Übers Ohr: Sehen im Alter - eine Inforeihe

Übers Ohr: Sehen im Alter - eine Inforeihe

By DBSV – Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. Projekt "Sehen im Alter"MedicineHealth & FitnessMental Health
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Übers Ohr: Sehen im Alter - eine Inforeihe episodes

  • Mitreden. Mitgestalten. Etwas bewegen – auch mit Sehverlust
    „In meinem Alter kann ich doch ohnehin nichts mehr verändern.“ Stimmt das wirklich? Und wie kann ein älterer Mensch mit Sehbehinderung oder Sehverlust Einfluss darauf nehmen, was vor der eigenen Haustür, im Stadtteil oder in der Kommune geschieht?

    Zu Gast:

    Merle Schmidt und Clara Lenkeit
    Gastgeber:
    Thomas Golka und Emanuel Stadler,
    Mitglieder der Fokusgruppe Sehen im Alter (SiA)
    Regie / Technik:
    Markus Georg, Projekt Sehen im Alter (SiA)
    Diesen Podcast organisiert der DBSV mit Förderung aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Hintergründe zum Partizipationsprojekt unter:
    www.sehenimalter.org/teilhabe-ermoeglichen
    Rückkanal: [email protected]
    Aufnahmetermin: 11.09.2026, 10:30 Uhr
    Veröffentlichungstermin: 20.09.2026
    Inhalt
    „In meinem Alter kann ich doch ohnehin nichts mehr verändern.“ Stimmt das wirklich? Und wie kann ein älterer Mensch mit Sehbehinderung oder Sehverlust Einfluss darauf nehmen, was vor der eigenen Haustür, im Stadtteil oder in der Kommune geschieht?
    Darüber sprechen Thomas Golka und Emanuel Stadler mit Merle Schmidt und Clara Lenkeit. Beide beschäftigen sich beruflich intensiv mit der politischen Beteiligung von Menschen mit Behinderungen.
    Merle Schmidt arbeitet im Büro der Beauftragten der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen. Dort ist die Stärkung der Beteiligungsrechte von Menschen mit Behinderungen ein wichtiges Arbeitsfeld. Die bei der Landesbeauftragten angesiedelte Koordinierungsstelle nach dem Inklusionsgrundsätzegesetz unterstützt beispielsweise Organisationen und Verbände dabei, ihre gesetzlich verankerten Beteiligungsrechte wahrzunehmen und sich in politische Vorhaben einzubringen.
    Clara Lenkeit ist wissenschaftliche Referentin bei der LAG SELBSTHILFE NRW und arbeitet im Projekt „In Zukunft inklusiv. Mit politischer Partizipation zum Kreis für alle.“ Das Projekt beschäftigt sich ganz praktisch damit, wie inklusive Beteiligungsstrukturen auf kommunaler Ebene aufgebaut, gestärkt und dauerhaft verankert werden können. Gemeinsam mit Kreisen in Nordrhein-Westfalen wurden dazu Erfahrungen gesammelt und Materialien entwickelt, beispielsweise zur Arbeit von Inklusionsbeiräten und zur Verankerung ihrer Beteiligung in kommunalen Satzungen.
    Damit treffen in dieser Folge zwei Perspektiven aufeinander: die behindertenpolitische Beteiligung auf Landesebene und die konkrete Gestaltung von Mitwirkungsmöglichkeiten in Städten, Gemeinden und Kreisen.
    Im Mittelpunkt steht die Frage, wie politische und gesellschaftliche Teilhabe ganz praktisch gelingen kann – auch dann, wenn man sich bisher noch nie politisch engagiert hat.
    Denn politische Teilhabe beginnt nicht erst mit einer Parteimitgliedschaft oder einem politischen Amt. Wer auf Barrieren aufmerksam macht, Verbesserungsvorschläge einbringt, sich an einen Behindertenbeirat oder eine Seniorenvertretung wendet oder gemeinsam mit anderen Betroffenen für Veränderungen eintritt, gestaltet das Leben in seiner Kommune mit.
    Im Gespräch geht es deshalb darum, warum die persönlichen Erfahrungen von Menschen mit Sehbehinderung für Politik und Verwaltung wichtig sind. Wer selbst erlebt, dass Sitzungsunterlagen nicht barrierefrei zugänglich sind, digitale Beteiligungsverfahren nicht funktionieren oder Wege, Gebäude und Verkehrsmittel Hindernisse bereithalten, verfügt über Erfahrungswissen, das für politische und kommunale Entscheidungen wichtig sein kann.
    Doch Engagement kann nicht nur die Kommune verändern. Die Gäste sprechen auch darüber, was politische und gesellschaftliche Beteiligung für die Engagierten selbst bedeuten kann: Selbstwirksamkeit erleben, neue Kontakte knüpfen, Gemeinschaft erfahren und merken, dass die eigene Erfahrung gefragt ist und etwas bewirken kann.
    Gleichzeitig gibt es Hürden. Gerade ältere Menschen mit Sehverlust können beispielsweise durch eingeschränkte Mobilität, nicht barrierefreie Informationen und digitale Angebote oder fehlende Unterstützung von einer Beteiligung abgehalten werden. Die Folge fragt deshalb auch: Was müssen Kommunen tun, damit Mitwirkung tatsächlich möglich und barrierefrei ist? Und welche Rolle spielen dabei Behindertenbeiräte, Seniorenvertretungen, Selbsthilfeorganisationen, Verwaltung und Kommunalpolitik?
    Dabei geht es auch um die Strukturen hinter guter Beteiligung. Wann werden Menschen mit Behinderungen tatsächlich an Entscheidungen beteiligt – und wann werden sie lediglich informiert oder angehört? Welche Bedeutung haben verbindliche Regelungen und kommunale Satzungen?
    Vor allem aber wird es praktisch: Was kann ich tun, wenn ich 75 Jahre alt bin, nur noch wenig sehe und mich bisher noch nie politisch engagiert habe? Wo finde ich Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner? Muss ich allein aktiv werden oder ist es sinnvoller, sich mit anderen zusammenzutun? Wie finde ich eine Form des Engagements, die zu meinen Kräften und Möglichkeiten passt? Und was mache ich, wenn mein Anliegen zunächst nicht gehört wird?
    Eine Folge über politische Teilhabe, Barrierefreiheit und Selbstwirksamkeit – und darüber, warum es sich auch im höheren Alter lohnt, die eigenen Erfahrungen einzubringen, mitzureden und mitzugestalten.
    Nachschlag zu unserem heutigen Gespräch:
    Weitere Informationen zum Projekt „Partizipation älterer Menschen mit Behinderungen stärken“ und zum Aktionsbündnis Sehen im Alter finden Sie unter:
    www.sehenimalter.org
    Informationen zur Arbeit der Beauftragten der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen:
    www.lbbp.nrw.de
    Informationen zur LAG SELBSTHILFE NRW und zum Projekt „In Zukunft inklusiv. Mit politischer Partizipation zum Kreis für alle.“ finden Sie unter:
    www.lag-selbsthilfe-nrw.de bzw. https://www.lag-selbsthilfe-nrw.de/material/?project=6426

    Dort stehen auch Materialien zur politischen Partizipation von Menschen mit Behinderungen zur Verfügung. Das Projekt hat unter anderem Arbeitshilfen und Informationsmaterialien entwickelt, die zeigen, wie politische Beteiligung vor Ort funktionieren und wie sie strukturell verankert werden kann.

