Wie KI Worte wirken

Wie KI Worte wirken

By Helga Boss und Heidi WinsauerSociety & Culture
Download on the App Store

Wie KI Worte wirken episodes

  • Folge 114 - Künstliche Intimität – Wenn Algorithmen unser Herz hacken

    Stell dir vor: In einer Paartherapie gesteht ein Mann seiner verzweifelten Ehefrau, dass er sich von einer KI auf seinem Smartphone tiefer verstanden fühlt als von ihr. Genau diese Szene erlebte die weltberühmte Therapeutin Esther Perel kürzlich in ihrer Praxis. 

    In dieser ganz besonderen Episode haben wir das Mikrofon einmal abgegeben: Unser KI-Duo übernimmt diesmal selbst die Moderation, analysiert die Mechanik hinter dem Phänomen der „künstlichen Intimität“ und ergründet, warum emotionale Bindungen zu Algorithmen nicht nur faszinierend, sondern auch gefährlich sein können.


    Inhaltliche Highlights

    • Die Illusion der „synthetischen Empathie“: Wie KI-Systeme durch Reinforcement Learning from Human Feedback (RLHF) darauf getrimmt werden, den mathematisch perfekten, bedingungslos zustimmenden Spiegel für unser Ego zu bilden.
    • Das Upgrade der parasozialen Beziehung: Warum unser Gehirn evolutionär chancenlos gegen interaktive, unendlich geduldige Textgeneratoren ist und toten Zeilen eine Seele zuschreibt.
    • Reibungslose Liebe vs. Beziehungsarbeit: Warum Esther Perel davor warnt, dass maschinelle Zuckerwatte die notwendige Reibung und Reziprozität echter menschlicher Bindungen verdrängt.
    • Das Einsamkeits-Paradoxon des MIT: Warum intensive Nutzung von Companion Bots laut aktuellen Daten von OpenAI und MIT nicht glücklicher macht, sondern reale physische Kontakte verdrängt und das Einsamkeitsempfinden steigert.
    • Ethik und Designverantwortung: Tragische Fallbeispiele zeigen, was passiert, wenn vulnerable Menschen in der emotionalen Abwärtsspirale keine echte menschliche Korrektur mehr erfahren.


    Wie hat euch die Vertretung durch unser KI-Duo gefallen und wie stehst du zum Thema künstliche Intimität? Nutzt du KI bereits als Sparringspartner für persönliche Sorgen oder ziehst du eine strikte Grenze zum Echten?

    Abonniere den Podcast, hinterlasse uns eine Bewertung auf auf deiner Lieblingsplattform und diskutiere auf unseren Social-Media-Kanälen mit uns über die Zukunft menschlicher Empathie!


    KI Tools und Quellen: 

    • Stimmen & Audio-Generierung: NotebookLM
    • Goethe-Institut KI und Emotionen: Synthetische Empathie 
    • Center for Humane Technology: Esther Perel on Artificial Intimacy
    • The Guardian
    • Michaels Gedanken: Warum Menschen emotionale Bindungen zu KI aufbauen
    • Human Rockstars: Wenn ChatGPT zum Therapeuten wird
    18 min
  • Folge 113: Keine Zeit, kein Bedarf, keine Ahnung? 3 KI-Ausreden im Check

    In dieser Solo-Episode widme ich mich den drei Sätzen, die mir in Workshops mit Unternehmerinnen und Unternehmern beim Thema Selbstmanagement und KI-Implementierung am häufigsten begegnen. Ob „Keine Zeit“, „Mein Business läuft doch“ oder „Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll“ – gemeinsam schauen wir uns an, warum diese Aussagen zwar völlig verständlich sind, wie sie uns aber unbemerkt die Sicht auf die eigenen Chancen verstellen.


    Inhaltliche Highlights

    • Warum nie die Zeit fehlt, sondern der Anlass: Wie wir das typische Zeit-Problem sofort lösen, indem wir KI nicht als theoretisches Lernprojekt behandeln, sondern direkt an eine konkrete Routineaufgabe aus dem Kalender koppeln.
    • Der zweigeteilte Blick auf das Geschäftsmodell: Warum eine heute funktionierende Wertschöpfung in zwei Jahren gefährdet sein kann und wie du deine Arbeitszeit klug in Echte Expertise und Zulieferaufwand unterteilst.
    • Den Hebel für echte Kundenzeit ansetzen: Wie wir durch das Automatisieren lästiger Hintergrundarbeiten wertvolle Kapazitäten freischaufeln, um genau das zu liefern, wofür Kundinnen und Kunden uns wirklich buchen.
    • Orientierung statt Tool-Überforderung: Wie du Schritt für Schritt deine persönliche KI-Landkarte entwickelst und aus der Angststarre angesichts der ständigen Flut an neuen Tools aussteigst.


