WohnGefühl

WohnGefühl

By Stefan BürgerSociety & CultureBusiness
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WohnGefühl episodes

  • Wie beeinflusst der BFW die Wohnungsmärkte, Herr Beulich?
    Andreas Beulich, Bundesgeschäftsführer des BFW
    Deutschland hat genug Wohnraum, nur nicht dort, wo er gebraucht wird. Stefan Bürger spricht mit Andreas Beulich, Bundesgeschäftsführer des BFW, über regionale Wohnungsmärkte, den Einfluss von Wirtschaft sowie Infrastruktur und warum Bundesgesetze in Kommunen oft nicht ankommen.
    40 min
  • Wie gestaltet man eine internationale Architekturkarriere, Herr Sobek?
    Mit Prof. Werner Sobek, Architekt und Ingenieur

    Prof. Werner Sobek, ein führender Architekt und Bauingenieur Deutschlands, spricht in dieser Folge von WohnGefühl mit Host Stefan Bürger über seinen beeindruckenden Werdegang und seine vielseitigen Rollen in der Lehre, im Unternehmertum und in der Politikberatung. Diese Episode ist besonders für diejenigen interessant, die sich für die Schnittstellen zwischen Architektur, Ingenieurkunst und globalen Geschäftspraktiken interessieren.

    Wieso Sobek weltweit als Berater für politische und architektonische Fragen gefragt ist

    Weshalb er besonderen Wert auf eine Sozialgemeinschaft innerhalb seines Unternehmens legt
    Wie er es geschafft hat, seine Firma auf über 450 Mitarbeiter in 14 Ländern zu erweitern
    Warum Projekte in den Bereichen Militär, Tierversuche und Gefängnisse für ihn tabu sind

    Sobek erzählt von seiner Reise, die ihn von einer One-Man-Company zu einem internationalen Netz von 14 Büros mit über 450 Angestellten führte. Er betont, dass es in seinem Unternehmen nicht nur um Profit geht, sondern um die soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern. Dank dieser Philosophie konnte sein Büro wirtschaftliche Schwächephasen überstehen und ist nun weltweit tätig, mit einem Projektvolumen von bis zu 8 Milliarden Dollar.

    Ein zentraler Punkt des Gesprächs ist die Wichtigkeit von Vertrauen und Eleganz im Geschäftsgebaren. Sobek berichtet von kulturellen Unterschieden in der Architekturbranche, etwa dem besonderen Vertrauensverhältnis in Japan, und nennt Beispiele für die elegante Haltung, die er von seinen Mitarbeitern erwartet. Diese Prinzipien haben ihm geholfen, anspruchsvolle Projekte wie die größte Glasfassade der Welt in Zürich zu realisieren.

    Zum Abschluss spricht er darüber, wie ein Bauwerk die ‚dritte Haut‘ des Menschen bildet und deshalb von der Persönlichkeit des Bauherrn beeinflusst sein sollte. Diese Episode gibt nicht nur wertvolle Einblicke in die Welt der Architektur und Ingenieurkunst, sondern zeigt auch, wie man mit einem klaren Wertekurs in einer globalisierten Welt erfolgreich ist.

    Wo ziehen Sie die Grenze, welche Aufträge Ihr Unternehmen ablehnt? Schreiben Sie uns Ihre Meinung als Kommentar bei Spotify und abonnieren Sie WohnGefühl, damit keine Ausgabe verloren geht.

    26 min
  • Wie viel Potenzial steckt im sozialen Wohnungsbau, Herr ten Brinke?
    Albert ten Brinke, CEO der Ten Brinke Group, live vom NEW bauhaus Festival
    Live vom NEW bauhaus Festival in Weimar. Albert ten Brinke, Chef der Ten Brinke Group, erklärt, warum Griechenland derzeit günstiger baut als Deutschland, wie Gewährleistungsansprüche Innovationen bremsen und weshalb 15 Häuser in Namibia wirtschaftlich mehr bewirken als eines in Europa.
    34 min
  • Wie verändert KI die Immobilienwirtschaft, Herr Nachtweh?
    Julian Nachtweh, Partner bei Deloitte für Technologieberatung

    KI ist in der Immobilienwirtschaft längst mehr als ein Technologiethema. Die entscheidende Frage lautet: Wo entsteht durch künstliche Intelligenz tatsächlich messbarer Mehrwert – und wie lässt sich dieser in bestehende Prozesse, Organisationsstrukturen und Geschäftsmodelle integrieren?