    Hausmeisterei

    Unter Kennen Sie den schon! stellen das Podcast-Team Ihnen heute den Podcast „Sichtweisen“ des DBSV vor. Die Folge „Aktivismus neu denken: Ottmar Miles-Paul im Interview“ möchten wir passend zu unserm Thema empfehlen.

    https://sichtweisen.podigee.io/92-ottmar-miles-paul

    Im August 2026 ertönte ein Gong den Hörerinnen und Hörern im Ohr.

    Lösungen zum neuen Rätsel, zum Ende der Sommerzeit, gehen an [email protected]
    und dann - mit etwas Glück – wandert ein weiterer der begehrten Thermobecher zum Gewinner oder zur Gewinnerin.

    Unter der Anschrift [email protected] erreichen die Redaktion auch Lob, Kritik und Themenvorschläge. Über jede persönliche Weiterempfehlung, jedes Abonnement und jede positive Bewertung für den Podcast freut sich die Redaktion ebenfalls ganz besonders.

    Vielen Dank fürs Zuhören!

    57 min
  • Roben, Gesten und Blicke hörbar gemacht - Hinter den Kulissen der Live-Audiodeskription - mit Imke Baumann
    Zu Gast: Imke Baumann Leiterin vom Berliner Spielplan Audiodeskription und Live-Audiodeskriptorin aus Berlin

    Gastgeber:

    Thomas Golka und Emanuel Stadler,
    Mitglieder Fokusgruppe Sehen im Alter (SiA)

    Regie / Technik:

    Markus Georg, Projekt Sehen im Alter (SiA)
    Diesen Podcast organisiert der DBSV mit Förderung aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Hintergründe zum Partizipationsprojekt unter:
    https://www.sehenimalter.org/teilhabe-ermoeglichen

    Rückkanal: [email protected]

    Aufnahmetermin: 07.07.2026, 15:00 Uhr

    Veröffentlichungstermin: 20.08.2026

    Inhalt:

    Das Rascheln der Roben ist zu hören, die Farbe, ihren Glanz nicht zu sehen, wenn man als Mensch mit Sehbehinderung im Theater sitzt. Der Arie kann man lauschen, die ausladenden Gesten der Sopranistin bleiben unzugänglich. Dem Knallen der Türen und den flotten Dialogen bei einer typischen Komödie kann man folgen, die fragenden Blicke gehen ins Leere. Es sei denn, man sitzt in einer Veranstaltung mit Live-Audiodeskription, in der Roben, Gesten und Blicke hörbar gemacht werden. Genau das leistet Imke Baumann, der heutige Gast.

    Im Anschluss an das Intro beschreibt die Audiodeskriptorin Baumann das Besondere an der Live-Audiodeskription, erklärt ihre Präferenzen bei der Frage Live oder Konserve und beschreibt, wo die Gelder für diese Leistung bei Theater und Oper herkommen. Sie zeigt auf, wie sie sich mit Drehbuch, Video und auch Requisitenliste konkret vorbereitet und was aus ihrer Sicht die besonderen persönlichen Voraussetzungen sind, die ein Live-Sprecher oder eine Live-Sprecherin mitbringen muss. Und sie erklärt, wie sie mit den eigenen und den Fehlern anderer umgeht.

    Wenn Baumann eine Szene hörbar macht, hat sie Prioritäten, worauf sie ihren Blick richtet und damit das Ohr der Zuhörenden lenkt. Um das alles leisten zu können, muss sie „das Stück vorher inhalieren“ und während der Aufführung „mit den Stück mitatmen“. Denn nur eine gute Vorbereitung und „empathisches Verstehen von Stück und Schauspielern“ sichern die gewünschte Qualität und verhindert das „Übersprechen“.

    Zum Schluss drückt Host Emanuel Stadler neben seinem Dank für das spannende Gespräch auch seine Hochachtung für die akribische Vorbereitung sowie seine Bewunderung für die handwerkliche und künstlerische Leistung bei der Umsetzung einer Hör-Beschreibung im Theater aus. Ihn, und sicher nicht nur ihn, regte der Austausch zu einem zukünftigen Theaterbesuch mit Audiodeskription an.

    Hausmeisterei:

    Nachschlag zu unserem heutigen Gespräch:
    Für Berlinerinnen und Berlinbesucher zum Audio-Spielplan:
    https://blog.theaterhoeren-berlin.de/
    Die Deutsche Oper Berlin bietet ausgewählte Produktionen mit Live-Audiodeskription, Tastführung, audiodeskriptive Einführung vorab und auf Anfrage sogar „Dog sitting” für Führhunde. https://deutscheoperberlin.de/de_DE/audiodeskription-in-der-deutschen-oper#audiodeskription-allgemein
    Auf https://theateruebersetzen.de/ gibt es ine Liste zum Stöbern quer durch die Republik. Gute Bespiele gibt es auch unter
    https://theateruebersetzen.de/theater-barrierefreiheit/barrierefreiheit/einfuehrung-1#artikel-best-practice
    https://theateruebersetzen.de/theater-barrierefreiheit/audiodeskription/kontakte-best-practice-links

    Für Nordrhein-Westfalen bietet der BSVW Spielplan eine Übersicht. https://www.bsvw.org/theater.html Fachspezifische Anbieter: Agenturen für barrierefreie Events wie HörMal Audiodeskription veröffentlichen eigene Veranstaltungskalender für ganz Deutschland. https://www.hoermal-audio.org/ Das AMD Netz hat eine Übersicht zu Veranstaltungen aus dem Bereich Kultur und Sportunter: https://www.amd-netz.de/veranstaltungen

    Unter Kennen Sie den schon! stellen das Podcast-Team Ihnen heute den Podcast „offSight“ des DBSV vor, der von sich selbst sagt, er bringt junge blinde und sehbehinderte Menschen up to date. Die Episode aus dem Juli 2026 hat auch ein kulturelles Thema. Sie berichtet über die Musikwoche. Hören Sie mal rein bei:

    https://offsight.podigee.io/

    Im Juli 2026 knatterte ein Segel im Wind und dazu ächzte das Drehen an der Winch, an der Handseilwinde zum Aufziehen eines Segels, den Hörerinnen und Hörern im Ohr.

