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Eine Ansprache zum Internationalen Tag der Bildungsfreiheit und zum Tag der Demokratie
Ihr Lieben, herzlich willkommen zu meiner Ansprache für den Internationalen Tag der Bildungsfreiheit und den Tag der Demokratie.
Wie praktisch, dass beide Tage zusammenfallen. Dann muss ich nur einmal hier vor der Kamera zu euch reden.
Als Luxemburger Staatsbürger schaue ich deshalb heute mal mit einer gewissen europäischen Entfernung auf die deutsche Debatte.
Da ist es doch mal angebracht, die Schulpflicht ordentlich zu würdigen. Jene Institution, die in Thüringen gerade eben erst als eine der größten zivilisatorischen Errungenschaften eures Landes bezeichnet wurde. Außerdem sei sie ein Fundament unseres (also eures) demokratischen Rechtsstaats.
Und wenn junge Menschen dazu gezwungen werden, täglich am selben Ort zu erscheinen, dann sei das eben Demokratie im Kleinen.
Ich habe deshalb heute extra meine Deutschland Sonnenbrille aufgesetzt. Mit ihr sieht man die Sache besonders klar. Von Luxemburg aus wirkt sie noch ein wenig glänzender.
Die Geschichte beginnt allerdings nicht erst mit Demokratie:
Martin Luther wollte schon 1524, dass die Obrigkeit Schulen errichtet. Kinder sollten die Bibel lesen können, aber auch künftige Pfarrer und Schreiber, Juristen und Amtsträger werden. 1530 begründete Luther es sogar besonders treffend, dass Eltern zum Schulbesuch ihrer Kinder angehalten werden dürften. Wenn der Staat zum Kriegsdienst zwingen könne, dann doch wohl auch zur Schule.
Preußen setzte diese Logik zum Glück fort:
1717 beklagte Friedrich Wilhelm, Eltern ließen ihre Kinder in großer Ungewissheit hineinwachsen. Schule sollte christliche, vernünftige und ganz wichtig auch nützliche Untertanen hervorbringen.
1919 und 1920 bekam die Schulpflicht dann endlich auch einen demokratischen Anstrich. Die Weimarer Verfassung schrieb die allgemeine Schulpflicht fest. Das Schulgesetz versprach eine gemeinsame Grundschule und wollte soziale Bildungsprivilegien begrenzen. Ein wichtiges Gleichheitsprojekt.
Aber dann, 1938, wurde die Schulpflicht im Deutschen Reich zentral geregelt. Hier wurde die Schulpflicht zum Vorbild für die ganze Welt, endlich mal in seiner endgültigen Konsequenz zentralisiert, durchgesetzt!
Das Gesetz erklärte ausdrücklich, die deutsche Jugend sei im Geiste des Nationalsozialismus zu erziehen. Es gab zwangsweise Zuführung, Polizeihilfe und Strafen.
Und jetzt?
Luxemburg macht endlich auch große Fortschritte auf diesem zivilisatorischen Weg. Die Schulpflicht wird im aktuellen Schuljahr 2026 und 2027 schrittweise von sechzehn auf achtzehn Jahre verlängert. Bildungsminister Claude Meisch erklärte dazu die PISA Ergebnisse „nous interpellent et nousobligent à agir“, sie forderten uns also heraus und verpflichteten uns zum Handeln.
Die Verlängerung der Schulpflicht bestätigt ihre Bedeutung für die Vermeidung des Schulabbruchs.
Aber selbstverständlich ist das heute etwas völlig anderes:
Heute zwingen wir junge Menschen nur noch aus demokratischen Gründen in eine Institution, die sie vielleicht als toxisch erleben. Und wenn sie nicht gehorchen, helfen Polizei, Zwangsgeld und, wenn es sein muss, Jugendarrest.
Der Zweck rechtfertigt eben die Mittel.
Die zivilisierte Welt braucht schließlich junge Menschen, die ihrer Pflicht nachkommen, dieser Demokratie zu folgen.
Wo kämen wir denn sonst hin?
Freiwilligkeit wäre da geradezu verdächtig!
