Vergangenheitsformen - Der Redaktionspodcast von HSozKult

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Vergangenheitsformen - Der Redaktionspodcast von HSozKult episodes

  • Internationalisierung in Forschung und Lehre

    Welche Folgen hat die gegenwärtige amerikanische Politik für Hochschulen in Deutschland? Welche Auswirkungen hat sie auf internationale Kooperationen und Austausche? Das sind Themen, die in den letzten Wochen drängend geworden sind. Darüber hinaus gibt es aber auch grundlegendere Fragen zur Internationalisierung, der Intensivierung von Studierendenaustauschen und der Entwicklung englischsprachiger Studiengänge. Über diese sprechen wir mit Monique Scheer, Prorektorin für Internationales an der Universität Tübingen.

    Zu den Personen

    Monique Scheer ist Professorin für Empirische Kulturwissenschaft an der Universität Tübingen. Zugleich ist sie Prorektorin für Internationales und Diversität und Mitglied im Steering Committee des aus EU-Mitteln geförderten CIVIS-Universitätsverbundes.

    33 min
  • „Selber machen“: Historiker:innen als Verleger:innen?!

    In den letzten 20 Jahren hat sich das wissenschaftliche Publikationswesen stark verändert. Digitalisierung und Open Access haben zu einer Monopolstellung weniger internationaler Großverlage geführt. Gleichzeitig sind Academic Self-Publishing- bzw. Scholar-Led-Publishing-Initiativen auch in den Geisteswissenschaften entstanden, die das nicht profitorientierte Publizieren selbst in die Hand nehmen. Ein innovatives Modell dafür ist der im Jahr 2018 in Zürich gegründete intercom Verlag. Wir sprechen mit den beiden Geschäftsleiter:innen über ihre Arbeit, neue Formate, Reputationsmechanismen – und warum das Büchermachen eine soziale Praxis ist.

    Zu den Personen

    Nils Güttler ist Assistenzprofessor für Geschichte der Naturwissenschaften an der Universität Wien. Er habilitierte sich an der ETH Zürich; sein Buch „Nach der Natur: Umwelt und Geschichte am Frankfurter Flughafen“ erschien 2023, seine Dissertation zur Pflanzengeographie des 19. Jahrhunderts im Jahr 2013. Mehr Informationen und Kontakt unter: https://ifg.univie.ac.at/ueber-uns/mitarbeiterinnen/wissenschaftliche-mitarbeiterinnen/nils-guettler/.

    Niki Rhyner ist wiss. Mitarbeiterin an der Kolleg-Forschungsgruppe „Applied Humanities. Genealogy and Politics“ der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie hat an der ETH Zürich 2024 zur Geschichte ethnografischer Feldforschung während der europäischen Integration (1950-1995) promoviert. Mehr Informationen und Kontakt unter: https://www.appliedhumanities.net/team.

    Niki Rhyner und Nils Güttler sind gemeinsam Teil der Geschäftsleitung des intercom Verlags in Zürich, https://intercomverlag.ch/about/.

    Weiterführende Informationen

    Scholar-Led-Verlage

    intercom Verlag: https://intercomverlag.ch/

    Berlin Universities Publishing: https://www.berlin-universities-publishing.de/en/index.html

    Mattering Press: https://www.matteringpress.org/

    Meson Press: https://meson.press/

    zdbooks: https://www.zdbooks.de/

    siehe weitere Verlage unter: ScholarLed: https://scholarled.org/

    Informationen

    DFG-Förderprogramm „Infrastrukturen für wissenschaftliches Publizieren“ (12/24): https://www.dfg.de/de/foerderung/foerdermoeglichkeiten/programme/infrastruktur/lis/lis-foerderangebote/infrastrukturen-publizieren

    Das scholar-led.network-Manifest: https://graphite.page/scholar-led-manifest/

    Georg Fischer/Dario Haux: Anzeichen eines publikatorischen Paradigmenwechsels – Georg Fischer und Dario Haux zur Entflechtung von Wissenschaft und Verlagswesen, in: Open Media Studies Blog, 01.08.2023 (online)

    Nils Güttler/Niki Rhyner: DIY Epistemologies: Histories and Futures of Publishing in the Humanities, in: Journal of the History of Ideas Blog, 16.02.2022 (online)

    35 min
  • Geschichte statt Mythen - Der Geschichtsrevisionismus der Neuen Rechten

    Historische Umdeutungen – insbesondere die Verharmlosung und Verzerrung nationalsozialistischer Verbrechen – gehören zu den politischen Strategien der Neuen Rechten. Im digitalen Raum, aber auch an konkreten Erinnerungsorten in Deutschland werden gezielt Lügen und nachweisbar historisch falsche Narrative verbreitet. Welcher Auftrag erwächst daraus für Historiker:innen? Was können wir diesem Geschichtsrevisionismus entgegensetzen? Eine Antwort darauf gibt das Projekt „Geschichte statt Mythen“ an der Universität Jena, mit dessen Machern wir in dieser Folge des H-Soz-Kult Podcasts sprechen.

