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„Reicht es, Gutes tun zu wollen, oder müssen wir eiskalt berechnen, wie viel Wirkung unser Geld und unsere Zeit tatsächlich erzielen? In dieser Folge von Zorn & Zuversicht tauche ich, Christa Kloibhofer-Krampl, in ein Thema ein, das mich seit einem Gespräch mit Julia Wagner nicht mehr loslässt: den Effektiven Altruismus. Zwischen mathematischer Optimierung, dem Drang der Tech-Elite im Silicon Valley zur Weltrettung und den ganz großen ethischen Fragen unseres Handelns stellt sich die Frage: Verwandeln wir Nächstenliebe in eine reine Rechenaufgabe – oder übersehen wir dabei die echten, strukturellen Missstände unserer Welt?“
Was du in dieser Folge erfährst:
Die Mathematik des Helfens: Wie der Effektive Altruismus (EA) wissenschaftliche Methoden und Kosten-Nutzen-Analysen nutzt, um mit begrenzten Ressourcen maximales Leid zu verhindern.
Das Silicon-Valley-Dilemma: Warum die Bewegung zur inoffiziellen Haus-Philosophie der Tech-Elite wurde, wie das Konzept des Earn to Give extreme Reichtümer legitimierte und wie der Schwenk zum Longtermism die Armutsbekämpfung verdrängte.
Grenzlinien & blinde Flecken: Die ethischen Grenzen des utilitaristischen Kalküls – von der Gefahr, Mitgefühl durch reine Mathematik zu ersetzen, über das Ausblenden struktureller Systemfehler bis hin zum FTX-Skandal um Sam Bankman-Fried.
Der politische Widerspruch: Warum nationaldemokratische Strömungen und die politische Instrumentalisierung von Menschenleben das theoretische Fundament des Effektiven Altruismus vor völlig neue Zerreißproben stellen.
Impuls für die Zuhörer*innen:
„Wir müssen Helfen nicht neu berechnen, aber wir dürfen uns fragen: Blicke ich beim Helfen nur dorthin, wo es sich für mich gut anfühlt – oder nehme ich den Mut auf, meine Wirkung dort zu entfalten, wo sie am dringendsten gebraucht wird?“
Links & Wissenschaftliche Quellen zur Folge:
Bücher & Tiefenanalysen
Gideon Lewis-Kraus – The Good Guys (bzw. sein Porträt „The Reluctant Prophet of Effective Altruism“, New Yorker, 2022) - 🔗 New Yorker: The Reluctant Prophet of Effective Altruism
Émile P. Torres – Human Extinction: A History of the Science and Ethics of Annihilation (2023) – Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Longtermism und der Verschiebung von Gegenwarts- zu Zukunftskrisen im Silicon Valley.
William MacAskill – What We Owe the Future (2022) (Grundlagenwerk der neuen EA-Welle)
Artikel & Medienberichte
TIME Magazine: „How Effective Altruism Became the Ideology of Silicon Valley“ (2022) – Beleuchtet die Verflechtungen zwischen Sam Bankman-Fried, OpenAI und den Tech-Chefetagen. - 🔗 TIME Magazine Artikel-Archiv
MIT Technology Review: „Effective Altruism’s Silicon Valley Problem“ (2023) – Kritische Analyse darüber, wie EA-Gelder die Debatten um KI-Forschung und -Regulierung beeinflussten. - 🔗 MIT Technology Review
Podcasts & Interviews
The Ezra Klein Show (The New York Times): Episode mit Will MacAskill und Émile P. Torres („Effective Altruism Promised to Do the Most Good. What Went Wrong?“).
Hard Fork (New York Times): Episoden zum OpenAI-Board-Drama über den Richtungsstreit zwischen EA-Ideologen und Kapitalgebern.
Odd Lots (Bloomberg Podcast): Das berüchtigte Interview mit Sam Bankman-Fried und Matt Levine, in dem SBF die Ertragsmaximierung offen als systemische "Box" beschrieb.
Wichtige Begriffe & Organisationen
Peter Singer: Australischer Philosoph (Praktische Ethik, Essay Famine, Affluence, and Morality mit dem berühmten Gedankenexperiment des ertrinkenden Kindes).
William MacAskill: Oxford-Philosoph und Mitbegründer der EA-Bewegung (Autor von Gutes besser tun / Doing Good Better).