Selbstbestimmung könnte am Ende noch dazu führen, dass ein junger Mensch selbst entscheidet, wo und wie er lernt. Womöglich auch noch mit wem und was.
Also lasst uns das gebührend feiern! Die Errungenschaft der zivilisierten Welt, die Schulpflicht.
Wo kämen wir nur ohne diese hin?
In diesem Sinne wünsche ich euch einen wundervollen Internationalen Tag der Bildungsfreiheit.
Und jetzt singt gefälligst die Nationalhymne.
Tschüss!
Nachtrag:
Dabei beschreibt die Kinderrechtskonvention Bildung anders:
Bildung soll die Persönlichkeit, die Talente und die geistigen und körperlichen Fähigkeiten jedes Kindes zur Entfaltung bringen.
Vielleicht ist Bildungsfreiheit doch keine Gefahr für die Demokratie? Vielleicht ist sie eine ihrer Prüfungen.
Demokratie im Kleinen wäre vielleicht nicht, alle Kinder an denselben Ort zu zwingen.
Demokratie im Kleinen wäre, ihnen zuzuhören, ihre Verschiedenheit ernst zu nehmen und echte Wege von Bildung zu eröffnen.
Sonst bleibt am Ende von der größten zivilisatorischen Errungenschaft vor allem nur eins übrig: die zivilisierte Begründung des Zwangs.
Wie siehst du das?
Schreib einen Kommentar, drück auf Like und ja, denkt mal drüber nach.
Tschüss.
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Verwendete Musik:
Europahymne
Ode to Joy von Ludwig van Beethoven
Melodie und Werk: Public Domain
Verwendete MIDI Quelle: Mutopia Project, Musik ID 528
https://www.mutopiaproject.org/cgibin/piece-info.cgi?id=528
Direkter MIDI Link:
https://www.mutopiaproject.org/ftp/BeethovenLv/ode/ode.mid
Marschmusik
Titel: Quirky Little March
Künstler: Ondrosik
Quelle: Free Music Archive
Lizenz: CC0 1.0 Universal
https://freemusicarchive.org/music/Ondrosik/enchanted-valley/quirky-little-march/
Trauriges Klavier
Titel: Sad Piano Music Sparse Minor Take
Künstler: Alex Morgan
Quelle: Free Music Archive
Lizenz: CC BY 4.0
https://freemusicarchive.org/music/alex-morgan/emotional-piano-vol-4/sad-piano-music-sparse-minor-take/
Soundeffekte
Die verwendeten Soundeffekte wurden aus frei nutzbaren Mixkit und Freesound Quellen zusammengestellt und teilweise für dieses Video bearbeitet.
Mixkit Sound Effects
Quelle:
https://mixkit.co/free-sound-effects/
Lizenz:
https://mixkit.co/license/
Für die verwendeten Mixkit Soundeffekte ist keine Namensnennung erforderlich.
Freesound CC0 Sounds
Die verwendeten Freesound Dateien stammen aus der lokalen CC0 Sammlung. Die einzelnen Quellen sind im Soundbibliothek Manifest dokumentiert. CC0 Dateien dürfen ohne Namensnennung verwendet und bearbeitet werden.
Projekt und Gestaltung
Die Intro wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz als eigenständiges Video für dieses Projekt erzeugt. Die Gestaltung, der Schnitt und die Zusammenstellung dieser Veröffentlichung wurden von mir hoch professionell erstellt (hüstel, hüstel)
Hinweis zur Musiklizenz:
Die Nutzung des traurigen Klaviers erfolgt unter CC BY 4.0. Urheber ist Alex Morgan. Die Quelle und der Lizenzhinweis sind oben angegeben.
In dieser Episode erzählt Elia von seinem Bildungsweg ohne Schule.
Wie kommen Menschen aus den Ängsten heraus, hin zum “frei sich bilden”, zur Selbstbestimmten Bildung?
Wie lebe ich diese Autonomie draußen in der Welt?
Was ist mit der Zeit nach der Schule?
Was wäre, wenn unsere Grundbedürfnisse erfüllt wären? Und wie könnten wir das erreichen?
Was denkst du über die Themen, die wir im Podcast besprechen? Hinterlasse einen Kommentar auf Substack. Wir freuen uns auf deinen Beitrag!