    Zu den Personen

    Jakob Schergaut ist Mitarbeiter am Historischen Institut der Universität Jena und hauptamtlicher Redakteur der Webseite „Geschichte statt Mythen“.

    Jens-Christian Wagner ist Inhaber der Professur Geschichte in Medien und Öffentlichkeit an der Universität Jena und Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.

    Weiterführende Informationen

    Das Projekt „Geschichte statt Mythen“ finden Sie hier: https://www.geschichte-statt-mythen.de/

    Zur Geschichte der Holocaustleugnung: https://www.geschichte-statt-mythen.de/klassische-mythen/Geschichte-der-Holocaust-Leugnung

    Deborah E. Lipstadt: Leugnen des Holocaust. Rechtsextremismus mit Methode. Reinbek bei Hamburg 1996.

    Zur Einordnung des Nationalsozialismus: https://www.geschichte-statt-mythen.de/klassische-mythen/linke-nationalsozialisten

    Übersichtskarte der Erinnerungsorte: https://www.geschichte-statt-mythen.de/uebersichtskarte

    Gedenkstätte Buchenwald: https://www.buchenwald.de/

    Zum Begriff dogwhistling: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/medien-und-macht-hundepfeifen-in-der-politik

    Rheinwiesenlager: https://www.geschichte-statt-mythen.de/klassische-mythen/rheinwiesenlager

    Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft: https://www.stiftung-evz.de/

    37 min
  • Historiker:innen und die Demokratie

    Demokratie und Demokratiegeschichte werden seit geraumer Zeit intensiv diskutiert – aus gegebenen Anlässen. Zu Gast ist Christina Morina, die sich in ihrem Buch "Tausend Aufbrüche. Die Deutschen und ihre Demokratie seit den 1980er Jahren" mit dem Demokratieverständnis in der BRD und DDR und deren Wirkung bis heute auseinandergesetzt hat. Wir sprachen mit ihr nicht nur über ihr Buch, sondern vor allem über die Rollen und Möglichkeiten der Geschichtswissenschaft in Demokratiedebatten der jüngsten Zeit, die Wirkung von Social Media auf die Debatten, aber auch über die Entwicklungen in den USA, wenige Wochen vor der Amtsübernahme durch Donald Trump.

    Zur Person

    Christina Morina ist Professorin für Geschichte mit Schwerpunkt Zeitgeschichte an der Universität Bielefeld und zurzeit als Visiting Professor an der New School for Social Research in New York. Sie hat die (Zeit)Geschichte der Demokratie immer wieder und aus unterschiedlichen Perspektiven erforscht. Für ihr Sachbuch „Tausend Aufbrüche. Die Deutschen und ihre Demokratie seit den 1980er Jahren“ hat sie 2024 den Deutschen Sachbuchpreis gewonnen.

    Weiterführende Informationen

    Christina Morina, Tausend Aufbrüche. Die Deutschen und ihre Demokratie seit den 1980er Jahren, München 2023. Rezensiert bei H-Soz-Kult: https://www.hsozkult.de/review/id/reb-139006, sehepunkte: https://www.sehepunkte.de/2024/10/38724.html, Weitere Rezensionen bei perlentaucher.de: https://www.perlentaucher.de/buch/christina-morina/tausend-aufbrueche.html

    Norbert Frei / Franka Maubach / Christina Morina / Maik Tändler, Zur Rechten Zeit. Wider die Rückkehr des Nationalismus, Frankfurt am Main 2019.