GiveWell: Unabhängige Evaluierungsagentur für Hilfsorganisationen nach wissenschaftlichen Kosten-Nutzen-Kennzahlen.
Produziert von DAS POD (https://daspod.at/).
Aufgenommen wurde diese Folge beim Neugier-Salon #13 im Rahmen des Botschafter:innen-Treffens des Ministeriums für Neugier & Zukunftslust in der Tabakfabrik Linz / Ars Electronica 2026
Stehen wir vor dem Ende der Erwerbsarbeit, wie wir sie kennen? Während KI und Automatisierung tradierte Berufsbilder und gesellschaftliche Gefüge ins Wanken bringen, stellt sich eine drängende Frage: Verhandeln wir in unseren Diskursräumen eigentlich die Zukunft der Menschlichkeit – oder verteidigen wir bloß unsere eigenen Privilegien?
In dieser Live-Episode von Zorn & Zuversicht tauche ich, Host Christa Kloibhofer-Krampl, mitten in das Spannungsfeld aus Zukunftsangst, Zorn, wissenschaftlich belegter Zuversicht und echter Gestaltungskraft ein. Gemeinsam mit ihren Gästen diskutiere ich über die Grenze zwischen realitätsnahem Possibilismus und naiver Realitätsverweigerung.
Wie verwandeln wir Lähmung in zivilen Ungehorsam durch Neugier? Wer sitzt mit am Verhandlungstisch der Zukunft und wer bleibt draußen?
Eine vielschichtige Debatte über Wandel, Inklusion, den Mut zum Handeln und die Notwendigkeit, Banden zu bilden.
👥 Die Gäste am Panel
Veronika Liebl (Direktorin des Ars Electronica Festivals): Denkt vom Kultur- und Diskursraum aus und holt Kunst, Technologie und gesellschaftliche Debatten aus dem Elfenbeinturm direkt in Spitäler, Kirchen und Schulen.
Patrick Rammerstorfer (Co-Gründer des Ministerium für Neugier & Zukunftslust): Denkt vom Kompetenzraum aus und setzt Erschöpfung und Pessimismus radikale Neugier, Entdeckergeist und Possibilismus entgegen.
In dieser Folge erfährst du:
Privilegien vs. Menschlichkeit: Warum wir uns in Zukunftsdebatten ehrlich fragen müssen, ob wir die Transformation der Gesellschaft verhandeln oder bloß unsere eigenen Privilegien verteidigen.
Der Dämon KI & das Ende der Erwerbsarbeit: Wie KI und Automatisierung tradierte Berufsbilder und den Selbstwert über Arbeit auflösen und welche Dystopien und Chancen darin liegen.
Die Neurobiologie der Zuversicht: Warum Dauerstress und Angst den Denkkorridor verengen, während Zukunftslust Dopamin freisetzt, die Amygdala beruhigt und uns erst fähig für komplexe Lösungen macht.
Neugier als ziviler Ungehorsam: Wie wir durch aktiven Possibilismus den Demagogen und der Lähmung den Nährboden entziehen – und warum Zynismus schlicht faul ist.
Dein Impuls für diese Woche:
Zukunft ist kein fixer Zustand, der einfach über uns hereinbricht, sondern ein Möglichkeitsraum, den wir aktiv verhandeln. Prüfe diese Woche in deinem eigenen Umfeld: Wo verfällst du aus Erschöpfung in Zynismus oder Angst – und an welcher Stelle kannst du durch gezielte Neugier deinen eigenen Denkkorridor erweitern?
Teile deine Gedanken zur Folge und deine ersten kleinen Schritte zur Zukunftslust gerne auf Instagram!
Links & Wissenschaftliche Quellen zur Folge:
Zitate & Denker*innen aus der Folge
Paul Virilio (Kulturphilosoph & Medien theoretiker):
Antonio Gramsci (Philosoph & Journalist):
Wissenschaftliche Studien & Neurobiologie
Broaden-and-Build-Theorie (Prof. Barbara Fredrickson):
Harvard-Studie zu Optimismus & Langlebigkeit (Dr. Lewina Lee et al.):
Initiativen, Netzwerke & Gastgeber
Ministerium für Neugier & Zukunftslust:
Ars Electronica Festival Linz:
Produziert von DAS POD (https://daspod.at/).
