Welterbe Hallstatt

Welterbe Hallstatt

By Friedrich Idam, Gestaltung: Reinhard PilzSociety & CultureDocumentaryHistory
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Welterbe Hallstatt episodes

  • Hallstatt Falkenhaynsperre im Mühlbach
    Nachhaltiger Hochwasserschutz
    Die Verbauung des Hallstätter Mühlbachs in den Jahren 1885 bis 1888 gilt als das erste Großprojekt der k.u.k. forsttechnischen Abteilung für Wildbachverbauung. Prototypisch wurden hier steinerne Verbauten mit umfangreichen forsttechnischen Begleitmaßnahmen kombiniert, sodass über Jahrzehnte ein wirksamer Schutz der UNESCO-Welterbestätte Hallstatt gewährleistet war. Am Übergang von Oberlauf zum Mittellauf des Mühlbachs wurde bereits 1885 die Falkenhayn-Sperre, benannt nach dem damaligen Ackerbauminister, aus großen Kalksteinblöcken errichtet. Der Querbau weist eine Spannweite von 14.6 m, eine Höhe von durchschnittlich 5 m und eine Kronenbreite von 2.0 m auf. Das Werk ist mit dem rechten Flügel im gewachsenen Felsen, mit dem linken in einem Kolossal-Felsblock eingelassen.
    6 min
  • Hallstatt Bergschmiede am Franz-Josephs-Horizont
    Vorbildlicher Umgang mit dem industriellen Erbe
    1856 wurde am Hallstätter Salzberg auf halber Höhe zwischen Markt und Rudolfsturm der Franz-Josephs-Horizont aufgeschlagen. Mit dieser Verlagerung des Salzabbauschwerpunkts musste auch die Bergschmiede, in der die Werkzeuge der Bergleute instand gehalten wurden, Richtung Tal verlegt werden. Das, dreigeschoßige, wirkmächtige Gebäude beherbergte im Erdgeschoß die Schmiede und das erste Hallstätter Elektrizitätswerk. Die beiden oberen Geschoße wurden von vier Arbeiter-Familien bewohnt. Das Gebäude mit seiner historistischen Fassade mit ockerbrauner Nullebene die durch helle Putzfaschen gegliederten ist, wurde aus Vollziegelmauerwerk errichtet und mit Satteldach abgeschlossen. durch private Initiative befindet sich das Objekt in einem hervorragenden Erhaltungszustand.
    5 min
  • Hallstatt Arbeitersiedlung "Neuhäuser" Lahn
    Sozialer Wohnbau des frühen 20. Jahrhunderts
    1890er Jahre wurde der große Brennholzlagerplatz, der "Holzaufsatz", nicht mehr gebraucht. Des ebene Grundstück in unmittelbarere Nähe des Sudhauses Lahn war für die Errichtung von Arbeiter Wohnhäusern gut geeignet. Das Erstarken der Arbeiterbewegung bildet sich in Hallstatt prototypisch mit diesen hochwertigen, zweigeschoßigen, durch einen Mittelgang zweihüftig erschlossenen sozialen Wohnbauten ab, die ursprünglich von jeweils vier Familien bewohnt wurden. Das Mauerwerk besteht aus Vollziegeln, die monolithischen Blockstufen der Stiegen aus Granit, welche bereits mit der neu errichteten Kronprinz-Rudolfs-Bahn herangeschafft worden waren. Im ihrer Dimension und ihrem Habitus mit Satteldach und einer Wiederkehr, sowie mit der durch helle Putzfaschen gegliederten Fassade nehmen diese Gebäude die regionale Baukultur auf.
    6 min
  • Hallstatt Salinenschmiede Lahn
    Ein Industriebau des frühen 20. Jahrhunderts
    Die Salinenschmiede im Hallstätter Ortsteil Lahn ist das letzte nahezu unverändert erhalten gebliebene Betriebsobjekt des in den 1980er Jahren demolierten Sudhauskomplexes.
    Als letztes Betriebsgebäude übersiedelte die Schmiede nach dem katastrophalen Marktbrand von 1750 im Jahr 1896 in die Lahn, da erst zu dieser Zeit die am alten Standort verfügbaren Wasserkräfte durch elektrischen Antrieb substituiert werden konnten.
    Der über einen Rechteckgrundriss von 12m x 20m und mit einem Satteldach geschlossene Baukörper zeigt mit seinen Sichtziegelelementen das typische Erscheinungsbild eines Industriebaus der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Schöne Details bilden die Abstützungen der auskragenden Sparren im Traufbereich und die fein gegliederten Holzsprossenfenster.
    5 min
  • Hallstatt Kalvarienbergkirche
    zur baulichen Gestalt der Gegenreformation
    Zu Beginn des 18. Jahrhunderts nahm die Gegenreformation in Form von Kalvarienberganlagen, die in Ebensee, Ischl Lauffen, Gosau und Hallstatt errichtet wurden, auch bauliche Gestalt an. Die Topologie der steilen Hänge nutzend, führen die in Kapellen untergebrachten, vollplastisch und lebensgroß ausgeführten Kreuzwegstationen zum Gipfelpunkt, den eine mit einer Kreuzigungsszene ausgestattete Kalvarienbergkirche einnimmt. Die Hallstätter Kalvarienberganlage wurde im barocken Stil zwischen 1700 und 1710 errichtet.
    5 min
  • Hallstatt Sudhaus Lahn
    vom Niedergang der Salzproduktion
    Aufgrund der räumlichen Enge im Ortszentrum von Hallstatt wurde nach dem Großbrand von 1750 ein neuer Standort für die Sudpfanne im Ortsteil Lahn gewählt: "Da auch die alte Pfann - Stadt gar nicht mehr zu gebrauchen, ist […] am räthlichsten befunden worden, das neue Pfannhauß in der Lahn samt Zugehörigen […] aufzurichten und zu erbauen […]."
    Die 1752 in der Lahn neu errichtete Pfanne, deren Größe ursprünglich nur noch ein Drittel der alten Pfanne im Markt ausmachte, wurde bereits 1769 auf das doppelte Flächenmaß vergrößert. In der Sudhütte Hallstatt/Lahn erfolgte 1858 der Umbau der hufeisenförmigen Pfanne auf eine rechteckige Planpfanne. Die Feuerung wurde auf Pultöfen, in denen das Holz bei höherer Temperatur kohlenmonoxidfrei verbrannte, umgestellt. 1861 wurde diese Pfanne jedoch abgetragen und an derselben Stelle eine Doppelpfanne errichtet. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurde für die "Ostmärkischen Salinen" bereits im Jahre 1938 ein Rationalisierungsplan ausgearbeitet, der in bezug auf Hallstatt die weitere Reduktion des Personalstandes im Salzbergbau und die vollständige Stilllegung des Sudhauses vorsah. Die Salzproduktion wurde 1945, nach der neuerlichen Inkraftsetzung des Salzmonopols aus berechtigten regionalpolitischen Rücksichten auch im 1943 stillgelegten Sudhaus Hallstatt/Lahn wieder aufgenommen. 1965 wurde die Sudhütte in der Lahn endgültig aufgelassen. Der Abbruch des Sudhauses in Hallstatt/Lahn erfolgte zwischen 1967 und 1970.
    6 min
  • Hallstatt Höhere technische Bundeslehranstalt
    Bildungstradition trotz Randlage

