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In dieser Folge von Zorn & Zuversicht tauche ich, Christa Kloibhofer-Krampel, mit Julia Wagner von Why don’t Ju in ein Thema ein, das die Arbeitswelt aktuell dominiert, aber selten kritisch hinterfragt wird: den Drang nach „Purpose“ und beruflicher Selbstverwirklichung. Die aktuelle Aufnahme wurde live mit Publikum aufgenommen.
Wir reden über Purpose, also Sinn und Sinnökonomie, und warum der Wunsch, mit der eigenen Arbeit die Welt zu verbessern, oft auch eine Frage des Privilegs ist. Ausgehend von unseren eigenen beruflichen Neustarts diskutieren wir darüber, ob Purpose wichtig ist und warum. Wir blicken auf die Gefahren von „Purpose-Washing“, den unangenehmen Seiten wenn man leise Themen laut macht und die strukturellen Hürden, die Frauen in der öffentlichen Sichtbarkeit noch immer überwinden müssen.
In dieser Folge erfährst du (unter anderem):
Der Purpose-Hype auf dem Prüfstand: Warum berufliche Selbstverwirklichung nicht für alle zugänglich ist und wie das Konzept des „Effektiven Altruismus“ (Nutzenmaximierung statt emotionaler Spende) aus dem Silicon Valley bewertet werden kann.
Die gläserne Decke im Netz: Warum Frauen in digitalen, gesellschaftspolitischen Debatten massiv unterrepräsentiert sind und wie der „Prove-it-Again“-Effekt und das „Silencing“ Karrieren im echten Leben bremsen.
Wie leise Themen laut werden: Inspirierende Beispiele (wie der isländische Frauenstreik 1975) und konkrete Tipps, warum Beharrlichkeit, ein starkes Netzwerk und echte Überzeugung die wichtigsten Werkzeuge für Veränderung sind.
Dein Impuls für diese Woche:
Kein Impuls diesmal sondern ein Spendenaufruf.
Veränderung braucht Teilhabe – und oft beginnt diese bei der Sicherung von Grundbedürfnissen. Deshalb nutzen wir unsere Sichtbarkeit heute, um auf den Verein Frauenservice Graz aufmerksam zu machen. Der Verein bietet essenzielle Beratung und Unterstützung für Frauen in unterschiedlichen Lebenslagen und Krisensituationen.
Bei der Aufzeichnung hat es eine Spendenbox für den Verein Frauenservice Graz gegeben und für alle die nicht vor Ort waren, gibt es natürlich auch zu Hause die Möglichkeit das zu tun.
Website & Infos: https://www.frauenservice.at
Ressourcen zur Folge:
Produziert von DAS POD (https://daspod.at/).
Wir leben in einer Welt, die oft den „einsamen Wolf“ feiert – den genialen Erfinder oder den Solo-Unternehmer, der alles allein stemmt. Doch blickt man genauer hin, wird klar: Die wirklich großen Herausforderungen unserer Zeit, wie die Energiewende oder soziale Transformationen, lassen sich nur gemeinsam lösen.
In dieser Folge von Zorn und Zuversicht teile ich, Christa Kloibhofer-Krampl, meine Gedanken zur Relevanz von Partnerschaften. Ich beziehe mich damit auf meine Erfahrung in meiner Tätigkeit beim next-incubator und betone, wie wichtig eine klare Zieldefinition ist.
In dieser Folge erfährst du:
Zugehörigkeit & Teamwork: Was eine private Partnerschaft von einer beruflichen Kooperation lernen kann und umgekehrt.
Evolutionärer Vorteil: Warum der Mensch darauf programmiert ist, in Gemeinschaften zu arbeiten, um komplexe Probleme zu bewältigen.
Risikoteilung & Know-how: Wie Kooperationen dabei helfen, Komplexität zu reduzieren und gemeinsam mutiger zu agieren.
Die Bedeutung des Ziels: Warum viele Partnerschaften scheitern, wenn das gemeinsame „Warum“ nicht präzise formuliert ist.
Einladung zur Vernetzung: Warum Christa dazu aufruft, aktiv nach Partnern zu suchen, um gemeinsam an einer nachhaltigen Zukunft zu bauen.
