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Der Sommer 1967 ging als »Summer of Love« in die Kulturgeschichte ein. Die Beatles hatten die Hymne dazu komponiert, sie wurde in einer weltweit übertragenen BBC-Sendung uraufgeführt. Bei genauerem Hinsehen war auch diese Zeit voller Konflikte und Kriege, ähnlich wie unsere. Welche Arten von Liebe gibt es, und wofür sind sie gut? Ist die Liebe ein eigenständiger »Player« in der Weltgeschichte, und gilt das dann auch für den Hass? Lassen sich Fähigkeiten wie Empathie politisch nutzen? Diesen Fragen geht der Podcast in dieser – letzten – Folge nach.
GAST:
SHOWNOTES
BBC-Show »Our World« 1967:
Musikalische Analyse im Songlexikon:
Literatur:
Wislawa Szymborska: Auf Wiedersehen. Bis morgen. Gedichte, Suhrkamp Verlag
Das Neue Testament, Luther-Übersetzung
Audio-Produktion: kultur{}botschaft
Die amerikanische Sängerin Cher hat viele große Erfolge gefeiert. 1982 brachte sie die Single »I paralyze« heraus und kam damit nicht für einen Tag in die Charts. Es war nicht das einzige Mal, dass Cher Tiefen erleben musste, immer wieder hat sie sich aus Karrieretälern wieder emporgearbeitet. Flops repräsentieren die komische, slapstikhafte Seite des Scheiterns. Dieser Podcast geht der Frage nach, wie sie entstehen und wozu sie vielleicht auch gut sind. Wenn man ein Unternehmen erfolgsgewiss angeht, und dann eine krachende Niederlage kassiert – kann man etwas daraus lernen?
Gast:
Host:
SHOWNOTES
Cher-Auftritt mit »I paralyze«:
CBS-Liste der Filmflops:
Technikflops vom TÜV Nord:
Literatur:
Heinrich Steinfest: Gebrauchsanweisung fürs Scheitern, Piper 2019
Saul David, Die größten Fehlschläge der Militärgeschichte, Heyne 2001
Audio-Produktion: kultur{}botschaft
Im Jahr 2022 brachte die Rapperin Ebow ihr Album »Canê« heraus. Im Titelsong besingt sie die vielen Widersprüche, in denen wir heute gefangen sind, zwischen Konsum und Politik, zwischen Genuss und Religion. Als queere Frau mit kurdisch-türkischen Wurzeln in Deutschland erlebt Ebow die Bildung von Identität als besonders konfliktbeladenes Thema. Diese Podcast-Folge geht der Frage nach, warum heutige Identitäten ein so bedeutendes und schwieriges Thema sind.
GAST:
Host:
SHOWNOTES:
Website Ebow:
Interview mit Ebow in ZEIT ONLINE:
Interview mit stern.de:
LeidenSchafft – Dokumentarfilm über Hip-Hop und Identität von Mirza Odabaşı:
https://www.youtube.com/watch?v=LYgm0p507FA
Literatur:
Audioproduktion: kultur{}botschaft
Kontakt: [email protected]
Im Jahr 2010 brachte die deutsche Band Tocotronic einen Song heraus, der das Glück des Heimwerkens massiv in Frage stellte. Sie sagen »was du auch machst, mach es nicht selbst«. Seit langem gibt es in westlichen Gesellschaften eine Tradition des Do-it-yourself – was steckt dahinter? Und mit welchen Argumenten kann man das Heimwerken kritisieren? Diesen Fragen geht der Podcast nach.
Gast:
Host:
SHOWNOTES:
Video des Tocotronic-Songs:
DLF-Feature über DIY:
Arbeiten von Jürgen Krause:
Literatur:
Knut Schulz: Handwerk, Zünfte und Gewerbe. Mittelalter und Renaissance. WBG 2010.
