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Das Wort Gottes möchte den Menschen nie erniedrigen, sondern immer zur vollen Daseinsentfaltung führen.
Das Selbstbewusstsein Jesu, das seine Sendung deutlich macht, ist auch heute von jedem gefordert, der sich in dieser Sendung versteht. Auch innerhalb der Kirche ist es heute eine Provokation, beispielsweise für das Leben ungeteilt einzutreten.
Das Drama dieses reichen Mannes besteht nicht in seinem Reichtum. Sein Drama besteht darin, dass er mit seinem Reichtum bei sich bleibt. Er fragt nicht Gott, was soll ich mit meinem Reichtum tun? Wie kann ich ihn für andere einsetzen?
Er spricht nur mit sich selbst: „Da sagte er zu siener Seele...!“
Der Reichtum eines Menschen ist das, was er an andere weitergeschenkt hat. Wer sich nicht öffnet, bleibt unfruchtbar.
Die schönsten Gleichnisse der Barmherzigkeit hat uns der Evangelist Lukas hinterlassen, nicht nur das Gleichnis vom barmherzigen Vater, sonder auch das heutige vom barmherzigen Samariter. Gottes barmherzige Liebe ist es, die uns in Jesus Christus besucht hat, um uns zu tragen und uns nach Hause zu führen.
Es ist ein feierlicher Moment, in dem Jesus seine Jünger fragt, für wen sie ihn halten, und sie werden aufgefordert, sich zu ihm bekennen. Sie waren schon eine Weile mit ihm unterwegs und hatten ihn erlebt, wenn er Kranke heilt, wenn er das Wasser in Wein verwandelt, wenn er Sünden vergibt und Dämonen austreibt. Es ist auch ein Wendepunkt, da Jesus ab diesem Moment die Jünger in sein Leiden einzubeziehen beginnt, indem er ihnen das Leiden ankündigt. Er enthüllt sozusagen den Heilsplan vor seiner Kirche.
Es ist leicht Jesus zu lieben, aber es ist und bleibt eine Herausforderung den Nächsten zu lieben. Unsere Einheit hat den Zweck, dass die Welt glauben kann.
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