ZKM | Karlsruhe /// Ausstellungen /// Exhibitions

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ZKM | Karlsruhe /// Ausstellungen /// Exhibitions episodes

  • Interview mit Marc Lee
    YOU_ser. Das Jahrhundert des Konsumenten | Interview
    Der schweizer Künstler Marc Lee spricht über seine Arbeit "Breaking The News – Be a News-Jockey" (2007)
    21.10.2007 - 30.04.2009, ZKM | Medienmuseum.
    In der interaktiven Medieninstallation Breaking The News – Be a News-Jockey (2007) fokussiert der Medienkünstler und Softwareentwickler den Aspekt des Zufalls innerhalb der internetbasierten Informationstechnologie. Im Unterschied zu herkömmlichen Radio- und Fernsehformaten können die neuen Medien interaktiv genutzt werden. Der künstlerische Urheber fungiert auf dieser Plattform als Ideengeber oder Dienstleister, dessen Einfälle sich durch eine zufällige Gemeinschaft von Nutzern weiterentwickeln lassen. Diese Gemeinschaft setzt Prozesse in Gang, die neue Formen des Ausdrucks und des Diskurses generieren.
    ///
    The Swiss artist Marc Lee spricht about his work "Breaking The News – Be a News-Jockey" (2007)
    21 October, 2007 – 30 April, 2009, at the ZKM | Media Museum.
    In the interactive media installation Breaking The News – Be a News-Jockey (2007), the media artist and software developer focuses on the aspects of chance within Internet-based information technology. In contrast to the traditional radio and television formats, the new media can be used interactively. On this platform, the artistic creator functions as the initiator of ideas or as service provider, whose ideas it becomes possible to develop further by way of a random community of users. This community then puts processes into motion, which, in turn, generate new forms of expression and discourse.
    4 min
  • Interview mit Susanna Kraus
    YOU_ser. Das Jahrhundert des Konsumenten | Interview
    Die Künstlerin Susanna Kraus spricht über ihre Arbeit "Camera Imago 1:1" (1972–2007)
    21.10.2007 - 30.04.2009, ZKM | Medienmuseum.
    Kontrapunktisch zu den Möglichkeiten der neuen Medien bietet die weltweit größte analoge fotografische Apparatur Camera Imago1:1 (1972 – 2007) weder die Gelegenheit der Vervielfältigung noch der Bearbeitung des Bildes. Betritt der Besucher die Camera Imago1:1 wird er Teil der begehbaren Rauminstallation. Sein seitenrichtiges Spiegelbild kann durch eine eigens für die 1:1-Fotografie entwickelte Optik auf ein fotografisches Umkehrpapier von zwei Metern Höhe projiziert werden. Für die Ausstellung ZKM1:1, 28.11.2008 - 06.01.2009, ZKM_Museumsbalkon, entstanden auf diese Weise die Portraits von zahlreichen Mitarbeitern des ZKM.
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    The artist Susanna Kraus about her work "Camera Imago 1:1" (1972–2007)
    21 October, 2007 – 30 April, 2009, at the ZKM | Media Museum.
    In contrast to the possibilities of new media, the largest analog camera in the world, Camera Imago 1:1 (1972 – 2007), provides neither the possibility for reproduction nor for image processing: When entering Camera Imago1:1 the visitor becomes part of the mobile spatial installation. Its lateral mirror image can be projected onto reversible photographic paper up to a height of two meters by way of a lens developed especially for 1:1 photography. In this way, the portraits of numerous colleagues were produced for the exhibition ZKM1:1, 28 November, 2008 – 6 January, 2009, at the ZKM_Museum Balcony.
    5 min
  • ZKMP3: Medium Religion
    Medium Religion | Audioguide
    23.11.08 - 19.04.2009, ZKM | Museum für Neue Kunst.
    In Zusammenarbeit mit BesucherInnen, TheologInnen und den AusstellungsmacherInnen ist der Audiokommentar zu der Ausstellung Medium Religion entstanden. Den Audiobeitrag kennzeichnen persönliche Betrachtungen und Erläuterungen zu den künstlerischen und dokumentarischen Arbeiten. Dabei zeigt sich die Bedeutung des theologischen und kulturellen Wissens speziell bei den Arbeiten dieser Ausstellung.Zum anderen hat diese Repetition ihr Vorbild in der Wiederholbarkeit des religiösen Rituals, das der Entstehung aller späteren medialen Techniken der Reproduktion zu Grunde liegt. Die ursprünglichen Medien der Religion waren die Schrift und das Buch mit der gleichen Aufgabe der Verbreitung des Glaubens. Der Text diente allerdings auch dazu, den Glauben zu kanonisieren. Ohne Schrift keine Kirche, ohne Schriftrollen kein Glauben. Die Religion war also von Anfang an nicht nur an Medien gebunden, sondern war vielmehr durch den Anspruch der Wiederholbarkeit, den das Ritual verkörperte, selbst ein Medium. Die Religion bediente sich also nicht nur der Medien Schrift und Bild, sondern ist selbst ein Medium: Die Religion als Medium komplementiert die Medien als Religion.