    Lösungen zum neuen Rätsel, das sich dieses Mal nicht ganz so sportlich gibt, sondern eher kulturell, gehen an [email protected]
    und dann - mit etwas Glück – wandert ein weiterer der begehrten Thermobecher zum Gewinner oder zur Gewinnerin.

    Unter der Anschrift [email protected] erreichen die Redaktion auch Lob, Kritik und Themenvorschläge. Über jede persönliche Weiterempfehlung, jedes Abonnement und jede positive Bewertung für den Podcast freut sich die Redaktion ebenfalls ganz besonders. Und vielen Dank fürs Zuhören!

    1 hr 6 min
  • Leinen los – Blind Segeln - Margaret Reinhardt lernt segeln - mit einer Sehbehinderung
    Zu Gast: Margaret Reinhardt Segelschülerin und Selbsthilfe-Aktivistin aus Kaarst in NRW

    Gastgeber:

    Thomas Golka und Emanuel Stadler,
    Mitglieder Fokusgruppe Sehen im Alter (SiA)

    Regie / Technik:

    Markus Georg, Projekt Sehen im Alter (SiA)
    Diesen Podcast organisiert der DBSV mit Förderung aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Hintergründe zum Partizipationsprojekt unter:
    https://www.sehenimalter.org/teilhabe-ermoeglichen

    Rückkanal: [email protected]

    Aufnahmetermin: 15.06.2026, 16:00 Uhr

    Veröffentlichungstermin: 20.07.2026

    Inhalt:

    Heute heißt es: Darf ich an Bord? Leinen los! Fender einziehen! Segel hissen! Das Segeln als blinder oder sehbehinderter Mensch ist das Thema und begleiten die Gastgeber Margaret Reinhardt akustisch an Bord, die als spätberufene Seglerin den Umgang mit Boot, Pinne und Segeln erlernt, auch wenn sie mit einer Sehbehinderung lebt.

    Segelschülerin Reinhardt erzählt, wie sie zum Segeln als Sport kam und wie es ihr beim ersten Versuch ging, den sie bei einem Schnupperangebot vollzog. Zunächst gab es eine gewisse Skepsis, ob sie den Einstieg bewältigen könnte und nicht über etliche Leinen stolpern würde. Doch dann erlebte sie die Natur noch einmal ganz anders und sie fühlte die sich steigende Geschwindigkeit. Später in ihrer Laufbahn als Seglerin ist es das aktive Mittun, wenn sie als Fockmeisterin das Segel bedienen kann und damit Teil der Crew ist.

    Es geht um Wind, Wasser und Wahrnehmung – Segeln ohne zu sehen und Möglichkeiten der Orientierung an Bord und auf dem Wasser. „Denn man spürt und hört“, so Reinhardt, „mehr auf dem Wasser, als man beim ersten Schnuppertraining glaubt“.

    Fragen nach Sicherheit bilden einen Schwerpunkt. Seglerschülerin Margaret lässt die Hörerinnen und Hörer an ihrem Kentertraining teilhaben und auch an ihrem Stolz nach der Aktion.

    Im Folgenden spricht Margaret Reinhardt von Teamgeist, Vertrauen und Kommunikation, die durch Klarheit bestimmt ist, die von den Teammitgliedern auch bestätigt wird, sicher etwas, was auch von Vorteil ist, wenn man sich im Straßenverkehr bewegt und die Hilfe Fremder annimmt. Und in den Alltag nimmt sie aus dem Boot mit, etwas Neues zu wagen, sich etwas zuzutrauen.

    Hausmeisterei:

    Es folgen ein paar Links zum Segeln im Nachlauf zum Gespräch.
    • Vereine mit inklusivem Segeln im Deutschen Segler-Verband
    https://www.dsv.org/segeln/inklusives-segeln/vereine-mit-inkl-angebot/
    • Reiseangebote zum blinden Segeln bei Reisen ohne Grenzen, vielleicht zum Schnuppern
    https://www.reisen-ohne-grenzen.info/
    • Hinweise des Blindenhilfswerk zum Segeln in Deutschland
    https://www.blindenhilfswerk.de/projekte-in-deutschland/segeln/

    Und unter dem Titel Kennen Sie den schon?! empfiehlt das Podcast-Team den Podcast „Verbandsperspektiven“ aus der Familie der Podcasts des DBSV, in dessen aktueller Episode ein Rückblick auf den Verbandstag 2026 gegeben wird.

    https://verbandsperspektiven.podigee.io/21-verbandstag-2026

    Die Busse beginnen zu sprechen. Wenn ein Bus zwischen 6:00 und 22:00 Uhr an die Haltestelle kommt, identifiziert er sich akustisch mit Linie und Fahrtziel.

    Diese neue Technologie, entwickelt in der Schweiz, startet zuerst nur auf einer Linie, in den kommenden Jahren aber sollen alle Busse in Berlin so ausgerüstet werden - ein Mehr an Selbstbestimmung und bessere Mobilität und damit auch bessere Voraussetzungen für gelingende Teilhabe.

    Im Juni 2026 saßen die Hörerinnen und Hörer des Geräuschrätsel im Auto, das mittels elektronischer Einparkhilfen in eine Parklücke rollte. Lösungen zum neuen Rätsel, in dem man auch unterwegs ist, gehen an,

    und dann - mit etwas Glück – wandert ein weiterer der begehrten Thermobecher zum Gewinner oder zur Gewinnerin.

    Unter dieser Anschrift erreichen die Redaktion auch Lob, Kritik und Themenvorschläge. Über jede persönliche Weiterempfehlung, jedes Abonnement und jede positive Bewertung für den Podcast freut sich die Redaktion ebenfalls ganz besonders. Und vielen Dank fürs Zuhören!

    58 min
  • Wenn das Gehirn Geschichten erzählt: Das Charles Bonnet Syndrom
    Zu Gast: Dr. med. Karsten Klabe, Augenarzt und Augenchirurg aus Düsseldorf

    Gastgeber:

    Thomas Golka und Emanuel Stadler, Mitglieder Fokusgruppe Sehen im Alter (SiA)

    Regie / Technik:

    Markus Georg, Projekt Sehen im Alter (SiA)
    Diesen Podcast organisiert der DBSV mit Förderung aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Hintergründe zum Partizipationsprojekt unter:
    https://www.sehenimalter.org/teilhabe-ermoeglichen

    Rückkanal: [email protected]

    Aufnahmetermin: 13.05.2026, 17:00 Uhr

    Veröffentlichungstermin: 20.06.2026

    Inhalt:

    Einer der Hosts beschreibt zu Beginn der Episode seine konkreten Erlebnisse und Erfahrungen mit dem Charles Bonnet Syndrom (CBS), einer „Pseudo-Halluzination“. Im Anschluss daran durchwandert das Gespräch vier Bereiche:

    1. Was ist das CBS?
    2. Was sind Ursachen und Wirkungsweisen?
    3. Wie sehen Diagnose und Behandlung aus?
    4. Wie leben mit CBS?
    5. Was ist das CBS?

