Vergangenheitsformen - Der Redaktionspodcast von HSozKult

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Vergangenheitsformen - Der Redaktionspodcast von HSozKult episodes

  • Ethische Fragen im Umgang mit digitalen Quellen

    Textkorpora, Fotodatenbanken, Zeitungsportale: Die Digitalisierung von historischem Quellenmaterial schreitet zügig voran. Dabei wird auch zunehmend Quellenmaterial mit sensiblen Inhalten öffentlich digital verfügbar gemacht. Für die Bibliotheken kann dies zu einer Herausforderung werden: Wie geht man mit sensiblen Inhalten um und wie werden diese Quellen kontextualisiert? Ebenso stehen Historiker:innen vor ethischen Herausforderungen im Umgang mit diesen Quellen.

    Thomas Werneke spricht mit Lisa Landes von der Deutschen Nationalbibliothek über das Deutsche Zeitungsportal. Im Deutschen Zeitungsportal sind umfassende Bestände von im Nationalsozialismus erschienen Tageszeitungen verfügbar. Wir klären u. a. die Frage, wie die Kolleg:innen der Deutschen Nationalbibliothek mit der Verfügbarkeit dieser NS-Zeitungen umgegangen sind.

    Zudem diskutieren wir mit Annette Vowinckel vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam über die Ethik im Umgang mit Kolonial-Fotographien und nationalsozialistischen Fotographien. Dabei geht es auch um hermeneutische Verfahren, wie das Hinterfragen der den Fotografien zugrunde liegenden Bildregimes.

    Zu den Gästen:

    Lisa Landes ist Mitarbeiterin an der Deutschen

    Nationalbibliothek im Bereich Deutsche Digitale Bibliothek. Dort leitet sie das
    Projekt „Deutsches Zeitungsportal“, dessen Webseite 2021
    veröffentlicht wurde.

    Prof. Dr. Annette Vowinckel ist Leiterin der Abteilung III am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam. Sie arbeitet im Feld der Visual History, wo sie u. a. eine Geschichte des fotografischen Handelns geschrieben hat (https://www.hsozkult.de/review/id/reb-24498). Derzeit arbeitet erforscht sie die DDR-Bildagentur „Zentralbild“ und das DDR-Bilderregime.

    Moderation: Dr. Thomas Werneke

    Weiterführende Informationen:

    Das Deutsche Zeitungsportal finden Sie unter der folgenden Adresse:

    https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper

    Die virtuelle Ausstellung des Deutschen Zeitungsportals zur NS-Presse ist hier verfügbar:

    https://ausstellungen.deutsche-digitale-bibliothek.de/ns-presse/

    Das DDR-Presseportal:

    https://zzf-potsdam.de/de/zeitgeschichte-digital/online-portal-zur-ddr-presse

    Annette Vowinckel als Beiträgerin auf H-Soz-Kult:

    https://www.hsozkult.de/person/beitraeger-29608

    38 min
  • Prekäre Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft

    Kettenverträge, Übergangslösungen, Beschäftigungsgrenzen – In der neuen Ausgabe des Podcast diskutieren wir über das aktuelle Thema prekärer Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft.

    Gemeinsam mit Nina Verheyen (FU Berlin) sprechen wir über die Situation in den Geschichtswissenschaften. Dabei stellen wir die Initiativen vor, die aus dem Historikerverband heraus gestartet wurden bzw. die noch geplant sind. Nina Verheyen vertritt zusammen Sebastian Kubon und Kathrin Meisner die Belange des sogenannten „Mittelbaus“ im Ausschuss des Historikerverbands (VHD).

    Im zweiten Teil blicken wir zusammen mit Joëlle Weis (Universität Trier) und Tobias Winnerling (Universität Düsseldorf) auf die historische Genese ökonomisch prekärer Arbeitsverhältnisse an den Universitäten seit dem Mittelalter. Warum noch heute eine wissenschaftliche Karriere ein ökonomisches Risiko ist, erklärt sich einfacher, blickt man auf die longue durée wissenschaftlichen Arbeitens.