Kooperation ist kein Selbstzweck, sondern das Werkzeug, mit dem wir aus Zorn über den Status Quo echte Zuversicht für morgen schaffen.
Dein Impuls für diese Woche:
Wo versuchst du gerade, etwas für dich großes und wichtiges ganz alleine zu stemmen? Wer könnte die ideale Ergänzung zu deinen Stärken sein? Denn Zuversicht wächst am schnellsten, wenn man sie teilt. Wir freuen uns, wenn du uns von deinen Erfahrungen mit neuen Partnerschaften berichtest!
Produziert von DAS POD (https://daspod.at/).
Nachdem wir im Team die 11 Megatrends intensiv aufbereitet haben, hat mich ein Thema einfach nicht mehr losgelassen: der demografische Wandel. Warum? Weil wir diese langfristige Veränderung der Größe und Zusammensetzung unserer Bevölkerung schon jetzt auf unzähligen Ebenen spüren. Doch statt sachlicher Debatten beherrschen oft emotionale Klischees, Ängste und gegenseitige Schuldzuweisungen der Generationen den Diskurs.
In dieser Folge von Zorn & Zuversicht schaue ich mit 5 demografische Mythen etwas genauer an. Ich blicke hinter die harten Messgrößen wie Altersstruktur, Geburtenraten und Migrationsströme, um eine wichtige Frage zu beantworten: Wer wird eigentlich die Klimakrise lösen, wenn wir uns im ewigen „Generationen-Bashing“ verlieren? Ein ehrlicher und unaufgeregter Blick auf eine Gesellschaft im Wandel, der zeigt, dass die Zukunft weit weniger dystopisch ist, als uns manche Schlagzeilen weismachen wollen.
In dieser Folge erfährst du:
Die vier Säulen der Demografie: Was Begriffe wie Silver Society, Longevity und sinkende Fertilitätsraten in der Realität für unseren Alltag bedeuten.
Mythos 1 – Das Generationen-Korsett: Warum starre Einteilungen in 15-Jahres-Schritte wissenschaftlich hinken und warum die „faule Gen Z“ ein reines Stereotyp ist.
Mythos 2 – Der sichere Wohlstandsverlust: Warum eine alternde Bevölkerung nicht automatisch das wirtschaftliche Ende bedeutet und warum die Produktivitätsentwicklung in Schreckensszenarien oft völlig vergessen wird.
Mythos 3 – Geistiger Verfall im Alter: Der Unterschied zwischen flüssiger und kristalliner Intelligenz – und warum unsere strategische Weisheit und der Wortschatz oft erst zwischen 60 und 70 ihren Höhepunkt erreichen.
Mythos 4 – Der allgegenwärtige Arbeitskräftemangel: Warum Panik fehl am Platz ist und welche Branchen (wie das Handwerk oder personennahe Dienstleistungen) wirklich Unterstützung brauchen.
Mythos 5 – Die Geburten-Polarisierung: Ein sachlicher Blick auf die Geburtenraten von Frauen mit und ohne Migrationshintergrund in Österreich und warum sich globale Trends unaufhaltsam angleichen.
Dein Impuls für diese Woche:
Ich lade dich ein: Achte in dieser Woche ganz bewusst auf Medienberichte oder Gespräche in deinem Umfeld, bei denen das typische Generationen-Bashing betrieben wird (z. B. „Die Boomer haben alles verbrochen“ oder „Die Jungen wollen nicht mehr arbeiten“). Steige bewusst aus diesem Mechanismus aus. Konzentriere dich stattdessen auf die Gemeinsamkeiten zwischen den Altersgruppen und frage dich, wie Alt und Jung gemeinsam an echten Lösungen – wie der Bewältigung der Klimakrise – arbeiten können.
Links & Ressourcen zur Folge:
Produziert von DAS POD (https://daspod.at/).
In dieser Folge von Zorn & Zuversicht begrüße ich, Christa Kloibhofer-Krampl, eine ganz besondere Gästin: Anna Oberdorfer, Mitgründerin der Agentur Visionistas und des Netzwerks Answer. Gemeinsam tauchen wir tief in ein Werkzeug ein, das wir täglich unbewusst nutzen, das jedoch wie kaum ein anderes unsere Realität, unsere Gehirne und unser Verhalten formt: die Sprache.