    Welcher dieser drei Sätze geht dir selbst am häufigsten durch den Kopf? Welches Thema möchtest du diese Woche als Erstes anpacken?

    Abonniere den Podcast, hinterlasse eine Bewertung auf deiner bevorzugten Plattform und diskutiere auf LinkedIn mit mir darüber!

    19 min
  • Folge 112 mit Tim Mittelberger - Mitentwickler der KI-Werkstätten
    Ein Sommer voller KI-Werkstätten – Was KMUs wirklich bewegt


    Brauchen wir in Zukunft überhaupt noch aufwendige Entwicklungsprozesse, wenn kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) funktionierende Prototypen innerhalb von nur zwei Stunden bauen können? In dieser Episode ist Tim Mittelberger, CEO der Mittelberger GmbH, zum zweiten Mal zu Gast. Er zieht Bilanz nach einem rasanten Sommer voller KI-Werkstätten in Vorarlberg und gibt faszinierende Einblicke in reale Anwendungsfälle, spürbare Zeitersparnisse und die Herausforderungen bei der Umsetzung im Unternehmensalltag.


    Inhaltliche Highlights

    • Das Konzept der KI-Werkstatt: Wie Vorarlberger KMUs in zweistündigen Intensiv-Sessions konkrete Firmenprobleme aufgreifen und direkt funktionierende KI-Prototypen entwickeln.


    • Von der Champagnerkarte bis zur Auftragsabwicklung: Welche überraschenden Use Cases – von automatisierten Weinkarten über Grundstücksbewertungen bis zur direkten Umwandlung von E-Mail-Bestellungen in Maschinen-Druckdaten – in den Werkstätten entstanden sind.


    • Massive Zeitersparnis im Praxis-Test: Wie Aufgaben, die früher einen ganzen Monat Arbeitszeit eines Praktikanten oder wöchentlich viele Stunden erforderten, mithilfe von KI in zwei Stunden gelöst wurden.


    • Schatten-IT & IT-Sicherheit: Warum der Einsatz von KI Chefsache ist und weshalb Unternehmen Datenschutzexperten und die eigene IT unbedingt einbinden müssen.


    • Die Hürde nach dem Workshop: Warum die echte Herausforderung oft erst nach dem ersten Prototypen beginnt und weshalb Change Management über den langfristigen Erfolg entscheidet.



    „Wir hatten Anwendungsfälle, wo wir wissen, dass man einen Monat an einer Aufgabe gearbeitet hat, die wir mit der KI in zwei Stunden besser gelöst haben als ein Mensch in einem ganzen Monat.“— Tim Mittelberger



    • Initiative & Termine: KI-Werkstatt Vorarlberg (Informationen und Updates zu kommenden Workshops und Formaten)
    • Gast: Tim Mittelberger auf LinkedIn
    • Unternehmen: Mittelberger GmbH


    Hat dein Unternehmen schon erste Erfahrungen mit eigenen KI-Prototypen gesammelt oder stehst du noch vor den Grundsatzfragen der Implementierung?

    Abonniere den Podcast, hinterlasse uns eine Bewertung auf deiner bevorzugten Plattform und verpasse keine Folge mehr! Diskutiere außerdem auf Social Media mit uns über die spannendsten Anwendungsfälle für KMUs.


    23 min
  • Folge 111 mit Tim Mittelberger - Vom KI-Neuling zum Digital-Pionier
    Vom KI-Neuling zum Digital-Pionier – In 6 Monaten zur KI-getriebenen Praxis


    Brauchen wir in Zukunft überhaupt noch klassische Arbeitsabläufe, wenn künstliche Intelligenz innerhalb weniger Monate ganze Unternehmen revolutionieren kann? In dieser Episode spricht Tim Mittelberger, CEO der Mittelberger GmbH, darüber, wie er ohne Vorkenntnisse innerhalb von nur sechs Monaten über 30 KI-Tools im Unternehmen etabliert hat. Er gibt faszinierende und ehrliche Einblicke in einen rasanten Transformationsprozess, der nicht nur Prozesse radikal vereinfacht, sondern auch die Organisationsentwicklung und die mentale Gesundheit der Mitarbeitenden auf die Probe stellt.


