Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium

Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium

By P. Markus Johannes StraubhaarReligion & Spirituality
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Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium episodes

  • Wenn Gott uns in die Wüste führt
    Johannes der Täufer ruft das Volk in die Wüste hinaus, so wie es auch mit Mose war, der das Volk in die Wüste hineinführte. Auch zur Zeit Jesajas erlitt das Volk eine Zeit der Verbannung, fernab von der Nähe Gottes in Jerusalem, in feindlichem Gebiet, den fremden Mächten ausgesetzt. Es ist eine wirklich tröstliche Stimme, die dem Volk gut tut, wenn es bei Jesaja heißt: "Tröstet, tröstet mein Volk!", und damit ankündigt, dass die Zeit der Verbannung zu Ende geht. Aber sie war notwendig diese Zeit, so wie alle Zeiten der Wüste und Entbehrung in unserem Leben wichtig sind, weil sie die Sehnsucht wecken und nur ein Durchzug ins "Gelobte Land" sind.
    16 min
  • Mit der Wachsamkeit eines Türhüters
    In einem Bild spricht Jesus von einem Herrn, der auf Reisen geht und alle Verantwortung seinem Türhüter überträgt. Wir Menschen haben in der Welt so eine Türhüterfunktion, in der wir Verantwortung tragen, ob die Welt sich verändert. Hier wird ausgeschlossen, dass wir andere dafür verantwortlich machen können, wenn es zu wenig Frieden in der Welt gibt. Der Herr fordert diesen Knecht auf, wachsam und damit in Erwartung zu sein, und darauf zu achten, was durch die Tür hineinkommt und was aus der Tür hineingeht. Die Tür lässt sich zunächst vergleichen mit uns selbst und unserem eigenen Leben, für das wir Verantwortung tragen und für das wir Sensibilität entwickeln müssen, um zu wissen, was wir hineinlassen wollen. Aber es ist auch ein Bild für unser Dasein in der Welt, das uns zeigt, dass die Tür auch der Durchgang ist, durch den wir in die Welt hineinwirken. 
    18 min
  • Oft erkennen wir ihn nicht
    Das Bild, das wir uns von Jesus als König und Messias machen, ist häufig anders als die Wirklichkeit. Diese Schwierigkeit hatte Jesus schon zu seinen Lebzeiten. Als Petrus sich dann einmal zu ihm als Messias, "dem Sohn Gottes" bekennt, gebietet Jesus ihm streng darüber zu schweigen. Erst später, kurz vor seinem Ende, als er ganz alleine und ausgeliefert, offensichtlich machtlos, vor Pilatus steht, antwortet ihm Jesus auf dessen Frage unmissverständlich: "Ja, ich bin ein König!", jedoch fügt er gleich hinzu, "aber mein Reich ist nicht von dieser Welt!" Die einzige Macht, die dieser König hat, ist seine Liebe und seine Hingabe. Und sein Reich tritt tagtäglich in unsere Wirklichkeit ein, häufig anders, als wir es erwarten. 
    15 min
  • Oft erkennen wir ihn nicht
    Das Bild, das wir uns von Jesus als König und Messias machen, ist häufig anders als die Wirklichkeit. Diese Schwierigkeit hatte Jesus schon zu seinen Lebzeiten. Als Petrus sich dann einmal zu ihm als Messias, "dem Sohn Gottes" bekennt, gebietet Jesus ihm streng darüber zu schweigen. Erst später, kurz vor seinem Ende, als er ganz alleine und ausgeliefert, offensichtlich machtlos, vor Pilatus steht, antwortet ihm Jesus auf dessen Frage unmissverständlich: "Ja, ich bin ein König!", jedoch fügt er gleich hinzu, "aber mein Reich ist nicht von dieser Welt!" Die einzige Macht, die dieser König hat, ist seine Liebe und seine Hingabe. Und sein Reich tritt tagtäglich in unsere Wirklichkeit ein, häufig anders, als wir es erwarten. 
    15 min
  • Wenn der Herr um Mitternacht kommt...
    Das Bild eines um Mitternacht eintreffenden Herrn mutet in unseren Breiten komisch an, ist jedoch im Orient angesichts der Temperaturen nichts Ungewöhnliches. Auch die Brautjungfern, die auf die Ankunft warten, die sich dann jedoch unerwartet verzögert, so dass man beim langen Warten sogar einschläft, ist ebenso nicht ungewöhnlich in einer Zeit, in der es weder Uhren noch schnelle Fortbewegungsmittel gab. All das mag die Zuhörer Jesu nicht überrascht haben, denn es ist das, was man kennt - dass jedoch der Bräutigam nach seiner Ankunft sagt: "Ich kenne Euch nicht!" und denen, die noch rasch für das Öl in den Lampen sorgen mussten, den erwünschten Zutritt verwehrt, das darf uns wie auch die Zuhörer damals durchaus irritieren. Nur wer genug Öl dabei hat, um die Lampe im rechten Moment anzuzünden, ist auch beim Fest dabei. Was dieses Öl sein könnte, ist die entscheidende Frage, die dieses Gleichnis aufwirft.
    21 min
  • Wenn der Herr um Mitternacht kommt...
    Das Bild eines um Mitternacht eintreffenden Herrn mutet in unseren Breiten komisch an, ist jedoch im Orient angesichts der Temperaturen nichts Ungewöhnliches. Auch die Brautjungfern, die auf die Ankunft warten, die sich dann jedoch unerwartet verzögert, so dass man beim langen Warten sogar einschläft, ist ebenso nicht ungewöhnlich in einer Zeit, in der es weder Uhren noch schnelle Fortbewegungsmittel gab. All das mag die Zuhörer Jesu nicht überrascht haben, denn es ist das, was man kennt - dass jedoch der Bräutigam nach seiner Ankunft sagt: "Ich kenne Euch nicht!" und denen, die noch rasch für das Öl in den Lampen sorgen mussten, den erwünschten Zutritt verwehrt, das darf uns wie auch die Zuhörer damals durchaus irritieren. Nur wer genug Öl dabei hat, um die Lampe im rechten Moment anzuzünden, ist auch beim Fest dabei. Was dieses Öl sein könnte, ist die entscheidende Frage, die dieses Gleichnis aufwirft.
    21 min
  • Spiegel, der Gott sichtbar werden lässt
    „Nur einer ist euer Vater, nur einer euer Lehrer“
    Wenn Jesus sagt, keiner soll sich Vater und keiner soll sich Lehrer nennen lassen, so vielleicht deswegen, weil alle unsere zwischenmenschlichen Beziehungen Anteil haben an dem, was Gott ist und nur weiterschenken, was Gott für uns sein möchte. Jeder der Vater oder Mutter, Lehrer oder Partner ist, macht in seiner Liebe, in seinem Wissen, in seiner Treue das sichtbar, was Gott für den Menschen sein will. 
    15 min
  • Spiegel, der Gott sichtbar werden lässt