    Randlage in Krisenzeiten

    Die Hallstätter Schule als Modell für das Bildungswesen in der Welterberegion

    Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen während der Gründungsphase der k.k. Fachschule für Holzindustrie und Marmorbearbeitung in Hallstatt fordern zum Vergleich mit der Gegenwart heraus. Strategien der Vergangenheit, die sich als erfolgreich erwiesen haben, können hier und jetzt für die Zukunft angepasst werden. Der Gründerkrach von 1873 war eine Börsen-Spekulationskrise, deren Zustandekommen und deren Folgen uns am Beginn des 21. Jahrhunderts seltsam vertraut erscheinen müssen. Diese Wirtschaftskrise war von europäischer Dimension und wurde im Salzkammergut durch den lokalen Strukturwandel zusätzlich verschärft. Die Gebirgsregion am Rande dreier Bundesländer war über Jahrhunderte von der namensgebenden Salzwirtschaft geprägt, die mit der fortschreitenden industriellen Revolution im 19 Jahrhundert ihre Einzelstellung verlor. Von einer mächtigen Industrie, die zu Beginn der Neuzeit den überwiegenden Teil der Staatsfinanzen erwirtschaftete, entwickelten sich die Salinen zu einem Staatsbetrieb mit mäßigen Erträgen. Um überlebensfähig zu bleiben, galt es deren betriebliche Effizienz steigern. Das bedeutete auch damals schon Rationalisierung und den damit verbundenen Personalabbau.