Sprache ist weit mehr als das bloße Aneinanderreihen von Wörtern. Sie öffnet Räume oder verwehrt Zugänge, verleiht Würde oder grenzt aus. Ausgehend von provokanten Begriffen unseres Alltags beleuchten wir die massive Verantwortung, die in unserer Kommunikation liegt – sei es in den Medien, in der Politik oder am eigenen Küchentisch.
Die Folge blickt auf den berechtigten Zorn über manipulative „Sprach-Waffen“ und versteckten Sexismus. Sie schenkt jedoch vor allem die Zuversicht, dass wir durch bewusste, sensible und lösungsorientierte Kommunikation kognitive Landkarten verändern und eine gerechtere, zukunftsfähige Welt aktiv mitgestalten können.
In dieser Folge erfährst du:
Sprache ist Verantwortung: Warum Worte niemals neutral sind und wie unbewusst erlernte Begriffe (wie „stiefmütterlich“ oder „bis zur…“) historische Kontexte transportieren, die Menschen verletzen können.
Die Neurobiologie des Schmerzes: Warum das Gehirn in der ersten Reaktion kaum zwischen einem physischen Reiz und einem sprachlichen Symbol für Schmerz unterscheidet.
Das Phänomen des Primings: Wie uns Worte unbewusst steuern – von Studierenden, die durch „Alters-Begriffe“ messbar langsamer gehen, bis hin zu der manipulativen Kraft von „Geld-Priming“.
Linguistische Relativität: Wie das grammatikalische Geschlecht von Dingen (z. B. die Brücke vs. el puente) oder die Struktur unserer Muttersprache unsere emotionale Wahrnehmung einfärbt.
Answer & Visionistas: Wie das Agenturnetzwerk gegen sexistische Werbung Narrative aktiv mitgestaltet und warum konstruktive Kommunikation Räume für echte Utopien öffnet.
Verbaler Schmerz ist keine Metapher, sondern ein messbarer neurologischer Zustand. Aber wir haben es buchstäblich selbst in der Hand, Sprache als Werkzeug für ein freundlicheres Miteinander zu nutzen.
Dein Impuls für diese Woche:
Anna und ich laden dich ein: Achte an diesem Tag ganz bewusst auf deine eigenen Worte. Welches Wort benutzt du im Alltag oder im Beruf ständig, das dich eigentlich stresst, abwertet oder unbewusst zornig macht? Ersetze es versuchsweise durch ein lösungsorientiertes Begriffskonzept (z. B. „Herausforderung“ statt „Problem“). Beobachte, was dieser kleine Fokus-Shift mit deiner eigenen Energie und deinem Umfeld macht!
Links & Ressourcen zur Folge:
Neurobiologische Studie (Universität Jena): „Do words hurt? Brain activation during the processing of pain-related words“ (2010) – Nachweis der Schmerzareal-Aktivierung im Gehirn durch Worte.
Bonn Institute: „Die Macht der Sprache: Wie Gedanken und Gefühle prägen“ – Psychologie im Journalismus und Medienkontext.
IHK Bonn / Momentum: Ratgeber Sprachwirkung – Leitfaden für die Praxis.
Literaturempfehlung: Hans Rosling – Factfulness (Wie wir lernen, die Welt datenbasiert und weniger katastrophisierend zu sehen).
Initiative gegen Sexismus: Answer – Agenturnetzwerk gegen sexistische Werbung (bzw. entsprechende Vereinsplattform).
Mehr über Annas Agentur: Visionistas – Kommunikation, die verändert.
Produziert von DAS POD (https://daspod.at/).
Portrait-Bild ©: Maren Loerzer
„Mama, was werde ich eigentlich einmal arbeiten?“ Wenn ein elfjähriges Kind diese Frage im Jahr 2026 stellt, greifen die alten Antworten nicht mehr. Das klassische Versprechen „Lerne etwas Solides, dann hast du einen sicheren Job“ ist hinfällig. Mein Sohn sagt heute bereits, er will etwas machen, bei dem ihn die KI nicht ersetzen kann. In dieser Folge von Zorn & Zuversicht teile ich, Christa Kloibhofer-Krampl, ein zutiefst persönliches und gleichzeitig wissenschaftlich fundiertes Zukunftsnarrativ für die nächste Generation.
