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In dieser Folge ist May Beyli-Helmy, die Leiterin der Fachstelle Forensik Assessment zu Gast im Podcast. Sie berichtet über Gefährder, Intimgewalt und mögliche Interventionen. Denn Häusliche Gewalt ist ein intimes Thema, das ein subtiles Vorgehen erfordert. Ziel des Bedrohungsmanagements ist es, schwere Gewalttaten zu verhindern. Schwere zielgerichtete Gewalt ist meist die letzte Eskalationsstufe einer sich bereits seit längerer Zeit abzeichnenden Krise, in deren Verlauf in den meisten Fällen Warnsignale erkennbar gewesen wären. Die Fachstelle Forensic Assessment & Risk Management (FFA) der Klinik für Forensische Psychiatrie der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich unterstützt die Zürcher Polizeibehörden und die Staatsanwaltschaft mit forensischem Fachwissen bei der Risikoeinschätzung und im Fallmanagement. Diese von Fallbeginn an enge interdisziplinäre Zusammenarbeit soll Synergieeffekte und ein gemeinsames Fallverständnis fördern und so zur Prävention schwerer Gewaltdelikte beitragen. Bedrohungsmanagement besteht daher aus der Erkennung von Warnsignalen, die auf eine mögliche schwere Gewalttat hinweisen (Analyse) und zum anderen ein deeskalierendes Fallmanagement, welches ein derartiges Risiko eindämmt (Management).
Übergänge von stationären in ambulante Behandlungskontexte sind mit vielen Risiken behaftet: Rückfall in die Erkrankung, Konsumereignisse, Delinquenz, aber auch Überdosis und Suizid. Wie gestaltet man Übergänge also sinnvoll und risikoorientiert?
In dieser Folge diskutieren Steffen Lau und Friederike Höfer über die Gefahren unter dem Tannenbaum.
Hans-Ludwig Kröber ist einer der bekanntesten Gutachter Deutschlands - manche sagen, der Härteste. Ab 1996 war er Universitätsprofessor für Forensische Psychiatrie und Direktor des Instituts für Forensische Psychiatrie der Freien Universität Berlin, das später Teil der Charité wurde. 2016 wurde er emeritiert und ist bis heute als Forensischer Gutachter tätig. Hans Ludwig Kröber war mit vielen grossen deutschen Verfahren befasst, u.a. im Fall Jessica, Stephanie, Kachelmann und Mollath. Ausserdem fungierte er als Berater des Vatikans zum Thema Pädophilie. Seine belletristischen Bücher "Mord. Geschichten aus der Wirklichkeit" und "Mord im Rückfall. 45 Fallgeschichten über das Töten" sind ebenso fesselnd, wie das "Handbuch der Forensischen Psychiatrie" ein Standardwerk für angehende Forensische PsychiaterInnen, Rechtspsychologinnen und Juristinnen ist. In dieser Folge spricht Hans-Ludwig Kröber mit Friederike Höfer und Steffen Lau über Forensische Psychiatrie, Gutachterei und ihre Fallstricke.
Ab und an landen psychisch kranke StraftäterInnen im Massnahmenvollzug, die sich nur geringfügige Delikte haben zu Schulden kommen lassen. Ist das verhältnismässig? Und kann man bei solchen KlientInnen überhaupt die Gefährlichkeit mindern? Wie geht man mit solchen Personen in stationären forensischen Therapieinstitutionen um? Darüber diskutieren Friederike Höfer und Steffen Lau in dieser Folge von "Was ist richtig - der Forensische Podcast".
Drohungen gehören einerseits zum Alltag, andererseits können sie schwere Gewalttaten ankündigen. Um zu beurteilen, wie gefährlich eine Drohung wirklich ist, müssen risikorelevante Faktoren einbezogen werden. Über die Ausführungsgefahr von Drohungen diskutieren Steffen Lau und Friederike Höfer in dieser Folge.
Zur weiteren Lektüre:
Ryser D: Der Superschläfer. https://www.republik.ch/2020/06/15/der-superschlaefer
Gerth S & Farber C: Identifikation von Hoch-Risiko-Drohungen. In: Endrass et al. (Hrsg.) Interventionen bei Gewalt- und Sexualstraftätern. Berlin 2012.