      CBS ist ein Krankheitsbild, das gar nicht so selten ist, aber häufig gar nicht bedacht wird, obwohl das Syndrom schon seit dem 18. Jahrhundert bekannt ist. Damals hat der Schweizer Naturforscher Charles Bonnet die Beobachtungen seines Großvaters, der unter großen Augenproblemen litt, festgehalten. Der Großvater hatte optische Halluzinationen und wusste doch zugleich, dass diese Dinge nicht real sind.
      Diese optischen Pseudo-Halluzinationen bei starker Seheinschränkung, verbunden mit der Einsicht in die Unwirklichkeit dieser Bilder und einem höheren Lebensalter, konstituieren das seit 1967 so klassifizierte CBS. Die

      Was sind Ursachen und Wirkungsweisen?

      Im visuellen System von Auge, Sehnerv und Gehirn will das Gehirn arbeiten und erhält bei einer Sehbehinderung nur unzureichende Informationen und beginnt dann mit der Produktion eigener Bilder, die der Patient, die Patientin wahrnimmt.

      Wie sehen Diagnose und Behandlung aus?

      Die Betroffenen berichten eher ungern von diesen Halluzinationen. Denn die Wahrnehmung von nicht-wirklichen Phänomen ist stigmatisiert und das Bekenntnis zu eigener Wahrnehmung ist schambesetzt. Der Arzt kann nicht hinter die Stirn schauen, er ist also darauf angewiesen, dass er von Patientenseite die Beschreibungen erhält.
      Zudem gibt es keine Standardtherapie. Das Wichtigste sei die Erklärung der Krankheit und dass der Art damit dem Patienten zeige, dass man ihn verstehe und ihm so die Angst und Scham nehme.

      Wie leben mit CBS

      Das CBS ist ein zeitlich begrenztes Syndrom, eine höhere Reizbelastung führt ebenso zur Verbesserung wie bestimmte Verhaltensweisen wie mehrfach Blinzeln etc. Ansonsten empfiehlt Dr. Klabe die Betroffenenorganisationen und endet mit dem Tipp: Legen Sie die Scham ab und reden Sie darüber, nehmen Sie sich selbst ernst und tauschen Sie sich aus!
      Und ein positiver Aspekt zum Schluss: CBS ist kein Zeichen für eine aufkommende Demenz, wie manche Patientinnen oder Patienten fürchten!

      Hausmeisterei:

      In Ergänzung zum Gespräch mit Dr. Klabe sei auf ein Forschungsvorhaben zum Charles Bonnet Syndrom an der Augenklinik Sulzbach verwiesen, das genauere Daten erheben und auf das Syndrom aufmerksam machen möchte.

      https://www.augenklinik-sulzbach.de/forschung-lehre/klinische-studien/charles-bonnet-studie
      Hier erste Ergebnisse in Englisch:
      https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39256212/

      Vom SightCity Forum 2026 zeigt ein Schnelldurchlauf zum Vortrag der Fokusgruppe zum Aktiven Alter(n) mit Sehbehinderung sechs Thesen.

      Im Mai 2026 konnten aufmerksame Hörerinnen und Hörer die Drehorgel auf dem Fischmarkt von Wyk auf Föhr ausmachen. Das neue Geräuschrätsel stellt etwas vor, das blinde und sehbehinderte Menschen normalerweise nicht selbst steuern. Lösungen gehen an

      und dann - mit etwas Glück – wandert einer unserer begehrten Thermobecher zum glücklichen Gewinner oder zur glücklichen Gewinnerin.

      Unter dieser Anschrift erreichen die Redaktion auch Lob, Kritik und Themenvorschläge. Über jede persönliche Weiterempfehlung, jedes Abonnement und jedes Like für den Podcast freut sich die Redaktion ebenfalls ganz besonders. Und vielen Dank fürs Zuhören!

      45 min
    6. Barrierefreier Tourismus – oft versprochen, nicht immer eingelöst: Gespräch zum Reisen für Alle mit Simon Kesting
      Zu Gast: Simon Kesting, Projektleiter bei Neumann Consult, Auditor für Tourismus für Alle, Dozent für Design für alle

      Gastgeber:

      Thomas Golka und Emanuel Stadler, Mitglieder Fokusgruppe Sehen im Alter (SiA)

      Regie / Technik:

      Markus Georg, Projekt Sehen im Alter (SiA)
      Diesen Podcast organisiert der DBSV mit Förderung aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Hintergründe zum Partizipationsprojekt unter:
      https://www.sehenimalter.org/teilhabe-ermoeglichen

      Rückkanal: [email protected]

      Aufnahmetermin: 30.04.2026, 09:00 Uhr

      Veröffentlichungstermin: 20.05.2026

      Inhalt:

      Mit steigender Sonne und steigenden Temperaturen zieht es viele Menschen raus aus ihren Häusern und Wohnungen. Die Menschen erfasst die sprichwörtliche Wanderlust, auch Menschen mit einer Sehbehinderung. Dazu nutzen sie den barrierefreien Tourismus, der vielfach versprochen, aber nicht immer eingelöst wird. Simon Kesting erläutert den Begriff Barrierefreiheit, beschreibt die Erfassung der für die barrierefreie Nutzung notwendigen Daten und nennt Kriterien für Design für alle wie z.B. die DIN EN ISO 18040 und die ISO 32975. Eine Frage lautet weiterhin: Ist das Reisen für alle in Deutschland ein zartes Pflänzchen oder kräftiger Ast des Tourismus?

      Im zweiten Teil des Gesprächs zielen die Fragen aus der Nutzerperspektive auf das praktische Vorgehen bei der Planung einer Reise. Hier stehen Fragen wie „Wo starte ich meine Recherche für eine Reiseplanung? Oder welchen Siegeln für Zugänglichkeit aus der Vielzahl kann ich bei der Planung trauen? Und natürlich stellen Informationen aus erster Hand von anderen Reisenden mit Behinderung auch eine gute Quelle für die eigne Reisevorbereitung dar. Trotz aller Bedenken gilt Kesting die Bahn innerhalb von Deutschland immer noch als eine gute Partnerin bei Reisen für blinde und sehbehinderte Menschen.

      Im folgenden Abschnitt des Gesprächs stehen Unterkünfte im Fokus, Hotels und Pensionen mit dem Verständnis für die besonderen Bedürfnisse von blinden und sehbehinderten Touristen. Die Links zu den besprochenen Angeboten finden sich weiter unten in der Hausmeisterei. Auch die Frage nach der Urlaubskette, den Erlebnismöglichkeiten am Ort

      Simon Kesting empfiehlt auch einen Besuch auf der ITB in Berlin, in Person oder per Internet zum Tag des Barrierefreien Tourismus. Auch gibt er Tipps, wie kleine und mittlere Unternehmen in der Tourismusbranche mit einem nicht so gro0en Budget sich auf Reisen für Alle vorbereiten können. Er betont ferne die digitalen Möglichkeiten wie barrierefreie Apps oder Websites, die gerade das Erlebnis am Reiseziel erleichtern können.