Aus meiner Perspektive als Mutter und meiner beruflichen Erfahrung in der Innovationsabteilung des Next-Incubators versuche ich mit dystopischen Zukunftsszenarien aufzuräumen. Stattdessen zeichne ich das Bild einer non-linearen, dynamischen Arbeitswelt im Jahr 2050. Eine Welt, in der Empathie, Kreativität, Zusammenarbeit und die Fähigkeit, komplexe, reale Probleme gemeinschaftlich zu lösen nicht nur wichtiger werden sondern unseren beruflichen Alltag prägen werden.
In dieser Folge erfährst du:
Das Ende der Monobiografie: Warum der starre „Eisblock“ einer lebenslangen Festanstellung schmilzt und durch das Konzept des Liquid Work (fluides, projektbasiertes Arbeiten) ersetzt wird.
Der Human Spark im KI-Zeitalter: Warum künstliche Intelligenz uns nicht die Zukunft wegnimmt, sondern uns Raum für unsere unersetzbaren menschlichen Kernkompetenzen (Human Skills) schenkt.
Die Restoration Economy: Warum die Zukunftsberufe in der Reparatur und im Wiederaufbau unserer sozialen Systeme und geschädigten Ökosysteme liegen (Stichwort: Kreislaufwirtschaft).
Elastisch statt gedrillt: Warum das aktuelle Bildungssystem Fächergrenzen aufbrechen muss, um Kinder resilient für eine sich ständig verändernde Welt zu machen.
Ein optimistisches Narrativ: Wie wir unseren Kindern die Angst vor morgen nehmen und ihnen das Vertrauen schenken, die Zukunft aktiv mitzugestalten.
Eine Folge voller Zuversicht, die zeigt, dass die Erzählung für die Jugend von heute keine düstere sein muss – wir müssen nur heute beginnen, das richtige Fundament zu legen.
Dein Impuls für diese Woche:
Ich lade dich ein: Setze dich in dieser Woche mit einem jungen Menschen in deinem Umfeld (deinem Kind, Nichte, Neffe oder Enkelkind) zusammen. Frage sie oder ihn nicht: „Was willst du später mal werden?“, sondern frage: „Welches Problem auf dieser Welt würdest du gerne lösen und was brauchst du dafür?“ Lass uns anfangen, den Fokus weg von starren Berufsbezeichnungen hin zu echter Gestaltungskraft und Sinnorientierung zu lenken!
Links & Ressourcen zur Folge:
Die im Hintergrund der Folge genutzten und evidenzbasierten Studien internationaler Institutionen findest du hier: World Economic Forum (WEF) – Future of Jobs Report:
Daten und Analysen zum Wandel von Routineaufgaben hin zu analytischem und empathiegestütztem Denken.
OECD – Job Quality Framework: Zeigt die massive Verschiebung der Prioritäten junger Arbeitnehmer:innen hin zu Sinnorientierung, Nachhaltigkeit und mentaler Gesundheit.
Internationale Arbeitsorganisation (ILO): Prognosen und Berichte zum boomenden Arbeitsmarkt der Green Transition und nachhaltigen Wirtschaftsformen.
Mehr über unsere Arbeit im Innovationsbereich: Next-Incubator Graz
Produziert von DAS POD (https://daspod.at/).
In dieser Folge von Zorn & Zuversicht nehme ich, Christa Kloibhofer-Krampl, dich mit auf eine faszinierende Zeitreise in das Jahr 2050. Ausgehend von den 11 Megatrends der Zukunftsforschung blicken wir gemeinsam hinter die Kulissen des Begriffs „New Work“ – und weit darüber hinaus.
Es ist eine Episode, die zum Nachdenken anregt und versucht, Lust auf Zukunft zu machen. Ich zeichne ein Bild einer „Post-Work“-Gesellschaft, in der Erwerbsarbeit, wie wir sie kennen, neu definiert wird und der Mensch seinen Wert nicht mehr über bloße Produktivität definiert.
In dieser Folge erfährst du:
Die Evolution der Arbeit: Warum wir uns im Jahr 2026 bereits im Wandel zum Liquid Work befinden und warum das Arbeiten für nur einen einzigen Arbeitgeber bald der Vergangenheit angehören könnte.
