Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium

Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium

By P. Markus Johannes StraubhaarReligion & Spirituality
Download on the App Store

Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium episodes

  • Dem Bösen keinen Raum bieten
    Der unreine Geist, der heute im Evangelium sich gegen Jesus zur Wehr setzt, versucht mit Jesus zu verhandeln, um das Feld nicht räumen zu müssen, "Was ist mein Anteil  - was ist Dein Anteil? Was ist Dein und was mein?" - Der dämonische Geist beansprucht eine Daseinsberechtigung im Leben des Menschen.
    In allen Bereichen aber, die wir Gott vorenthalten, macht sich das Böse breit und hält den Raum besetzt. Wir können dem Bösen nur den Raum entziehen und Gott alle Bereiche des Lebens öffnen, damit Sein Reich Raum gewinnt und in unserem Leben zum Durchbruch kommt.
    17 min
  • Beruf und Berufung

    Wenn Markus über die Berufung der ersten Jünger schreibt, dann betont er, dass sie es sind, die auf Jesus zugehen, um ihn zu fragen. Bei Markus heute ist es Jesus, der zu denen hingeht, die er berufen will und sie von den Booten wegholt. Sie lassen daraufhin alles zurück und folgen Jesus nach. Eine Berufung in die Nachfolge hat immer beides: die eigene Wachsamkeit und Bereitschaft, selbst aufzubrechen, aber es gibt zugleich auch die Initiative des Herrn herauszurufen, das Gewohnte des Berufes hinter sich zu lassen. Die Jünger lernen, was ihre Berufung bedeutet, wenn sie nicht mehr Fischer sind, sondern Menschenfischer werden und sie lernen, dass sie das, was sie in ihrem Beruf gelernt haben, gut gebrauchen können, wenn sie zu den Menschen gehen. Sie wissen, dass es eine Vorbereitung braucht, so wie zuvor das Richten der Netze und das Herrichten der Boote. Und sie haben gelernt, dass der Fang ausbleiben kann, wenn sie ihre Tätigkeit so weiterführen, wie sie ihren Beruf ausgeübt haben, wenn sie nicht Seinem Wirken den Vorrang geben.

    0 min
  • Wo wohnst Du, Jesus?

    Wer Jesus begegnen will, muss irgendwie in seine Nähe kommen und oft geschieht es, dass andere Menschen uns in seine Nähe bringen und zu ihm mitnehmen. Auch bei den ersten Begegnungen mit den ersten Jüngern ist das zu sehen. Ein Jünger, der Jesus schon gesehen hat, nimmt den anderen mit, Andreas den Simon , Philippus den Ntahnael usw.. Und als sie bei Jesus ankommen, gehen sie verhalten hinter ihm her, dann fragen sie ihn: „Meister, wo wohnst Du? Wo bleibst Du?“ Und er lädt sie ein: „Kommt und seht!“ Die endgültige Antwort  auf die Frage der Jünger entdecken wir in den parallel gestalteten Texten des Johannes, die vom Ostermorgen erzählen. Dort gibt Jesus der suchenden Maria Magdalena zur Antwort: „Ich gehe zum Vater - zu meinem Vater und zu eurem Vater.“ Das ist die Einladung, in die hinein wir auch andere mitnehmen können: uns mit und in Jesus dem Vater zuzuwenden und in Ihm zu bleiben.

    16 min
  • Einmal "Krippe" und zurück - Reiseempfehlung für das Neue Jahr
    Die Erzählung von einem König, der an der leeren Krippe auf einen Hirten trifft, zeigt etwas davon, wie auch wir selbst durch die Liebe und das aufmerksame Gebet anderer Menschen in das göttliche Geheimnis hineingenommen werden, so dass wir unseren Weg danach verändert und als neue Menschen fortsetzen können.
    15 min
  • Beziehung ist immer auch Geheimnis
    Wir erfahren scheinbar nicht viel über die Beziehung von Josef und Maria, sie tauchen nur wenige Male gemeinsam auf und wir wissen kaum etwas davon, wie sie miteinander umgehen oder was sie miteinander sprechen. Aber gerade in dem Wenigen, das über sie gesagt wird, erkennen wir etwas Wesentliches für unsere Beziehungen: wie wir das Geheimnis des anderen, das er immer ist und bleibt, achten und bewahren können.
    17 min
  • Wo wir zu Hause sind