    29 min
  • Interview mit Barbad Golshiri
    Medium Religion | Künstler Interview
    Der iranische Künstler Barbad Golshiri spricht über seine Arbeit "mΛmı" (2008), die im Rahmen der Ausstellung Medium Religion 21.11.2008-19.04.2009 im ZKM | Museum für Neue Kunst zu sehen war.
    Die religiösen Bewegungen der Gegenwart operieren in erster Linie mit Bildern, die sich mittels der Massenmedien fast augenblicklich über die ganze Welt verbreiten lassen. Die elektronischen Bildmedien Video und Fernsehen sind zu den ausgesuchten Medien der religiösen Propaganda geworden, da sie sich besonders schnell produzieren und verbreiten lassen. Die Rückkehr der Religionen, von der man heute spricht, bedeutet also nicht unbedingt, dass heutzutage mehr Menschen gläubig geworden sind, sondern vielmehr, dass sich die Religionen aus der privaten Sphäre des persönlichen Glaubens heraus in die öffentliche Sphäre der visuellen Kommunikation bewegt haben. Die Religionen funktionieren dabei zum einen als repetitive Maschinerien zur massenmedialen Verbreitung von mechanisch produzierten Bildern.
    Zum anderen hat diese Repetition ihr Vorbild in der Wiederholbarkeit des religiösen Rituals, das der Entstehung aller späteren medialen Techniken der Reproduktion zu Grunde liegt. Die ursprünglichen Medien der Religion waren die Schrift und das Buch mit der gleichen Aufgabe der Verbreitung des Glaubens. Der Text diente allerdings auch dazu, den Glauben zu kanonisieren. Ohne Schrift keine Kirche, ohne Schriftrollen kein Glauben. Die Religion war also von Anfang an nicht nur an Medien gebunden, sondern war vielmehr durch den Anspruch der Wiederholbarkeit, den das Ritual verkörperte, selbst ein Medium. Die Religion bediente sich also nicht nur der Medien Schrift und Bild, sondern ist selbst ein Medium: Die Religion als Medium komplementiert die Medien als Religion.
    5 min
  • Medium Religion - Eröffnungsansprache Peter Weibel
    Medium Religion | Ausstellungseröffnung
    Eröffnungsansprache von Peter Weibel, Vorstand des ZKM. 22.11.2008
    Ausstellung Medium Religion (21.11.2008-19.04.2009) im ZKM | Museum für Neue Kunst
    Die religiösen Bewegungen der Gegenwart operieren in erster Linie mit Bildern, die sich mittels der Massenmedien fast augenblicklich über die ganze Welt verbreiten lassen. Die elektronischen Bildmedien Video und Fernsehen sind zu den ausgesuchten Medien der religiösen Propaganda geworden, da sie sich besonders schnell produzieren und verbreiten lassen. Die Rückkehr der Religionen, von der man heute spricht, bedeutet also nicht unbedingt, dass heutzutage mehr Menschen gläubig geworden sind, sondern vielmehr, dass sich die Religionen aus der privaten Sphäre des persönlichen Glaubens heraus in die öffentliche Sphäre der visuellen Kommunikation bewegt haben. Die Religionen funktionieren dabei zum einen als repetitive Maschinerien zur massenmedialen Verbreitung von mechanisch produzierten Bildern.
    Zum anderen hat diese Repetition ihr Vorbild in der Wiederholbarkeit des religiösen Rituals, das der Entstehung aller späteren medialen Techniken der Reproduktion zu Grunde liegt. Die ursprünglichen Medien der Religion waren die Schrift und das Buch mit der gleichen Aufgabe der Verbreitung des Glaubens. Der Text diente allerdings auch dazu, den Glauben zu kanonisieren. Ohne Schrift keine Kirche, ohne Schriftrollen kein Glauben. Die Religion war also von Anfang an nicht nur an Medien gebunden, sondern war vielmehr durch den Anspruch der Wiederholbarkeit, den das Ritual verkörperte, selbst ein Medium. Die Religion bediente sich also nicht nur der Medien Schrift und Bild, sondern ist selbst ein Medium: Die Religion als Medium komplementiert die Medien als Religion.