    Krijn Theis, Demokratie als Funktionsbedingung. (Zwischen-)Bilanz der Kontroverse um die „politische“ Resolution des Historikerverbandes, in: Zeithistorische Forschungen 1 (2019), https://zeithistorische-forschungen.de/1-2019/id=5691

    Thomas Sandkühler, Historians and Politics. Quarrel Over a Current Resolution / Historiker:innen und Politik. Streit um eine aktuelle VHD-Resolution, in: Public History Weekly 6/31 (2028), https://public-history-weekly.degruyter.com/6-2018-31/vhd-resolution/

    Norbert Frei / Franka Maubach / Christina Morina / Maik Tändler, Zur Rechten Zeit. Wider die Rückkehr des Nationalismus, Frankfurt am Main 2019.

    Krijn Theis, Demokratie als Funktionsbedingung. (Zwischen-)Bilanz der Kontroverse um die „politische“ Resolution des Historikerverbandes, in: Zeithistorische Forschungen 1 (2019), https://zeithistorische-forschungen.de/1-2019/id=5691

    Thomas Sandkühler, Historians and Politics. Quarrel Over a Current Resolution / Historiker:innen und Politik. Streit um eine aktuelle VHD-Resolution, in: Public History Weekly 6/31 (2028), https://public-history-weekly.degruyter.com/6-2018-31/vhd-resolution/

    33 min
  • Nach dem 7. Oktober 2023 – Herausforderung für Gesellschaft und Geschichtswissenschaft

    "Die fehlende Anteilnahme, die ausbleibende Solidarität im Angesicht schrecklichster Verbrechen und unendlichen Leids sind für mich einfach unerklärlich."

    (Hızarcı 2024, S. 17).

    Gemeinsam wollen wir uns einem schwierigen Thema aus konstruktiver und versachlichender Perspektive nähern. Wir wollen bewusst nicht über die Situation in Israel, Gaza und dem Westjordanland sprechen, sondern haben es uns in dieser Ausgabe zur Aufgabe gemacht, über die Probleme im Nachgang des 07. Oktober in der deutschen Gesellschaft nachzudenken. Wir sprechen auch über schwierige Themen wie einseitige Empathien, vermeintlich starre Erinnerungskulturen und Positionierungsdruck. Gleichzeitig fragen wir auch nach der Rolle die Geschichtswissenschaft in diesem Zusammenhang und welche Verantwortung sie bei der Einordnung des Geschehens trägt.

    Zu den Gästen

    Franka Maubach hat 2007 zum Thema Erfahrungsräume und Lebensgeschichten von Wehrmachthelferinnen promoviert (https://www.hsozkult.de/review/id/reb-12699). Zwischen 2019-2023 war sie die Projektleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Verbund "Diktaturerfahrung und Transformation. Biographische Erfahrungen und gesellschaftliche Repräsentationen in Ostdeutschland seit den 1970er Jahren". Maubach habilitierte sich mit einer Biographie zu Hans Rosenberg. Bis vor kurzem vertrat sie die Professur "Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit einem Schwerpunkt in der Zeit des Nationalsozialismus" an der Humboldt-Universität zu Berlin. Aktuell vertritt sie die Professur »Allgemeine Geschichte unter Berücksichtigung der Zeitgeschichte« an der Universität Bielfeld.

    David Jünger war bis vor kurzem wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Rostock. Er promovierte zu den Emigrationsplänen deutscher Juden während des Nationalsozialismus (https://www.hsozkult.de/review/id/reb-24773) und arbeitet derzeit an seinem Habilitationsprojekt "Historische Erfahrung und politisches Handeln. Der deutsch-amerikanische Rabbiner Joachim Prinz (1902–1988) zwischen Deutschland und Amerika“. David Jünger forscht zum Thema Antisemitismus auch in der politischen Linken. Dazu wirkte er an einer Podcastreihe "A Global Perspektive on Antisemitism and the Left“ mit (https://soundcloud.com/sussexuni/sets/a-global-perspective-on).

    Weiterführende Informationen

    Monty Ott / Ruben Gerczikow, "Wir lassen uns nicht unterkriegen". Junge jüdische Politik in Deutschland, Leipzig 2024.

    Michael Brenner, Israel. Traum und Wirklichkeit des jüdischen Staates. Von Theodor Herzl bis heute, München 2024 [zuerst 2016].

    Werner Sonne, Israel und wir. Geschichte einer besonderen Beziehung, München 2024.

    Derviş Hızarcı, Zwischen Hass und Haltung, Berlin 2024.

    Annette Vowinckel und Rebekka Grossmann: https://zeitgeschichte-online.de/themen/die-welt-aus-den-fugen

    Broschüre der Bildungsstelle Anne Frank:

    "Welcher Fluss und welches Meer?".