Hier findest du die Kanäle von Elia:
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“Wie wäre es mit Selbstbestimmter Bildung?” ist eine von Lesern und Hörern unterstützte Publikation. Um neue Beiträge zu erhalten und meine Arbeit zu unterstützen, kannst du ein kostenloses oder kostenpflichtiges Abonnement in Betracht ziehen.
Zitate aus der Episode:
Securing the right to education: advances and critical challenges
Report of the Special Rapporteur on the right to education,
Farida Shaheed, 27 June 2023
H. Bildung darf nicht auf Schulbildung reduziert werden59. Bildung darf jedoch nicht auf den Schulbesuch reduziert werden. Lernen muss anerkannt werden unabhängig davon, wo und wie es stattfindet. Zahlreiche andere Räume, darunter kulturelle Zentren, Bibliotheken, Familien und Gemeinden, sind an der Bildung beteiligt und müssen unterstützt werden. Wie die Internationale Kommission für die Zukunft der Bildung berichtet, besteht eine wichtige Aufgabe darin, das Denken darüber, wo und wann Bildung stattfindet, zu erweitern und auf mehr Zeiten, Räume und Lebensabschnitte auszudehnen, wobei man sich auf so genannte „Bildungsökosysteme“ stützt, die natürliche, gebaute und virtuelle Lernorte miteinander verbinden.60. Das Mandat empfiehlt seit langem, die nicht-formale Bildung als ein wichtiges Mittel zur Verwirklichung des Rechts auf Bildung anzuerkennen. Sie kann Kindern außerhalb der Schule und erwachsenen Menschen eine „zweite Chance“ Bildung bieten, indem sie die Bildungsmöglichkeiten jenseits der regulären öffentlichen Schulsysteme erweitert und zahlreiche weitere Vorteile bietet. Im Rahmen des lebenslangen Lernens ist es wichtig, Lernen anzuerkennen, zu validieren und zu akkreditieren, wo auch immer es stattgefunden hat. Wie bei allen Formen der Bildung müssen Menschenrechtsaspekte bei der Gestaltung und Überwachung von Programmen der nicht-formalen Bildung berücksichtigt werden.Die Bildungssysteme sollten so reformiert werden, dass ein fließender Übergang zwischen nicht-formalen und formalen Programmen möglich ist.61. Nach Artikel 13 des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelleRechte ist die Primarbildung und nicht die Schulbildung Pflicht. Der "häusliche Unterricht"kann daher als Teil der Bildungsfreiheit betrachtet werden, wobei es den Familien freigestellt bleibt,die Bildung ihrer Kinder zu Hause zu gewährleisten. Dennoch müssen für das Recht auf Bildung in allen Dimensionen die gleichen Garantien gelten.
Bericht des Sonderberichterstatters,
Vernor Muñoz Addendum DEUTSCHLANDBESUCH
(13. – 21. Februar 2006)
Aus der Arbeitsübersetzung des Sekretariats der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder
in der Bundesrepublik Deutschland - IVC/ÜD -
62. Nach den vorliegenden Informationen könnte es sein, dass in manchen Bundesländern Bildung ausschließlich als "Schulbesuch" verstanden wird. Auch wenn der Sonderberichterstatter ein Verfechter der unentgeltlichen und obligatorischen öffentlichen Schule ist, muss daran erinnert werden, dass Bildung nicht auf "school attendance” (den Schulbesuch) reduziert werden kann und stets auf das Wohl des Kindes ausgerichtet sein muss. Alternativen wie Fernunterricht und "homeschooling" sind mögliche Optionen, die unter gewissen Umständen in Betracht kommen können, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass nach Artikel 13 des Internationalen Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte Eltern das Recht zukommt, die angemessene Bildung für ihre Kinder zu bestimmen. Die Förderung und Stärkung des öffentlichen und staatlich finanzierten Bildungssystems darf nicht dazu führen, Modelle ohne physische Präsenz im Schulgebäude anzuprangern. In diesem Sinne wurden dem Sonderberichterstatter Klagen über Drohungen mit dem Entzug des elterlichen Sorgerechts zur Kenntnis gebracht, weil Kinder in "homeschooling"-Modellen unterrichtet werden.
