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Mit der Verabschiedung des novellierten Niedersächsischen Jagdgesetzes wurden einige Forderungen aufgegriffen, die Wildtierschutz Deutschland bereits im Gesetzgebungsverfahren erhoben hatte. Besonders zu begrüßen ist das Verbot der Baujagd am Naturbau. Diese Jagdmethode bedeutet für Füchse und Dachse enormen Stress und birgt erhebliche Verletzungsrisiken – auch für die eingesetzten Hunde. Dass das Land diese Praxis beendet, ist ein wichtiger Schritt zu mehr Tierschutz. Positiv sind außerdem das Aus für Jagdgatter sowie das Verbot, wildernde Hunde zu töten. Auch das grundsätzliche Verbot von Schlagfallen stellt eine deutliche Verbesserung gegenüber der bisherigen Rechtslage dar.
Doch die Reform bleibt auf halbem Weg stehen.
Heute startet das Altrheinfest in der hessischen Kleinstadt Ginsheim. Seinen Abschluss wird es – nach Beschluss der Stadt Ginsheim-Gustavsburg – mit einem großen Feuerwerk im Natura 2000- und Vogelschutzgebiet feiern. Während viele Städte und Gemeinden bereits auf Alternativen wie Laser oder Drohnenshows zurückgreifen, soll es in Ginsheim zunächst für die kommenden fünf Jahre beim klassischen Feuerwerk bleiben.
Die politische Jagd auf den Wolf erreicht einen neuen Tiefpunkt: Unter dem Deckmantel des „Bestandsmanagements“ fordert nach der Jagdlobby nun auch Hessens Landwirtschaftsminister Ingmar Jung im Management Plan Wolf eine Abschussquote von 40 Prozent des Wolfsnachwuchses in seinem Bundesland. Das ist einem Beitrag des Hessischen Rundfunks zu entnehmen. Dieses Vorhaben entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage und ist ein Frontalangriff auf den Artenschutz. Der Managementplan soll bereits am 1. Juli in Kraft treten.
Anfang des Jahres erreichte uns die Information, dass im Natura 2000-Schutzgebiet „Schmiechener See“ die Bejagung des Fuchses intensiviert und der örtlichen Jägerschaft zu diesem Zweck mehrere Betonrohrfallen zur Verfügung gestellt werden sollen. Als Grund für diese Maßnahme wurde der seit mehreren Jahren ausbleibende Bruterfolg bei den Kiebitzen angeführt.
Zur aktuellen Hauptsaison der Mahd bietet Wildtierschutz Deutschland e.V. Landwirten und Freiwilligen aus Tierschutz und Jagd eine zentrale Anlaufstelle: ein umfassendes bundesweites Verzeichnis für Rehkitz-Rettungsteams ist ab sofort online verfügbar. Die Datenbank ermöglicht die gezielte Suche nach professioneller Unterstützung per Postleitzahl.
Klein aber oho! Igel sind nicht nur niedliche Gesellen, sondern als fleißige „Gartenpolizei“ überaus nützliche Gefährten, die ganz ohne Chemiekeule auf ihren nächtlichen Streifzügen eine Vielzahl von Larven und Insekten einsammeln. Doch der sympathische „Stachler“ schlägt seit einiger Zeit lautstark Alarm: Der Westeuropäische Igel steht mittlerweile offiziell auf der Vorwarnliste der Roten Liste bedrohter Arten. In manchen Regionen wie Bayern hat sich sein Bestand in den letzten zwanzig Jahren sogar dramatisch halbiert.
Die Feuerwanze, wissenschaftlich Pyrrhocoris apterus, gehört zu den bekanntesten Insekten in unseren Gärten und Städten. Weltweit gibt es rund 300 Arten von Feuerwanzen, die meisten davon leben in tropischen Regionen, während bei uns vor allem diese eine Art verbreitet ist. Mit ihrer leuchtend roten Färbung und den markanten schwarzen Zeichnungen fällt sie sofort ins Auge. Gerade im Frühjahr und an warmen Tagen im Jahr sieht man sie häufig in größeren Gruppen an sonnigen Hauswänden, auf Wegen oder am Fuß von Bäumen.
Der Schmiechener See im Urdonautal auf der Schwäbischen Alb ist ein Flachwassersee ohne eigenen Abfluss, der einzige Zufluss ist der Siegenbach. Der See ist von jeher sehr witterungsabhängig, die Wasserstände schwanken stark: Durch den fehlenden Abfluss und die geringe Tiefe dehnt sich der See bei starken Regenfällen schnell aus und überflutet das Gebiet weiträumig, während längere Trockenheit regelmäßig dazu führt, dass der See fast austrocknet und nur noch vereinzelt kleine Wasserstellen zu finden sind. Zudem besteht das Problem der zunehmenden Verlandung, Weiden und Büsche breiten sich aus, Nährstoffeinträge aus der umliegenden Landwirtschaft befördern das in diesem Fall unerwünschte Pflanzenwachstum zusätzlich.
Wenn im Frühjahr die Natur erwacht und die Tage länger werden, beginnt für unsere heimischen Vögel eine der intensivsten und zugleich verletzlichsten Zeiten des Jahres: die Brutzeit. Was für uns oft nur als Gesang wahrnehmbar ist, bedeutet für sie höchste Anstrengung, Präzision und unermüdliche Fürsorge. Diese Zeit verlangt von den Vögeln alles. Und sie verlangt von uns vor allem eines: Respekt.
Erst vor vier Jahren ist der Foxterrier-Klub Klein-Auheim aufgrund einer Anzeige gegen die schlechte Haltung von zwei Füchsen in die Schlagzeilen geraten. Wildtierschutz Deutschland hatte seinerzeit die nicht tierschutzgerechte Unterbringung der Füchse in der Schliefanlage in Klein-Auheim angezeigt: Zu kleines Gehege, keine Abwechslung, Betonboden, unhygienische Verhältnisse.
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