Wir leben in einer Zeit multipler Krisen – und oft fühlt es sich an, als rollte ein Dauer-Tsunami an schlechten Nachrichten auf uns zu. Ein ganzes Ökosystem aus Medien, Politik und Weltuntergangsszenarien lebt davon, uns in ständiger Bedrohung und Zynismus zu halten. Die Folge? Viele von uns verharren in Schockstarre und Hilflosigkeit.
Aber: Ich habe schlichtweg keine Lust mehr auf Angst! Denn Angst macht unglücklich, lähmt und nimmt uns die Regie über das eigene Leben.
Anlässlich des bevorstehenden Botschafter*innen-Treffens des Ministeriums für Neugier und Zukunftslust in Linz tauche ich, Christa Kloibhofer-Krampl, in dieser Folge tief in das Konzept der Zukunftslust ein. Ich unterscheide zwischen passivem Optimismus und aktiver Zukunftslust und zähle drei wissenschaftlichen Fakten auf, die belegen, dass Zukunftsfreude kein naiver Luxus ist, sondern Voraussetzung für echten Wandel.
In dieser Folge erfährst du:
Dein Impuls für diese Woche:
Such dir diese Woche eine Sache in deinem Umfeld, die dich nervt oder dir Sorgen macht. Frage dich nicht: „Warum tut da keiner was?“, sondern: „Mit wem zusammen kann ich heute den ersten kleinen Schritt machen, um es zu verändern?“
Teile deine Gedanken zur Folge und deine ersten kleinen Schritte zur Zukunftslust gerne auf Instagram!
Links & Wissenschaftliche Quellen zur Folge:
Initiative & Netzwerk: Ministerium für Neugier & Zukunftslust
Neurobiologie & Emotionen: Fredrickson, B. L. (2001): The role of positive emotions in positive psychology. The Broaden-and-Build Theory of Positive Emotions. American Psychologist / PubMed
Psychologie der Hilflosigkeit: Seligman, M. E. P. (1975): Helplessness: On Depression, Development, and Death. W. H. Freeman / APA PsycNet
Epidemiologie & Lebenserwartung: Lee, L. O., et al. (2019): Optimism is linked to exceptional longevity and a longer life span. PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences)
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In dieser Folge von Zorn und Zuversicht dreht sich alles um das Thema Inklusion und Diversität im Unternehmenskontext – und das auf ganz besondere Weise: Zu Gast sind Martin Graf, Vorstand der Energie Steiermark und Markus Friedl, Lehrling der Energie Steiermark. Beide leben mit einer körperlichen Einschränkung, lassen sich davon im Alltag und im Beruf jedoch keineswegs ausbremsen.
Gemeinsam sprechen wir darüber, warum echte Inklusion weit über Gesetzessätze und Ausgleichstaxen hinausgehen muss, wie ein offener Umgang ohne Berührungsängste im Team gelingt und warum Diversität ein entscheidender Erfolgsfaktor für große Zukunftsprojekte wie die Energiewende ist.
Kern-Insights & Highlights dieser Folge:
Teile deine Gedanken zu dieser Folge gerne in den Kommentaren auf Instagram, per Mail direkt an mich den Host, Christa Kloibhofer-Krampl, oder auf allen Podcast-Kanälen!
Links & Ressourcen zur Folge:
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Der Sommer klingt langsam aus, die Alltagstretmühle nimmt wieder Fahrt auf und wir merken oft nicht nur, dass wir müde sind, sondern komplett reizüberflutet. Ob Push-Nachrichten, dauernde E-Mail-Schleifen oder Schlagzeilen im Minutentakt: Wir leben in Zeiten von Infobesity (Informations-Adipositas). Unser Gehirn ist für diese schiere Masse an Dauerreizen schlichtweg nicht gebaut und reagiert darauf mit Dauerstress.
In dieser Solo-Folge von Zorn & Zuversicht tauche ich, Host Christa Kloibhofer-Krampl, in die Psychologie, Soziologie und Neurowissenschaft hinter dem Begriff JOMO (Joy of Missing Out) ein. Ich erklärt, warum das bewusste Weglassen kein egoistischer Rückzug ist, sondern das wissenschaftlich fundierte Zurückerobern unserer eigenen Autonomie. Eine Folge über Konsumdruck, die Erschöpfung in der eigenen Wohlfühl-Bubble und die Frage, warum nur ausgeruhte Köpfe unsere Demokratie schützen können.