    Für die Salzproduktion in den Sudhäusern war und ist der Energieeinsatz der entscheidende Kostenfaktor. Bis ins ausgehende 19. Jahrhunderts hinein war Holz der ausschließliche Energieträger und die Forstwirtschaft damit der Schlüsselfaktor des regionalen Wirtschaftsraumes. Mit der Errichtung der Kronprinz Rudolf Bahn wurde es dann aber möglich, Kohle aus dem Hausruckrevier kostengünstig heran zu schaffen. Innerhalb von zehn Jahren gelang die technische Umstellung der Sudhäuser in Aussee, Hallstatt, Ischl und Ebensee von Holz- auf Kohlefeuerung, was neben den betriebswirtschaftlichen Vorteilen, eine hohe Arbeitslosigkeit in der Forstwirtschaft zur Folge hatte. Da auch damals schon versucht wurde, mit dem natürlichen Abgang und dem Aussetzten von Neueistellungen Personal zu reduzieren, waren von diesen Maßnahmen in erster Linie Jugendliche betroffen.
    Parallel zu diesen Entwicklungen entstand im Salzkammergut ein neuer Wirtschaftszweig, der Fremdenverkehr, mit dem das elitäre Muster Sommerfrische einem breiten bürgerlichen Publikum geöffnet wurde. Dabei stieg nicht nur der Bedarf an Dienstleistungen, sondern auch die Nachfrage nach Reiseandenken. Diese kunstgewerblichen Objekte, vor allen Dingen Schnitzereien, aber auch Drechselarbeiten aus Holz und Stein, waren anfänglich in erster Linie Importware aus Italien.
    Damit sind die Rahmenbedingungen umrissen, die zur Gründung der Hallstätter Schule führten. Das k.u.k. Handelsministerium, dem das gewerbliche Schulwesen unterstand, verfolgte mit dieser Maßnahme seiner Bestimmung gemäß in erster Linie wirtschaftspolitische Ziele. Neben dem merkantilistischen Ansatz der Verminderung von Importen, dem gesellschaftlichen Problem der Jugendarbeitslosigkeit und der allgemeinen Dürftigkeit der Einwohner gaben darüber hinaus noch die reichen lokalen Vorkommen von Holz und Buntkalksteinen den Ausschlag für die Schulgründung.
    Modellhaft war die Bildungspolitik als Wirtschaftsmotor bereits in Preußen erfolgreich umgesetzt worden. Österreich folgte (wie so oft) dem deutschen Vorbild. Gründlich untersuchten österreichische Stellen im Vorfeld das kunstgewerbliche Schulwesen in Preußen, Sachsen, Bayern und Württemberg, aber auch in Italien. Johann Freiherr v. Chlumecky, langjähriger Reichsratspräsident und einer der einflussreichsten Politiker des späten 19. Jahrhunderts, unterstütze maßgeblich die Schulgründung in Hallstatt. Ab den 1870er Jahren verbrachte er regelmäßig seine Sommerfrische im Salzkammergut, lernte dabei die lokalen Probleme kennen und sorgte für nachhaltige Strukturverbesserungen.
    Die Schulgründung in Hallstatt war durchaus kein Einzelfall. Im ausgehenden 19. Jahrhundert wurden in Cisleithanien, der österreichischen Reichshälfte der Doppelmonarchie, neben zahlreichen technisch-gewerblichen Schulen alleine 46 kunstgewerbliche Schulen gegründet. Die Ausbildung der Lehrkräfte, die Bereitstellung von Unterrichtsmaterial sowie die gesamte künstlerische Oberaufsicht fiel dabei dem k. k. Oesterreichische Museum für Kunst und Industrie in Wien zu, das heute Museum für angewandte Kunst, kurz: MAK, heißt.

    Mit lediglich vier Schülern wurde im Schuljahr 1873/74 der Schulbetrieb mit der Abteilungen für Holzschnitzerei und Marmorbearbeitung aufgenommen. Öffentlichen Zeichenkurse, die an Abenden und Sonntagen angeboten wurden, sollten die Bildung der Gewerbetreibenden des Ortes und der Umgebung in ästhetischer und technischer Beziehung heben. Auf diese Weise sollten die Qualitätsansprüche der zuströmenden Sommergästen und Fremden befriedigt und sich der im Salzkammergut aufstrebenden Heimindustrien für Holzschnitzerei, Drechslerei und Steinbearbeitung neue Absatzgelegenheiten eröffnet werden. Da die Betriebe der Region jedoch zu wenige Lehrstellen anboten, wurde, um der Jugendarbeitslosigkeit weiter entgegenzuwirken, mit Beginn des Schuljahres 1881/82 die Abteilung für Tischlerei und im Schuljahr 1886/87 die Abteilung für Holzdrechslerei eröffnet.