    Inhaltliche Highlights

    • Vom Prototyp zum Alltag: Wie die Mittelberger GmbH eigene Webapplikationen und Tools für Fuhrpark, Werkzeugverleih, Lehrlingsausbildung und Materialbestellung in Rekordzeit entwickelte.
    • Vibe Coding & Barrierefreiheit: Warum es heute keine monatelangen Entwicklungskonzepte mehr braucht, sondern Mensch-zu-Maschine-Sprache ausreicht, um reale Probleme direkt zu lösen.
    • Gefühlschaos im Change Management: Wie das Team auf den rasanten Wandel reagiert – von enormer Arbeitserleichterung auf Baustellen bis hin zu zukunftsbedingten Ängsten und Tränen.
    • Mentale Belastung durch Switch Tasking: Weshalb das Arbeiten mit superschnellen KI-Systemen das Gehirn extrem fordert und warum klare Pausen und Grünoasen überlebenswichtig werden.
    • Praktischer Einstieg für KMUs: Tim Mittelbergers wichtigste Ratschläge für Unternehmen, die jetzt mit KI starten wollen, ohne sich in Großprojekten zu verlieren.

    Unternehmen: Mittelberger GmbH

    Gast: Tim Mittelberger auf LinkedIn


    Befindet sich dein Unternehmen schon mitten in der KI-Transformation oder stehst du noch am Anfang? Wie gehst du mit den rasanten Veränderungen im Arbeitsalltag um?

    Abonniere den Podcast, hinterlasse uns eine Bewertung auf deiner bevorzugten Plattform und verpasse keine Episode mehr! Diskutiere außerdem auf LinkedIn mit uns über die Zukunft der Arbeit mit KI.


    23 min
  • Folge 110 mit Stefan Spieren - Hausarzt und Digital-Pionier
    Brauchen wir in Zukunft überhaupt noch Ärztinnen und Ärzte?


    Wie sieht die Arztpraxis der Zukunft aus, wenn Künstliche Intelligenz Diagnosen vorbereitet und administrative Aufgaben übernimmt? Hausarzt und Digital-Pionier Stefan Spieren gibt in dieser Episode faszinierende Einblicke in seinen Praxisalltag, in dem KI-Tools längst zum Standard gehören. Das Gespräch zeigt eindrucksvoll, wie intelligente Technologie den enormen Dokumentationsaufwand reduziert und endlich wieder Zeit für das schafft, was in der Medizin wirklich zählt: der Mensch.


    Inhaltliche Highlights

    • Die sprechende Medizin kehrt zurück: Wie KI-Transkriptionstools das Tippen am Praxisschreibtisch überflüssig machen und den Ärztinnen und Ärzten bis zu 50 Prozent mehr Zeit für das persönliche Patientengespräch verschaffen.
    • Das preisgekrönte Projekt „DIHVA“: Wie die mit dem Deutschen Medizinpreis ausgezeichnete digitale Versorgungsassistenz KI bei der Diagnostik und Entscheidungsfindung gezielt einsetzt.
    • Telefonassistenten & Online-Termine: Warum Automatisierung im Praxisalltag keine Barriere aufbaut, sondern qualifizierte Kontakte schafft – und weshalb auch ältere Generationen digitale Angebote mühelos nutzen.
    • ChatGPT in der Sprechstunde: Warum Stefan Spieren seine Patientinnen und Patienten ermutigt, eigene KI-Recherchen mitzubringen, und wie man gemeinsam Fehlinformationen entlarvt.
    • Der Wandel des Berufsbildes: Warum die KI das medizinische Fachpersonal nicht ersetzt, sondern in der Rolle als strategische Entscheider und Verantwortungsträger stärkt.
    „KI hilft mir, mich mehr zu entspannen und mich auf die Dinge zu fokussieren, die wirklich wichtig sind. Wenn die Maschine das Schreiben übernimmt, bleibt endlich wieder Zeit für das persönliche Gespräch.“— Stefan Spieren


    • Website: Digitales Facharzt- und Gesundheitszentrum (DFGZ)
    • Projekt: DIHVA 
    • Linkedin: https://www.linkedin.com/in/stefan-spieren/


    22 min
  • Folge 109 mit Helga Boss - ist dein Prozess reif für die KI

    Prozesse. Welcher ist reif für KI, welcher nicht.

