
Sign up to save your podcasts
Or


Eine grosse Sorge der Öffentlichkeit besteht dahingehend, dass Menschen aus Forensischen Einrichtungen zu früh entlassen werden und von ihnen weiter Risiken ausgehen. Wie messen Forensische Psychiater*innen, ob ein Mensch weniger gefährlich ist und wie werden Lockerungen abgestützt?
In dieser Folge von "Was ist richtig? Der Forensische Podcast" beantwortet Friederike Höfer Fragen zum Thema Sucht und Forensik. Das Interview führen drei Maturandinnen, die sich in ihrer Abiturarbeit mit dem Thema Abhängigkeitserkrankungen auseinandersetzen. Dabei geht es um die Jahrtausende alte Kulturtechnik Rausch und die Frage, wann wird der Gebrauch psychoproper Substanzen problematisch.
Menschen, die in der stationären Forensischen Psychiatrie behandelt werden, brauchen Rahmenbedingungen, in denen therapeutische Fortschritte erprobt werden können. Dafür gibt es Vollzugslockerungen, die den Patient*innen Schritt für Schritt mehr Freiheiten ermöglichen. Allerdings können solche Lockerungen missbraucht werden, indem Patient*innen fliehen oder entweichen. Passiert das häufig? Und wie gehen Forensische Kliniken mit diesem Risiko um?
Jeder kennt Personen, die an allem etwas auszusetzen haben, sich wegen jeder Kleinigkeit beschweren und dabei hartnäckig auf ihr Recht pochen. Früher als "Wahnsinn aus Rechthaberei" beschrieben, spricht man heute von querulatorischer Persönlichkeitsstörung als Ausprägung der paranoiden Persönlichkeitsstörung oder sogar vom querulatorischen Wahn. Was haben Forensische Psychiater*innen mit Querulanten zu tun? Und wie gut ist eine solche Entwicklung aufzuhalten? Als weiterführende Literatur sei der spannende Aufsatz des Forensischen Psychiaters Henning Sass "Der Exzess einer Tugend" empfohlen. https://www.springermedizin.de/der-exzess-einer-tugend/9051682
In der zweiten Staffel von "Was ist richtig? Der Forensische Podcast" geht es wieder um grosse und kleine Fragen zur Forensischen Psychiatrie. Wie ist sie entstanden? Was waren wichtige Einflussfaktoren? Wohin wird sie sich entwickeln? Neue Spezialgebiete entstehen - was umfasst also heute Forensische Psychiatrie? Zum Auftakt der Staffel sprechen wir deswegen mit einer Person, dessen Berufsleben seit vielen Jahren eng mit der Weiterentwicklung des Faches verknüpft ist. Prof. Dr. med. Elmar Habermeyer, Direktor der Klinik für Forensische Psychiatrie der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich schaut in dieser Folge mit uns zurück und in die Zukunft.
Die erste Staffel von "Was ist richtig? Der Forensische Podcast" hat sich mit diversen forensisch-psychiatrischen Themen beschäftigt. In der nächsten Staffel diskutieren Steffen Lau und Friederike Höfer über Hypersexualität, Bedrohungsmanagement, Pädophilie und viele weitere spannende Themen. Wer uns schreiben will, erreicht uns unter [email protected].
Suizidalität ist das Symptom eines zugrundeliegenden Problems oder Konflikts und stellt häufig die Zuspitzung einer psychischen Verfassung dar, in der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit nicht alleine überwunden werden können. Daher gehört die Abklärung und Behandlung von Suizidalität zu den Kernaufgaben der Psychiatrie. In der Forensischen Psychiatrie trifft man besonders häufig auf Menschen, die sich in einer ausweglosen Lage wähnen oder an ihrer Situation verzweifeln. Steffen Lau und Friederike Höfer sprechen heute über Risikofaktoren akuter Suizidalität und Strategien, Menschen durch eine suizidale Krise zu begleiten.