29. Lehrpläne, Pädagogik und Leistungen müssen mit den Zielen der Bildung als Menschenrecht und dem Grundsatz „Niemanden zurücklassen“ in Einklang stehen. Im Jahr 2014 wurde im Mandat die Besorgnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass die vorherrschenden internationalen Bewertungen der Leistung von Schülern auf einer eher instrumentellen Rolle der Bildung basieren, die von dem Konzept der Entwicklung in rein wirtschaftlicher Hinsicht angetrieben wird und die Lernergebnisse in Mathematik und Sprachkenntnissen überbetont, zum Nachteil anderer Fähigkeiten und Talente, beispielsweise in den kreativen Künsten und anderen nicht-akademischen Bereichen. Ein solch engstirniger Ansatz steht im Widerspruch zu den Zielen, die der Bildung auf internationaler Ebene zugewiesen werden. Bewertungen sollten die Hauptziele des Rechts auf Bildung in vollem Umfang berücksichtigen.
30. Insgesamt gesehen erfüllen die Bildungssysteme die Ziele der Bildung nicht und verfolgen sie oft nicht wirklich oder, schlimmer noch, bewegen sich in die entgegengesetzte Richtung. Der vorherige Mandatsträger bedauerte, dass einige Bildungssysteme Diskriminierung, Ausgrenzung und Segregation sowie Assimilation mit reduzierenden Zielen fortführen, die den Bedürfnissen multikultureller Gesellschaften nicht gerecht werden. Wie die Internationale Kommission für die Zukunft der Bildung feststellte, vermitteln einige Bildungssysteme fälschlicherweise den Eindruck, dass kurzfristige Ziele wichtiger sind als langfristige Nachhaltigkeit, und betonen die Werte des individuellen Erfolgs, des nationalen Wettbewerbs und der wirtschaftlichen Entwicklung, was zu Lasten von Solidarität, Verständnis für gegenseitige Abhängigkeiten und Fürsorge für einander und den Planeten geht.
Darüber hinaus ist es notwendig, dass wir lernen, zu verlernen und etabliertes, vorherrschendes Wissen kritisch hinterfragen.
Einige Beitragende berichteten, dass die Ziele der Bildung weiterhin im uneingeschränkten Ermessen der Bildungsministerien liegen, ohne dass es einen Mechanismus zur Überwachung oder Bewertung gibt.
Der Sonderberichterstatter ist der Ansicht, dass diese Fragen bei den Bemühungen zur Bewältigung aktueller und zukünftiger Herausforderungen von entscheidender Bedeutung sind.
Aus der Antwort des Kultusministeriums Niedersachsen an einen Jungen Menschen zum Antrag auf Ruhen der Schulpflicht/ Beurlaubung/ Ende der Schulpflicht in besonderen Fällen:
Eine Befreiung von der Schulpflicht über die Tatbestände des § 70 NSchG hinaus ist lediglich auf Einzelfälle begrenzt, sofern dieses bei Vorliegen eines wichtigen Grundes geboten ist. Der Wunsch der Erziehungsberechtigten und der Schülerinnen und Schüler, eigene Erziehungsziele und Berufswünsche unabhängig vom bestehenden Bildungssystem zu verfolgen, hat hinter dem Bildungsauftrag zurückzustehen. Der Schulpflicht kommt ein hoher Stellenwert zu.
Die auf Art. 4 Abs. 2 der Niedersächsischen Verfassung beruhende Schulpflicht wurde durch die §$ 63 ff. NSchG näher ausgestaltet. Gemäß § 63 Abs. 5 NSchG besteht für alle Kinder, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Niedersachsen haben, eine Schulpflicht.
Die Schulpflicht ist eine Schulbesuchspflicht. Die Schülerinnen und Schüler sind grundsätzlich verpflichtet, zu einer Schule zu kommen und dort am Unterricht teilzunehmen. Wer der Schulpflicht nicht nachkommt handelt ordnungswidrig.
Vielen Dank für das Lesen und hören von "Wie wäre es mit Selbstbestimmter Bildung?"! Dieser Beitrag ist öffentlich, also kannst du ihn gerne teilen.
