Dokumentation der vierten Ausgabe der HTA-Ringvorlesung 2020: Tucké Royale im Gespräch mit Leon Bornemann und Rose Beermann.Kompliziert, aber schön , so ließe sich vielleicht in Kurzform Tucké Royales Vorschlag für ein Noch-Nicht imaginieren, das sich zugleich radikal in der Gegenwart verortet: »Neue Selbstverständlichkeit heißt, der Realität zuzutrauen, dass sie nichts gegen einen haben kann«. Lässt sich von hier aus, die Frage diskutieren, ob sich das ganze Leben als Kunst verstehen ließe? – und den ersten Satz des Manifests aufgreifend »das Trauma zu überwinden, nicht vorgesehen zu sein«? Was ließe sich daraus gewinnen, Tucké Royales künstlerische Praxis als Arbeit am Selbst zu beschreiben oder geht es vielmehr darum, Erwartungen nicht zu erfüllen und zu fordern: »Wir brauchen ein Theater von hinten«? Die HTA-Ringvorlesung im Sommersemester 2020 versammelt Stimmen, die diejenigen obsessiv interessieren, die das Format das erste Mal konzipieren: Studierende der Hessischen Theaterakademie. Wenn auf den ersten Blick wenig offensichtlich scheint, was dies in seiner Vielzahl mehr als Nicht-Zusammenhängendes sein könnte, wird bei genauerem Hinsehen deutlich, dass all jene, die in dieser Reihe sprechen werden, Zukünfte imaginieren, in denen sich die Logiken des Denkens geändert haben werden oder zumindest aus ihren je singulären Positionierungen an diesen arbeiten. Wir haben nicht weniger vor, als gemeinsam mit unseren Gäst*innen zu denken, was morgen geschehen könnte - Propositions for the Not-Yet: New Standards.09.07. 2020, LAB HALLE 1, 19hPROPOSITION #5KRASSIMIRA KRUSCHKOVA: UNGERUFEN. LEERSTELLEN IN DER ZEITGENÖSSISCHEN CHOREOGRAPHIEKURZFRISTIG ENTFALLENSTATTDESSEN:09.07. 2020, LAB HALLE 1, 19hPROPOSITION #5BINI ADAMCZAK: KOMMUNISMUS: KLEINE GESCHICHTE WIE ENDLICH ALLES ANDERS WIRD16. Juli 2020, LAB HALLE 1, 19hPROPOSITION #6JOANA TISCHKAU: WHAT.YEAH.