    Zu den Gästen:

    PD Dr. Nina Verheyen ist Mitglied im VHD-Ausschuss. Derzeit ist sie Gastprofessorin an der Freien Universität Berlin im Arbeitsbereich Globalgeschichte. Verheyen hat 2018 eine Studie zum Leistungsparadigma unter dem Titel „Die Erfindung der Leistung“ veröffentlicht.

    Dr. Joëlle Weis ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Trier. Am Trier Center for Digital Humanities leitet sie den Forschungsbereich Digitale Literatur- und Kulturwissenschaften. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der digitalen Sammlungs- und Buchforschung sowie frühneuzeitlicher Wissenskulturen.

    PD Dr. Tobias Winnerling hat sich zum „Vergessen-Werden im akademischen Metier“ der Neuzeit habilitiert und wurde zu einem Thema der internationalen Wissensgeschichte in der Frühen Neuzeit promoviert. Am Institut für Geschichtswissenschaften der Heinrich Heine Universität Düsseldorf ist er Studiengangskoordinator. Zudem gehört er der H-Soz-Kult Fachredaktion für die Geschichte der Frühen Neuzeit an.

    Moderation: Claudia Prinz / Dr. Thomas Werneke

    Weiterführende Informationen:

    Zum Vernetzungstreffen der Promovierten und Habilitierten finden Sie hier mehr:

    https://www.historikertag.de/Leipzig2023/programm/veranstaltungen/vernetzungstreffen-der-promovierten-und-der-habilitierten/

    Die Anmeldung für den Verteiler erfolgt unter folgender E-Mail Adresse: [email protected].

    Veranstaltungshinweise:

    01.06.2023, 18 Uhr, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW):

    Podiumsdiskussion zum Thema Systemwandel (fach)gerecht? Karrierewege und Arbeitsbedingungen in der Geschichtswissenschaft.

    Es diskutieren: Enrico Schleiff (Präsident der Goethe Universität Frankfurt), Christina v. Hodenberg (Direktorin DHI London), Peter Burschel (Uni Göttingen, Leiter der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel), Dorothea Weltecke (HU Berlin, stellvertr. Vorsitzende VHD), Marie Huber (HU Berlin), Kathrin Meißner (Leibniz-Institut für raumbezogene Sozialplanung), Moderation: Thomas Thiel (Redakteur FAZ) – die Veranstaltung wird live gestreamt.

    21.09.2023, 16-18.30 Uhr, Leipziger Historikertag:

    Podiumsdiskussion zum Thema Promotion. Habilitation, 2.Buch? Qualifizierungsziele in der Geschichtswissenschaft stattfinden.

    Es diskutieren: Harriet Rudolph (Uni Regensburg, Vorstand VHD), Torsten Hiltmann (HU Berlin), Sebastian Kubon (München), Franziska Neumann (TU Braunschweig), Moderation: Lutz Raphael (1. Vorsitzender VHD).

    35 min
  • Geschichte schreiben in Echtzeit? Geschichte während der Corona-Pandemie

    Die Gegenwart bestimmt, wie wir Vergangenheit wahrnehmen und verstehen. Man könnte sogar sagen, dass die Gegenwart Vergangenheiten formt. Andererseits wird Vergangenheit immer wieder herangezogen, um die Ereignisse in der Gegenwart besser zu verstehen. Das wurde uns zuletzt während der Corona-Pandemie vor Augen geführt. Hier suchten Menschen nach Orientierung, indem sie darauf blickten, wie ähnliche Krisen in der Vergangenheit bewältigt wurden.

    In der aktuellen Folge spricht unsere Redakteurin Christine Bartlitz (Leibniz Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam) mit Malte Thießen (LWL-Institut Münster) über den Einfluss, den die Gegenwart auf die Vergangenheit ausübt und umgekehrt. Sie diskutieren dabei die Rolle der Historiker:innen als sog. "Erklärer" gegenwärtiger Krisen in Echtzeit.

    Zum Gast:

    Malte Thießen ist Leiter des LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte in Münster und Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Oldenburg. Er publizierte u. a. eine Studie zur Impfgeschichte in Deutschland (Immunisierte Gesellschaft, Göttingen 2017).