Viele Menschen, die diesen Substack lesen, denke ich wollen das Bildungsystem verbessern, weil sie sehen, dass es “kaputt” ist, aber man kann etwas, das kaputt ist, nicht reparieren, wenn man nicht weiß, was man will.
Welche Dinge kommen dir in den Sinn, was haben dir Menschen gesagt, warum du eine gute Bildung brauchst? Vielleicht haben die meisten gar nicht von Bildung gesprochen, sondern von Beschulung?
Was mir sofort einfällt, ist die Erzählung, dass du eine gute (Schul-)Bildung brauchst, um später einen guten Job zu bekommen. Aber was ist, wenn das, was der Lehrplan verlangt, nicht deine Stärke ist? Wie Sifaan Zavahir kürzlich in einem Vortrag sagte:
... Ich sollte gut lernen um einen guten Job zu bekommen, und als ich fragte, was mit den Leuten ist, die nicht gut lernen können, sagen wir, dass es für sie keine guten Jobs gibt, oder werden sie in schlechten Jobs stecken bleiben, wurde mir gesagt, ich solle keine unnötigen Fragen stellen...”.
Wer legt eigentlich fest, was gelernt werden soll? Was ist wichtig und was nicht? Und warum sollten wir dem Urteil dieser Leute vertrauen?
Wir müssen uns also zunächst die Frage stellen, was Bildung überhaupt ist, um sie “verbessern” zu können. Das ist gar nicht so einfach, denn meistens stellt sich die Frage erst, wenn wir merken, dass etwas verdammt schief läuft. Vielleicht haben wir in der Zwischenzeit selbst einen jungen Menschen in unserem Leben, der nicht 10 Jahre warten kann, bis wir herausfinden, worum es hier eigentlich geht.
Ich würde behaupten, dass die meisten freien Schulen, Lernorte immer noch auf den gleichen Zielen der Mainstream-Schulbildung basieren, die heutzutage hauptsächlich Menschen auf die Arbeitswelt vorbereiten und zu braven Staatsbürgern erziehen soll. (Zumindest wollen wir diesen Zielen entsprechen und vergleichen oft nur die akademische Leistung).
Meistens ändern wir nur die Methoden, um dies zu erreichen, aber nicht wirklich die Ziele selbst.
In Bezug auf diese Ziele gibt es eine wichtige Nuance in der Frage, wofür Bildung gut ist, die oft übersehen wird. Wenn wir nämlich fragen, wofür Bildung gut ist, antworten wir normalerweise nicht, wofür ich selbst Bildung will. Sondern welche Bildung wir uns für andere wünschen.
Was passiert aber, wenn wir “besser zu wissen glauben”, welche Bildung andere Menschen brauchen?
Wenn es also um Bildung geht, haben wir es mit zwei konkurrierenden Ideologien zu tun.
Die eine ist die Liberations-Ideologie, die besagt, dass wir alle frei sind, dass wir alle Würde haben und dass wir alle es verdienen, gut behandelt zu werden.
Die andere ist die repressive Ideologie, die besagt, dass es völlig in Ordnung und sogar notwendig ist, dass einige Menschen von der Ausbeutung und Unterdrückung anderer profitieren. Auch wenn dies uns in der nachhaltigsten Art der Unterdrückung verkauft wird, nämlich jemanden davon zu überzeugen, dass es zu seinem eigenen Besten ist.
Ob dieser Vektor der Unterdrückung das Geschlecht, die Vergangenheit, das Alter, das Blut, die soziale oder wirtschaftliche Klasse oder etwas anderes ist, wenn einige gewinnen, verlieren andere.
Diese repressive Ideologie erleben wir heute überall auf der Welt. Das heißt nicht, dass es in der Vergangenheit keine Kulturen gegeben hat, die gleichberechtigt und in Frieden erfolgreich zusammengelebt haben. (siehe z.B. diesen Artikel von Peter Gray)
Natürlich werden friedliche Kulturen wenig Ressourcen in Armeen investieren und wurden daher in der Vergangenheit sehr leicht von repressiven Kulturen (wahrscheinlich unseren Vorfahren) überrannt.
