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Früher war es in Ostfriesland Tradition, im eigenen Garten Saatgut zu gewinnen und damit neue Pflanzen anzubauen. Reinhard Lühring hat diese Tradition zu seinem Beruf gemacht. Indem er sich auf die Suche machte und "aus warmer Hand" in der Region Saatgut sammelte, entdeckte er etwa 30 alte Grünkohl-Sorten und sichert nun ihre Existenz sowie die von anderen typisch ostfriesischen Gemüsesorten in seinem Gemüseanbaubetrieb. Reinhard ist voller Wertschätzung für dieses alte Wissen und gibt es an andere weiter. Gleichgesinnte fand er in der Organisation "Dreschflegel". Dort kann man Seminare belegen und natürlich Saatgut bestellen. Vielleicht bekommst Du beim Anhören der Profitipps am Ende dieser Folge sogar selbst Lust, in einem kleinen Kasten eigenen Gemüse anzubauen! Das geht sogar in der Stadt auf deinem kleinen Balkon!
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Auf einem Tretboot auf dem Ottermeer in Wiesmoor sprach ich mit Uwe Janssen über typisch ostfriesische Namen, über sein Wirken als Autor (Watt is weniger als Meer), als Redakteur bei der größten Zeitung im Dorf Hannover (HAZ) und als Kabarettist, z.B. mit Janssen & Grimm oder Salon Herbert Royal sowie über unseren ostfriesischen Abend am 16.11.2023 mit dem Titel "Tee för Twee" im TAK, der Kabarettbühne Theater Am Küchengarten in Hannover. Am Ende waren wir ganz schön PLATT - und pünktlich fertig ! 🤓
Uwe Janssen bei Instagram
Bettina Göschl schreibt Kinderlieder, -bücher und -musicals. Wir sprechen über ihren Weg von dem Beruf der Erzieherin und Heilpädagogin zur Künstlerin und darüber, wie eng diese Bereiche miteinander verbunden sind. Sie verrät außerdem, wie sie ihren Ehemann Klaus Peter Wolf, den Autoren der Ostfriesenkrimis, in einer Selbsthilfegruppe kennenlernte und gibt Einblicke über das Zusammenwirken der beiden als Künstler und Menschen.
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Holger Bloem war über 10 Jahre Chefredakteur des Ostfriesland Magazins. Wir sprechen darüber, was ihn zum Journalismus und zur Fotografie gebracht hat. Im Mittelpunkt steht seine große Leidenschaft, die Schönheit der Region Ostfriesland in Szene zu setzen. Wie wegweisend dabei die Schule für ihn war und warum Otto Waalkes "Tant Inge" zu Holgers Mutter sagt, darüber reden wir in diesem Interview. Dabei geht es auch um einen wichtigen Journalisten-Preis … und skurrile Katzenvideos 🙀
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Tradition auf höchstem Niveau
Im Café Ten Cate in Norden wird das traditionelle Konditoreihandwerk auf höchstem Niveau gepflegt. Drei Generationen Konditormeister, bestehend aus Jörg Tapper (dem aktuellen Inhaber), seinem Vater Jürgen Tapper und seinem Sohn Christian Tapper, zeigen den starken Teamgeist und die Hingabe zur Handwerkskunst in diesem Familienunternehmen.
Die Geschichte des Café Ten Cate
Im Jahr 1878 wurde das Café ten Cate als reines Café-Geschäft eröffnet und im Laufe der Zeit wurden Konditorei und Schokoladenmanufaktur integriert. Die Tappers sind leidenschaftliche Konditoren und Confiseure, die ihr Unternehmen kontinuierlich weiterentwickeln.
Innovation und Tradition
Christian Tapper hat Betriebswirtschaft studiert und Innovationen wie den Online-Shop eingeführt, der während der Corona-Pandemie eine entscheidende Rolle beim Überleben des Betriebs spielte. Trotz moderner Entwicklungen wird das Fachwissen und die Geheimrezepte der Familie in Büchern dokumentiert und weiterentwickelt. Doch die gegenseitige Wertschätzung der Generationen ist sicherlich eines der wesentlichen Erfolgsrezepte!