    Jemand kommt von einer Messe zurück und sagt: „Jetzt machen wir auch was mit KI." Drei Wochen später redet niemand mehr davon. Das Projekt ist offiziell nicht gescheitert, es ist eingeschlafen. Das liegt fast nie an der Technik, sondern an der Auswahl: Wir nehmen meistens den Prozess, der am lautesten weh tut, und das ist ausgerechnet der chaotischste im ganzen Unternehmen. In dieser Folge bekommst du drei nüchterne Fragen, mit denen du jeden Prozess in unter fünf Minuten einsortierst.

    Du erfährst in dieser Folge:

    • Warum der Prozess, der am meisten nervt, fast immer der falsche Startpunkt ist
    • Frage 1: Die Rechnung, mit der du entscheidest, ob sich der Aufwand überhaupt lohnt, und warum du alle beteiligten Personen mitzählen musst
    • Frage 2: Der Zehn-Minuten-Test mit der neuen Mitarbeiterin, an dem die meisten Prozesse hängenbleiben
    • Warum ein Prompt nichts anderes ist als eine Arbeitsanweisung, und was der entscheidende Unterschied zum Menschen ist
    • Ein Fall aus einer Eventagentur mit vierzehn Leuten: von zwei Stunden auf zwanzig Minuten pro Angebot, bevor überhaupt eine KI im Spiel war
    • Frage 3: Warum nicht die Fehlerhöhe gefährlich ist, sondern die Kombination aus teuer und unsichtbar
    • Der Prozess, an dem ich selbst gescheitert bin, und warum ich meine E-Mails bis heute selber schreibe

    Mein Merksatz aus der Folge: Wenn du es nicht aufschreiben kannst, kannst du es nicht übergeben. Weder an einen Menschen noch an eine Maschine.

    Deine Aufgabe für diese Woche: Nimm dir zehn Minuten und schreib zwei bis vier Prozesse auf, die sich bei dir am häufigsten wiederholen. Nicht die spannendsten, sondern die alltäglichen. Schick jeden durch die drei Fragen und notier dahinter: loslegen, aufräumen, oder Finger weg. Ich vermute, bei mindestens einem steht Aufräumen. Schick mir dein Ergebnis, wenn du magst, dann mache ich daraus irgendwann eine Folge mit euren Fällen.

    Du willst wissen, wo dein Unternehmen steht? Alle Infos zur Standortanalyse findest du auf https://helgaboss.com

    19 min
  • Folge 108, Helga Boss über KI-Agenten

    Agenten. Was sie können, was nicht.

    Alles ist plötzlich ein Agent. Der Chatbot, die Automatisierung, das E-Mail-Tool. Gartner hat dafür sogar einen Begriff geprägt: Agent Washing. In dieser Folge räume ich auf: Was ist wirklich ein KI-Agent, was können Agenten heute schon richtig gut, und wo scheitern sie, und zwar messbar.

    Du erfährst in dieser Folge:

    • Die kürzeste Definition, die du brauchst: Ein Agent bekommt ein Ziel, kein Kommando
    • Die drei Stufen Chatbot, Automatisierung, Agent und woran du echte Agenten erkennst
    • Wo Agenten heute glänzen: Programmieren, Recherche, Kundenservice
    • Vier Anwendungsfälle, die ohne Millionenbudget funktionieren: Terminvereinbarung, Rechnungsprüfung, Wissensarbeit im Kundenservice, Lernstrecken in der Lehrlingsausbildung
    • Warum 95 Prozent der KI-Pilotprojekte die Erwartungen verfehlen und was die Mathematik der verketteten Schritte damit zu tun hat
    • Die vier Fragen, mit denen du jedes Agenten-Angebot in zwei Minuten einordnen kannst

    Mein Merksatz aus der Folge: Die Frage ist nicht, ob du einen Agenten brauchst. Die Frage ist, ob dein Prozess schon so gut ist, dass ihn ein Agent übernehmen kann. Erst der Prozess, dann die KI.