    Ignatz Bubis zu Rostock-Lichtenhagen: Aus der Vergangenheit nichts gelernt? Antisemitismus in Deutschland;

    Tagesschaubeitrag vom 02. November 1992 zum Besuch Bubis' in Rostock Lichtenhagen.

    49 min
  • Das Ende der Geschichte? Zur Abschaffung des Faches Geschichtswissenschaften an der Universität Magdeburg

    In dieser Ausgabe des Podcasts "Vergangenheitsformen" sprechen wir darüber, was passiert, wenn das Fach Geschichtswissenschaft an einer Universität abgewickelt wird. So geschehen ist das an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, die nach umfangreichen Sparvorgaben der Landesregierung im 2013 zu dieser Entscheidung kam.

    Seit 2017 wurden drei der vier Lehrstühle für die Geschichtswissenschaften abgeschafft, nachdem die Lehrstuhlinhaber:innen entweder pensioniert wurden oder die Universität verließen. Über die unmittelbaren und langfristigen Folgen dieser Entscheidung für die Arbeit an der Universität, über die Frage, welchen Stellenwert die Geschichtswissenschaften in der Öffentlichkeit haben, darüber sprechen wir mit Prof. Dr. Stephan Freund, dem letzten verbliebenen Professor für Geschichtswissenschaften an der Universität Magdeburg.

    Zur Person

    Stephan Freund ist seit 2010 Professor auf dem Lehrstuhl Mittelalterliche Geschichte in Magdeburg. Er forschte hauptsächlich zum Frühmittelalter und hier zur Geschichte von kirchlichen Geistlichen und zu dem Königshaus der Ottonen. Seine Promotion erfolgte zu dem Bischof und Heiligen Petrus Damianus und in seiner Habil arbeitete er zur Geschichte bayerischer Bischöfe im 8. und 9. Jahrhundert. Zuletzt erschienen ist eine Monographie zu Otto dem Großen, die er gemeinsam mit Matthias Puhle verfasst hat.

    Stephan Freund, Matthias Puhle, Otto der Große 912–973. Kaiser der Römer, König der Völker, Regensburg 2023. (https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-136028)

    Weiterführende Informationen

    „Nicht pauschal mehr Geld fordern“, in: tageszeitung, 21.04.2022, https://taz.de/Rektor-der-Uni-Magdeburg-ueber-Sparkurs/!5849515/

    Verkleinert euch, sonst tun wir es, in: Der Spiegel, 09.10.2014, https://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/sachsen-anhalt-udo-straeter-praesident-uni-halle-kritisiert-sparkurs-a-996204.html

    Streit um Millionen und doppelte Strukturen, in: Deutschlandfunk, 21.11.2014, https://www.deutschlandfunk.de/hochschulen-in-sachsen-anhalt-streit-um-millionen-und-100.html

    Rezensionen von Stephan Freund bei H-Soz-Kult:

    Stephan Freund, Rezension zu: Greer, Sarah: Commemorating Power in Early Medieval Saxony. Writing and Rewriting the Past at Gandersheim and Quedlinburg. Oxford 2021 , ISBN 9780198850137, in: H-Soz-Kult, 02.11.2022, http://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-113992

    Stephan Freund, Rezension zu: Kunz, Brigitta: Siedlungsentwicklung im Umfeld des Domes. Magdeburg im 8.–14. Jahrhundert. Halle 2017 , ISBN 978-3-944507-40-8, in: H-Soz-Kult, 31.10.2018, http://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-27163

    Stephan Freund, Rezension zu: Theisen, Frank: Mittelalterliches Stiftungsrecht. Eine Untersuchung zur Urkundenüberlieferung des Klosters Fulda im 12. Jahrhundert. Köln/Weimar 2002 , ISBN 3-412-09901-5, in: H-Soz-Kult, 18.07.2002, http://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-3237

    24 min
  • Geschichte im Spiel: Aktuelle Forschungsperspektiven auf Geschichte(n) in Computer- und Videospielen

    Spiele sind überall. Laut Statista spielen über die Hälfte der Bundesbürger:innen “zumindest gelegentlich” ein Computer- oder Videospiel. In der Alterskohorte der 16-29-jährigen, zu der auch Studierende gehören, sind es sogar 91 Prozent. Historische Inhalte oder Bezüge auf historische Figuren bzw. Begebenheiten gehören zum festen Repertoire des Gewerbes. Einige der erfolgreichsten internationalen Spiele tauchen in die Welt des antiken Griechenlands oder des Wilden Westens ein. Als wirkliches Massenmedium bieten digitale Spiele für viele Menschen, mehr als Film oder Buch, eine Möglichkeit, sich mit Geschichte auseinanderzusetzen. Was macht digitale Spiele so populär? Ausgehend von dieser Frage diskutiert Eva Bischoff mit ihren Gästen ein immer noch vernachlässigtes Medium der Geschichtskultur.

