen der friesischen Volksgruppe beim Bundesministerium des Innern:

        https://www.minderheitensekretariat.de/grundlagen/politische-gremien-fuer-minderheitenfragen

        1 hr 7 min

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