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Heute geht es um eine Frage, die uns fast wöchentlich in irgendeiner Form erreicht: Bekomme ich das mit meiner eigenen Praxis hin, oder brauche ich eigentlich schon eine Therapie?
„Der achtsame Weg durch die Depression" von Mark Williams
Heute Fragen wir uns nach der unterschiedlichen Bedeutung von Selbsterfahrung und Selbstoptimierung.
Beides klingt zunächst nach einem ähnlichen Anliegen. Wir wollen uns besser kennenlernen, an uns arbeiten, um so die Beste Version von uns Selbst, werden zu können.
Vor zwanzig, dreißig Jahren ging es in unserer Szene fast ausschließlich um Selbsterfahrung – heute scheint das Streben nach Optimierung zu dominieren. Wir tracken unsere Biodaten, versuchen alt zu werden ohne zu altern. Nahrungsergänzungen, mentale Fitness, Smartwatches und mehr, sollen unsere Biologie optimieren.
Entwickeln wir uns vom Erleben hin zum Vermessen? Diese Frage soll heute unser Thema sein.
Heute geht es um ein Gefühl, das jeder kennt und das in der spirituellen wie in der psychologischen Literatur sehr unterschiedlich bewertet wird: dem Zweifel. Ist er ein Hindernis, das überwunden werden muss – oder ein notwendiger Teil jedes ernsthaften Weges?
Für mich ist das eine der spannendsten Fragen überhaupt, weil die Antwort tatsächlich davon abhängt, von welcher Art Zweifel wir sprechen. Es gibt den Zweifel, der lähmt, und den Zweifel, der öffnet – und beide fühlen sich am Anfang oft ziemlich ähnlich an.
Heute geht es um etwas, das auf den ersten Blick paradox klingt: Wie gelingt Gegenwärtigkeit in der Routine des Alltags? Und welche Antworten haben Yoga, Buddhismus, Shivaismus oder die Psychologie auf diese Frage?
Achtsamkeit, Gewahrsein, Hier und Jetzt – Stichworte, die wir alle kennen und benutzen, die sich gut verkaufen – es gibt tonnenweise Bücher und Kartensets … Sind das nur noch leere Worthülsen? Oder geht es nicht eigentlich um die Sehnsucht, dass wir inmitten der oft banalen Stürme des Alltags Frieden suchen?
Heute geht es um ein Feld, das in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit bekommen hat, aber oft missverstanden wird: Was ist eigentlich Somatics? Der Begriff „Somatics“ beschreibt im Kern unterschiedliche Methoden der Selbsterforschung aus der Perspektive des sich selbst erfahrenden Körpers. Der Körper also nicht als Objekt, von außen betrachtet und untersucht, sondern als Subjekt, das sich selbst von innen erlebt.
Charlotte Selver auf YouTube
https://www.youtube.com/watch?v=fDSKUBt-Z9k&t=513s
Nachdem wir uns zuletzt mit den Kleshas beschäftigt haben – den fünf Ursachen des Leidens – schauen wir heute auf die Antwort, die Patanjali darauf gibt: Kriya Yoga, den Yoga der Handlung. Patanjali beschreibt drei Praktiken, die uns helfen, die Macht der Kleshas in unserem Alltag zu verringern.
Ein zentrales Element der Yogasutras des Patanjali ist das Modell der Kleshas.
Sie bilden die fünf Ursachen des Leidens.
Tief in unserem Unterbewusstsein, also nur schwer zu beeinflussen, reichen schon wenige Reize, um diese leidvollen Muster von Gefühlen und Gedanken in uns zu erwecken.
Die verschiedenen Kleshas bestimmen unsere Handlungen, ohne dass wir uns ihrer dabei bewusst sind. Raga zieht dich hin zu dem, von dem du glaubst, dass es dich glücklich und frei macht; Dvesha stößt dich weg von dem, was unangenehm scheint, usw.
Heute stellen wir uns die Frage: „Was versteht man unter somatischer und emotionaler Intelligenz?“
Wenn wir von Intelligenz sprechen, meinen wir in der Regel eine Funktion des Geistes, die Zusammenhänge erkennt, um Lösungen für Probleme zu finden.
Dagegen beschreiben somatische und emotionale Intelligenz ein Wissen, das über den rationalen Verstand hinausreicht oder ihm zugrunde liegt und dabei aus einer intuitiveren und mit dem Leben verbundenen Quelle schöpft.
Wenn wir die gegenwärtige Welt betrachten, scheint es, als hätten wir den Kontakt zu dieser Weisheit nahezu verloren.
Und nicht zuletzt: Welche Wege gibt es, die somatische Intelligenz in uns zu fördern?
Tipp: Astrid North-Lightning
https://www.youtube.com/watch?v=3ULFpJU42PQ
In dieser Folge widmen wir uns einer Beobachtung, die uns im Institut, aber auch persönlich, beschäftigt: die schleichende Verflachung und radikale Kommerzialisierung von Yoga und Spiritualität.
Wir leben in einer Zeit, in der fast alles zu einer optimierten Ware wird. Sogar unsere Suche nach innerem Frieden ist scheinbar ein Produkt, das man im Abo kaufen kann.
Wie wurde aus einer jahrtausendealten Befreiungslehre ein Lifestyle-Produkt und Wellness-Trend?
Führt uns das moderne Versprechen von „schneller Verbindung“ und „easy healing“ in eine noch tiefere Selbstentfremdung?
Und: Wie können wir als Gemeinschaft von Lehrenden und Praktizierenden wieder eine echte Tiefe kultivieren?
Heute beschäftigen wir uns mit einem der unmittelbarsten Rhythmen unseres Lebens: dem Atem. In unserer Arbeit mit Klient:innen erleben wir immer wieder, dass der Atem das Erste ist, was wir festhalten, wenn wir uns bedroht fühlen – aber auch weit wird in der Freude, sinkt, steigt, fließt. Er ist der Seismograph unserer Seele, der jede Regung spiegelt, oft lang, bevor wir sie benennen können.
Wir stellen uns die Frage: Gestalten wir den Atem oder „atmet es uns“? Wir wollen untersuchen, wie die Art, wie wir atmen, unmittelbar unsere Gefühle und Gedanken formt – und wie das Loslassen des Atems uns zurück in eine Natürlichkeit führt, die wir im stressigen Alltag oft verlieren.
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