Kollaboration mit KI: Warum künstliche Intelligenz kein Jobkiller ist, sondern eine Chance, uns von repetitiven Aufgaben zu befreien, um Platz für den Human Spark – das zutiefst Menschliche – zu machen.
Die Sinn-Ökonomie (Purpose): Was passiert, wenn Grenzkosten durch Technologie und erneuerbare Energien gegen Null sinken und wir nicht mehr arbeiten müssen, um zu überleben, sondern um zu gestalten.
Mentale Gesundheit als Führungsaufgabe: Warum emotionale Resilienz und die psychische Gesundheit der Mitarbeiter:innen der wichtigste Wirtschaftsfaktor der Zukunft sind.
Die Kraft der Reparatur: Warum die Arbeit von morgen darin liegen wird, Ökosysteme und soziale Strukturen, die wir beschädigt haben, gemeinschaftlich wieder aufzubauen.
Ein Plädoyer dafür, den Mut aufzubringen, positive Zukunftsbilder zu zeichnen, um die Welt von morgen aktiv mitzugestalten.
Dein Impuls für diese Woche:
Ich lade dich ein: Nimm dir in dieser Woche einen Moment Zeit und hinterfrage deine eigene Arbeit. Wenn Geld und Existenzsicherung keine Rolle spielen würden – welchen Beitrag würdest du aus freiem Willen und purer Leidenschaft für die Gesellschaft leisten wollen?
Shownotes
Links & Ressourcen zur Folge:
Zukunftsforschung & Megatrends: https://www.zukunftsinstitut.de/ - https://www.millennium-project.org/ - https://www.iao.fraunhofer.de/ - https://gdi.ch/
Plattform für Zukunftsvisionen
Ökonomische Vordenker: Jeremy Rifkin und seine Thesen zur Null-Grenzkosten-Gesellschaft.
Literaturempfehlung: Bettina Ludwig – Zugehörigkeit.
Produziert von DAS POD (https://daspod.at/).
In dieser ganz besonderen Folge von Zorn und Zuversicht treffe ich Christa Kloibhofer-Krampl den ehemaligen österreichischen Gesundheitsminister, Autor und Berater **Rudi Anschober **in Wien. Gemeinsam werfen sie einen Blick hinter die Kulissen der großen Politik und widmen sich einem Thema, das wir heute dringender brauchen als je zuvor: Ermutigung.
Rudi Anschober berichtet von seinem persönlichen Weg – vom engagierten Lehrer über 17 Jahre in der oberösterreichischen Landesregierung bis hin zur intensiven Zeit als Gesundheitsminister während der Pandemie. Er spricht offen über die Last der Verantwortung, das Loslassen nach dem Rücktritt und darüber, wie er heute seine Kraft nutzt, um Menschen Mut für die Zukunft zu machen.
In dieser Folge erfährst du:
Ermutigung als Lebensaufgabe: Warum Rudi Anschober heute als Autor und Vortragender für eine positive Zukunftsvision kämpft.
Positive Kipppunkte: Warum es nur etwa 25 % der Menschen braucht, um gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen.
Das Paradoxon der Wahrnehmung: Warum die Welt in vielen Bereichen (Bildung, Gesundheit, Wohlstand) besser geworden ist, wir es aber oft nicht wahrnehmen.
Raus aus der Ohnmacht: Wie persönliches Engagement und das Gefühl der Selbstwirksamkeit gegen Pessimismus helfen.
Inspiration durch Vorreiter: Was wir von Städten wie Paris oder Kopenhagen über die Mobilitätswende lernen können.
Ein Gespräch über die Zündschnur des Zorns, die notwendige Rakete der Zuversicht und die Frage, warum wir uns manchmal erst dann bewegen, wenn es eine offizielle Anordnung gibt.
Dein Impuls für diese Woche:
Rudi Anschober und ich laden dich ein: Suche dir eine Sache aus deinem Umfeld aus, die richtig gut läuft – sei es in der Nachbarschaft, im Verein oder in der Schule deiner Kinder. Erzähle diese positive Geschichte mindestens zwei weiteren Personen weiter. Lasst uns gemeinsam den Fokus auf das verschieben, was bereits gelingt!