    Unter den ersten Hallstätter Schulleitern - Hans Greil und Gustav Goebel - fand eine intensive Auseinandersetzung mit den Denkmälern der Holzbildhauerkunst statt. Die Bemühungen um Objektivität in der Bestandsaufnahme historischer Holzobjekte standen ganz im Zeichen des damaligen Zeitgeistes, des dogmatischen Historismus. Ergänzend dazu wurden an der Hallstätter Schule innovative Techniken der Holzkonservierung und Restaurierung entwickelt. 1887 erhielt die Schule den Auftrag für die Errichtung eines großen neogotischen Flügelaltars, des Kreuzaltars, in der Hallstätter Pfarrkirche. Diese Arbeit hält dem Vergleich mit dem nebenstehenden gotischen Marienaltar durchaus stand. Damit war nur wenige Jahre nach Gründung der Hallstätter Schule ein Leistungsniveau erreicht, das auch den internationalen Vergleich nicht zu scheuen brauchte.

    Anlässlich der Weltausstellungen Paris 1878, 1900, 1925, 1937, sowie der Weltausstellung in St. Louis (USA) 1904 wurden Schülerarbeiten mit zahlreichen Bronze-, Silber- und Goldmedaillen ausgezeichnet.

    Die steigende Nachfrage an Ausbildungsplätzen konnte das ursprüngliche Schulgebäude am Hallstätter Marktplatz nicht mehr abdecken, sodass ein Neubau der Schule notwendig wurde. 1905 eröffnet der damalige Landeshauptmann Ebenhoch auf der Nachbarparzelle seiner Sommervilla das heute immer noch als Theoriegebäude verwendete Objekt. Die Ebenhoch-Villa wurde in der Zwischenzeit demoliert und der an den See grenzende Park dient heute als Busterminal. Die weiter steigenden Schülerzahlen erforderten bald einen Zubau, der 1938 in Angriff genommen und 1941 fertig gestellt worden ist.

    Die Schülerzahlen stiegen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts weiter an, obwohl in Hallstatt keine ausreichenden Schülerunterkünfte zur Verfügung standen. Die Situation spitzte sich zu Beginn der 1960er Jahre soweit zu, dass der Schulstandort Hallstatt grundsätzlich zur Diskussion stand. Dank der guten Kontakte von Oberschulrat Maximilian Singer zur oberösterreichischen Regierungsspitze gelang es, den Schulstandort Hallstatt außer Streit zu stellen. Mit der Gründung des Vereins zur Förderung der Bundesfachschule für Holzbearbeitung Hallstatt und dem Bau des Internats ab 1969 bis 1971 konnte das weitere Wachstum des Schulbetriebs in Hallstatt sichergestellt werden.
    Mit dem Umbau des Salinenstadels im Bereich des aufgelassenen Sudhauses Lahn stand ab 1977 ein zusätzliches Werkstättengebäude mit Maschinenraum zur Verfügung. Seit dem Schuljahr 1982/83 wird neben den Fachschulen auch eine Höhere technische Bundeslehranstalt für Möbel- und Innenraumgestaltung geführt. Mit der Fachschule für Musikinstrumentenbau, die Schülerinnen und Schüler aus ganz Europa nach Hallstatt zieht, konnte das Bildungsangebot ab dem Schuljahr 1988/89 weiter ausgebaut werden. Zurzeit werden gerade weitere Zubauten im Werkstättenbereich ausgeführt und auch zum Theoriegebäude wird im Jahr 2014 ein Zubau erfolgen.
    Die UNESCO-Welterberegion Hallstatt bietet sich dafür an, den Wandel einer Wegwerfgesellschaft zur Reparaturgesellschaft prototypisch vorwegzunehmen. Hier sollten die alten, gebrauchten Dinge als schützenswertes Kulturgut gelten und der Prozess des Reparierens wird zum restauro. Mit dem schulautonomen Schwerpunkt Holzrestauriertechnik an der HTBLA wird neben der klassischen Möbelrestaurierung großes Gewicht auf die Restaurierung und innovative energetische Optimierung historischer Fensterkonstruktionen gelegt.
    Die "Maker- Bewegung", ein globaler Trend zur Eigenproduktion von Kleinserien mit Hilfe computergesteuerter Fertigungsmaschinen, geht von einer Generation aus, für die Design am Computer selbstverständliches Handwerkszeug geworden ist. Durch erhebliche Investitionen in die Geräte- und Programmausstattung bis hin zu einer hochmodernen fünf-Achs-CNC Fertigungsanlage, sind in der HTBLA Hallstatt die besten Voraussetzungen für eine zukunftsorientierte Berufsausbildung gegeben.
    Die Höhere technische Bundeslehranstalt ist heute mit Abstand der größte Arbeitgeber in Hallstatt. Für die regionale Entwicklung kann es als Glücksfall angesehen werden, dass im innersten, südlichsten Tal der Welterberegion Hallstatt – Dachstein-Salzkammergut eine höhere Schule nach wie vor expandiert und erstklassige Bildung an Ort und Stelle angeboten wird. Die Gründungsidee, Bildung als Impuls zur Regionalentwicklung zu setzen, ist aufgegangen und wird weiter getragen.
    Literatur

    Anderson, Chris, Makers - Das Internet der Dinge: die nächste industrielle Revolution, München 2013.

