Ein älterer Mann kommt in den Imbiss ums Eck: Jeans, Jack-Wolfskin-Jacke, Pilotenbrille und ein Satz, der selbst den Schorsch kurz aus dem Grilltakt bringt: Currywurst bitte ohne Zwiebeln, aber mit etwas Heiligkeit.
Er nennt sich Gregor. Angeblich war er Papst. Angeblich ist er tot. Angeblich sucht er jetzt das Echte. Und so sitzen der Hanswurst, der Hape, der Schorsch und der Getränke-Manni plötzlich mit einem inkognito aufgetauchten Ex-Papst am Stehtisch und reden über Liturgie, Gold, Einsamkeit, Pommesgabeln als liturgisches Symbol, Bier und die Frage, ob Glauben manchmal dort beginnt, wo die Currysoße am dicksten ist.
Eine Wurst- und Durstgeschichte über Papstsein, Sinnsuche, Imbisslogik, Meta-Humor und die beruhigende Erkenntnis, dass man nicht immer etwas Großes sein muss. Manchmal reicht es, einfach da zu sein.
Geschrieben von Florian Link
Gelesen von Holger Eberle
Plus Bonus-Song: Gold macht nicht satt