In dieser Folge spricht Host Nina Haffer mit Prof. Dr. Irit Nachtigall. Sie ist Fachärztin für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Infektiologie sowie Expertin für geschlechtersensible Forschung in der Infektionsprävention. Wir tauchen tief ein in die faszinierende Welt der geschlechtsspezifischen Unterschiede in Infektionskrankheiten und sprechen darüber, warum es höchste Zeit ist, dass Genderaspekte in der Medizin, Forschung und Leitlinien endlich systematisch berücksichtigt werden.
Prof. Nachtigall erklärt, wie sich Infektionskrankheiten wie COVID-19, Sepsis, Harnwegsinfekte, HIV oder Influenza bei Frauen und Männern unterschiedlich manifestieren, welche biologischen Mechanismen, wie etwa Hormone oder genetische Prädispositionen, dafür verantwortlich sind und wie soziale Faktoren wie Beruf, Lebensstil oder Stigmatisierung die Infektionsrisiken zusätzlich beeinflussen. Wir sprechen auch über besondere Risikogruppen wie schwangere Frauen, ältere Frauen, Seggsarbeiter:innen oder Migrant:innen und beleuchten, warum präventive Maßnahmen wie Impfungen, Hygiene oder Früherkennung bei Frauen und Männern unterschiedlich wirken können.
💡 Themen der Folge:
- Geschlechtersensible Medizin: Was bedeutet Gender in der Infektionsmedizin, und warum ist sie so wichtig?
- Biologische Unterschiede: Wie Hormone, Gene und Immunfunktionen Infektionsrisiken verändern.
- Klinische Unterschiede: Typische Unterschiede in Symptomen, Diagnose, Verlauf und Therapie zwischen Frauen und Männern.
- Schwangerschaft & Menopause: Wie sich Infektionsanfälligkeit und Immunsystem in verschiedenen Lebensphasen verändern.
- Stigmatisierung und soziale Faktoren: Wie gesellschaftliche Einflüsse die Infektionsprävention und Behandlungschancen beeinflussen.
- Aktuelle Forschung & Handlungsempfehlungen: Wie die Medizin Genderaspekte berücksichtigen kann, um Behandlung und Prävention zu verbessern.
Prof. Nachtigall gibt spannende Einblicke, warum Frauen manchmal später diagnostiziert werden, Männer aber schwerere Verläufe bei Infektionen wie Sepsis oder COVID-19 zeigen. Außerdem sprechen wir über die Bedeutung von geschlechtsspezifischer Auswertung von Studien, Impfstoffen und Medikamenten, damit Prävention und Therapie effektiver werden.
Diese Folge richtet sich an Ärzt:innen, Pflegekräfte, Medizinstudierende, Gesundheitspolitiker:innen, Forschende und alle, die sich für moderne, gerechte Medizin interessieren, und bietet wertvolle Einblicke, wie wir Infektionsmedizin und Prävention in Zukunft geschlechtersensibel gestalten können.
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