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In seinem Song »Alles neu« von 2008 zelebriert der deutsche HipHop-Sänger Peter Fox den persönlichen Neubeginn als etwas Festliches, Rauschhaftes. Das Stück ist ansteckend, aber ist das eigentlich möglich, sich als erwachsener Mensch »neu zu erfinden«? Diese Folge geht der verbreiteten Sehnsucht nach dem Neustart nach und fragt auch nach den Schattenseiten der Selbstoptimierung.
Gast:
Host:
Shownotes:
Video »Alles neu«:
Lucas Cranach, Jungbrunnen:
Roman über Schostakowitsch unter Stalin:
Weitere Podcasts der ZEIT-Stiftung: https://www.zeit-stiftung.de/mediathek/videoundpodcast/podcast/
Audioproduktion: kultur{}botschaft
Ein Pop-Hit der 1980er-Jahre scheint auf alle Ewigkeit die Weihnachtszeit begleiten zu wollen. Zuverlässig beginnt wenige Wochen vor dem Fest die allgemeine Beschallung mit entsprechender Musik, und »Last Christmas« fehlt dabei nie. Wie konnte sich ein einzelner Song derart unverrückbar etablieren? Ist eine Welt ohne diese Melodie noch denkbar? Diese Podcast-Folge folgt den verschlungenen Wegen der kulturellen Gewohnheiten, und begegnet dabei auch der »Mona Lisa«.
Gast:
Host:
Shownotes:
Video »Last Christmas«:
Andrew Ridgeley über die Entstehung von »Last Christmas«:
Geschichte der Mona Lisa:
Offenbarung des Johannes:
Literatur:
Don De Lillo: Weißes Rauschen. Kiepenheuer und Witsch
Audio-Produktion: kultur{}botschaft
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Mit der Erfindung der Tonaufnahme wurde es möglich, die Stimmen von Menschen auch noch dann zu hören, wenn sie längst gestorben sind. Natalie Cole sang 1991 zusammen mit ihrem Vater Nat King Cole, der schon seit 25 Jahren nicht mehr lebte. Wir sind längst daran gewöhnt, medial von Toten umgeben zu sein. Jetzt kommt durch die digitale Technik ein neuer Sprung: Wir können die Charaktere unserer Liebsten digital rekonstruieren, damit sie uns weiter begleiten. Wie verändert das unseren Umgang mit dem Tod?
Gast:
Host:
Das Duett »Unforgettable« live:
Dokumentation über Natalie Cole:
Bericht über die Séance von Thomas Henry Huxley, 1874:
Zitat der niederländischen Königin Sophie über Daniel Dunkels Home:
Die Funktionsweise von Edisons Phonograph:
Website Laokoon-Group:
Paul McCartney singt mit John Lennon:
Hologramm-Konzert (mit Whitney Houston):
ABBA-Avatare:
Literatur:
Hans Block, Moritz Riesewieck:
Ursula Keller und Natalja Sharandak: Madame Blavatsky, Insel Verlag 2013
Produktion »Zeitgeister«:
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Der Punk-Klassiker »London Calling« beschrieb im Jahr 1979 die düstere Stimmung in England, beschwor Niedergang und Verfall. 42 Jahre später veröffentlichte die ukrainische Band Beton eine eigene Version des Songs zum Ukraine-Krieg: Die Katastrophe, die bei The Clash noch eine Angstvorstellung war, ist bei Beton Kriegs-Realität geworden. Diese Podcast-Folge fragt, seit wann wir Kriege als kleine Weltuntergänge erleben – und warum sie trotzdem nicht aus der Geschichte verschwinden.
Gast:
Host:
Shownotes:
The Clash, »London Calling« Video:
Beton, »Kyiv Calling« Video:
Berichte zur Kontroverse über Beton:
Literaturfest München:
https://www.literaturfest-muenchen.de
Literatur:
Tanja Maljartschuk: Blauwal der Erinnerung, Verlag Kiepenheuer & Witsch 2019
Artem Tschech: Nullpunkt. Arco Verlag 2022
Robert Hughes. Goya – Der Künstler und seine Zeit, Blessing Verlag 2004
Herfried Münkler: Die neuen Kriege, Rowohlt Verlag 2004
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Es war ihr erster Pop-Hit im Jahr 1978: Kate Bush schlüpfte für »Wuthering Heights« in die Rolle einer Romanfigur von Emily Brontë. Sie verlieh der gepeinigten Heldin eine neue, selbstbewusste Stimme. Immer häufiger erscheinen neue Versionen von klassischen Stoffen, in denen weniger beachtete Figuren hervorgehoben werden. Ein Schritt zur Emanzipation in der Kunst? Wie verändern die »Paralleltexte« den Kanon, und damit unser Selbstverständnis?