    Zu den Personen

    Aurelia Brandenburg hat Geschichte, Digital Humanities und Cultural Landscapes in Würzburg studiert und arbeitet seit 2023 als Doktorandin im Forschungsprojekt „Confoederatio Ludens“ an der Hochschule der Künste Bern. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den geschichtswissenschaftlichen Games Studies und der Geschichte digitaler Spiele, mit Fokus auf Gender und Queerness. Sie ist im Arbeitskreis “Geisteswissenschaften und Digitale Spiele” https://gespielt.hypotheses.org aktiv und aktuell Teil des Leitungsgremiums. Mehr Informationen und Kontakt unter: https://aureliabrandenburg.de/links

    Eugen Pfister ist Projektleiter des Forschungsprojekts „Confoederatio Ludens“. Er studierte Geschichte und Politikwissenschaften an der Universität Wien und der Université Paris IV - Sorbonne und schloss seine Promotion in Co-Tutelle an der Universita degli studi di Trento und an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main ab. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Politikgeschichte und der Ideengeschichte des digitalen Spiels. Er ist Gründungsmitglied des Arbeitskreises “Geschichtswissenschaft und Digitale Spiele” https://gespielt.hypotheses.org. Mehr Informationen und Kontakt unter: https://spielkult.hypotheses.org

    Christian Rollinger ist Akademischer Rat an der Universität Trier. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die antike (insbesondere spätantike) Monarchiegeschichte und Hofforschung, die Kultur-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Späten Republik, die antike maritime Geschichte sowie die Antikenrezeption besonders in digitalen und ‘neuen‘ Medien. Mehr Informationen und Kontakt unter: https://www.uni-trier.de/universitaet/fachbereiche-faecher/fachbereich-iii/faecher/geschichte/profil/fachgebiete/alte-geschichte-1/team/dr-christian-rollinger

    Weiterführende Informationen

    Arbeitskreis Geschichtswissenschaft und Digitale Spiele (BLOG): https://gespielt.hypotheses.org (hier gibt es eine ausführliche Liste mit Literaturtipps zum Thema, die laufend aktualisiert wird)

    Aurelia Brandenburg / Lucas Haasis / Alan van Beek (Hrsg.), Zeitenwende: Interdisziplinäre Zugänge zum Spiel Pentiment. in: Mittelalter. Interdisziplinäre Forschung und Rezeptionsgeschichte, 2024, https://doi.org/10.58079/129ay

    Confoederatio Ludens: Schweizer Geschichte der Spiele, des Spiels und des Game Designs 1968-2000 (Projektwebsite): https://chludens.ch und (Forschungsblog) https://chludens.hypotheses.org

    Eugen Pfister, „Wie es wirklich war.“ – Wider die Authentizitätsdebatte im digitalen Spiel. Gespielt, 18.05.2017, https://doi.org/10.58079/p153

    Eugen Pfister / Tobias Winnerling, Digitale Spiele, in: docupedia-zeitgeschichte, 2020 http://dx.doi.org/10.14765/zzf.dok-1718

    Felix Zimmermann, Virtuelle Wirklichkeiten. Atmosphärisches Vergangenheitserleben im Digitalen Spiele, Marburg 2023

    Ulli Engst, Rezension zu: Rollinger, Christian (Hrsg.): Classical Antiquity in Video Games. Playing with the Ancient World. London 2020 , ISBN 978-1-3500-6663-2, in: H-Soz-Kult, 26.06.2020, https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-29882

    56 min
  • Mehr Globalgeschichte wagen

    Angesichts der multiplen Krisen in einer zunehmend auch im Globalen Norden immer schmerzhafter erfahrbaren globalisierten Welt gewinnt globalhistorisches Orientierungswissen immer mehr an Bedeutung. Während globalhistorische Inhalte in der Fachwissenschaft inzwischen weit verbreitet sind, stellt sich die Situation in der Wissenschaftskommunikation (Medien, Museen) und in der Schule anders dar. Die Geschichte globalhistorischer Verflechtungen ist immer noch unterrepräsentiert, Forschungsergebnisse übersetzen sich nur langsam in Lehrpläne und Schulpraxis. Unter der Überschrift “Mehr Globalgeschichte wagen” diskutieren Jan Siefert (Universität Duisburg-Essen) und Philipp Bernhard (Zentrum Erinnerungskultur an der Universität Regensburg) gemeinsam mit Eva Bischoff über Dringlichkeit und Schwierigkeiten mehr globalhistorische Perspektiven in den Schulunterricht einzutragen.