In dieser Folge erfährst du:
Die Wissenschaft hinter JOMO: Warum der Begriff vom US-Tech-Pionier Anil Dash geprägt wurde und wie er sich im Rahmen der Selbstdeterminationstheorie (Deci & Ryan) als aktiver Befreiungsschlag gegen den dauerhaften FOMO-Modus unseres Angstzentrums (Amygdala) erweist.
Das Default Mode Network (Ruhezustandsnetzwerk): Was neurowissenschaftlich im Gehirn passiert, wenn wir den Reizstrom stoppen – und warum echte Kreativität und Erholung erst beim Weglassen entstehen.
Infobesity & die Industrie hinter dem Unbehagen: Wie Marketing, Anti-Aging und Wellness-Märkte Billionen damit verdienen, uns ein Gefühl des Mangelns einzureden, und warum echtes Wohlbefinden nicht käuflich ist.
Demokratische Resilienz: Warum dauererschöpfte Bürger:innen anfälliger für Apathie und Desinformation werden – und weshalb JOMO ein politischer Akt zur Erhaltung unserer Handlungsfähigkeit ist.
Active Coping vs. Passive Avoidance: Die feine Linie zwischen dem gesunden, bewussten Setzen von Grenzen und dem bloßen „Vogel-Strauß-Prinzip“.
Teile deine Gedanken zum Thema JOMO und deine Erfahrungen mit digitaler Pause gerne in den Kommentaren auf Instagram!
Shownotes
Links & Ressourcen zur Folge:
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Die Debatte rund um Künstliche Intelligenz schwankt meist extrem zwischen zwei Polen: Für die einen ist KI der „geilste Scheiß“ und der ultimative Effizienzbringer, für die anderen öffnet sich damit das Tor zur Hölle – nicht zuletzt wegen des immensen Energie- und Ressourcenverbrauchs von Rechenzentren. Doch wie sieht die Realität aus, wenn man KI gezielt für den klimagerechten Wandel einsetzt?
In dieser Folge von Zorn & Zuversicht begrüße ich, Host Christa Kloibhofer-Krampl, den Grazer Founder Jakob Gmoser vom Startup aitark. Gemeinsam beleuchten wir das Spannungsfeld zwischen dem ökologischen Fußabdruck von Algorithmen und ihrem Potenzial, Unternehmen bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD / ESG) entscheidend zu unterstützen.
Ein Gespräch über ungenaue CO₂-Berechnungen von KI-Anfragen, Shitty Codes, das Empowerment von kleinen Teams und die essenzielle Rolle des „Human in the Loop“.
In dieser Folge erfährst du:
Dein Impuls für diese Woche:
Wie nutzt du KI im Alltag oder Beruf? Hilft sie dir dabei, Ressourcen zu sparen, oder ertappst du dich dabei, unnötige Datenmengen zu erzeugen? Schick uns gerne deine Gedanken – und die witzigsten KI-Prompts, die so richtig in die Hose gegangen sind!
Links & Ressourcen zur Folge:
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Bild: Judith Schnaubelt
„Du Christa, statt aktiv zu werden, planen wir lieber unsere nächsten Urlaube und tun so, als wäre eh alles wie immer.“ Dieser eine Satz einer Freundin am Telefon hat gesessen. Weil er wahr ist. In dieser ungemütlich ehrlichen Solo-Folge geht es um die Komfortzone der Privilegierten – und Christa macht sich dabei als Host selbst angreifbar. Warum flüchten wir vor den Krisen unserer Zeit in den Luxusurlaub und nehmen es mit der Umsetzung im Alltag dann doch nicht ganz so genau?
Wir räumen auf mit dem lähmenden Alarmismus („Wir werden alle sterben!“), der unser Gehirn erst recht in die Passivität treibt, und definieren Aktionismus völlig neu. Denn das systematische Wegschauen und das Ausreizen unserer Privilegien auf Kosten vulnerabler Gruppen hat System – und zwar nicht nur beim Klima, sondern exakt genauso beim schleichenden Demokratieverlust, der erschreckenden Zahl an Femiziden oder grassierender Queer-Feindlichkeit. Eine Folge über das ökologische und soziale Überziehungskonto, auf dem wir in Österreich leben, und ein flammendes Plädoyer dafür, die eigenen Privilegien endlich als Hebel zu nutzen, um unbequemer und lauter zu werden.