Akute Hilfe finden Schweizer Kinder unter 147 finden Kinder Hilfe von feel-ok.ch, unter 143 Erwachsene bei der dargebotenen Hand. Weltweite Links findet man hier: https://faq.whatsapp.com/general/security-and-privacy/global-suicide-hotline-resources/?lang=de
Neonatizid bzw. Filizid sind Verbrechen, die die Gemüter der Öffentlichkeit erschüttern. Wie kommt es zu einer Kindstötung? Welche Belastungsfaktoren erschweren die Mutter-Kind-Beziehung zuvor und wie häufig kommt das überhaupt vor? Steffen Lau und Friederike Höfer reden in dieser Folge über Mütter, die ihre Kinder töten.
Viele Patient*innen können aufgrund ihrer psychischen Erkrankung zeitweise oder dauerhaft nicht alleine wohnen und leben. Sozialpsychiatrische Wohneinrichtungen können hier helfen und ein Zuhause für Personen bieten, die aufgrund ihrer Erkrankung ein strukturiertes und engmaschig betreutes Lebensumfeld benötigen. Idealerweise bietet eine solche Wohneinrichtung aber mehr, als ein Dach über dem Kopf, zum Beispiel eine unterstützende und begleitende Förderplanung unter Berücksichtigung der biografischen Anamnese und individuellen Merkmale der Person. Gemeinsam mit der betroffenen Person, der Wohneinrichtung und (forensischen) Therapeut*innen kann so an klar definierten Problembereichen gearbeitet werden, wobei dabei vorhandene Ressourcen gefördert werden. Um zu erklären, wie das geht und wie aufwendig eine solche integrierte Förderung ist, ist eine Gründerin zu Gast im Podcast. Michèle gibt uns in der Folge "Was leisten eigentlich sozialpsychiatrische Wohneinrichtungen" einen seltenen Einblick in das Leben und Arbeiten in einer solchen Einrichtung.
Wer eine Straftat in Zusammenhang mit einer psychischen Störung oder einer Abhängigkeit von psychotropen Substanzen ("Drogen") begeht, wird - jedenfalls wenn es gut läuft - nicht bestraft, sondern behandelt. Das geht in der Schweiz stationär im Rahmen einer Massnahme nach Art. 59 CH-StGB oder ambulant im Rahmen einer Massnahme nach Art. 63 CH-StGB. Wie läuft so eine Behandlung - und wie fühlt es sich an, in forensischen Behandlung zu sein? Friederike Höfer und Steffen Lau reden heute mit einem Gast, der so mutig war, Einblick in seine Behandlung zu geben.
Episode is Live
Published: Nov. 07, 2021 @ 4PM Edit
Unpublish
Add a Transcript
Get episode better indexed by search engines.
Add Chapter Markers
Listeners can tap through & see what’s coming up.
Create a Visual Soundbite
Best way to share to social media for engagement.
Share Episode On
From the publisher's feed
Was genau ist eigentlich forensische Psychiatrie und was passiert hinter den Türen einer forensischen Klinik? Forensische Psychiater*innen beschäftigen sich nicht mit Larvenstadien und schneiden…
Wer hat da eigentlich mit wem zu tun? Ist es gefährlich, mit psychisch kranken Straftäter*innen zu arbeiten? Wie erleben Patient*innen die Forensische Psychiatrie? Im Podcast "Was ist richtig? Der Forensische Podcast» diskutieren die beiden forensischen Psychiater*innen, der inzwischen leider verstorbene Steffen Lau, ehemaliger Chefarzt des Zentrums für stationäre Forensische Therapien Rheinau, und Friederike Höfer, Leitende Ärztin des Zentrums für ambulante Forensische Therapien der Forensischen Klinik der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich zu zweit und mit besonderen Gästen über alle Fragen rund um die Forensische Psychiatrie. Gemeinsam geben sie Einblicke in ein Fachgebiet, das häufig missverstanden wird, erläutern, welche Aufgaben die forensische Psychiatrie übernimmt, wie Therapien ablaufen und welche Rolle Sicherheit, Behandlung und Rückfallprävention spielen.

249 Listeners

13 Listeners

47 Listeners