Links & Ressourcen zur Folge:
‚ERMUTIGUNG‘ Rudi Anschober
lona Otto vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK. Titel: „Social tipping dynamics for stabilizing Earth’s climate by 2050“, Publiziert in: Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS), 2020. DOI: 10.1073/pnas.1906392117
https://europa.eu/eurobarometer/surveys/detail/3632
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Portrait-Bild ©: Ueberreuter
In dieser neuen Folge von Zorn & Zuversicht widme ich, Christa Kloibhofer-Krampl, einem Thema, das uns täglich beim Verlassen des Hauses begegnet und emotional oft stark auflädt: unserem öffentlichen Raum und der Frage, wie wir Mobilität in Zukunft gestalten wollen. Unter dem Leitsatz „Die Straße gehört uns allen“ hinterfrage ich die historische und aktuelle Verteilung von Verkehrsflächen und plädiert für ein faires Miteinander.
Die Folge beleuchtet den berechtigten Zorn über verstopfte Straßen, zugeparkte Gehsteige und die Dominanz des Autoverkehrs in unseren Städten. Doch anstatt in Frustration zu verharren, versuche ich zu visualisieren, wie eine menschenzentrierte Stadtplanung aussehen kann, in der Kinder wieder sicher auf der Straße spielen, das Fahrrad ein gleichwertiges Transportmittel ist und öffentlicher Raum wieder zu einem echten Ort der Begegnung für die gesamte Community wird.
In dieser Folge erfährst du:
Der Kampf um den Platz: Warum die historische Entwicklung unsere Straßen primär für Autos optimiert hat und warum es Zeit für eine gerechte Neuaufteilung des öffentlichen Raumes ist.
Lebensqualität statt Blechlawinen: Wie Verkehrsberuhigung und die Reduzierung von Parkplätzen Städte nicht nur grüner, sondern auch sozialer und sicherer machen.
**Mobilität als Gemeinschaftsaufgabe: **Warum die Wende im Kopf beginnt und wie wir den Umstieg auf aktive Mobilität (Zu-Fuß-Gehen, Radfahren) und den öffentlichen Verkehr im Alltag leben können.
Ein leidenschaftlicher und zukunftsgerichteter Impuls, der zeigt, dass die Straße kein reiner Verkehrsweg sein muss, sondern Lebensraum für uns alle sein kann.
Dein Impuls für diese Woche:
Mache in dieser Woche den „Perspektiven-Wechsel“ in deiner Wohnumgebung. Wenn du das nächste Mal vor die Haustür gehst, betrachte deine Straße einmal ganz bewusst aus den Augen eines 7-jährigen Kindes oder einer älteren Person mit Rollator. Wie sicher fühlt sich der Weg an? Wo blockieren Autos den Platz zum Gehen oder Spielen? Tausche dich mit Nachbar:innen darüber aus und überlegt gemeinsam, welche kleinen Veränderungen (wie ein temporäres Wohnstraßen-Fest) eurer Straße wieder mehr Leben einhauchen könnten.
Links & Ressourcen zur Folge:
Hintergrundwissen zur Mobilitätswende: https://vcoe.at/ (Der Verkehrsclub Österreich bietet fundierte Daten und Analysen zur nachhaltigen Raum- und Verkehrsplanung).
https://vcoe.at/publikationen/vcoe-factsheets/detail/schulstrassen-machen-schulumfeld-sicherer
Internationale Best Practices: https://copenhagenize.eu/ (Ressourcen und Inspirationen dazu, wie Städte weltweit nach dem Vorbild Kopenhagens fahrrad- und menschenfreundlicher gestaltet werden).
Initiativen im öffentlichen Raum: https://www.walkspace.at (Der österreichische Verein für Fußgängerinnen und Fußgänger mit Tipps zur Belebung von Begegnungszonen).
https://realutopien.info/
https://www.graz.at/cms/beitrag/10413346/7759964/Schulstrassen.html
https://wien.orf.at/stories/3314249/
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In dieser neuen Folge von Zorn & Zuversicht begrüße ich, Christa Kloibhofer-Krampl, den Experten **Markus Schwinghammer **(Disinfo Consulating) in Graz. Gemeinsam widmen sie sich einer der größten Herausforderungen unserer Gegenwart und Zukunft: Desinformation, Fake News und der Frage, wie digitale Lügen unsere Demokratie bedrohen.