    Julian Nachtweh, Partner bei Deloitte für Technologieberatung, ordnet den Stand der KI-Entwicklung in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft ein. Er erklärt, warum die Branche bei technologischer Reife und Datenbasis noch hinter anderen Industrien liegt und weshalb Unternehmen zunächst mit klar abgegrenzten Use Cases und Pilotprojekten arbeiten sollten.

    Warum Backoffice-Prozesse wie Planung, Reporting, Finanz- und Abrechnungsprozesse für den KI-Einsatz besonders interessant sind.

    Weshalb Datenmenge, Datenqualität und Datenreife die Grundlage für verlässliche KI-Anwendungen bilden – etwa bei Predictive Analytics, Wartung und Smart Metering.
    Wie sich Führung, Organisation und Mitarbeitendenentwicklung verändern müssen, wenn Unternehmen KI-Agenten wie digitale Teammitglieder einsetzen.
    Im Gespräch geht es außerdem um die Kosten von KI-Modellen, Skaleneffekte und die Frage, wie Unternehmen den Einsatz durch klare Governance kalkulierbar halten. Auch die Abhängigkeit von großen internationalen Technologieanbietern, souveräne Cloud-Systeme und mögliche Exit-Szenarien werden diskutiert.

    Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Faktor Mensch. KI soll Mitarbeitende nicht einfach ersetzen, sondern repetitive Aufgaben reduzieren und neue Tätigkeitsfelder ermöglichen. Dafür müssen Führungskräfte vorhandene KI-Kompetenzen im Unternehmen erkennen, Mitarbeitende weiterentwickeln und eine Organisation schaffen, in der Fachbereiche und IT enger zusammenarbeiten.

    Julian Nachtweh beschreibt dafür ein mögliches Hub-Modell: Mitarbeitende verantworten die Prozesse, in denen KI-Agenten eingesetzt werden, während ein technologischer Kern für Standards, Schulungen und Leitplanken sorgt. Gleichzeitig bleiben Themen wie Mieter-Scoring, der EU AI Act und der verantwortungsvolle Umgang mit sensiblen Daten zentrale Herausforderungen.

    Eine Folge über KI-Strategie, Datenqualität, Prozessautomatisierung und die organisatorischen Konsequenzen einer Technologie, die Unternehmen nicht nur digitaler, sondern auch führungsseitig anspruchsvoller macht.

    32 min
  • Wie funktioniert der polnische Immobilienmarkt, Frau Hoyer?
    Claudia Hoyer, Co-CEO der TAG Immobilien AG

    Polen ist traditionell ein Eigentumsmarkt: Die Eigentumsquote liegt bei rund 86 bis 87 Prozent. Trotzdem wächst in den großen Universitätsstädten der Bedarf an modernen und flexiblen Mietwohnungen. Hoyer erklärt, wie die TAG Immobilien AG diesen Markt erschlossen hat, warum das Unternehmen eigene polnische Gesellschaften und Teams aufgebaut hat und weshalb lokale Erfahrung für den Markteintritt entscheidend war.

    Im Gespräch geht es um die wirtschaftlichen und operativen Grundlagen des polnischen Wohnungsmarkts: niedrigere Baukosten, kleinere Wohnflächen, Mietniveaus in Warschau und Breslau, möblierte Einjahresverträge, Refinanzierung und die Besonderheiten des polnischen Mietrechts. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Investitionsklima: Kommunen verfolgen laut Hoyer einen klaren Willen zum Neubau, Genehmigungsprozesse sind anders organisiert, und die Zusammenarbeit mit Städten folgt anderen Regeln als in Deutschland.