Gast:
Host:
Shownotes:
Kate Bush, »Wuthering Heights«-Video, Version 1:
Kate Bush, »Wuthering Heights«-Video, Version 2:
FAZ-Artikel über den Song:
Szene mit »Running up that Hill« in »Stranger Things«:
Brendan Mathews über Kate Bush:
Nicole Seifert Blog:
»Conditio humana« in Melville-Artikel:
Literatur:
Emily Brontë: Wuthering Heights, diverse Ausgaben
Kamel Daoud: Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung, Kiepenheuer & Witsch
Albert Camus: Der Fremde. Rowohlt
Charlotte Brontë: Jane Eyre, diverse Ausgaben
Jean Rhys: Wide Sargasso Sea
Nicole Seifert: Frauenliteratur. Abgewertet, vergessen, wiederentdeckt, Kiepenheuer & Witsch
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Im Jahr 1977 schickt die US-Weltraumbehörde NASA zwei Raumsonden ins All, Voyager 1 und Voyager 2. An Bord ist jeweils auch eine goldfarbene Schallplatte, die unter anderem eine Musikauswahl von der Erde enthält, adressiert an mögliche intelligente Lebensformen. Seit 45 Jahren entfernt sich dieses Zeugnis menschlicher Kultur immer weiter von der Erde. Wie wirkt dieser Sampler heute auf uns, wie würde er auf Außerirdische wirken? Warum versiegeln wie Dinge und versuchen damit, die Zeit zu überwinden? Was sagt diese Idee aus über unsere Zivilisation? Diesen Fragen geht der Podcast nach.
Gast:
Host:
Shownotes:
Voyager-Website:
Golden Record auf Soundcloud:
Hintergrund zum »Hochzeitslied« aus Peru:
Zu Andy Warhols »Time Capsules«:
Website von Joachim Römer:
Datenkrise der Voyager:
Literatur:
Nick Yablon: Remembrance of Things Present. The Invention of the Time Capsule. University of Chicago Press.
Carl Sagan: Murmurs of Earth. The Voyager Interstellar Record. Ballantine Books.
Jonathan Scott: The Vinyl Frontier. The Story of the Voyager Golden Record. Bloomsbury Publishing PLC.
Mehr über den Podcast gibt‘s auch zu hören bei ByteFM:
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Ursprünglich stammt der »Ritt der Walküren« aus Wagners »Ring«-Zyklus. Seit dem frühen 20. Jahrhundert hat er eine zweite Karriere als Soundtrack für Film und TV gemacht. Wagner hat eine spezifische Form des multimedialen Kunstwerks erfunden, das heute in Virtual Reality und Immersion mündet. Dieser Podcast fragt nach den Genüssen und Risiken der Immersion und wirft einen Seitenblick auf das neurologische Phänomen der Synästhesie.
Gast:
Host:
Shownotes:
Der Walkürenritt in »Apokalypse Now«:
Der Walkürenritt in »Blues Brothers«:
Der Walkürenritt in »Army of thieves«:
Wagner als Filmmusik:
Szene aus »Once upon a time in the west«:
Schlussszene »Lost in Translation«:
Filmmusik »Prinzessin Mononoke«:
Deutsche Synästhesie-Gesellschaft:
Bayreuther Festspiele:
Literatur:
Mehr über den Podcast gibt‘s auch zu hören bei ByteFM:
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In den achtziger Jahren brachte Nenas Welthit »99 Luftballons« das Zeitgefühl auf den Punkt: Mitten im Kalten Krieg saß die Menschheit auf einem Pulverfass, eine Kleinigkeit hätte das Weltende auslösen können. Wie erkennt man Gefahren, und wie wird Angst politisch wirksam? Der Podcast unternimmt den Versuch, das Lied nach der Corona-Pandemie und vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine noch einmal neu zu lesen.
Gast:
Host:
Shownotes:
Video »99 Luftballons«:
Entstehung des Lieds:
Falscher Raketenalarm in der Sowjetunion:
Reagans Mikrophonprobe:
Banksys »Girl with Balloon«:
Literatur:
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Die Musik von Billie Eilish packt das Genervtsein von der Welt in subtile Elektropop-Songs. In »Therefore I am« wehrt sie sich gegen ein übergriffiges Gegenüber – und inszeniert sich im Video als Eindringling in einer geisterhaft leeren Shopping Mall. Ihr Song zitiert einen großen Satz der abendländischen Geistesgeschichte und wirft Fragen auf. Welche Identität(en) erwarten uns nach der Konsumgesellschaft?
Gast:
Host:
Shownotes:
Video zu »Therefore I am«:
Trailer zu »Dawn of the dead«:
Über Barbara Krugers »I shop therefore I am«:
Literatur:
Anette Baldauf (Hrsg.): Shopping Town: Memoiren eines Stadtplaners. Böhlau Wien
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Im Alltag vergleichen wir uns ständig mit Maschinen, sagen »mein Akku ist leer« oder »Das hatte ich nicht auf dem Schirm«. Ist die Vision der Band Kraftwerk aus dem Jahr 1978 wahr geworden, sind wir längst Roboter geworden? Zumindest scheint die Fusion von Mensch und Maschine viel weiter gediehen zu sein, als wir uns das damals vorstellen konnten. Der Podcast geht der Frage nach, was den Körper und die Technik wirklich verbindet.
Gast:
Host:
Shownotes:
Kraftwerk, »Die Roboter« Video:
Spiegel-Artikel über Fritz Kahn:
Plakat & Seite von Fritz Kahn:
Söder-Zitat:
Literatur:
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