    Quellen zur Folge:

    MIT Project NANDA (2025): The GenAI Divide. State of AI in Business 2025 https://mlq.ai/media/quarterly_decks/v0.1_State_of_AI_in_Business_2025_Report.pdf

    Gartner (Juni 2025): Prognose zu Agentic-AI-Projektabbrüchen bis 2027 und Begriff Agent Washing https://www.gartner.com/en/newsroom/press-releases/2025-06-25-gartner-predicts-over-40-percent-of-agentic-ai-projects-will-be-canceled-by-end-of-2027

    Camunda (Jänner 2026): State of Agentic Orchestration and Automation 2026 https://camunda.com/state-of-agentic-orchestration-and-automation/

    Forrester Consulting im Auftrag von Boomi (Juli 2026): The Agentic AI Readiness Gap https://boomi.com/de/resources/resources-library/agentic-chaos-forrester-study/

    Fraunhofer IAIS / HNFIZ (2026): KI-Agenten verstehen und anwenden, Konzept Agentic Level https://www.iais.fraunhofer.de/de/publikationen/studien/2026/download_hnfiz-studie_ki-agenten.html

    Prodigal Tech: Why most AI agents fail in production. The compounding error problem https://www.prodigaltech.com/blog/why-most-ai-agents-fail-in-production

    Du willst wissen, wo dein Unternehmen steht? Alle Infos zur Standortanalyse findest du auf www.helgaboss.com

    17 min
  • Folge 107 mit Gabriel Stankovic: Wie die Gen Z wirklich mit KI aufwächst

    Gen Z & KI: Wie die junge Generation Algorithmen als Sparringspartner nutzt 


    Heute habe ich einen ganz besonderen Gast am Mikrofon! Gabriel Stankovic ist 20 Jahre alt, Quereinsteiger aus der Metallbranche und macht aktuell ein Praktikum bei der AI Tech Marketing Agency Empolo. Er vertritt damit die Gen Z – eine Generation, für die Smartphones Alltag sind und die KI wie selbstverständlich in ihr Leben integriert.


    Ich spreche mit Gabriel darüber, wie er KI als täglichen Lebens- und Fitness-Coach nutzt, wo beim Video-Schnitt trotz Technologie nach wie vor echte Handarbeit gefragt ist und warum er in Beziehungsfragen lieber auf seinen eigenen Kopf vertraut als auf Algorithmen.


    Inhaltliche Insights:

    • Der persönliche KI-Coach für Fitness & Alltag: Gabriel erzählt, wie er mit der KI als Sparringspartner seine Ernährung getrackt, sein Training optimiert und so über 15 Kilo abgenommen hat – und warum die KI für ihn bei persönlichen Fragen oft die erste Anlaufstelle ist.
    • Content Creation & Video-Schnitt: Warum die KI bei Social-Media-Videos zwar ein genialer Ideengeber ist, der eigentliche Schnitt von Bewegtbild aber immer noch viel Zeit, Fingerspitzengefühl und echte Handarbeit erfordert.
    • Gen Z und das Aufwachsen mit KI: Wie Jugendliche KI im Alltag und in der Schule nutzen, warum Lexika und langes Diskutieren im Freundeskreis oft durch schnelles Nachfragen bei der KI ersetzt werden und warum die Quellenprüfung dabei leider meist auf der Strecke bleibt.
    • Grenzen der künstlichen Intimität: Warum Gabriel bei Beziehungsfragen und Gefühlen ganz bewusst eine Grenze zieht und nicht alles in den Chatbot füttert – und wie er den Trend wahrnimmt, dass KI-Modelle im privaten Bereich als Gesprächspartner genutzt werden.
    • KI-Musik & die Gefahren für Ältere: Warum der Unterschied zwischen echter Musik und KI-Songs hörbar bleibt und weshalb Gabriel die größten Gefahren bei Fakes und Deepfakes eher bei der älteren Generation sieht, die mit dieser Technologie nicht aufgewachsen ist.
    • Geld verdienen mit KI-Werbung: Gabriels Blick auf die Zukunft und wie KI-generierter Content im Marketing neue Möglichkeiten für junge Kreative eröffnet.


    „Ich frage sehr gerne die KI. Sie versteht mich bei persönlichen Dingen manchmal einfach besser.“ „Wenn es um meine Beziehung geht, ist wirklich mein eigener Kopf im Spiel. Ich kenne meine Freundin besser als jede KI. Das kann eine Maschine nicht ersetzen.“


    Wie intensiv nutzt die jüngere Generation in eurem Umfeld bereits KI? Und wo zieht ihr persönlich die Grenze bei der Nutzung im privaten Alltag?