    Viel Aufmerksamkeit erlangte er jüngst mit seiner Geschichte in Echtzeit zur Coronapandemie "Auf Abstand. Eine Gesellschaftsgeschichte der Coronapandemie" (Frankfurt am Main 2021), einem Buch, das sich bewusst an ein Laienpublikum richtete. Malte Thießen trat in dieser Zeit auch als Experte für historische Pandemien in der Öffentlichkeit auf.

    Moderation: Christine Bartlitz / Thomas Meyer / Thomas Werneke

    Mehr Informationen:

    Eine Rezension zum Buch "Auf Abstand" auf H-Soz-Kult finden Sie hier:

    https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-97536

    Zeithistorische Forschungen Themenheft Gesundheitsökonomien, Hrsg. v. Hartmut Berghoff und Malte Thießen, https://zeithistorische-forschungen.de/2-2020

    Unterstützt durch GEMAfreie Musik von https://audiohub.de

    27 min
  • Fluchtpunkt Gegenwart. Osteuropageschichte seit dem russischen Angriffskrieg

    Der Beginn des Angriffes Russlands auf die Ukraine jährte sich zum ersten Mal. Als am 24. Februar 2022 russische Truppen unter offizieller Fahne in das Nachbarland einfielen, veränderte dies das Leben der Menschen in der Ukraine für immer. Der Krieg hatte bereits seit 2014 Tod und Leid über Teile der ukrainischen Bevölkerung gebracht. Die Auswirkungen des eskalierten Angriffskrieges Russlands seit 2022 sind nun auch in ganz Europa und auf der Welt deutlich zu spüren.

    In unserer ersten Folge diskutiert Christoph Classen (ZZF Potsdam) mit Helena Holzberger und Martin Wagner über die weißen Flecken der osteuropäischen Geschichte, über die Rolle von Historiker:innen als Expert:innen in der Öffentlichkeit und darüber, wie der russische Angriff auf die Ukraine die Arbeit der beiden in der Fachredaktion von H-Soz-Kult und ihr Forschen verändert hat.

    Wagner und Holzberger haben 2022 gemeinsam mit unserem ehemaligen Redakteur Robert Kindler (Freie Universität Berlin) für H-Soz-Kult ein Dossier zum Thema "Besprochene Geschichte. Die Ukraine, Russland und die Sowjetunion in Buchrezensionen" zusammengestellt.

    Zu den Gästen:

    Helena Holzberger ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ludwig Maximilians Universität München. Sie hat zur Geschichte des Orientalismus in der sowjetischen Gesellschaft promoviert und arbeitet zur Fotografiegeschichte und zu Mensch-Tier-Beziehungen. Sie ist seit 2020 Redaktionsmitglied bei H-Soz-Kult.

    Martin Wagner ist seit kurzem wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin. Er arbeitet derzeit an einer Vergleichsstudie zur Transformation totalitärer Regime mit dem Titel Kollektiv durch die Krise. Wagner ist seit 2020 Redaktionsmitglied bei H-Soz-Kult.

    Moderation: Christoph Classen / Claudia Prinz / Thomas Werneke

    Weitere Informationen:

    Das Dossier: Helena Holzberger, Robert Kindler, Martin Wagner, Besprochene Geschichte. Die Ukraine, Russland und die Sowjetunion in Buchrezensionen – ein Dossier von H-Soz-Kult, in: H-Soz-Kult, 29.07.2022, https://www.hsozkult.de/text/id/texte-5485

    Unterstützt durch GEMAfreie Musik von https://audiohub.de

    41 min

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"Vergangenheitsformen" ist der Redaktionspodcast von H-Soz-Kult. Claudia Prinz und Thomas Werneke führen durch die einzelnen Folgen. Das Podcast-Redaktionsteam spricht mit wechselnden Gästen über aktuelle Entwicklungen in den Geschichtswissenschaften und anderen fachnahen Disziplinen. Wir diskutieren die Veränderungen des Fachs, das wissenschaftliche Arbeiten und aktuelle Themen der Geschichtswissenschaft. Die Folgen erscheinen in Staffeln.