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Das Evangelium von der armen Witwe, die ihren ganzen Lebensunterhalt hergibt, alles, was sie besitzt, ist ein Spiegelbild von dem, was Jesus selbst tut. Sie ist das gelebte Evangelium. "Sorgt euch nicht um den morgigen Tag". Sie vertraut, dass der Herr einen Plan für sie hat und für sie sorgt.
(Lesejahr B; 32.Sonntag im Jahreskreis)
Lass es geschehen - leg keine Steine in den Weg der Erlösung.
Es klingt fast wie im Märchen, wenn Weise aus dem Osten heranziehen, wenn ein Stern vor Ihnen herzieht und sie das Kind finden und es anbeten, obwohl Herodes ihm schon nachzustellen versucht.
Sie gehen dabei eine dreifachen Weg, der Ihnen den Blick auf das Kind eröffnet: sie glauben dem Stern, der aufgeht und den neuen König ankündigt, sie gehen über Jerusalem, über die Stadt der offiziellen Instanzen hinaus hinaus nach Bethlehem und sie entdecken Jesus, wo man ihn nicht vermutet, im Kreis einer einfachen Familie. Dreimal sind sie herausgefordert, das Naheliegende zu überschreiten und der göttlichen Offenbarung zu glauben.
Es sind zwei Dimensionen, in denen sich die Berufung der Frau verwirklicht: in der Mutterschaft und in der Jungfräulichkeit.
Maria verwirklicht beide Dimensionen in vollkommener Weise.
In diesem Kind liegt der tiefste Grund, warum wir nicht vor der eigenen Schuld noch vor dem Tod erschrecken müssen, wenn wir in dieser Liebe des Vaters leben.
Christkönigssonntag 2022:
Jesus ist der Herr - das ist dezentrale Botschaft dieses Festes.
Der Herr lädt uns mit diesem Gleichnis ein, ihm gleich zu werden. Er ist den Umkehrweg des reichen Prassers gegangen: ihm ist der unser Leben und das Leben der Armen nicht gleichgültig. Er kann das wiedergutmachen, was der reiche Prasser dem armen Lazarus schuldig geblieben ist und was wir unseren Mitmenschen an Liebe uns Hingabe schuldig geblieben sind.
Jesus möchte uns vor einem Mensch-sein bewahren, wo der Mensch in sich selbst verschlossen ist und dem der Durchbruch zum Du nicht mehr gelingt.
Die unbegrenzte Güte des Vaters wird uns im Gleichnis verkündet. Und jede Heilige Messe ist eine Verwirklichung dieses Gleichnisses. Jesus geht durch den Tod hindurch, durch den tiefsten Tiefpunkt der Gottferne, um, mit uns zusammen, heimzukehren ans Herz des Vaters. Und so bitten wir den Vater, dass er uns aufnimmt, wie er den Sohn aufgenommen hat und uns den Kuss der Liebe schenkt.
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