    Zu den Personen

    Jan Siefert ist Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Universität Duisburg-Essen in der Abteilung für Geschichtsdidaktik. Seine Dissertation schrieb er zur interkulturellen Perspektivübernahme anhand japanischer Geschichte 2020; seine laufende Habilitation thematisiert Erzählungen anhand globalgeschichtlicher Inhalte. Den Schuldienst hat er in Gesamtschulen in NRW bis 2022 absolviert. Mehr Informationen und Kontakt unter: https://www.uni-due.de/geschichte/jan_siefert.php

    Philipp Bernhard ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum Erinnerungskultur der Universität Regensburg (abgeordnete Lehrkraft). Seine Dissertation “Geschichtsvermittlung postkolonial. Eine geschichtsdidaktische Vermessung Postkolonialer Theorie” entstand bis 2022 am Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte der Universität Augsburg. Er ist Gymnasiallehrer für Englisch, Geschichte und Ethik. Weitere Informationen und Kontakt unter: https://zentrum-erinnerungskultur.de/person/4039/


    Weiterführende Informationen

    Eva Bischoff / Odila Schröder, Tagungsbericht: Klassische Themen des Geschichtsunterrichts globalgeschichtlich perspektiviert, in: H-Soz-Kult, 03.05.2024, http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/fdkn-143330

    Positionspapier des AK Welt- und globalgeschichtliche Perspektiven im Geschichtsunterricht (KGD) und der AGWWG, https://www.historicum.net/fileadmin/user_upload/5_disziplinen/6_didaktik/1_kgd/1_pdfs/news/2023/07-12-23_Positionspapier_AK_Initiative_Globalhistorische_Perspektiven_in_die_Geschichtslehrplaene.pdf

    Arbeitsgruppe Weltregionale und Globale Geschichte (AKWGG) im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD): https://www.historikerverband.de/mitglieder/arbeitsgruppen/ak-weltregionale-und-globale-geschichte/

    Arbeitskreis Welt- und globalgeschichtliche Perspektiven im Geschichtsunterricht (KGD): https://www.uni-augsburg.de/de/fakultaet/philhist/professuren/geschichte/didaktik-der-geschichte/lehrerfortbildung/ak-globalgeschichte/

    31 min
  • Netzwerk "Nachhaltige Wissenschaft"

    Im Mai 2024 hat sich das Netzwerk Nachhaltige Wissenschaft gegründet. Hervorgegangen aus der Initiative #ProfsFuerHanna, thematisiert das Netzwerk Missstände in der Wissenschaftsorganisation und Hochschulpolitik und erarbeitet Lösungsvorschläge. "Nachhaltigkeit" meint dabei ein umfassendes Konzept zur Ermöglichung guter Wissenschaft. Die Frage nach Beschäftigungsverhältnissen an deutschen Hochschulen schließt es ebenso ein wie das Verhältnis von Grundfinanzierung und "Drittmittelwesen" oder die Frage, wie Hochschulen demokratisiert und Anreize für Machtmissbrauch abgebaut werden können. Nicht zuletzt kommen die aktuellen Probleme des wissenschaftlichen Publizierens zur Sprache. Über diese Themen spricht Claudia Prinz in Folge 5 der 2. Staffel mit Tilman Reitz.


    Zur Person

    Tilman Reitz ist Professor für Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, wo er u.a. im SFB Strukturwandel des Eigentums aktiv ist. Er gehört zu den Initiator:innen des Netzwerks Nachhaltige Wissenschaft.