      Hausmeisterei:

      Vier Punkte stehen auf der Liste für die Hausmeisterei:

      1. Links zum Reisen für alle

      2. • Reisen für alle (geprüfte Angebote)
        https://reisen-fuer-alle.de/
        • Hinweise des DBSV zum Reisen für blinde und sehbehinderte Menschen
        https://www.dbsv.org/reisen.html
        • Tour de Sens
        https://tourdesens.de/
        • Aura-Hotels und Pensionen für blinde und sehbehinderte Menschen
        https://www.dbsv.org/aura-hotels-pensionen.html
        • Embrace Hotels
        https://embrace-hotels.eu/
        • Scandic Hotels Deutschland
        https://www.scandichotels.com/de/reiseziele/deutschland?
        • Seehotel Rheinsberg der Fürst Donnersmarck-Stiftung
        https://seehotel-rheinsberg.de/
        • Simon Kesting zum Tourismus für Alle
        https://simonkesting.de/tourismus-fuer-alle/
        • Neumann Consult, Münster, Barrierefreier Tourismus
        https://www.neumann-consult.com/geschaeftsfelder/tourismusberatung.php
        • Tag des barrierefreien Tourismus auf der ITB; hier sind noch die Audios und Videos des diesjährigen Programms abrufbar. Besonders empfehlenswert ist sicher der Themenblock 3 mit dem Beitrag vonYann Charavel (Accessible Oz) und Damiano La Rocca (GB), Seable Holidays - accessible holidays for blind and partially sighted people (Deutsch simultanübersetzt). https://www.germany.travel/de/trade/dzt-veranstaltungen/tag-des-barrierefreien-tourismus.html
        • https://www.youtube.com/watch?v=ZOOC6S3q4NA&list=PLtHNQCvovcCdBGpqmUS4bsdzq8JIz49Ur&index=14

      3. SightCity Forum Aktives Alter(n) mit Sehbehinderung

      4. Margaret Reinhardt und Emanuel Stadler stellen ihre Thesen zum aktiven Alter(n) vor, die Veranstaltung läuft im SightCity Forum am 27.05.26 um 15:45 Uhr, danach gibt es die Möglichkeit, sich mit den Hosts dieses Podcast zu treffen. Näheres bei https://sightcity.net/event/f031009/

      5. Film der Blindgänger Kaarst

      6. https://www.youtube.com/watch?v=T4Tw-XUPDEs Hier liegt der Film über die Gemeinde Kaarst, eine Aktion zum 5.Mai, dem Europäischen Tag der Gleichstellung der Menschen mit Behinderung.

        4.Das Geräuschrätsel

        Im April 2026 kreischte eine Kettensäge durch das Geräuschrätsel. Das neue Rätsel sucht ein Musikinstrument, das Standardmäßig nicht zu einem Symphonieorchester gehört.
        und dann - mit etwas Glück - einen unserer begehrten Thermobecher gewinnen.

        Unter dieser Anschrift erreichen die Redaktion auch Lob, Kritik und Themenvorschläge. Über jede persönliche Weiterempfehlung, jedes Abonnement und jedes Like für den Podcast freut sich die Redaktion ebenfalls ganz besonders. Und vielen Dank fürs Zuhören!

        47 min
      7. Auf zur SightCity 2026?! Dagmar Krutzki erläutert Gründe für eine Reise zur Messe für blinde und sehbehinderte Menschen
        Zu Gast: Dagmar Krutzki, Geschäftsführerin SightCity 2026 Gastgeber: Thomas Golka und Emanuel Stadler, Mitglieder Fokusgruppe Sehen im Alter (SiA)

        Zu Gast:

        Dagmar Krutzki, Geschäftsführerin SightCity 2026

        Gastgeber:

        Thomas Golka und Emanuel Stadler, Mitglieder Fokusgruppe Sehen im Alter (SiA)

        Regie / Technik:

        Markus Georg, Projekt Sehen im Alter (SiA)
        Diesen Podcast organisiert der DBSV mit Förderung aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Hintergründe zum Partizipationsprojekt unter:
        https://www.sehenimalter.org/teilhabe-ermoeglichen

        Rückkanal: [email protected]

        Aufnahmetermin: 01.04.2026, 15:00 Uhr

        Veröffentlichungstermin: 20.04.2026

        Inhalt:

        In knapp einen Monat öffnen sich in Frankfurt am Main die Tore der SightCity 2026, der Messe für blinde und sehbehinderte Menschen in Europa, vielleicht sogar weltweit. Es werden etwas über 150 Aussteller aus 23 Ländern erwartet. Die Redaktion stellte sich die Frage, ob hinter den Titel „Auf zur SightCity 2026“ statt eines Fragezeichens ein Ausrufezeichen gehört. Im Gespräch mit Geschäftsführerin Dagmar Krutzki werde einzelne Fragestellungen behandelt, wie z.B. die Anreise mit der Bahn und der Begleitservice vom Frankfurter Hauptbahnhof Gleis 13 zum Kap Europa oder die Buchung von Messeguides, die Besucherinnen und Besucher über das Areal begleiten, sowie die SightCity-App und der haptische Plan des Ausstellungsgeländes. Außerdem hilft der vom hessischen Verband (BSBH) veröffentlichte „Messekompass“ schon zu Hause bei der Auswahl interessanter Punkte im Programm, seien es Aussteller und ihre Angebote oder Vorträge aus dem breiten Themenfächer.

        Ein weiterer Aspekt des Podcast bildete der hybride Charakter der Veranstaltung. Denn große Teile des Forumprogramms werden auch im Internet zu sehen sein, sollte man am Besuchstag doch lieber den direkten Kontakt zu den Ausstellern suchen wollen oder das Programm auf einer anderen Bühne lauschen wollen. Überhaupt spielt die Technik bei der Zugänglichkeit der SightCity eine entscheidende Rolle, so verraten einem QR-Codes auf dem Boden, welchen Stand man gerade vor sich hat oder an welcher Stelle im Gebäude man sich aufhält.

        Des Weiteren liegt der SightCity am Herzen, Menscehn mit einer Sehbehinderung, egal ob Techniknerds oder einfache Nutzer im höheren Alter, mit der Industrie zusammen zu bringen, um Barrierefreiheit lebendig werden zu lassen, z.B. um die Terminals der Frankfurter Verkehrsbetriebe testen zu lassen.