Audio-Produktion: kultur{}botschaft
Mehr über den Podcast gibt‘s auch zu hören bei ByteFM:
Weitere Podcasts der ZEIT-Stiftung: https://www.zeit-stiftung.de/mediathek/videoundpodcast/podcast/
Ursprünglich war der Song »You’ll never walk alone« Teil eines Musicals. Durch die Coverversion von Gerry & The Pacemakers und die Fans des FC Liverpool bekam er ein zweites Leben als bekannteste Fußballhymne der Welt. Das Lied beschwört Bilder des Zusammenhalts und der Hoffnung in Zeiten des Sturms. Diese Podcast-Folge wurde live aufgenommen auf der Waldbühne des Internationalen Sommerfestivals Kampnagel in Hamburg. Zusammen mit Mitgliedern der Band F.S.K. geht Ralf Schlüter auf der Bühne der Frage nach, warum das Lied so erfolgreich wurde: Braucht die Welt mehr Trost, oder geht es auch um Solidarität?
Gast:
Host:
SHOWNOTES
Video des Songs:
Filmausschnitt »Carousel« mit dem Song von 1956:
Die musikalische Struktur:
NDR-Bericht über die Hillsborough-Katastrophe:
Liverpool-Fans singen das Lied:
Olaf Scholz zitiert den Titel:
Audio-Produktion: kultur{}botschaft
Mehr über den Podcast gibt‘s auch zu hören bei ByteFM:
Weitere Podcasts der ZEIT-Stiftung: https://www.zeit-stiftung.de/mediathek/videoundpodcast/podcast/
Die amerikanische Avantgarde-Musikerin Holly Herndon hat einen Stimm-Avatar von sich ins Netz gestellt: Jeder kann dort beliebige Musik mit ihrer Stimme singen lassen. In der Coverversion von Dolly Partons »Jolene« spielt sie das ganze selbst durch: Sie lässt den Song quasi mit ihrer eigenen Stimme maschinell interpretieren. Der Avatar Holly+ ist nicht nur eine bahnbrechende Anwendung Künstlicher Intelligenz, er steht auch in einer Reihe mit anderen Alter Egos, die Künstler:innen sich selbst geschaffen haben. Was haben wir davon, ein zweites Ich zu erstellen?
Gast:
SHOWNOTES:
Website »Holly+«:
Holly Herndon feat Holly+ »Jolene«-Video:
Original von Dolly Parton:
Literatur:
Thomas Girst: The Duchamp Dictionary, Thames & Hudson 2014
Walter Grasskamp: Das Cover von Sgt Pepper, Wagenbach 2004
Eine Audioproduktion von kultur{}botschaft
Weitere Podcasts der ZEIT-Stiftung: https://www.zeit-stiftung.de/mediathek/videoundpodcast/podcast/
Es ist der größte Pop-Hit unserer Zeit: »Flowers« von Miley Cyrus wurde im Januar 2023 veröffentlicht und hatte nach kürzester Zeit Milliarden Abrufe. In dem Song rechnet die Sängerin angeblich mit ihrem Ex-Mann Liam Hemsworth ab, in Text und Video sind dutzende private Anspielungen versteckt. Gelegentlich nutzen Künstler:innen die Medien, um schmerzhafte Trennungen aufzuarbeiten, oft werden die Ex-Partner:innen dabei öffentlich bloßgestellt. Ist das bloß das Waschen »schmutziger Wäsche«? Oder taugen solche Werke auch als Mittel feministischer Ermächtigung? Diesen Fragen geht der Podcast nach.
Gast:
SHOWNOTES:
Video »Flowers«:
Text, der die Anspielungen im Video aufschlüsselt:
Über die Beziehung und den Song:
Video Bruno Mars, »When I was your man«:
Der Tanz auf der Treppe in »Joker« (2019):
Galerieseite zu Sophie Calle, »Take care of yourself«:
Bericht über die Hintergründe von Lisa Hallidays »Asymmetry«:
Literatur:
Mehr über den Podcast zu hören, gibt’s auch im Magazin von ByteFM, immer dienstags nach Veröffentlichung: https://www.byte.fm/sendungen/bytefm-magazin/
Im Jahr 2001 landete der bis dahin unbekannte Peter Licht einen Indie-Sommerhit. »Sonnendeck« verströmte das Gefühl von Leichtigkeit und Entspannung, zugleich spielte er aber auch auf zwei Formen der Seefahrt an, die noch für Furore sorgen sollten: die Kreuzfahrt und den Aufenthalt auf der Yacht. Welche Formen von Luxus suchen und finden wir allein auf dem Wasser? Warum wollen wir uns von der Gesellschaft entfernen, und was sind die sozialen und ökologischen Begleiterscheinungen? Diesen Fragen geht der Podcast nach.