    10 min
  • Interview mit Tim Steiner
    Medium Religion | Interview
    Tim Steiner, lebendes Kunstwerk des belgischen Künstlers Wim Delvoye spricht über die tätowierte Arbeit "TIM" (2006-08), die im Rahmen der Ausstellung Medium Religion 21.11.2008-19.04.2009 im ZKM | Museum für Neue Kunst zu sehen war.
    Die religiösen Bewegungen der Gegenwart operieren in erster Linie mit Bildern, die sich mittels der Massenmedien fast augenblicklich über die ganze Welt verbreiten lassen. Die elektronischen Bildmedien Video und Fernsehen sind zu den ausgesuchten Medien der religiösen Propaganda geworden, da sie sich besonders schnell produzieren und verbreiten lassen. Die Rückkehr der Religionen, von der man heute spricht, bedeutet also nicht unbedingt, dass heutzutage mehr Menschen gläubig geworden sind, sondern vielmehr, dass sich die Religionen aus der privaten Sphäre des persönlichen Glaubens heraus in die öffentliche Sphäre der visuellen Kommunikation bewegt haben. Die Religionen funktionieren dabei zum einen als repetitive Maschinerien zur massenmedialen Verbreitung von mechanisch produzierten Bildern.
    Zum anderen hat diese Repetition ihr Vorbild in der Wiederholbarkeit des religiösen Rituals, das der Entstehung aller späteren medialen Techniken der Reproduktion zu Grunde liegt. Die ursprünglichen Medien der Religion waren die Schrift und das Buch mit der gleichen Aufgabe der Verbreitung des Glaubens. Der Text diente allerdings auch dazu, den Glauben zu kanonisieren. Ohne Schrift keine Kirche, ohne Schriftrollen kein Glauben. Die Religion war also von Anfang an nicht nur an Medien gebunden, sondern war vielmehr durch den Anspruch der Wiederholbarkeit, den das Ritual verkörperte, selbst ein Medium. Die Religion bediente sich also nicht nur der Medien Schrift und Bild, sondern ist selbst ein Medium: Die Religion als Medium komplementiert die Medien als Religion.
    4 min
  • Interview mit Sandra Kuhne
    Vertrautes Terrain. Aktuelle Kunst in/über Deutschland | Künstler Interview
    Ausstellung vom 22.05. – 12.10.2008, ZKM | Museum für Neue Kunst.
    Sandra Kuhne über ihr Werk. Interview vom 21.05.2008.
    Das Projekt Vitales Archiv (2005-2008) reaktiviert Restbestände aus stillgelegten DDR-Betrieben. Durch einen Vertrag verpflichtet sich jeder „Teilhaber“, der Materialien aus dem Archiv entnimmt, deren Verwendung zu dokumentieren. Diese Dokumente sind sowohl in der Ausstellung zu sehen, als auch über die projekteigene Internetseite abzurufen.
    Mit dem Ausstellungsprojekt »Vertrautes Terrain – Aktuelle Kunst in & über Deutschland« präsentierte das ZKM | Museum für Neue Kunst vom 22.05. bis 12.10.2008 das vertraute wie auch fremde Terrain Deutschland aus thematisch-kultureller Perspektive. Das Terrain, welches der Ausstellungstitel benennt, ist nicht zwangsläufig an Orte gebunden. Von Interesse sind vielmehr Deutschlandbilder, Stereotypen, Atmosphären, Stimmungen sowie der Umgang mit ihnen. Vor dem Hintergrund einer Situation länderübergreifender Kommunikation und abnehmender nationalstaatlicher Entscheidungsmacht zeigt »Vertrautes Terrain« Arbeiten von internationalen Künstlerinnen und Künstlern, die Deutschland auf sehr unterschiedliche Weise als Geschichts-, Kunst- und Sozialraum reflektieren. Parallelentwicklungen auf anderen kulturellen Feldern wie Literatur, Musik, Theater, Tanz, Design, Mode oder Film werden im gemeinsam mit dem Künstler Heiner Blum konzipierten Resonanzraum aufgezeigt. Die räumliche Umsetzung der Metapher Resonanzraum ist eine temporäre Ausstellungsfläche und dient zugleich als Veranstaltungsort und transdisziplinärer Arbeits- und Rechercheplatz. Die Ausstellung wurde von Gregor Jansen und Thomas Thiel kuratiert.