In dieser Folge erfährst du:
Warum ständige Untergangsszenarien uns psychologisch in die Verdrängung treiben.
Was das „Geschäftsführer-Prinzip“ mit unserer Verantwortung als wohlhabende Gesellschaft zu tun hat.
Warum echter Aktionismus nicht bedeutet, dass sich jede*r auf die Straße kleben muss, sondern dass Schweigen im Alltag keine Option mehr ist.
Kontakt: [email protected]
Zusatz-Content zur aktuellen Folge
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Next-Incubator: Mehr über den next-incubator findest du auf next-incubator.com
Links & Ressourcen zur Folge:
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Wir neigen oft dazu, Tech-Gründer wie Popstars zu feiern und ihre Innovationen unkritisch als reinen Fortschritt abzutun. Doch hinter den glänzenden Keynotes und den Kapuzenpullis mancher Tech-Gurus steht längst eine knallharte, politisch radikale und antidemokratische Agenda. Welche Rollenbilder und Ideologien steuern eigentlich die Algorithmen und KI-Tools, die unser tägliches Leben beeinflussen?
In dieser besonderen Folge von Zorn & Zuversicht melde ich mich gemeinsam mit meinem Gast Gast direkt aus dem Podmobil vor dem Schloss Schönbrunn in Wien. Zu Gast ist die renommierte Tech- und Wissenschaftsjournalistin sowie überzeugte Feministin Claudia Zettel.
Gemeinsam blicken wir hinter die Kulissen der stark männerdominierten Tech-Branche. Wir analysieren neofaschistische Denkströmungen aus dem Silicon Valley, beleuchten das Phänomen der „Deepfakes“ und digitaler Gewalt gegen Frauen und diskutieren, warum europäische Gesetzgebungen wie der EU AI Act eine unverzichtbare Leitplanke für unsere Freiheit sind.
In dieser Folge erfährst du:
Die Ideologie der „Tech-Bros“: Warum Denkmodelle von neofaschistischen Akteuren wie Curtis Yarvin (z. B. das „RAGE“-Konzept zur Zerschlagung demokratischer Institutionen) bei mächtigen Tech-Milliardären wie Peter Thiel oder Elon Musk auf fruchtbaren Boden stoßen.
Die Schattenseite der Tech-Welt in Europa: Warum diese verstrickten Netzwerke längst kein reines US-Phänomen mehr sind, sondern wie extremistische Strömungen auch in Österreich und Europa Fuß fassen.
Frauenbild & Machtstrukturen: Wie die extrem männerdominierte Tech-Szene veraltete, biologisch begründete Rollenbilder fortschreibt und warum Gründerinnen strukturell benachteiligt werden.
Deepfakes & Industrielle digitale Gewalt: Wie sexualisierte Cyber-Gewalt (z. B. Fälle wie jener von Collien Ulmen-Fernandes) Frauen trifft, was es mit dem unkontrollierbaren „Hydra-Prinzip“ auf sich hat und wo Apps wie Musks KI-Chatbot Grok Grenzen überschreiten.
Die Zuversicht durch Journalismus & Regulierung: Warum Europa mit dem EU AI Act und der neuen EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen das Richtige tut und wie kritische Aufklärung als Schutzschild für unsere Demokratie wirkt.
Dein Impuls für diese Woche:
Christa und Claudia laden dich ein: Welchen Tech-Köpfen folgst du und auf welchen Plattformen bewegst du dich täglich? Hinterfragst du aktiv, welche Werte und Ideologien hinter den Apps stehen, die du nutzt? Teile deine Gedanken und Erfahrungen gerne auf Instagram!
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Portrait-Bild ©: Kurier
40 Minuten TikTok am Tag und danach ist unerbittlich Schluss – genau das gilt in China für Jugendliche unter 14 Jahren. Während den Teens dort vor allem Bildungsinhalte, MINT-Fächer und virtuelle Museumsführungen ausgespielt werden, versinken Kinder im Westen oft stundenlang im endlosen „Doomscrolling“ zwischen witzigen Videos und Werbeclips.
Ist Chinas radikaler Regulierungsansatz also der gescheitere Weg, um die mentale Gesundheit unserer Kinder zu schützen? Oder öffnet staatliche Kontrolle in einem autokratischen System nur die Tür für politische Indoktrination?