    Der Weg durch die drei Evangelien der Weihnachtstage führt uns über die Krippe zu den Hirten und heute schließlich zu dem fast abstrakt anmutenden Wort, das Fleisch geworden ist, wie der Evangelist in seinem Prolog mehrfach wiederholt. Fast ist es so, als würde man aus dem heimeligen Gefühl des Weihnachtsfestes herausfallen und sich einer kaum zu fassenden Aussage gegenübersehen. Scheinbar verlangt es von uns, in eine höhere Sphäre einzudringen, wenn davon die Rede gesprochen wird, dass das Wort schon vor aller Zeit war und aus dem Vater hervorgegangen ist. Aber genau in diesem Wort sagt der Evangelist etwas sehr Tiefes über unsere eigene Existenz aus: dass dort, wo der Sohn aus der Ewigkeit hervorgegangen ist, auch unser Leben beheimatet ist und dass wir, wo wir uns in diesem Urmoment des liebenden Wortes des Vaters beheimaten, wirklich zuhause ankommen. 


    16 min
  • Aufbrechen aus der Komfortzone

    Wer sich in die Hirten hineinversetzt, die in dieser Nacht eine bemerkenswerte Begegnung erlebt haben, fragt sich vielleicht, was in ihnen vorgegangen ist, in jener Nacht auf dem Hirtenfeld in Bethlehem. Wer waren diese Männer? Innerlich wach, immer bedacht darauf, wann Bedrohung naht, alle Sinne geschärft, um zu wissen, was ihre Schafe unruhig macht, vielleicht wortkarg und nüchtern und vor allem durch und durch realistisch, die Füße auf dem Boden der Tatsachen!

    Von der nächtlichen Begegnung mit dem Engel sagt der Evangelist nur knapp: „Der Engel des Herrn trat zu ihnen und Licht des Himmels umstrahlte sie. Und der Engel sagt zu ihnen: „Fürchtet Euch nicht! Heute ist der Retter geboren.“ - Daraufhin sie verlassen das wärmende Feuer und ziehen in die dunkle Nacht hinein, um das noch Unbekannte zu suchen und dem gehörten Wort zu folgen. Sie stellen uns vor die Frage, ob auch wir bereit sind unsere Komfort-Zone, das, wo wir uns im Leben eingerichtet haben, zu verlassen,, um den Herrn zu suchen und ihm zu begegnen.


    16 min
  • Johannes der Täufer ist die Stimme - Jesus das Wort
    Wie sehr Johannes der Täufer eine adventliche, hinweisende Gestalt ist, der dem nach ihm Kommenden vorausgeht, wird im heutigen Johannesevangelium deutlich. Als er gefragt wird, wer er sei, antwortet er: "Ich bin ein Rufer in der Wüste!" Damit bezeichnet Johannes selbst sich als die Stimme für das Wort. Und Johannes schreibt unmittelbar davor in seinem Prolog vom ewigen Wort, das in die Welt kommt. Johannes ist nur die Stimme, die sich dem Eigentlichen zur Verfügung stellt. 
    18 min

About Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium

From the publisher's feed

"Nicht vom Brot allein wird der Mensch leben, sondern von jedem Wort aus Gott" (Mt 4,4). Die Homilie zum Sonntagsevangeliums legt einen Text aus dem Neuen Testament aus und macht ihn aus seinen Wurzeln heraus verständlich. Die Worte, Gleichnisse und die Person Jesu selbst werden lebendig und werden zum Brot für jeden Tag. Die Predigten von P. Markus Johannes Straubhaar CRVC begleiten durch das Kirchenjahr und erschließen die Texte der katholischen Liturgie.