    Weitere Highlights der Folge:

    • Wie die TAG Immobilien AG von einem Bauträgergeschäft zu einem Bestandshalter mit mehr als 9.000 Wohnungen in Polen wurde.
    • Warum Mietwohnungsbau, Neubau und private Kapitalanlage in den polnischen „Big Six“ anders funktionieren als im deutschen Markt.
    • Welche volkswirtschaftlichen Faktoren, darunter Wirtschaftswachstum und Gehaltsentwicklung, die Investitionsperspektiven in Polen prägen.
    • 34 min
    • Wie führt man Menschen, die man nicht kontrollieren kann, Herr Trost?
      Prof. Armin Trost über die Grenzen von Führungsmodellen

      Wieso Hierarchieebenen erst ab einer bestimmten Unternehmensgröße wirklich Sinn ergeben

      Weshalb standardisierte Auswahlverfahren in der Praxis der Immobilienbranche oft scheitern
      Warum Selbstreflexion die wichtigste Voraussetzung für professionelle Führung ist
      Wie es kommt, dass Kritik an Führungsverhalten so oft als persönlicher Angriff verstanden wird
      Weshalb einheitliche Führungsleitbilder mehr schaden als nützen

      Trost warnt vor importierten Führungstrends aus der angelsächsischen Literatur. Viele davon moralisieren. Konzepte wie "Compassionate Leadership" hält er für praxisfern. Manche sogar für gefährlich. Sein Gegenentwurf ist Pragmatismus. Führungskräfte sollen ihre Rolle zum Unternehmenskontext passend gestalten. Nicht vorgefertigte Ideale übernehmen.

      Das gilt besonders für kleinere und mittelständische Unternehmen. Führung lässt sich nicht mit Lehrbuchwissen erzwingen. Sie braucht Nähe zur Führungskraft. Sie braucht regelmäßige Interaktion. Und sie braucht die Fähigkeit zur Korrektur.

      Gute Führung folgt keinem Regelwerk und lässt sich nicht verordnen. Sie entsteht aus Reflexion, Kontext und Persönlichkeit.

      35 min
    • Wie gestaltet Europa bezahlbaren Wohnraum, Joost Nieuwenhuijzen?
      Mit Joost Nieuwenhuijzen, Executive Director der European Federation for Living

      Deutlich wird: Zielkonflikte zwischen Bezahlbarkeit, Energieeffizienz und architektonischem Anspruch lassen sich nicht auflösen, sondern nur priorisieren. Die EPBD-Richtlinie treibt Kosten, während Wohnungsnot in Ballungszentren gleichzeitig zum unterschätzten gesellschaftlichen Sprengstoff wird. Der Berliner Mietendeckel und Enteignungsdebatten zeigen exemplarisch, wie schnell Marktregulierung Investitionen ausbremst, ohne neuen Wohnraum zu schaffen.

      Positiv sticht Wien als Vorbild für aktive Stadtplanung hervor, ergänzt durch Impulse aus Irland und modulare Bautechniken aus der Schweiz. Auch der Wiederaufbau der Ukraine rückt als künftiges Handlungsfeld für europäische Wohnungswirtschaft in den Fokus.

      Ländervergleich: Deutschland, Frankreich, Niederlande, UK, Spanien, Osteuropa

      Regulierung vs. Marktdynamik: Mietendeckel, Enteignung, EPBD
      Best Practices: Wien, Irland, modulares Bauen
      Eine Folge für Entscheider, die verstehen wollen, wie europäische Wohnungsmärkte wirklich ticken.