Heute finden wir diese Befreiungsideologie in Form der Menschenrechte ausgedrückt. Aber kennen die Menschen diese Rechte? Werden sie in unserer Kultur, in unserem Umfeld, in unseren Schulen, an unseren Lernorten und in unseren Familien gelebt?
Doch zurück zu den Fragen:
Was ist Bildung?
Was ist das Ziel von Bildung?
Ich freue mich auf Eure Kommentare. Ich wünsche mir, dass wir diese Plattform nutzen können, um uns auszutauschen und neue Gedanken und Ideen zu entwickeln, wie wir Bildung und Menschenrechte in Einklang bringen können. Meiner Meinung nach liegt es in unserer Verantwortung, das Recht auf Bildung für alle zu verwirklichen und nicht auf die Politik zu warten.
mit besten Grüßen,
Max Sauber
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Dieser Artikel ist inspiriert vom Vortrags: Choosing the 'Rights' Direction - Using the UNCRC To Steer Education
Chris Fader lebt seit 6 Jahren mit seinen Kindern ganz ohne Schule und begleitet heute Eltern & Familien in ein Leben ohne Schule. Er zeigt eindrücklich, wie Lernen wirklich geschieht und was entsteht, wenn wir den Raum und die Zeit haben, unserer Begeisterung und Leidenschaft zu folgen. Als begeisterter Coach, Mentor, Podcaster und Musiker ist es ihm ein Herzensanliegen, seine Erfahrungen, Erkenntnisse und sein Wissen weiter zu geben und Menschen und Familien in ein Leben in Freiheit zu begleiten. Auch allen Kindern dieser Welt wünscht er ein freies und selbstbestimmtes Leben, in dem sie sein dürfen wie sie sind und Raum besteht für die volle Entfaltung ihrer vielen Potenziale, Talente und Begabungen.
Das ist seine Mission.
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I talked to Boston College research professor Peter Gray about Play and Self-Directed Education and what impact this has on society at large.Peter defined the term Self-Directed Education and his body of work is one of the main inspirations, and provides the framework, for this podcast.So it is a great honour for me to have Peter on as a guest for this episode.You can learn about his work and find some of his talks, books, and academic articles at petergray.org.Also check out his Substack Play Makes Us Human
Thanks for listening! You can also find the podcast on Facebook @SelbstbestimmtSichBilden, YouTube and on Telegram where you can leave a comment or like. It would be great to hear your feedback! Support my work, like the production of new podcast episodes and books with the aim of raising awareness of Self-Directed Education, please feel free to send me a donation at: Max Sauber IBAN LU19 0019 3955 3817 1000 Subject: Self-directed private thanks Or support me monthly on my Substack.
Der Philosoph Bertrand Stern sieht im Freischaffenden sowohl die Selbstverpflichtung zu einer Freiheit schaffenden Reflektion; wie eine freie, an keine Institution gebundene Aktivität. Im Mittelpunkt des zivilisationskritischen Schaffens: die (Selbst-)Befreiung von Ideologien und Institutionen, insb. als Schul- und Erziehungskritik und Fragen des frei sich bildens.2017 gründete er die Stiftung „bertrand stern frei sich bilden“Er initiierte den Spielfilm „CaRabA #LebenohneSchule“, den ersten Spielfilm zum Leben von frei sich bildenden Menschen in einer Welt ohne Schule.2023: Gründung des „Institut Sarah&Bertrand Stern“, SiegburgEinige Publikationen:Weile statt Eile! Unterwegs zu einer Kultur der Muße? Ulm 1996Schluß mit Schule! – das Menschenrecht, sich frei zu bilden. Leipzig 2006Vom Glück des Nichts-Tuns! – Muße statt Pädagogik (mit U. Klemm), Leipzig 2011Saat der Freiheit – Impulse für aufblühende Bildungslandschaften, Lassan 2016Gabriel – Vom Entdecken eines glücklich