Alkohol, Cannabis, Opioide, Kokain .... immer wieder haben forensische PsychiaterInnen in der Begutachtung und Behandlung mit dem Gebrauch psychoproper Substanzen zu tun. Welche die häufigsten sind und was es für Probleme geben kann, darüber diskutieren Steffen Lau und Friederike Höfer in dieser Folge.
Die Hebephrenie oder hebephrene Schizophrenie bezeichnet in den älteren Klassifikationssystemen eine Unterform der Schizophrenie. Bei diesem Subtyp stehen Veränderungen des Gemütslebens im Vordergrund, während Halluzinationen und Wahnphänomene nur flüchtig und bruchstückhaft vorkommen. Das Verhalten ist häufig desorganisiert und wirkt teils eher antisozial. Steffen Lau und Friederike Höfer diskutieren in der Folge darüber, warum es Sinn macht, Unterformen der Schizophrenie zu kennen und was "hebephren" eigentlich bedeutet.
Sexsucht oder etwas akademischer "compulsive sexual behavior disorder (CSBD)" ist eine Störung, bei der sowohl ein erhöhtes sexuelles Verlangen, als auch ein gesteigertes sexuell motiviertes Handeln besteht. Früher unter Satyriasis oder Donjuanimsus bekannt, weiss man heute viel mehr über den Leidensdruck, den diese Störung mit sich bringen kann. In dieser Folge erklärt Andreas Hill, Privat-Dozent am Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und Leitender Arzt an der Klinik für Forensische Psychiatrie Zürich, die Zusammenhänge mit negativen Emotionen und zeigt Behandlungstrategien auf.
Delinquenz fängt nicht erst mit der Volljährigkeit an. Daher bietet das Zentrum für Kinder- und Jugendforensik der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich ein modernes forensisches Kompetenz-, Abklärungs- und Behandlungssetting für Minderjährige (10-18 Jahre) und für junge Erwachsene (18-25 Jahre) an, die in einem jugendstrafrechtlichen Verfahren stehen und/oder in einer Jugendmassnahme sind. Kinder- und Jugendforensik leistet so einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit, zum Opferschutz, aber auch zur Prävention von Delikten, zur Ausbildung von spezifischen Fachkräften, zur Lehre und zum wissenschaftlichen Diskurs. In dieser Folge stehen die Zentrumsleitung chefärztliche und chefpsychologische mit Dorothea Stiefel und Leonardo Vertone den Erwachsenenforensiker*innen Steffen Lau und Friederike Höfer Rede und Antwort.
Zur weiteren Lektüre:
Besser C, Stiefel D, Barra S, Plattner B, Aebi M (2019) Psychische Störungen und kriminelle Rückfälle bei männlichen jugendlichen Gefängnisinsassen Chttps://www.zora.uzh.ch/id/eprint/162430/
Vertone L, Euler F, Cavelti L, Stiefel D (2022) Jugendliche Delinquente in der Schweiz
https://www.researchgate.net/publication/359439825_Jugendliche_Delinquente_in_der_Schweiz_-_Charakteristika_und_Interventionen
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Was genau ist eigentlich forensische Psychiatrie und was passiert hinter den Türen einer forensischen Klinik? Forensische Psychiater*innen beschäftigen sich nicht mit Larvenstadien und schneiden…
Wer hat da eigentlich mit wem zu tun? Ist es gefährlich, mit psychisch kranken Straftäter*innen zu arbeiten? Wie erleben Patient*innen die Forensische Psychiatrie? Im Podcast "Was ist richtig? Der Forensische Podcast» diskutieren die beiden forensischen Psychiater*innen, der inzwischen leider verstorbene Steffen Lau, ehemaliger Chefarzt des Zentrums für stationäre Forensische Therapien Rheinau, und Friederike Höfer, Leitende Ärztin des Zentrums für ambulante Forensische Therapien der Forensischen Klinik der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich zu zweit und mit besonderen Gästen über alle Fragen rund um die Forensische Psychiatrie. Gemeinsam geben sie Einblicke in ein Fachgebiet, das häufig missverstanden wird, erläutern, welche Aufgaben die forensische Psychiatrie übernimmt, wie Therapien ablaufen und welche Rolle Sicherheit, Behandlung und Rückfallprävention spielen.

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