      39 min
    • Wie viel Mut braucht Stadtentwicklung, Frau Roth?
      Mit Petra Roth, ehemalige Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main

      Roth erzählt, wie der Fünf-Finger-Plan aus den 1960er- und 70er-Jahren und der spätere Hochhausrahmenplan den Weg für die heutige Skyline geebnet haben – und wie viel politische Überzeugungsarbeit dahintersteckte, gerade weil Mehrheiten über Parteigrenzen hinweg organisiert werden mussten. Sie beschreibt, dass mit jedem neuen Hochhaus auch Fragen der Infrastruktur mitgedacht werden mussten: Wie kommen die Menschen zur Arbeit? Wo werden ihre Kinder betreut? Wie verträgt sich Verdichtung mit dem bestehenden Stadtbild? Auch die Finanzierung von Kultur kommt zur Sprache, mit einem direkten Vergleich zu München. Außerdem geht es um die Frage, welchen Stellenwert kulturelle Angebote für die Attraktivität einer Stadt haben.

      Roth macht deutlich, wie eng bauliche Entscheidungen mit politischen Abstimmungsprozessen verwoben sind.

      • Wie der Fünf-Finger-Plan und der Hochhausrahmenplan die bauliche Entwicklung Frankfurts über Jahrzehnte vorbereitet haben
      • Welche infrastrukturellen Fragen aus Sicht der Stadtverwaltung mit jedem neuen Hochhausprojekt mitgeplant werden mussten
      • Wie demokratische Mehrheitsbildung über Parteigrenzen hinweg Großprojekte wie die neue Frankfurter Altstadt möglich gemacht hat
      • Am Ende zeigt das Gespräch vor allem eines: Wer in Städten baut, braucht nicht nur ein gutes Konzept, sondern auch die Geduld, gesellschaftliche und politische Mehrheiten dafür zu gewinnen.

        29 min
      • Was passiert, wenn Berlin beginnt, Wohnungen zu enteignen, Herr Tolckmitt?
        Mit Jens Tolckmitt, CEO des Verbands der deutschen Pfandbriefbanken (vdp)

        Tolckmitt kennt beide Seiten: den Pfandbrief als jahrhundertealtes, nie ausgefallenes Finanzierungsinstrument mit über 400 Milliarden Euro Marktvolumen in Deutschland – und die politische Realität einer Hauptstadt, die mit der Vergesellschaftung privater Wohnungsbestände experimentiert. Er rechnet vor, was das kostet, was es bringt und warum schon die Diskussion darüber Banken vorsichtiger bei der Kreditvergabe macht.

        Im Gespräch: warum Vergesellschaftung keine einzige neue Wohnung schafft, welche Ausstrahlungswirkung Berlin auf den gesamten deutschen Investitionsstandort hat, und warum Rechtssicherheit am Ende mehr für bezahlbaren Wohnraum tut als jede Enteignung.

        30 min
      • Wie verbindet man Rendite und soziale Verantwortung, Frau Hoyer?
        Mit Claudia Hoyer, Co-CEO der TAG Immobilien AG

        Die TAG verfolgt bewusst eine Nischenstrategie: Statt in A-Städte zu investieren, setzt das Unternehmen auf B- und C-Lagen. Das Portfolio – rund 85.000 Wohnungen, davon 70 Prozent in Ostdeutschland – entstand unter anderem durch Zukäufe von der DKB Immobilien AG und der TLG.

        Zentrale Themen der Folge:

        • Warum soziale Investitionen und Rendite kein Widerspruch sind
        • Wie aus hohem Leerstand durch Quartiersarbeit nachhaltiger Erfolg wird
        • Das Prinzip des Anschubkapitals: erst investieren, dann Partner gewinnen
        • Zusammenarbeit mit Kommunen, Vereinen und sozialen Trägern (u.a. Jumpers e.V.)
        • Mitarbeiterbindung durch lokale Verankerung und guten Ruf
        • Warum Gewinne im Wohnungssektor gesellschaftlich anders bewertet werden
        • Hoyer zeigt: Soziales Engagement lässt sich systematisch in ein wirtschaftliches Geschäftsmodell integrieren. Der Track Record der TAG – Leerstand unter Marktniveau an nahezu allen Standorten – belegt: Verantwortung und Rendite schließen sich nicht aus, sie bedingen sich.

          31 min

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        WohnGefühl – Der CEO Podcast mit den Machern aus der Immobilienwirtschaft