    ///
    The exhibition project »Vertrautes Terrain – Contemporary Art in/about Germany« at ZKM | Museum of Contemporary Art (22.05. – 12.10.2008) conceives itself as a resonance space within which the differentiated examination of works by international artists, who reflect on Germany in distinctly different ways as a historical-, art-, and social sphere can be carried out. The focus placed on the German context refers to an »imaginary cartography«, which seeks to trace those concerns dealing with the form and content, the symptoms and the virulent features in art as set against the backdrop of their socio-political presence. The terrain that the exhibition is looking for is, in truth, a non-site, inevitably not bound to sites. Instead, it is more interested in pictures of Germany, stereotypes, atmospheres, moods, as well as the ways they are treated. The idea for this exhibition was born of the atmosphere described at the outset, the fact that until now almost no art exhibition has posed a confrontation with Germany, and the current success of German art, a label that marks a domestic and foreign exhibition tradition that is, ultimately, fiction. With approximately 70 German and international artists, the exhibition is intended as a process as well as a current snapshot. In this way, the exhibition is, last but not least, shaped by shared and clearly shifting ideas of what the term »Germany« means. The exhibition was curated by Gregor Jansen and Thomas Thiel.
    2 min
  • ZKMP3: Vertrautes Terrain
    Vertrautes Terrain – Aktuelle Kunst in & über Deutschland | Audioguide
    22.05. - 21.09.2008, ZKM | Museum für Neue Kunst.
    Der Audiokommentar ist ein Gemeinschaftsbeitrag von BesucherInnen der Ausstellung. Durch die Betrachtung, das Besprechen und Befragen sowie die Reflexion der künstlerischen Arbeiten – ohne explizit kunstwissenschaftliches Hintergrundwissen – sind vielseitige und anregende Kommentare entstanden.
    29 min
  • Zeger Reyers / Lee Ranaldo: »Träge Thorens« (2001-2007)
    Paul Thek. Werkschau im Kontext zeitgenössischer Kunst | Werkvorstellung
    De holländische Künstler Zeger Reyers spricht in der Ausstellung über die Arbeit Zeger Reyers / Lee Ranaldo: »Träge Thorens« (2001-2007)
    Der amerikanische Künstler Paul Thek (1933-1988) genießt unter den zeitgenössischen Künstlern Kultstatus – durch sein spannungsreiches Œuvre, in dem er Themen und Symbole aus Religion, Kunst, Theater und Literatur aufgreift, nimmt sein Werk bis heute bedeutenden Einfluss auf die Gegenwartskunst. Zeichnung, Malerei, Skulptur, Installation und raumgreifende Environments gehören gleichermaßen zu Theks Ausdrucksmitteln. Seine Kunstwerke zeigen sich mystisch, religiös und kritisch sozialen Ungerechtigkeiten wie auch der Kunstwelt gegenüber, wobei er mitunter widersprüchlich zwischen nomadieserendem Hippietum und verklärendem Charismatiker pendelt, aber auch nicht selten eine Portion Melancholie und Humor in seine Werke mit hinein spielt. Bekannt wurde Paul Thek mit der Serie Technological Reliquaries (Technologische Reliquienschreine) – Plexiglaskästen mit realistisch anmutenden Fleischstücken aus Wachs, die er zum ersten Mal 1964 in New York ausstellte. Mit Hilfe der Kontraste von Material und Inhalt bewegt sich Thek mit diesen Objekten - wie auch mit der legendären Installation Tomb (1967) - gleichzeitig zwischen dem scheinbar Realem und dem offensichtlich Artifiziellem. Kuratiert von Roland Groenenboom, freier Kurator, Gregor Jansen, ZKM | Museum für Neue Kunst und Harald Falckenberg, Sammlung Falckenberg, Hamburg, unter besonderer Beteiligung von Axel Heil und Margrit Brehm.
    ///
    Paul Thek (1933–1988) is considered an artist with cult status. The hitherto most comprehensive retrospective of his oeuvre focused on the phenomenal effect of his work on contemporary art and established Thek's historical significance, from legendary outsider to the founder and center of an art movement. It has been possible to bring together more than 300 of Thek’s works, which are largely in private ownership and therefore only seldom publicly shown. In their anti-heroic diversity and multimediality, and with their references to art, literature, and religion, his works (painting, photography, video, sculpture, and extensive environments) are among the central sources for the revolt and eruption of art in the 1960s. It is mainly for this reason that one of the early theoretical masterpieces of this epoch, Susan Sontag's Against Interpretation (1962), was dedicated to him. The mold castings, also those of his own body parts, wax replicas of human tissue, hair, teeth, and bones in Plexiglas cases, which he produced between 1964 and 1967 as Technological Reliquaries, in their mixture of desire and repulsion, decay and pathos, held up the truth of the body to the world of commodities and the transfiguration of the everyday, as well as the idealization and dramatization of corporative minimal art. Curated by Roland Groenenboom, freelance curator and Thek expert, Gregor Jansen, ZKM | Museum of Contemporary Art and Harald Falckenberg, Hamburg, with the assistance of Axel Heil and Margrit Brehm.