    Ilg , Albert, Die kunstgewerblichen Fachschulen des k.k. Handelsministeriums: anlässlich der im October 1875 im k.k. Österreichischen Museum für Kunst und Industrie veranstalteten Ausstellung desselben, Wien 1876.
    Weigelsperg, Béla, Übersicht der gewerblichen Unterrichtsanstalten in den Königreichen Preussen, Sachsen, Bayern und Württemberg, Wien 1872.
    Koller, Manfred, Die gotischen Flügelaltäre Oberösterreichs als Aufgabe der Denkmalpflege - besonders der Hallstätter Astlaltar, in: Festschrift Norbert Wibiral, Linz 1986, S. 99 – 111.
    Mittheilungen des k. k. Oesterreich. Museums für Kunst und Industrie (Monatsschrift für Kunst und Kunstgewerbe.) XII Jahrgang, Nr. 139 (1877), S. 64.

    7 min
  • Hallstatt Kropfbrunn'
    Wasserversorgung und Gerichtsbarkeit
    Erst in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde in Hallstatt die Ortswasserleitung in gemeinschaftlicher Arbeit erbaut. Davor musst das Trink- und Brauchwasser von öffentlichen Brunnen ins Haus getragen werden. Der "Kropfbrunn" am oberen Weg ist ein Relikt dieser Zeit und bildet mit einem Bildstock ein schattiges Kleinensemble. Der Bildstock erinnert an den Standort der Marktrichterkapelle, welche die südliche Grenze des Marktrichterbezirks anzeigte. Dem Marktrichter oblag bis 1848 die niedrige Gerichtsbarkeit im Ortszentrum von Hallstatt, dem Ortsteil "Markt".
    6 min
  • Hallstatt Amtshaus
    ein barocker Verwaltungsbau
    Das "Große Amtshaus" in Hallstatt verlor mit dem Niedergang der Salzproduktion in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts seine ursprüngliche Bedeutung als Verwaltungsbau. Das Bauwerk diente dann bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts als Wohnhaus für Salinenbedienstete und steht nun ungenutzt leer.
    Das repräsentative Gebäude ist auf einer Anhöhe am südlichen Rand des Ortsteils Lahn errichtet. Die monumentale Wirkung des Baukörpers, wird durch perspektivisch verjüngte Kanten zusätzlich unterstrichen. Als Elemente der Fassadengliederung werden unterschiedliche Putzebenen und Färbelungen eingesetzt. Die aufgeputzten Architekturelemente sind weiß gefärbelt, die Nullebenen sind im Schönbrunnergelb gehalten. Über einem gebänderten Sockelgeschoß werden die beiden Obergeschosse durch breite Riesenpilaster zusammengefasst. Der horizontale Abschluss des obersten Geschoßes wird durch reich profiliertes Gesimse gebildet. Ein geschwungener Dachgiebel betont die Symmetrieachse der Hauptfassade. Die eingefassten Fenster sitzen auf Putzfeldern, die schwach über die Nullebene erhabenen sind. Ein eindrucksvolles, zweigeschoßiges Mansarddach unterstreicht das ärarische Gepräge des Amtshauses.
    6 min
  • Hallstatt Seestraße Hellerhaus
    vom achtsamen Einsatz des Baumaterials
    An der Hallstätter Seestraße steht mitten im touristischen Trubel das altertümliche Heller-Haus. Während das unverputzte Mauerwerk des Erdegschoßes dem gekrümmten Verlauf der Felsbankung folgt, ragt das gezimmerte Obergeschoß scheinbar schwebend über den massiven Sockel. Bei genauer Betrachtung sind zweitverwendete Holzbalken zu erkennen, die vom ressourcenschonenden Materialeinsatz in unserem baukulturellen Erbe zeugen.
    7 min

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Das Welterbegebiet Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut ist eine einzigartige Kulturlandschaft mit einem reichen kulturellen Erbe. Mein Name ist Friedrich Idam und ich stelle ihnen in jeder Episode eine neuen Aspekt unseres Welterbes vor. Dieser Podcast wird von Welterbe - Management Hallstatt unterstützt.