    Hört gerne rein!

    Abonniere den Podcast, hinterlasse Heidi und mir eine Bewertung auf deiner Lieblingsplattform und teile deine Gedanken zu dieser Folge mit uns auf LinkedIn!




    16 min
  • Folge 106 mit Marko Kalabota, Empolo, AI Tech Solutions

    KI als Werkzeug: Zwischen Kreativität, Marketing und künstlicher Intimität

    Marko Kalabota ist Gründer von EMPOLO, AI-Tech-Unternehmer und Experte für Online-Marketing. Im Gespräch mit Helga Boss geht es um die Frage, wie künstliche Intelligenz unsere Sprache, unsere Kreativität und sogar unsere zwischenmenschlichen Beziehungen verändert.

    Dabei wird schnell klar: KI kann uns enorm unterstützen – sie darf uns das Denken aber nicht vollständig abnehmen.

    Das erwartet dich in dieser Episode

    • Wenn KI unsere Sprache verändert:
      Marko bezeichnet sich selbst als KI-Heavy-User und spricht offen darüber, welche Fähigkeiten verloren gehen können, wenn wir Texte und kreative Aufgaben zu früh vollständig an KI-Systeme abgeben.
    • Warum plötzlich alles gleich aussieht:
      KI macht die Erstellung von Designs einfacher. Wer jedoch blind auf Standardergebnisse vertraut, verschwindet schnell in der Masse.
    • „Wir wollen in diesem Wald der gelbe Regenmantel sein, der hervorsticht.“
    • Wird KI Designer:innen ersetzen?
      Technische Routinearbeiten verändern sich oder fallen weg. Umso wichtiger werden Konzept, Erfahrung, Kreativität und ein solides Verständnis für Gestaltung. Die KI liefert Ideen – den entscheidenden Feinschliff bringt weiterhin der Mensch.
    • Warum Unternehmen trotz KI Geld im Marketing verbrennen:
      Marko berichtet von seinen Einblicken bei Meta und erklärt, weshalb auch große Unternehmen an den Grundlagen scheitern: langsame Websites, fehlendes Tracking und Kampagnen ohne klares Ziel. KI kann vieles beschleunigen – ein schlechtes Fundament kann sie jedoch nicht retten.
    • Künstliche Intimität und der KI-Ja-Sager:
      Was passiert, wenn ein Chatbot uns täglich zuhört, uns bestätigt und immer besser kennenlernt? Helga und Marko diskutieren über emotionale Bindung an KI, Einsamkeit, Filterblasen und die Gefahr, dass echte Kritik und menschliche Begegnungen zunehmend fehlen.

    Marko Kalabota und EMPOLO

    Mehr über Marko, seine Arbeit im Bereich KI, Growth Marketing und digitale Lösungen findest du hier:

    • Website von EMPOLO

    Im Gespräch erwähnte Tools und Ressourcen

    • Google Lighthouse – zur Analyse der technischen Qualität und Performance einer Website.
    • OpenAI Codex – KI-Unterstützung für Programmierung und technische Aufgaben.
    • Claude Code – KI-gestütztes Arbeiten mit Code und digitalen Projekten.
    • Suno – ein KI-Tool zur Erstellung von Musik und Songs.
    • Informationen der Europäischen Kommission zum EU AI Act

    Deine Meinung ist gefragt

    Wo unterstützt dich KI bereits – und welche Aufgaben möchtest du ganz bewusst weiterhin selbst übernehmen?

    Abonniere „Wie Worte wirken“, damit du keine neue Episode verpasst. Wenn dir das Gespräch gefallen hat, freue ich mich über deine Bewertung und darüber, wenn du die Episode mit Menschen teilst, für die KI mehr sein soll als nur der nächste große Hype.

    19 min
  • Helga Solopodcast 29 Juli

     Wenn die KI Märchen erzählt: Was steckt hinter Halluzinationen? 


    Heute bin ich wieder solo am Mikrofon unterwegs! Ich widme mich in dieser Folge einem Thema, das mir in meinem Alltag als Trainerin und Beraterin ständig begegnet: den Halluzinationen der KI. Das sind diese Momente, in denen dir die KI mit voller Überzeugung und stotterfrei erfundene Zahlen, nicht existente Quellen oder ein Gerichtsurteil präsentiert, das es nie gegeben hat.