    6 min
  • Interview mit Bankleer
    Vertrautes Terrain. Aktuelle Kunst in/über Deutschland | Künstler Interview
    Ausstellung vom 22.05. – 12.10.2008, ZKM | Museum für Neue Kunst.
    Das Künstlerduo Bankleer über ihr Werk. Interview vom 21.05.2008.
    Mit den Videoinstallationen dereguliert I (2005) und raus aus der Arbeit, rein mit der realität! (2004), betreibt das Künstlerduo Ökonomiekritik. Die Aktionen und Performances, die den bühnenhaften Videoinstallationen vorausgehen, sind Teil eines Gesamtkonzepts, das die Künstler als kubistischen Situationismus bezeichnen. Um das Thema Arbeitslosigkeit kreisen sowohl ihre Interviews mit Freunden und Bekannten, als auch die Aktionen im Arbeitsamt Stuttgart: Indoordemo, Zombieschwarm, Hip-Hop-Karaoke und Widerstandsyoga.
    Mit dem Ausstellungsprojekt »Vertrautes Terrain – Aktuelle Kunst in & über Deutschland« präsentierte das ZKM | Museum für Neue Kunst vom 22.05. bis 12.10.2008 das vertraute wie auch fremde Terrain Deutschland aus thematisch-kultureller Perspektive. Das Terrain, welches der Ausstellungstitel benennt, ist nicht zwangsläufig an Orte gebunden. Von Interesse sind vielmehr Deutschlandbilder, Stereotypen, Atmosphären, Stimmungen sowie der Umgang mit ihnen. Vor dem Hintergrund einer Situation länderübergreifender Kommunikation und abnehmender nationalstaatlicher Entscheidungsmacht zeigt »Vertrautes Terrain« Arbeiten von internationalen Künstlerinnen und Künstlern, die Deutschland auf sehr unterschiedliche Weise als Geschichts-, Kunst- und Sozialraum reflektieren. Parallelentwicklungen auf anderen kulturellen Feldern wie Literatur, Musik, Theater, Tanz, Design, Mode oder Film werden im gemeinsam mit dem Künstler Heiner Blum konzipierten Resonanzraum aufgezeigt. Die räumliche Umsetzung der Metapher Resonanzraum ist eine temporäre Ausstellungsfläche und dient zugleich als Veranstaltungsort und transdisziplinärer Arbeits- und Rechercheplatz. Die Ausstellung wurde von Gregor Jansen und Thomas Thiel kuratiert.
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    The exhibition project »Vertrautes Terrain – Contemporary Art in/about Germany« at ZKM | Museum of Contemporary Art (22.05. – 12.10.2008) conceives itself as a resonance space within which the differentiated examination of works by international artists, who reflect on Germany in distinctly different ways as a historical-, art-, and social sphere can be carried out. The focus placed on the German context refers to an »imaginary cartography«, which seeks to trace those concerns dealing with the form and content, the symptoms and the virulent features in art as set against the backdrop of their socio-political presence. The terrain that the exhibition is looking for is, in truth, a non-site, inevitably not bound to sites. Instead, it is more interested in pictures of Germany, stereotypes, atmospheres, moods, as well as the ways they are treated. The idea for this exhibition was born of the atmosphere described at the outset, the fact that until now almost no art exhibition has posed a confrontation with Germany, and the current success of German art, a label that marks a domestic and foreign exhibition tradition that is, ultimately, fiction. With approximately 70 German and international artists, the exhibition is intended as a process as well as a current snapshot. In this way, the exhibition is, last but not least, shaped by shared and clearly shifting ideas of what the term »Germany« means. The exhibition was curated by Gregor Jansen and Thomas Thiel.
    4 min

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Verstaubt und trocken? Fehlanzeige! Das ZKM befasst sich vor allem mit der Gegenwart und der Zukunft! In seinen künstlerischen Ausstellungen greift es aktuelle, gesellschaftlich relevante Themen auf, verbindet Disziplinen wie Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft, oder setzt wichtige Impulse, um über Möglichkeiten und Auswirkungen des digitalen Wandels zu diskutieren. Trailer und Dokus liefern spannende Hintergründe, interessante Facts und visuelle Eindrücke.

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