Höchste Qualität durch Liebe zum Detail
Die Tappers legen großen Wert auf Qualität, verfeinern ihre Produkte bis ins kleinste Detail und können sie selbst täglich mit Genuss genießen. Wir sprechen über Bestandteile, Herstellung und Geschmack von Schokolade und Marzipan. Wusstest Du zum Beispiel, dass der berühmte Ubbo-Heide-Seehund eine Weiterentwicklung der früheren Norderney-, Juist- und Baltrum-Seehunde ist? Geschmacklich sind sie so außergewöhnlich gut, dass Ubbo Heide-Schauspieler Kai Mertens, der eigentlich kein Marzipan mag, das Essen derselben im Film wirklich genießen konnte.
Klaus Peter Wolf und das Café ten Cate
Durch den „Einzug“ von Klaus Peter Wolf hat sich im Café einiges verändert, nicht nur, dass Jürgen Tapper dafür seinen wohlverdienten Ruhestand verschieben musste, damit die vermehrte Produktion der Seehunde gesichert werden konnte. Das Café ist für viele Touristen untrennbar mit Klaus Peter Wolf und Bettina Göschl verbunden. Die Herzlichkeit der beiden ergibt eine wunderbare Wechselwirkung mit der Atmosphäre dort.
Die wiederum ist allerdings maßgeblich durch die gegenseitige Wertschätzung der Generationen innerhalb des Familienunternehmens geprägt. In diesem Sinne wurde auch das Ursprüngliche des Volldenkmalhauses bei jüngsten Umbauarbeiten wieder sichtbar gemacht.
Plattdeutsch und ostfriesische Traditionen
Im Hause Tapper wird Platt gesprochen, was wir am Ende der Folge auch tun. Denn zum Glück wurde nicht nur die Liebe zum Beruf, sondern auch die Sprache an die nächste Generation weitergegeben.
Die Weitergabe von Wissen wird auch im Betrieb großgeschrieben. Die Auszubildenden bekommen an Fachwissen deutlich mehr mit als das, was „vorgeschrieben“ ist. Neben dem Austauschprogramm gehört zum Beispiel auch das Fachwissen über die „typisch ostfriesische“ Teezeremonie dazu, die man sich im Café ten Cate kredenzen lassen kann.
Und wer es nicht einrichten kann, sich direkt und selbst ein Bild von dem Café zu machen, kann einfach im Onlineshop die hochwertigen Konditorei-Produkte bestellen.
Beter geiht nich!
Rote Hosenträger, rote Piratenmütze, Hemd und Jeans. Sieht so der "typische" Ostfriese aus? Wohl kaum. Allerdings wissen eingefleischte Fans - und davon gibt es sehr viele - bei dieser Beschreibung sofort, wer gemeint ist: Klaus Peter Wolf, Erfinder und emsiger Autor der berühmten Ostfriesen-Krimi-Serie.
Es sei zu erkennen, an wem er gerade schreibt, behauptet Jörg Tapper, Inhaber vom Café ten Cate. Dort begann Klaus Peter Wolf - damals war das noch möglich, da ihn in Norden kaum jemand kannte - damit, seine Ostfriesen Krimis zu schreiben.
Genau dort trafen wir uns auch für dieses Interview. Und kaum hatten wir die Mikrofone an die Seite gelegt, kamen glückliche Fans zu uns an den Tisch und Klaus Peter Wolf nahm sich für jede einzelne Person mit solch einer Herzlichkeit und Zugewandtheit Zeit, dass er spätestens ab da mein ostfriesisches Herz von sich überzeugt hatte.
Eigentlich war er zusammen mit seiner Frau Bettina Göschl nach Norden gezogen, um in abgeschiedener Ruhe zu leben. Doch er hätte nicht auf dem Deich spazieren gehen dürfen … denn plötzlich sah er sie vor sich: die Kulisse, vor der sich seine eigentlich für die Großstadt visionierte Krimi-Reihe abspielen muss. Man gut, dass Norden keine Großstadt ist und Hamburg weit genug weg. Ich wage aber zu behaupten, dass ein Leben in Abgeschiedenheit für diesen geselligen Menschen nicht das Richtige gewesen wäre.
Vööl Pläseer beim Anhören dieses Gesprächs!