    „Nur einer ist euer Vater, nur einer euer Lehrer“


    Wenn Jesus sagt, keiner soll sich Vater und keiner soll sich Lehrer nennen lassen, so vielleicht deswegen, weil alle unsere zwischenmenschlichen Beziehungen Anteil haben an dem, was Gott ist und nur weiterschenken, was Gott für uns sein möchte. Jeder der Vater oder Mutter, Lehrer oder Partner ist, macht in seiner Liebe, in seinem Wissen, in seiner Treue das sichtbar, was Gott für den Menschen sein will. 

    15 min
  • Liebe, die uns wachküsst
    Die Liebe, so könnte man zunächst meinen, ist das Selbstverständlichste und das Natürlichste, aber aus dem Alltag heraus wissen wir auch, dass sie mitunter das schwierigste ist. Jesus fordert uns heraus durch seine eigene Liebe, die so weit geht, bis es weh tut, und die uns auffordert einander so zu lieben, wie er geliebt hat.
    15 min
  • Liebe, die uns wachküsst
    Die Liebe, so könnte man zunächst meinen, ist das Selbstverständlichste und das Natürlichste, aber aus dem Alltag heraus wissen wir auch, dass sie mitunter das schwierigste ist. Jesus fordert uns heraus durch seine eigene Liebe, die so weit geht, bis es weh tut, und die uns auffordert einander so zu lieben, wie er geliebt hat.
    15 min

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"Nicht vom Brot allein wird der Mensch leben, sondern von jedem Wort aus Gott" (Mt 4,4). Die Homilie zum Sonntagsevangeliums legt einen Text aus dem Neuen Testament aus und macht ihn aus seinen Wurzeln heraus verständlich. Die Worte, Gleichnisse und die Person Jesu selbst werden lebendig und werden zum Brot für jeden Tag. Die Predigten von P. Markus Johannes Straubhaar CRVC begleiten durch das Kirchenjahr und erschließen die Texte der katholischen Liturgie.