Welterbe Hallstatt

Welterbe Hallstatt

By Friedrich Idam, Gestaltung: Reinhard PilzSociety & CultureDocumentaryHistory
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Welterbe Hallstatt episodes

  • Küfel
    Eine Salzverpackung aus Holz
    Die Haselnusssträucher am Hallberg in Hallstatt sind die letzten Zeugnisse der Massenproduktion von hölzernen Salzverpackungen, den sogenannten "Küfeln". Die Fassreifen der Küfel wurden aus Haselnusszweigen wurden hergestellt. In diesen Küfeln wurde zum Teil bis ins 19. Jahrhundert hinein das Salz verpackt und ausgeliefert. Obwohl Hunderttausende dieser Küfel jährlich erzeugt worden sind, ist dieser, ausschließlich aus Holz gefertigten historische Einwegverpackung kein einziges Exemplar mehr im Original erhalten geblieben.
    10 min
  • Hallstatt Benefizium
    Ein geschlossener Garten
    Der barocke Sommersitz mit eingefriedetem Garten wurde in den Jahren 1699 - 1700 errichtet und im Zuge der Gegenreformation bereits 1713 als Benefiziat gestiftet. Das zweigeschoßige Wohngebäude ist über einem Rechteckgrundriss errichtet und mit einem schindelgedeckten, zweimal geknickten Zeltdach das auf einem Sparrendachstuhl ruht, nach oben abgeschlossen. Die Fassaden besitzen in beiden Geschoßen jeweils vier Fensterachsen und werden durch weißgefasste, erhabene Architekturelemente auf gelber Nullebene gegliedert. Die östliche Schauseite des Benefiziums sitzt mittig in der der östlichen, über zwei Meter hohen, Gartenmauer die aus Kalk-Bruchsteinmauerwerk errichtet ist. Auf der Nordostecke der Gartenmauer sitzt ein zweigeschoßiges 3 m x 8 m großes Gartenhaus, dessen Obergeschoß durch eine hölzerne Außenstiege erschlossen wird. Das schindelgedecktem Walmdach und die Fassadengliederung nehmen Bezug auf das Wohnhaus. Die Westliche Gartenmauer ist mittig von einem Gartentor durchbrochen und mit einer Rasenkrone abgedeckt.
    14 min
  • Hallstatt Benefiziumsstadel in der Lahn
    Landwirtschaft neben dem alpinen Bergbau

    Die traditionelle Baukultur des Salzkammerguts ist am Benefiziumsstadel in Hallstatt/Lahn noch gut erhalten. Der Name "Benefizium" weist auf den Zusammenhang dieses Wirtschaftsgebäudes mit einer unmittelbar benachbarten religiösen Stiftung aus dem frühen 18. Jahrhundert, einem Benefiziat das dem Unterhalt eines Kaplans diente, hin. Der hier vorliegende Bautyp eines Pfleilerstadels aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kombiniert den Holzbau mit dem Steinmauerwerk. Alle erdberührenden Teile sind aus kalkmörtelgebunden Quader beziehungsweise Bruchsteinmauerwerk ausgeführt, womit deren lange Haltbarkeit. sichergestellt ist. Die zwischen den Mauerpfeilern liegenden Tore sowie das Obergeschoß sind als senkrecht verbretterter Holzskelettbau ausgeführt.

    Quellen:

    URSTÖGER, Hans Jörgen, Hallstatt Chronik, Hallstatt 1994, S.78f.
    SCHRAML, Carl, Das oberösterreichische Salinenwesen vom Beginne des 16. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts, Wien 1932, (Schraml 1), S.465f.
    KOLLER, Engelbert, Beiträge zur Geschichte des Bauwesens im Salzkammergut, in: Schriftenreihe des Institutes für Landeskunde von Oberösterreich, Nr. 20 (1968), S.14.
    Rietzinger, Hans, Hallstatt Tagrevierkarte,1713, Maßstab: 1: 2400, Format: 178,0 x 158,0 cm, OÖ. Landesarchiv Sig. XXII 260a(rot)

    15 min
  • Obertraun Bahnhaltestelle Hallstatt
    Ein Verkehrsbau im Dornröschenschlaf

    Die Salzkammergutbahn wurde in den 1870er Jahren wegen der günstigeren Geländeverhältnisse am Ostufer des Hallstättersees im Gemeindegebiet von Obertraun errichtet. Die Verbindung nach Hallstatt, das am anderen Ufer liegt, erfolgt mit einen Fährschiff, das zwischen der Bahnhaltestelle und dem Markt Hallstatt verkehrt. Die Bahnhaltestelle Hallstatt ist eine bemerkenswerte Fehlplanung aus den frühen 1960er Jahren, die ungenutzt im Dornröschenschlaf ihren originalen Charakter bewahrt hat. Neue Verkehrskonzepte eröffnen die Möglichkeit dieses interessanten Objekt wiederzubeleben.