Homepage von Klaus Peter Wolf
Silke und Niels Plaisir haben ein Gebäude in der 1. Südwieke in Westrhauderfehn gekauft, das seit 2017 leer stand, und dort einen besonderen Ort geschaffen: den ANKERPLATZ.
1886 wurde das Haus als "Königliche Preußische Navigationsschule" errichtet, 1919 von der Gemeinde Rhauderfehn gekauft, welche im Laufe der Zeit darin eine höhere Privatschule, eine Mittel- bzw. Realschule und schließlich eine Förderschule betrieben hat.
Silke und Niels kauften der Gemeinde das Ortsbild prägende Gebäude ab, nachdem es seit 2017 leer stand und richteten darin nach gründlicher Renovierung den sehr stilvollen ANKERPLATZ ein. Seit neuestem ist das Restaurant eröffnet, Hotelzimmer sind noch in Vorbereitung.
Dass sie die Räumlichkeiten mit dem Geist der Verbundenheit durchfluten, zeigt sich nicht nur daran, dass der Ankerplatz am Pfingstsonntag 2023 eine feierliche Segnung durch den Superintendenten Pastor Thomas Kersten empfing. Silke und Niels ist viel daran gelegen, einen Ort zu schaffen, "an dem man Sicherheit und Halt findet.“, einen ANKERPLATZ eben.
Da passt es auch, dass die beiden vollkommen selbstlos Menschen helfen, welche in Not sind und Hilfe brauchen. Das weiß ich aber nur aus Erzählungen anderer. Silke und Niels wollen das im Interview nicht zum Thema machen. Ihr Motto: "Tue Gutes und rede nicht darüber."
Wer Gutes tut, erzeugt Freude. Der Name "Plaisir" ist also Programm, hat französische Wurzeln und bedeutet im Ostfriesischen genauso wie in Frankreich in etwa "Vergnügen".
Tja, und was ist nun ganz "typisch ostfriesisch?" Mit Silke, die aus dem Münsterland stammt, kann ich Platt sprechen, doch der Ostfriese Niels tut sich damit eher schwer. Vielleicht liegt das an seinem Beruf. Während er im Ankerplatz nach eigenen Angaben nur "Praktikant" ist, liegen seine Kern-Kompetenzen nämlich ganz klar in seiner Anwalts- und Steuerkanzlei. Da muss man natürlich korrekt sein! Silke, die Fremdsprachenkorrespondentin ist und Soziologie, Psychologie sowie Kulturwissenschaften studiert hat, ist dagegen die Unternehmerin, die sowohl den Ankerplatz als auch die Ferienwohnungen "Fehnferien" betreibt. Die Anlagen für den Beruf als "Wirtin" hat Silke von ihren Großeltern geerbt.
Ich freue mich sehr auf das Konzert am 10. Juni 2023 und spiele dort mit meinem lieben Kollegen Hauke Krone (Bass & Beats) das Programm "SANGEN - Plattdeutsch. Poetisch. Pop."
**Otto Groote - ein wahrhaft toller Mensch und Musiker!
Er ist im gleichen Jahr geboren wie mein zweitältester Bruder, und wenn man so etwas tun könnte, würde ich mir Otto als meinen musikalischen Bruder aussuchen. Er fing ähnlich wie ich erst im späteren Alter an, plattdeutsche Musik zu machen und hat einen ähnlichen Anspruch an seine Musik: Sie muss wahrhaftig sein! "Ich drück die so durch mein Herz", sagt er über die Vertonung von Texten oder Aneignung von Coversongs, und ich hätte keinen besseren Ausdruck finden können, um diesen Prozess zu beschreiben.
Wie sehr Otto mit Ostfriesland verwurzelt ist, obwohl seine Kindheit als Sohn und Enkel von Moorarbeitern alles andere als idyllisch war, zeigt sich spätestens dann, wenn er anfängt Plattdeutsch zu sprechen - erst recht, wenn er anfängt zu singen.
Im Unterschied zu mir ist Otto mit Plattdeutsch als Muttersprache aufgewachsen. Er hat erst Hochdeutsch gelernt, als er in die Schule kam, was damals eine sehr große Herausforderung für ihn darstellte - wie auch für viele andere.