Gast:
Host:
Shownotes:
Video »Sonnendeck«:
Artikel über die »Azzam«:
Song-Collage am Schluss des Podcasts:
Weitere Podcasts der ZEIT-Stiftung: https://www.zeit-stiftung.de/mediathek/videoundpodcast/podcast/
Im Jahr 1972 erschien in Italien einer der seltsamsten Songs aller Zeiten. Der gerade erst durch »Azzuro« berühmt gewordene Sänger und Schauspieler Adriano Celentano brachte mit »Prisencolinensinainciusol« ein Lied heraus, dessen Text wie amerikanisches Englisch klang, in Wirklichkeit aber kompletter Nonsens war. 50 Jahr später wird noch immer über den Song spekuliert. Dieser Podcast folgt den Spuren zurück bis zu Charlie Chaplin, Dario Fo und der Commedia dell’arte.
Gast:
Host:
SHOWNOTES:
Erster TV-Auftritt von Adriano Celentano mit dem Lied:
TV-Auftritt 1974:
Interview mit Adriano Celentano:
Dario Fo parodiert Chansons:
Ausschnitt aus »Der große Diktator« (OV):
»Smokahontas« imitiert den Klang von Sprachen:
Von Judith Meyer erwähntes Lied »Desert Rose« von Sting: https://www.youtube.com/watch?v=3gzqsmx1KGU
Von Judith Meyer empfohlen: Ein bei uns weniger bekanntes aber besonders schönes Liebeslied auf Arabisch: https://www.youtube.com/watch?v=eqmWkqh1kt8
Slavoj Žižek-Version von»Prisencolinensinainciusol«:
Analyse des Textes:
Trapattonis Wutrede:
Literatur:
Eric Pfeil: Azzuro. Mit 100 Songs durch Italien. Kiepenheuer& Witsch
Audioproduktion: kultur{}botschaft
Mehr über den Podcast gibt‘s auch zu hören bei ByteFM:
Kontakt: [email protected]
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Zu den ergreifendsten Aufnahmen der griechischen Sopranistin Maria Callas gehört ihr Auftritt als »Schlafwandlerin« aus Vincenzo Bellinis Oper in der Einspielung von 1957. Sie singt die Partie der Braut Amina, die nachts umherwandelt, und dadurch des Betrugs an ihrem Verlobten verdächtigt wird. Die Abgründe des schlafwandelnden Menschen waren ein großes Thema des 19. Jahrhunderts. Kürzlich wurde er zur politischen Metapher: Der Historiker Christopher Clark erklärte den Beginn des Ersten Weltkriegs damit – keiner habe den Krieg so wirklich gewollt, man sei kollektiv hineingelaufen wie ein Schlafwandler. Seither wird ständig vorm politischen Schlafwandeln gewarnt, aktuell im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine. Beschreibt dieser Begriff unsere Epoche?
Gast:
Host:
SHOWNOTES:
Deutsche Übersetzung des Librettos von »La Sonnambula«:
Daniel Mendelsohn in der »New York Times« über Maria Callas:
Informationen zum Schlafwandeln der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM):
Der Prozess zum Todesfall in England:
Einleitung von Christopher Clarks »Die Schlafwandler«:
Kommentar von Jörg Lau zum politischen Schlafwandeln:
Jürgen Habermas benutzt den Begriff:
Literatur:
Philipp Osten: Das Tor zur Seele. Schlaf, Somnambulismus und Hellsehen im frühen 19. Jahrhundert. Schöningh Paderborn 2015
Audioproduktion: kultur{}botschaft
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