Die Folge startet mit einer historischen Spurensuche im alten Ägypten bei Ramses dem Zweiten und schlägt schnell den Bogen ins Hier und Jetzt. Das World Economic Forum hat Desinformation als das Top-Sicherheitsrisiko der nächsten Jahre eingestuft. Markus Schwinghammer erklärt praxisnah, wie Falschmeldungen funktionieren, warum emotionale Algorithmen uns manipulieren und wie wir durch Medienkompetenz und Empathie die Kontrolle über unsere Wahrnehmung zurückgewinnen können.
In dieser Folge erfährst du:
Die Geschichte der Lüge: Warum Fake News keine Erfindung von Social Media sind, sondern schon im Jahr 1275 v. Chr. als Propagandawerkzeug genutzt wurden.
Das Geschäftsmodell hinter der Wut: Wie Algorithmen auf Plattformen wie TikTok, Instagram und Co. ganz bewusst Emotionen wie Zorn triggern, um Klicks und Geld zu generieren.
Desinformation als Sicherheitsrisiko: Warum das World Economic Forum Falschmeldungen als globale Bedrohung einstuft und wie gezielte Kampagnen Demokratien destabilisieren sollen.
KI und Deepfakes: Wie künstliche Intelligenz es immer leichter macht, täuschend echte Fake-Inhalte zu erstellen, und warum wir eine neue Form der Skepsis brauchen.
Der Weg zur Zuversicht: Wie wir durch Medienkompetenz-Training (wie "Prebunking" – das Impfen gegen Desinformation) und echtes Zuhören widerstandsfähiger werden.
Ein aufrüttelndes Gespräch über den berechtigten Zorn auf manipulative digitale Welten, aber auch eine tiefe Zuversicht, dass wir der Ohnmacht durch Aufklärung, Regulierung und Empathie entkommen können.
Dein Impuls für diese Woche:
Markus Schwinghammer und ich laden dich ein: Mache in dieser Woche den „Innehalten-Check“ auf deinem Smartphone. Wenn du das nächste Mal eine Schlagzeile oder ein Video auf Social Media siehst, das in dir sofort extremen Zorn, Angst oder ungläubiges Staunen auslöst – teile es nicht sofort weiter. Warte kurz, atme durch und überprüfe die Quelle (z.B. über ein Impressum oder einen Faktencheck). Werde vom schnellen Weiterleiter zum bewussten Informations-Filter für deine Community!
Links & Ressourcen zur Folge:
Energie:
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In dieser Folge von Zorn und Zuversicht widmet ich mich, Christa Kloibhofer-Krampl, einer These, die auf den ersten Blick überraschen mag: Demokratie ist das neue Nachhaltigkeit. Lange Zeit war "Nachhaltigkeit" der zentrale Begriff, wenn wir über die Zukunft unseres Planeten und unserer Gesellschaft gesprochen haben. Doch in einer Zeit, in der demokratische Werte weltweit unter Druck geraten, wird klar: Ohne ein stabiles, lebendiges und inklusives demokratisches Fundament ist kein ökologischer oder sozialer Wandel möglich.
Ich versuche einzuordnen, warum es nicht mehr reicht, nur den eigenen CO2-Fußabdruck zu optimieren, wenn gleichzeitig die Strukturen erodieren, die uns freies Handeln erst ermöglichen. Ich spreche über den Zorn auf die Trägheit politischer Systeme und die Zuversicht, die entsteht, wenn wir Demokratie wieder als etwas begreifen, das wir jeden Tag aktiv gestalten können – und müssen.
In dieser Folge erfährst du:
Ein leidenschaftlicher Impuls darüber, dass wir die Welt nicht nur retten, indem wir weniger verbrauchen, sondern indem wir uns wieder mehr einmischen.
Dein Impuls für diese Woche:
Werde diese Woche zur "Demokratie-Botschafterin" oder zum "Demokratie-Botschafter". Suche dir ein Thema in deinem direkten Umfeld (Nachbarschaft, Arbeitsplatz, Gemeinde), bei dem du normalerweise nur den Kopf schüttelst. Statt dich zu ärgern, bringe dich aktiv ein. Erlebe, was passiert, wenn du vom Zuschauer zum Mitgestalter wirst!
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