Das Gespräch führt uns weiterhin durch unsere Herausforderungen als Musiker, wir reden außerdem über unsere gemeinsame Verbindung zu dem kleinen Ort Langholt, über Religion, über ein geschichtlich familiäres Musik-Theaterstück, das Otto zusammen mit dem niederländischen Liedermacher Bert Hadders geschrieben hat (ihre beiden Großväter wurden in nur 10 km Entfernung voneinander geboren) und wir reden über mein zum Zeitpunkt des Interviews bevorstehendes Konzert, organisiert vom Verein für Kunst und Kultur in Ostfriesland. Dieses Konzert in Potshausen (in OSTrhauderfehn) ist sozusagen der "Aufhänger" für dieses Interview.
Und hier kommen die angekündigten Links zu den Internetseiten:
Otto Groote
Folgenwebseite
Zwei Männer und zwei Dackel in einem restaurierten mittelalterlichen Steinhaus zu Nesse in Ostfriesland. Das sind die Eckpunkte des Lebens, welches Kai Nilson und sein Mann Franz Scheid seit April 2022 führen.
Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg dorthin ist die ostfriesische Insel Spiekeroog. Dort war Kai einige Jahre als Architekt tätig und brauchte irgendwann einen „Stützpunkt“ in Ostfriesland, um den langen Weg von seinem damaligen Wohnort Köln zur Insel verkürzen zu können. Er fand ein altes Landarbeiterhaus in Nesse, das eigentlich nur als Zwischenstation dienen sollte und schließlich das Interesse des Denkmalpflegers weckte. Er erkannte den Wert des Hauses - auch für das Ortsbild von Nesse - und restaurierte es. Weitere Häuser kamen dazu. Die nach historischem Vorbild wiederhergestellten und dennoch modern ausgestatteten Landarbeiterhäuser wurden Feriendomizile und locken nun auch Touristen in das kleine Dorf, dessen Geschichte sich mindestens bis ins Mittelalter zurückverfolgen lässt. Man begriff im Ort: Hier ist jemand am Werk, der mit viel Liebe für alte Gemäuer und deren Geschichte zum Erhalt ostfriesischer Baukultur beiträgt und gleichzeitig moderne Lebensräume schafft.
Man schlug ihm vor, das mittelalterliche Steinhaus zu Nesse zu kaufen und für dessen Erhalt zu sorgen, und damit wurde für Kai und Franz klar: Wir haben ein neues Zuhause gefunden und ziehen jetzt ganz nach Ostfriesland!
Das Steinhaus, das auch Thema in der NDR Sendung „Nord Story. Wir retten unser altes Haus - Von Gulfhöfen, Kapitänshäusern und Burgen“ vom 20. Januar 2023 ist, hat eine sehr bewegende Geschichte. Davon erzählt Kai in dieser Podcastfolge und ich konnte ihm noch viele weitere, äußerst interessante Hintergründe zu typisch ostfriesischen Bauwerken entlocken. Wie sich die Gegensätze zwischen Wohlstand der adligen Häuptlinge und Gelehrten einerseits und der großen Armut der Kolonisten und Landarbeiter in Ostfriesland andererseits in Wohnraum und Sprache niederschlugen, besprechen wir genauso wie einen Teil von Kais Familiengeschichte, deren Wurzeln in - natürlich - Ostfriesland sind!
Am 03. und 04. Februar 2023 wird das Steinhaus erstmals seit dem Einzug von Kai und Franz zu einem Konzertraum. Ich hatte die Idee, die beiden nach der Möglichkeit eines Wohnzimmerkonzerts zu fragen - und sie stimmten zu meiner Freude begeistert zu!
Eigentlich sollte diese Podcastfolge auch als Werbung dafür dienen. Doch die beiden Abende, an denen ich unter anderem meine plattdeutschen "Sangen" spielen werde, waren binnen 48 Stunden nach Bekanntgabe restlos ausverkauft. Das Podcast-Interview haben wir nun trotzdem geführt, und darüber bin ich ganz schön froh.
Links:
Ferienhaus-Seite Ostfriesland Pur
Sabine Hermann bei Spotify
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Sabine Hermann, Homepage
Zur Folgenwebseite mit Informationen und weiterführenden Links:
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Ik frei mi up Di!
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