        Insgesamt sei die Messe nicht mehr so stark auf unterstützende Arbeitsmittel fokussiert, sondern die SightCity erweiterte sich immer mehr hin zu Alltagsthemen, die gerade auch für ältere Menschen mit einer Sehbehinderung von großem Interesse sein können. Zieht man ein Fazit, dann verdient der Titel „Auf zur SightCity 2026“ sich am Ende ein Ausrufezeichen!

        Hausmeisterei:

        Drei Punkte umfasst die Hausmeisterei:

        1. Tipps und Links zur SightCity 2026
        2. Weitere Tipps von Beatrix Seeliger zum SightCity Forum vom 27. bis 29. Mai 2026 in Frankfurt a.M. sowie dir Ankündigung, mehr über das Projekt Sehen im Alter zu erfahren und die Möglichkeit eines persönlichen Treffens mit den Hosts dieses Podcast am 27.5. um 15:45 Uhr im Forum.

          Links

          Allgemeines zum SightCity Forum https://sightcity.net/sightcity-forum/
          Programm des SightCity Forum 2026 https://sightcity.net/forumprogramm-2026/
          Allgemeines zur SightCity https://sightcity.net/
          Messekompass https://bsbh.org/aktuell/sight-city
          Anreise https://sightcity.net/anreise-hotels/
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          SightCity App https://sightcity.net/sightcity-app/

          1. Adele für Anke Nicolai beim Hörfilmpreis

          2. Anke Nicolai, unsere Gesprächspartnerin aus der Januarfolge dieses Jahres, erhielt beim Hörfilmpreis 2026 eine Adele als Auszeichnung für die Hörfilmfassung von „Pumuckl und das große Missverständnis“ in der Kategorie Publikumspreis. Herzlichen Glückwunsch.

          3. Das Geräuschrätsel

          4. Im März 2026 galt es das Öffnen einer Sektflasche zu erraten. Die Lösung zum neuen Geräuschrätsel aus dem Außenbereich können Sie senden an
            und dann - mit etwas Glück - einen unserer begehrten Thermobecher gewinnen.

            Unter dieser Anschrift erreichen die Redaktion auch Lob, Kritik und Themenvorschläge. Über jede persönliche Weiterempfehlung, jedes Abonnement und jedes Like für den Podcast freut sich die Redaktion ebenfalls ganz besonders. Und vielen Dank fürs Zuhören!

            1 hr 9 min
          5. Reifeprüfung für Hund und Halter
            Gespräch mit Sabine Häcker zur Gespannprüfung und dem Verhältnis von Blindenführhund und Halter

            Zu Gast:

            Sabine Häcker, Tierärztin, Gespannprüferin, Hundeausbilderin aus Berlin

            Gastgeber:

            Thomas Golka und Emanuel Stadler, Mitglieder Fokusgruppe Sehen im Alter (SiA)

            Regie / Technik:

            Markus Georg, Projekt Sehen im Alter (SiA)
            Diesen Podcast organisiert der DBSV mit Förderung aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Hintergründe zum Partizipationsprojekt unter:
            https://www.sehenimalter.org/teilhabe-ermoeglichen

            Rückkanal: [email protected]

            Aufnahmetermin: 26.02.2026, 14:00 Uhr

            Veröffentlichungstermin: 20.03.2026

            Inhalt:

            Heute kommen Hundeliebhaber einerseits sowie blinde und sehbehinderte Menschen, die nach Assistenz suchen, andererseits besonders auf ihre Kosten. Sabine Häcker, Tierärztin, Hundetrainerin und Gespannprüferin, erläutert, wer Anspruch auf einen Blindenführhund hat, welche Voraussetzungen man mitbringen muss, um einen Hund von der gesetzlichen Krankenkasse als Kostenträger zu erhalten, und welche Dinge wirklich wichtig sind bei einer Gespannprüfung am Ende einer gemeinsamen Einarbeitungsphase. In der Reifeprüfung für Hund und Halter geht es um Sicherheitsfragen, um die 54 Kriterien, die das Team aus Hund und Halter auf einer individuellen Route bewältigen muss. Es gilt beim Ablaufen der Route auch die Kommunikation in der Partnerschaft des Gespanns zu bewerten. Auch die grundsätzliche Frage der rechtlichen Verpflichtung für eine Prüfung wird beleuchtet.

            Die Frage einer generellen Altersbeschränkung bei der Nutzung von einem Führhund, hinter der das Dilemma von Tierwohl einerseits und einem steigenden Bedarf nach (vierbeiniger) Assistenz im Alter andererseits.

            Die Tierärztin aus Berlin räumt auf mit dem Mythos, dass Gespannprüfer den Hund bei einer nicht bestandenen Prüfung einziehen können. Es geht eher um eine Suche nach der richtigen Nachschulung von Mensch und Tier. Übrigens glaubt Prüferin Häcker nicht, dass der Blindenführhund trotz KI verschwinden wird, auch weil ein Hund sehr resilienter ist als die KI-Brille.

            Sollten nach dem Hören der Folge noch unmittelbar Fragen offenbleiben, darf die Redaktion diese Fragen an Sabine Häcker weiterleiten. Also schreiben Sie uns, wenn Sie etwas beschäftigt.

            Hausmeisterei:

            Im Nachklapp zum Gespräch seien noch zwei Links erwähnt:

            1. Die Pfotenpiloten, www.pfotenpiloten.org/
            2. „Fell und Führbügel“ https://fell-und-fuehrbuegel.podigee.io/
            3. sowie unsere Frage, ob Sie noch mehr Inhalte zu Blindenführhunden interessiert.
              Außerdem sind zwei Termine zu notieren:
            4. Sightcity vom 27. bis 29. Mai 2026 in Frankfurt a.M., auf der Sie uns persönlich treffen können, denn wir dürfen uns dort vorstellen.
            5. Die Verleihung des Hörfilmpreises 2026 am 24.03.2026 in Berlin, die als Anregung dienen kann, welche Filme man unbedingt hören sollte.
            6. Das Geräuschrätsel

              Im Februar 2026 galt es, passend zum Gespräch mit Raul Krauthausen, der eine subversive Aktion empfahl, das Geräusch eines Betonmischers zu erraten. Die Lösung zum neuen Geräuschrätsel aus dem Bereich der fünften Jahreszeit können Sie senden an
              und damit einen Thermobecher gewinnen.

              Unter dieser Anschrift erreichen auch Lob, Kritik und Themenvorschläge die Redaktion. Über jede persönliche Weiterempfehlung, jedes Abonnement und jedes Like für den Podcast, auch im Podcatcher Ihrer Wahl, freut sich die Redaktion ebenfalls ganz besonders. Und vielen Dank fürs Zuhören!