    Weiterführende Informationen

    Grundsätze des Netzwerks Nachhaltige Wissenschaft: https://netzwerk-nachhaltige-wissenschaft.de/?page_id=57

    Sonja Bolenius / Tilman Reitz, Alternativen zum Drittmittelwahn, Gastbeitrag zu Wiardas Blog: https://www.jmwiarda.de/2024/05/23/alternativen-zum-drittmittelwahn/

    Soziopolis-Dossier zu "Open Access": https://www.soziopolis.de/dossier/open-access.html

    Amrei Bahr / Kristin Eichhorn / Sebastian Kubon, #IchBinHanna. Prekäre Wissenschaft in Deutschland, Frankfurt am Main 2023.

    H-Soz-Kult Podcast Staffel 1 - Episode 8: Machtmissbrauch in der Wissenschaft & metoohistory: https://www.hsozkult.de/podcast/staffel-1/machtmissbrauch-und-metoohistory

    35 min
  • KI in der Lehre

    Seit der Veröffentlichung des K.I. Chatbots "ChatGPT" wurde im Fach viel darüber spekuliert, welche konkreten Auswirkungen eine solche, auf sogenannten Large Language Models (LLM) basiernde Anwendung auf das herkömmliche Studium der Geschichtswissenschaften haben würde. Bereits das Ende der Hausarbeit wurde dabei an die Wand gemalt. An den technischen Entwicklungen ist jedoch kein Vorbeikommen und so stellte sich die Frage, wie diese neuen Technologien in der Lehre und in der Zusammenarbeit mit den Studierenden adressiert werden müssten.

    Gut anderthalb Jahre nach dem ersten "Hype" um die K.I.-basierten Chatbots haben wir eine erste Bestandsaufnahme versucht. Wir haben mit drei Kolleginnen der Humboldt-Universität zu ihren Erfahrungen beim Thema "K.I. in der Lehre" gesprochen. Diese Ausgabe ist als Impuls dazu gedacht, sich über dieses Thema verstärkt auszutauschen.

    Zu den Personen:

    Nikola Burkhardt ist wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Institut für Geschichtswissenschaften (IfG) der Humboldt-Universität zu Berlin. Hier arbeitet sie am Lehrstuhl Alte Geschichte. Ihre Forschung beschäftigt sich mit der Ethnizität in der Antike. Darüber hinaus arbeitet sie methodisch auch im Bereich der Digital History u. a. zur "Unsicherheit" als epistemisches Konzept in den digitalen Geschichtswissenschaften (https://dhistory.hypotheses.org/5336).

    Sarah Matuschak ist ebenfalls wissenschaftliche Mitarbeiterin am IfG der HU Berlin. Sie forscht am Lehrstuhl für Osteurpäische Geschichte, wo sie zum Thema "Die Geburt Russlands aus dem Geiste der Musik" promoviert hat. Sarah Matuschak erforschte darüber die lange Geschichte der russischen Nationsbildung vom 18. bis ins 20. Jahrhundert.

    Melanie Althage forscht und lehrt als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Digital History. Hier promoviert sie zur methodenkritischen Reflexion von quantitativen Verfahren bei der Analyse von digital geborenen (digital born) Quellen. Dabei erschließt sie die von Historikern produzierten Texte im Internet und schreibt zur Geschichte der digitalen Historiographie.

    Zum Weiterlesen und -hören:

    Praxistest von Sophie Eckensthaler, in der K. I. einen wissenschaftlichen Text schreiben sollte: https://hochschulforumdigitalisierung.de/chatgpt-in-den-geschichtswissenschaften-ein-praxisversuch-2/

    Interview mit Johannes Preiser-Kapeller: https://www.oeaw.ac.at/news/chatgpt-kann-nicht-geschichte-schreiben

    Felix Guffler. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Geschichtswissenschaft – ein Zwischenbericht zu ChatGPT und Midjourney, https://archivalia.hypotheses.org/172934

    Carina Schröder, KI in der Geschichtswissenschaft, Feature auf Deutschlandfunk Kultur, https://www.deutschlandfunkkultur.de/ki-in-der-geschichtswissenschaft-dlf-kultur-07d4d267-100.html

    33 min

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"Vergangenheitsformen" ist der Redaktionspodcast von H-Soz-Kult. Claudia Prinz und Thomas Werneke führen durch die einzelnen Folgen. Das Podcast-Redaktionsteam spricht mit wechselnden Gästen über aktuelle Entwicklungen in den Geschichtswissenschaften und anderen fachnahen Disziplinen. Wir diskutieren die Veränderungen des Fachs, das wissenschaftliche Arbeiten und aktuelle Themen der Geschichtswissenschaft. Die Folgen erscheinen in Staffeln.