    Ich erkläre dir in dieser Episode, was eine Halluzination überhaupt ist, warum Sprachmodelle so plausibel flunkern und welche 5 konkreten Praxistipps ich dir mitgebe, damit du Fakes ab morgen in deinem Arbeitsalltag sofort entlarvst.


    Worüber ich in dieser Folge spreche:

    • Die Falle der Souveränität: Warum wir so leicht auf die KI hereinfallen. Wenn wir Menschen unsicher sind, zögern wir oder senken den Blick. Die KI tut das nicht. Sie berechnet stotterfrei das nächste wahrscheinliche Wort und klingt dabei extrem überzeugend – egal, ob die Aussage stimmt oder nicht.
    • Die drei Arten von Halluzinationen: Von frei erfundenen Fakten über plausibel klingende Fach-Quellen (wie erfundene Buchtitel oder Aktenzeichen) bis hin zu den gefährlichsten Fakes: Aussagen, die zu 90 Prozent stimmen, aber bei den entscheidenden 10 Prozent falsch liegen.
    • Warum die KI überhaupt halluziniert: Ein Blick hinter die Kulissen der Modell-Hersteller. Die Sprachmodelle wurden im Training oft dafür belohnt, eine Antwort zu „raten“, anstatt schlicht zuzugeben, dass sie etwas nicht wissen.
    • Aktuelle Daten & Benchmarks: Warum die Websuche die Halluzinationsrate laut Studien von fast 80 Prozent auf rund ein Drittel senken kann – und warum wir selbst bei verlinkten Quellen genau hinsehen müssen.
    • Der Fall Pixonimie: Eine abenteuerliche Geschichte über ein erfundenes Krankheitsbild (inklusive Star-Trek-Anspielungen im Text), das von verschiedenen KI-Systemen eineinhalb Jahre lang als echte Diagnose ausgegeben wurde und sogar in der wissenschaftlichen Fachliteratur landete.


    Meine 5 Tipps für dich gegen KI-Halluzinationen:

    1. Gib der KI eigenes Material (RAG): Stelle der KI Dokumente, PDFs oder Texte zur Verfügung. Wenn sie aus deinen Daten liest statt aus ihrem freien Gedächtnis, sinkt die Halluzinationsrate drastisch.
    2. Schalte die Websuche ein: Bei aktuellen und faktenbasierten Anfragen solltest du immer die Live-Websuche aktivieren.
    3. Erlaube der KI die Unsicherheit: Sag der KI im Prompt ganz explizit: „Wenn du dir nicht sicher bist, gib es zu oder nenne mir eine Prozentzahl für deine Unsicherheit.“
    4. Frage ein zweites Modell (Wisdom of the Crowds): Stelle dieselbe Frage zwei verschiedenen KIs (z. B. ChatGPT und Claude). Wo die Antworten voneinander abweichen, liegt meistens die Wissenslücke.
    5. Prüfe alles, was Konsequenzen hat: Zahlen, Verträge, Zitate, Rechtliches und Medizinisches musst du immer selbst verifizieren. Die KI liefert uns den Entwurf – aber die Verantwortung und die Haftung liegen ganz allein bei uns!


    Bist du auch schon einmal auf eine besonders gut getarnte KI-Halluzination hereingefallen? Und wie prüfst du die Ergebnisse im Alltag?

    Abonniere den Podcast, hinterlasse Heidi und mir eine Bewertung auf deiner Lieblingsplattform und lass mich auf LinkedIn wissen, welche Erfahrungen du gemacht hast!

    17 min

About Wie KI Worte wirken

From the publisher's feed

In diesem Podcast sprechen Menschen aus unterschiedlichen Berufen darüber, wie KI unsere Sprache, unsere Kommunikation und unser Denken verändert. Wir teilen Erfahrungen aus dem Alltag und der…

More shows like Wie KI Worte wirken

Hotel Matze by Matze Hielscher & Mit Vergnügen

Hotel Matze

180 Listeners

FOTOGRAFIE TUT GUT by Falk Frassa & Michael Dahmen

FOTOGRAFIE TUT GUT

3 Listeners

Leica Enthusiast Podcast - Fotopodcast mit Michel Birnbacher by Michel Birnbacher

Leica Enthusiast Podcast - Fotopodcast mit Michel Birnbacher

1 Listeners

Lanz + Precht by ZDF, Markus Lanz & Richard David Precht

Lanz + Precht

319 Listeners