              59 min
            7. Doppelt unsichtbar: Alt und sehbehindert – Muss das sein?
              Raul Krauthausen zur Teilhabe älterer Menschen mit einer Sehbehinderung - jetzt und in Zukunft

              Zu Gast:

              Raul Krauthausen, Inklusionsaktivist und Medienmacher aus Berlin
              Gastgeber:
              Thomas Golka und Emanuel Stadler, Mitglieder Fokusgruppe Sehen im Alter (SiA)

              Regie / Technik:

              Markus Georg, Projekt Sehen im Alter (SiA)
              Diesen Podcast organisiert der DBSV mit Förderung aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Hintergründe zum Partizipationsprojekt unter:
              https://www.sehenimalter.org/teilhabe-ermoeglichen

              Rückkanal: [email protected]

              Aufnahmetermin: 06.01.2026, 15:00 Uhr

              Veröffentlichungstermin: 20.02.2026

              Inhalt:

              Raul Krauthausen ist Inklusionsaktivist und Medienmacher, ausgebildeter Telefonseelsorger und Träger des Bundesverdienstkreuzes sowie Mitgründer der Sozialhelden e.V. [https://www.sozialhelden.de/] und vieles mehr, von ihm galt es zu erfahren, was Teilhabe tatsächlich bedeutet und wie man die doppelte Unsichtbarkeit von Alter und Sehbehinderung überwinden könne.

              Die Teilnehmer des Podcast sprachen darüber, dass Inklusion auch Auseinandersetzung bedeutet, dass Inklusion auch anstrengend ist und dass Teilhabe in Wechselwirkung zur Teilgabe steht und so in Teilsein übergeht. Teilsein im Sinne Krauthausens scheitert oft nicht am guten Willen, sondern an (gesetzlichen) Strukturen. Und hier trägt die Politik die Verantwortung dafür, dass Beteiligungsprozesse heute noch ausschließen und dass sie es in Zukunft es nicht mehr tun.

              Zu Altwerden und Behinderung sowie der doppelten Unsichtbarkeit wurde die These aufgeworfen: „Lieber behindert alt werden, als alt behindert“. Denn die Akzeptanz von individuellen Einschränkungen, die Adaption und der konstruktive Umgang damit gestaltet sich in dieser Reihenfolge leichter. Außerdem würde alten Menschen bei uns z.B. im Gegensatz zu Japan oft nichts zugetraut und so ältere Menschen ausgeschlossen. Auch sollte kein Preisschild an einem Menschenrecht wie dem Recht auf Teilsein kleben.

              Da die Barrierefreiheit über den Weg der Freiwilligkeit nicht erreicht worden sei, müsse die rechtliche Verpflichtung das Mittel zur Umsetzung von Barrierefreiheit sein, postuliert Krauthausen. Das schließt aus seiner Sicht die Einbindung betroffener Menschen bei der Gestaltung der Barrierefreiheit selbstverständlich mit ein. Sein Appell zum Schluss: „Gehen Sie der Politik auf den Keks!“

              Hausmeisterei:

              Eis und Schnee bringen Schneeräumer und Menschen mit einer Sehbehinderung zusammen: Gemeinsam gegen wild geparkte E-Roller. Dass auch Wirtschaftsbetriebe dem Free Floating kritisch gegenüberstehen, könnte beim nächsten Anlauf einer Verbandsklage ein bisschen zusätzlichen Schub verleihen.

              Das Geräuschrätsel

              Das Geräusch vom Januar 2026 gab akustische Eindrücke der Silvesterknallerei in Berlin wieder. Die Lösung zum neuen, eher folgenbezogenen Geräuschrätsel können Sie senden an
              und damit einen Thermobecher gewinnen.

              Unter dieser Anschrift erreichen auch Lob, Kritik und Themenvorschläge die Redaktion, und natürlich auch die Tipps, wie Sie mit dem Langstock durch den Winter kommen. Über jede persönliche Weiterempfehlung, jedes Abonnement und jedes Like für den Podcast, auch im Podcatcher Ihrer Wahl, freut sich die Redaktion ebenfalls ganz besonders. Und vielen Dank fürs Zuhören!

              51 min
            8. Vom Film zum Hörfilm - Audiodeskription und Barrierefreiheit bei der Berlinale
              Zu Gast: Antonia Kersaint, eine der führenden Expertinnen für Audiodeskription und Barrierefreiheit im Bereich Film in Deutschland. Anke Nicolai, professionelle Audiodeskriptorin und Aktivistin für Inklusion.

              Gastgeber:

              Thomas Golka und Emanuel Stadler, Mitglieder Fokusgruppe Sehen im Alter (SiA)

              Regie / Technik:

              Markus Georg, Projekt Sehen im Alter (SiA)
              Diesen Podcast organisiert der DBSV mit Förderung aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Hintergründe zum Partizipationsprojekt unter:
              https://www.sehenimalter.org/teilhabe-ermoeglichen

              Rückkanal: [email protected]

              Aufnahmetermin: 09.01.2026, 10:30 Uhr

              Veröffentlichungstermin: 20.01.2026

              Inhalt:

              Der Wandel eines Films zu einem Hörfilm ist Gegenstand des Podcast und auch die Barrierefreiheit bei der Berlinale allgemein.

              In einem ersten Block dreht sich das Gespräch um die Grundlagen, was Audiodeskription ist (und was nicht), was genau leistet Audiodeskription und was kann und will sie bewusst nicht leisten. Nicht Interpretation oder Erklärung, sondern die präzise Beschreibung des nur optisch Zugänglichen eines Films ist ihr Anliegen.

              In einem zweiten Block entpacken die Gesprächsteilnehmerinnen u.a. anhand des Tatort-Vorspanns konkret, wie aus der Filmszene eine Hörfilmszene wird, und räumen so mit dem Vorurteil auf, dass Audiodeskription einfach eine zusätzliche Tonspur sei. Stimme, Sprache und Timing spielen gerade bei der Audiodeskription von emotionalen oder sehr visuellen Filmen eine große Rolle und natürlich auch die präzise Umsetzung von Mimik und Gestik, die durch genaue Beschreibung angemessen wiedergegeben wird. Und selbstverständlich wird erklärt, wie der Ton mit der zusätzlichen Information in das Ohr des blinden oder sehbehinderten Zuschauers gelangt.

              Der dritte und vierte Block beschreiben Auswahl und Abnahme, Finanzierung und Koordination der beim publikumsstärksten Filmfest der Welt (rund 400.000 Zuschauerinnen und Zuschauer) gezeigten Hörfilme. Zudem wird auch über Rückmeldungen beichtet und über das leider geringe Interesse der Filmschaffenden an dieser Bearbeitung ihrer Werke. Gegen Ende des Gesprächs wird die hohe Schule der Live-Audiodeskription in Museen, Theatern, Opernhäusern oder auch beim Sport erwähnt.

              Um das Thema abzurunden, wird im letzten Teil über die nur für wenige Filmformen (wie Dokus) geeignete KI-Stimme sowie über viele weitere Maßnahmen der Barrierefreiheit bei der Berlinale wie bevorzugte Kartenbestellung, Gebärdendolmetschung und vorzeitiger Einlass gesprochen.