befreiten Lebens, Ulm 2018Einige weiterführende Links:http://www.bertrandstern.de/https://institut-stern-siegburg.de/zum Spielfilm „CaRabA #LebenohneSchule“www.caraba.deein wichtiges Gespräch mit Frederike de Bruin, Frank-Robert Belewski und Bertrand Stern: „Die Befreiung der Geburt“ (3. März 2023)https://www.youtube.com/watch?v=OXiKnMXWFCMIm Rahmen des online-Kongresses „Finde deine Bildungslandschaft“ fand zum Thema „frei sich bilden“ ein Gespräch mit Tobias Stolz statt. Hier der Link hierzu: https://www.youtube.com/watch?v=HNVBt3M5g0wVielen Dank fürs zuhören! Werde Teil der Gemeinschaft und abonniere die Substack Seite zum Podcast https://selbstbestimmtsichbilden.substack.com mit weiteren Artikel zum Thema der Selbstbestimmten Bildung!Du findest den Podcast auch auf Facebook @SelbstbestimmtSichBilden, YouTube und auf Telegram wo du gerne einen Kommentar oder Like hinterlassen kannst. Ich freue mich über dein Feedback! Wer meine Arbeit, vor allem auch die Produktion neuer Podcast Episoden und Bücher mit dem Ziel Selbstbestimmte Bildung bekannter zu machen, unterstützen möchte, kann mir gern eine Spende schicken unter:Max SauberIBAN LU19 0019 3955 3817 1000Betreff: Selbstbestimmt privates DankeschönOder unterstütze mich monatlich auf Substack mit einem bezahlten Abo. Bis zum nächsten mal bei “Wie wäre es mit Selbstbestimmter Bildung?"
Anka Krätzig ist eine erfahrene Begleiterin für Innere Arbeit und Transformation. Anka hat sich darauf spezialisiert, Eltern und Pädagogen auf dem Weg zur Befreiung von den Symptomen von Entwicklungstraumata zu unterstützen. Ihr Ansatz integriert psycho-somatisches Wissen, Achtsamkeitspraxis, persönliche Erfahrung und spirituelle Erkenntnisse,um eine ganzheitliche und individuell abgestimmte Herangehensweise an die Heilung von traumatischen Kindheitserfahrungen zu ermöglichen. Ihr Fokus liegt darauf, die tief verwurzelten Muster von Entwicklungstraumata zu erkennen und zu transformieren.
Anka steht für, Heilung, die über die Symptome hinausgeht und die zugrunde liegenden emotionalen Wunden erkennt und langfristige erlöst. Anka unterstützt Eltern und Pädagogen dabei, sich selbst besser zu verstehen, eigene Bedürfnisse zu erkennen, Gefühle zu regulieren und hinderliche Auswirkungen von Entwicklungstraumata zu überwinden. Ihr Ziel ist es, ihre Klienten auf dem Weg zu mehr Ausgeglichenheit, emotionaler Resilienz und innerer Freiheit zu begleiten. Ihr achtsamer Ansatz schafft einen sicheren Raum für ihre Klienten, um sich mit ihren eigenen inneren Prozessen auseinanderzusetzen.
Erfahre mehr von Anka im DER ENTWICKLUNGSTRAUMA PODCAST auf Spotify: https://open.spotify.com/show/2qDHoSLOpcfp7SVn8ZAjW9. Weitere Informationen findest du auf ihrer Homepage www.ankakraetzig.de und auf Facebook: https://www.facebook.com/anka.kratzig
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"Johanna Rex ist Dozentin, Lernbegleiterin und Mentorin für Selbstbestimmte Bildung. Sie hat viele Jahre an der Uni angehende Lehrer in Sport und Gesundheitsförderung ausgebildet. Durch mehrere prägende Ereignisse in den letzten Jahren wurde ihr die Bedeutung der mentalen Gesundheit von jungen und älteren Menschen noch bewusster. Auf der Suche nach Ansätzen, wie junge Menschen ohne Stress, Druck und Zwang begleitet werden können, machte sie eine Weiterbildung zur Lernbegleitung Selbstbestimmter (& demokratischer) Bildung. Heute bietet sie Trainings und Fortbildungen für Eltern und Pädagogen an, die junge Menschen würdevoller und selbstbestimmter in ihr Potenzial begleiten möchten."Hier findest du die Facebook Gruppe von Johanna
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