    Straßentunnel Hallstatt

    10 min
  • Hallstatt Nepomukstatue
    Ein Brückenheiliger ohne Brücke
    Im Ortszentrum von Hallstatt weist ein diagonal gedrehter Eckrisalit in Kreuzung Badergraben - Wolfengasse. Einer große Mauernische, die mit einem barocken Schmiedeeisengitter verschlossen ist, birgt eine Statue des Hl. Johannes von Nepomuk. Der Brückenheilige ist der verblieben Hinweis auf die Brücke des Feilfluders, eines ehemals offenen Werkgerinnes mit dem ein Wasserrad angetrieben wurde.
    12 min
  • Hallstatt schmiedeeisernes Schild
    Ein stolzes Hauszeichen

    Eisen wird in Hallstatt seit dem 5. vorchristlichen Jahrhundert geschmiedet. Ein auffälliges schmiedeeisernes Hauszeichen auf einem Salzfertigerhaus zeugt von der hohen Schmiedekunst des 17. Jahrhunderts in Hallstatt.

    11 min
  • Hallstatt Aichhorn-Stiege
    eine Stiegenanlage des 20. Jahrhunderts

    Der 1965 eröffnete Straßentunnel Hallstatt wurden im Jahr 1971 mit dem Österreichischen Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs ausgezeichnet. Sowohl als Planer wie auch Bauherr dieses Projekts trat die Landesbaudirektion Oberösterreich unter der Leitung von Landesbaudirektor Wilhelm Aichhorn (1901 - 1976) auf. Ihm zu Ehren ist eine Stiegenanlage benannt, welche analog zur Müllerstiege im Süden das obere Deck der Parkterrasse im Norden mit dem Kirchenweg verbindet. Ähnlich wie die von dort weiter zum Markplatz hinabführende bedeckte Stiege ist auch die Aichhorn-Stiege dem Verlauf des Geländes angepasst und ebenfalls mit einer hölzernen Dachkonstruktion überdeckt. Im Gehen über die Aichhorn-Stiege eröffnen sich interessante Ausblicke in die Kulturlandschaft und auf das baukulturelle Erbe von Hallstatt.

    11 min
  • Hallstatt Serpentinenweg zum Salzberg
    Die "Wank"

    Der Fußweg vom Markt Hallstatt hinauf ins Salzberghochtal besteht bereits seit prähistorischer Zeit. In Serpentinen, im Dialekt "Wank" genannt, überwindet der Weg die steile Flanke des Hallbergs. Die rezente Trassenführung stammt aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert, zahlreiche Spuren des Altwegs sind aber immer noch erkennbar. Die Trasse ist durch zahlreiche Stütz- und Futtermauern gesichert, die insbesondere im Bereich zwischen dem Mundlochs der Franz-Josephs Hauptschachtricht und der Bergschmiede besonders sorgfältig ausgeführt sind.

    9 min
  • Ahnlbergstube
    Letzte Spuren im Wald

    Aufgrund der räumlichen Enge im Ortszentrum von Hallstatt wurde nach dem Großbrand von 1750 ein neuer Standort für die Sudpfanne im Ortsteil Lahn gewählt. Zur Versorgung des Sudhauses mit Sole musste auch eine neue Soleleitung errichtet werden, die bis ins Tal eine Höhendifferenz von über 400 Meter überwinden musste. Um den daraus resultierenden Druck in den Holzrohren nicht zu stark ansteigen zu lassen, mussten zum Druckausgleich offene Behälter, sogenannte Sulz- oder Solestuben, zwischengeschaltet werden. Diese quaderförmigen Behälter waren dicht aus behauenen Holzbalken gefügt, die Fugen mit Torfmoos geschoppt und mit Keilstegverbindungen zusammengespannt. Zum konstruktiven Holzschutz vor der Witterung waren dies Behälter außen senkrecht verbrettert und mit einem Satteldach abgedeckt.

    Die Siedesalzproduktion wurde 1965 in Hallstatt endgültig aufgelassen, womit auch die Soleleitung zur Sudhütte mitsamt ihren Sulzstuben obsolet wurde. Von der gezimmerten Sulzstube zeugen noch eine in den Hang eingeschnittene Futtermauer in Trockenmauerwerkstechnik sowie vier parallele Fundamentstreifen, die teilweise noch einen halben Meter aus dem Gelände ragen und als vermörteltes Bruchsteinmauerwerk ausgeführt sind.

    13 min
  • Soleleitungsweg
    Galerien und Stützmauern
    Der südliche Beginn der Soleleitungs-Trasse führt zwischen der Kirchentalstube und der Sulzstube beim Gosauzwang durch hochalpines Gelände. Durch geschickte Trassierung und aufwändige Kunstbauten ist es gelungen eine Industriepipeline harmonisch in die Landschaft einzufügen. Die Steinbauten sind in einem guten Erhaltungszustand und repräsentieren einen integralen Bestandteil der Kulturlandschaft des Welterbegebiets Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut.
    14 min

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Das Welterbegebiet Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut ist eine einzigartige Kulturlandschaft mit einem reichen kulturellen Erbe. Mein Name ist Friedrich Idam und ich stelle ihnen in jeder Episode eine neuen Aspekt unseres Welterbes vor. Dieser Podcast wird von Welterbe - Management Hallstatt unterstützt.