              Hausmeisterei:

              In der Hausmeisterei lässt sich noch so einiges Nützliches rund um Audiodeskription erfahren, u.a. über den Termin der Preisverleihung des 24. Deutschen Hörfilmpreises des DBSV und die Infoseite zu aktuellen Hörfilm-Sendungen im Fernsehen, ebenso über die Lösung des letzten Rätsels und das neue Geräuschrätsel, das wie das Dezemberrätsel an die Jahreszeit gebunden ist.

              Links

              • Berlinale barrierefrei für Zuschauer
              https://www.berlinale.de/de/festival/barrierefreiheit.html
              • Barrierefreiheit für Akkreditierte
              https://www.berlinale.de/de/akkreditierung/allgemeines/barrierefreiheit.html
              • Hörfilm e.V. - Vereinigung deutschsprachiger Filmbeschreiberinnen und Filmbeschreiber mit Informationen zum Medium Hörfilm
              https://hoerfilmev.de/
              • Greta App zur Nutzung der Hörfilmspur
              https://www.gretaundstarks.de/greta/home
              • Audiodeskription ganz einfach! – Die Einstellung der Audiodeskription am TV-Gerät
              https://youtu.be/EGKR7Ke_imI
              • Hörfilmpreis des DBSV im März 2026 in Berlin
              https://deutscher-hoerfilmpreis.de/hoerfilmpreis-2026.html
              • Woher weiß ich, wann Hörfilme im Fernsehen kommen? Verweis auf DBSV Angebot Auf hoerfilm.info stehen alle aktuellen Sendetermine im Fernsehen sowie Empfehlungen zu Neuheiten aus den Mediatheken, Streaming-Diensten und auf DVD und Blu-Ray. Auch über aktuelle Vorführungen im Theater oder Sportveranstaltungen mit Audiodeskription wird informiert. Zusätzlich werden Hinweise zu den Empfangswegen im TV, über Sprachassistenten sowie zu barrierefreien Fernsehern aufgeführt.
              https://hoerfilm.info/

              Das Geräuschrätsel

              Die Lösung des letzten Rätsels aus 2025 passt hervorragend zu aktuellen Wettersituation: An vielen Orten im Lande muss man Schnee schaufeln. Die Lösung zum neuen, ebenfalls jahreszeitlichen Geräuschrätsel können Sie senden an

              Unter dieser Anschrift erreichen auch Lob, Kritik und Themenvorschläge - oder was es sonst noch an Rückmeldungen gibt - die Redaktion. Und über jede persönliche Weiterempfehlung, jedes Abonnement und jedes Like für den Podcast, auch im Podcatcher Ihrer Wahl, freut sich die Redaktion ebenfalls ganz besonders.

              Das gesamte Podcast-Team wünscht allen Hörerinnen und Hörern einen guten Start ins Jahr 2026. Und vielen Dank fürs Zuhören!

              1 hr 6 min
            9. Orthoptistin, zwischen Augenarzt und Optiker? - Erkundungen zu einem wenig bekannten Beruf
              Zu Gast: Beate Prinz, Orthoptistin in den Augenkliniken des Universitätsklinikum Bonn (UKB) und der Universitätsklinik Köln Ausbilderin an der Fachschule für Orthoptik

              Gastgeber:

              Thomas Golka und Emanuel Stadler, Mitglieder Fokusgruppe Sehen im Alter (SiA)

              Regie / Technik:

              Markus Georg, Projekt Sehen im Alter (SiA)
              Diesen Podcast organisiert der DBSV mit Förderung aus dem Partizipationsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Hintergründe zum Partizipationsprojekt unter:
              https://www.sehenimalter.org/teilhabe-ermoeglichen

              Rückkanal: [email protected]

              Aufnahmetermin: 28.11.2025, 15:30 Uhr

              Veröffentlichungstermin: 20.12.2025

              Inhalt:

              Den Optiker kennen alle älteren Menschen, und wenn nur über die Lesebrille, die Augenärztin kennen auch alle, die schon einmal zu einem amtlichen Sehtest mussten oder Probleme mit den Augen hatten. Aber wer weiß eigentlich, was eine Orthoptistin tut? Orthoptistin Beate Prinz aus NRW erläutert zunächst den wenig bekannten Begriff der Orthoptik, die früher auch unter dem Namen Sehschule bekannt war, und trennt ihren Beruf vom Augenarzt und Optiker.

              Nachdem Beate Prinz ihren Weg in den Beruf beschrieben hat, erklärt sie die Aufgaben des Orthoptisten bei der Versorgung älterer Menschen mit einer Sehbehinderung und bei der Low-Vision-Versorgung, spricht von Kantenfilterbrillen, Sehhilfen und Lesegeräten. Von dort schwenkt das Gespräch zu Tipps bei der Nutzung von digitalen Geräten.

              Im weiteren Verlauf wirbt Prinz, die auch Lehrerin an der Fachschule für Orthoptik ist, auch noch für den Einstieg in diesen Beruf. Außerdem ist auch noch die Bonner Erklärung zum Sehen im Alter Gesprächsgegenstand. Denn Beate Prinz hat dieses Dokument als Einzelperson unterzeichnet und erklärt ihre Beweggründe dafür. Für diesen Einsatz sind wir als Fokusgruppe Sehen im Alter sehr dankbar Denn jede Unterschrift stärkt unser Anliegen.

              Die Erklärung mit ihren Zielen Vermeidbaren Sehverlust verhindern und Menschen mit Sehverlust optimal unterstützen finden Sie im Wortlaut unter:
              https://www.sehenimalter.org/bonner-erklaerung

              Mehr zur Orthoptik gibt es unter: https://orthoptik.de/

              Hausmeisterei:

              Das Geräuschrätsel

              Die Lösung des letzten Rätsels: Spaziergang auf einem Waldweg mit viel Laub. Zum ersten Mal hatten wir einen Gewinner, einen Mann als Empfänger des Thermobechers. Zuvor hatten nur Frauen einen Thermobecher erhalten. Die Lösung zum neuen winterlichen Geräuschrätsel können Sie senden über

              Unter dieser Anschrift erreichen auch Lob, Kritik und Themenvorschläge - oder was es sonst noch an Rückmeldungen gibt - die Redaktion. Und über jede persönliche Weiterempfehlung, jedes Abonnement und jedes Like für den Podcast, auch im Podcatcher Ihrer Wahl, freut sich die Redaktion ebenfalls ganz besonders.

              Das gesamte Podcast-Team wünscht allen Hörerinnen und Hörern ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2026.
              Und vielen Dank fürs Zuhören im Jahr 2025!

              47 min

            About Übers Ohr: Sehen im Alter - eine Inforeihe

            From the publisher's feed

            Das Aktionsbündnis Sehen im Alter wurde durch den Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) 2014 in Bonn gegründet.