In dieser Folge von Zorn & Zuversicht teile ich, Christa Kloibhofer-Krampl, meine persönlichen Gedanken als Mutter und Mitarbeiterin einer Innovationsabteilung. Ich schaue mir den Unterschied zwischen der chinesischen App Douyin und der westlichen TikTok-Variante an und beschäftige mich mit der Arbeit von US-Technologe Tristan Harris (Center for Humane Technology). Eine Folge über die Macht von Algorithmen, den Wahn von Likes und die Frage, wie wir und unsere Kinder wieder die Kontrolle über Social Media zurückgewinnen können.
In dieser Folge erfährst du:
Das chinesische Modell: Was der „Teenager Mode“ in China beinhaltet, warum dort nur 40 Minuten Bildungssnacks erlaubt sind und was die Cyberspace Administration of China damit bezweckt.
Spinat vs. digitales Opium: Warum US-Experten wie Tristan Harris das chinesische TikTok als Nährstoff vergleichen, während der Westen mit der Suchtwirkung der Algorithmen allein gelassen wird.
Center for Humane Technology: Welche konkreten Forderungen Experten stellen – vom Stopp von Auto-Play über chronologische Feeds bis hin zu transparenter Datennutzung.
Die Schattenseite staatlicher Reglementierung: Warum Verbote den Raum für echte Jugendkultur beschneiden und warum der Staat nicht allein darüber entscheiden darf, was wir sehen.
Hoffnung durch Eigenverantwortung: Ein erstaunliches Zitat von meinem 11-jährigem Sohn, das zeigt, dass Kinder die mentale Belastung durch Smartphones selbst spüren und einen reflektierten Umgang erlernen können.
Dein Impuls für diese Woche:
Wie wird das Thema Bildschirmzeit und Social Media bei dir zu Hause gehandhabt? Welche Regeln oder ehrlichen Gespräche helfen euch im Alltag gegen das endlose Scrollen? Teile deine Tipps und deine Meinung dazu gerne per Nachricht oder in den Kommentaren auf Instagram!
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„Früher war es im Sommer doch auch schon heiß, solche Phasen gab es immer!“ – Hand aufs Herz: Wie oft hast du diesen Satz in den letzten Wochen beim Small Talk gehört? In dieser Solo-Kurzfolge von Zorn & Zuversicht knöpft sich Christa die weit verbreitete „Klimanostalgie“ vor. Warum verklären wir die Sommer unserer Kindheit so sehr und klammern uns an die rosarote Brille, während wir eine extreme Hitzewelle nach der anderen erleben?
Christa nimmt uns mit auf den Bauernhof ihrer Oma im Mühlviertel der 1980er-Jahre und deckt ein faszinierendes psychologisches Phänomen auf: Unser Gehirn erinnert sich extrem selektiv. Wir spiegeln diese weichen Erinnerungen mit den harten, messbaren Daten der Messgeschichte und zeigen, warum das vermeintlich harmlose Schönreden in Wahrheit eine unfaire Lastenverschiebung auf die nächste Generation ist. Eine Folge über die selektive Natur unserer Erinnerung, aufgeheizte Badeseen und die Frage, wie wir die echte Essenz von damals als Treibstoff für heute nutzen können.
In dieser Folge erfährst du:
Warum unser Gedächtnis uns im Hitze-Small-Talk systematisch belügt (Das Pollyanna-Prinzip).
Wie radikal sich die Anzahl der realen Hitzetage in Österreich seit den 1980ern verändert hat.
Warum es der schönen Erinnerung an früher keinen Abbruch tut, wenn wir der Wahrheit von heute ins Auge blicken.
Links & Ressourcen zur Folge:
Zusatz-Content zur aktuellen Folge
Hintergründe & Analysen zur aktuellen Hitzeentwicklung: GeoSphere Austria Hitze-Bilanz & Klimabilanz
Langfristiger Klimatrend im Alpenraum seit 1767: HISTALP-Datenarchiv der GeoSphere Austria
Interaktive Daten zur Zunahme von Hitzetagen in Österreich: Informationsportal Klimawandel
Das psychologische Konzept hinter der verklärten Erinnerung: Das Pollyanna-Prinzip: Die Psychologie der Positivitätsvorurteile
Video-Empfehlung (2 Min. Erklärung): What is Pollyanna Principle | YouTube
Literarische Erwähnung: Porter, Eleanor H. (1913): Pollyanna.
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