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Prof. Dr. Nadine Kammerlander, Leiterin des Instituts für Familienunternehmen und Mittelstand der WHU-Otto Beisheim School of Management
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Der Podcast wurde produziert von Regina Koerner und Migo Fecke
Wann macht es Sinn, ein Family Office zu gründen – und was ist das überhaupt?
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Weihnachten ist traditionell eine gute Zeit für den Verkauf von Büchern und Spielen wie zum Beispiel für den Kosmos Verlag aus Stuttgart. Aber wie gelingt der kontinuierliche Wandel in disruptiven Zeiten, in denen die Bereitschaft zur Digitalisierung und Transformation für Familienunternehmen zum kritischen Erfolgsfaktor wird?
„Ich bin überzeugt davon, je mehr die Menschen digital leben und arbeiten müssen, umso mehr gibt es eine Rückbesinnung auf eine traditionelle Beschäftigung mit traditionellen Medien wie dem guten gedruckten Buch oder dem guten Spiel“, erklärt Michael Fleissner, Geschäftsführer des Kosmos Verlags. „Verlagsarbeit ist gleich Transformation“, erläutert er weiter. Das ergebe sich schon allein daraus, dass Verlage zweimal im Jahr ihr gesamtes Programm neu erfinden müssten.
Ev Bangemann, Expertin für Familienunternehmen und Mitglied der Geschäftsführung von EY Deutschland, beschreibt in der Einführung, wie es um die Transformationsbereitschaft bei Familienunternehmen bestellt ist und wie der Wandel gemeistert werden kann, ohne die traditionellen Werte zu vernachlässigen. „Wenn ich daran denke, dass von den größten Familienunternehmen weltweit sehr viele bereits über hundert Jahre alt sind, würde ich vermuten, dass die Familienunternehmen in Deutschland sehr gut mit diesem Spannungsfeld umgehen können,“ sagt sie im Gespräch mit Moderatorin Nadine Kammerlander von der WHU-Otto Beisheim School of Management.
Wie es gelingt, dass Tradition nicht zum Hindernis wird, ist der Schwerpunkt dieser Episode. „Sie können Nischen bedienen, es müssen aber viele sein“, so beschreibt Michael Fleissner eines seiner Erfolgsrezepte im Verlagsgeschäft.
**Gäste: **
Michael Fleissner – Geschäftsführer Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG Stuttgart
Ev Bangemann, Mitglied der Geschäftsführung von EY Deutschland und Leiterin Markets. Co-Sponsorin für Diversity and Inclusiveness im Steering Committee der EY-Region West-Europa
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Die Nachfolge war terminiert - das Zepter sollte, wie lange geplant und sorgfältig austariert, übergeben werden. Dann kam Corona.
Für die Geschwister Dr. Anna Weber und Dr. Jan-Willem Weischer, frischgebackene Geschäftsführer von BabyOne, folgte das Abenteuer der Kartierung unbekannter Territorien: 90 Prozent des Umsatzes im stationären Handel brachen ein – es galt, das gesamte Geschäftsmodell und somit auch die eigenen Aufgaben und die Rolle im Unternehmen neu zu definieren.
„Das waren gleich ganz existenzielle Themen, mit denen wir konfrontiert waren“, sagt Anna Weber; seit Herbst 2019 bildet sie gemeinsam mit ihrem Bruder Jan Weischer die Geschäftsführung des Babyausstatters. “Für uns war ganz besonders, dass unsere Eltern sich trotzdem absolut zurückgenommen und uns freie Hand gelassen haben.“
In der Episode sprechen die Geschwister über Mut und Vertrauen mit Nadine Kammerlander vom Institut für Familienunternehmen und Mittelstand der WHU-Otto Beisheim School of Management und beschreiben, mit welcher Bestimmtheit ihre Eltern Gabriele und Wilhelm Weischer die Übergabe geplant und auch durchgeführt haben.
Rechtliche Fragen von Steuern bis Family Governance umreißt Patriz Ergenzinger von EY. „Man muss auf Krisen vorbereitet sein,“ sagt der Experte für komplexe Nachfolgeregelungen. „Familienunternehmen müssen wie alle Unternehmen eine Resilienz-Strategie haben.“
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Für Familienunternehmen kann die rechtzeitige Regelung der Nachfolge entscheidend für den Fortbestand sein – und doch ist es ein Thema, an das zwar oft gedacht wird, das im Zuge des Tagesgeschäfts aber gerne liegen bleibt.
Anders bei der Dr. Sasse Gruppe. Der Gründer des international agierenden Facility Management Unternehmens Eberhard Sasse hat seine beiden Töchter Clara und Dr. Laura Sasse zu seinen Nachfolgerinnen bestimmt. Ab 2022 werden sie gemeinsam mit Mutter Christine Sasse und der langjährigen Operations-Chefin die Geschicke der Firma führen. Er selbst wird in den Aufsichtsrat wechseln.
Wie die Familie sich und ihr Unternehmen auf die Übergabe vorbereitet hat, bespricht Nadine Kammerlander von der WHU in dieser Episode mit Clara Sasse: „Ich rechne es meinem Vater sehr hoch an, dass er immer wieder kommuniziert hat, dass er das Unternehmen mit 70 an mich und meine Schwester übergeben wird“, sagt Clara Sasse. „Dazu gehört schon eine gewisse Stärke.“
Als Experte kommt Dr. Christian Steger von EY dazu. Er berät seit vielen Jahren Familienunternehmen, wenn es um Nachfolgeregelungen geht. „Das ist wie beim Zahnarzt,“ sagt er. „Das machen viele erst, wenn es richtig wehtut.“ Ein Grund, so Steger: Die vielen rechtlichen und steuerlichen Fragen, die im Umgang mit dem Thema auftauchen. „Jede Familie muss ihren eigenen Weg finden, da gibt es kein „one size fits all.“
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Früher war es am ehesten der Begriff des „ehrbaren Kaufmanns“, der den Wertekodex eines Unternehmens beschrieb. Heute rückt der Begriff „Purpose“ in den Vordergrund, wenn es darum geht, Sinn und Zweck eines Unternehmens zu definieren.
Was das eine mit dem anderen zu tun hat und ob ein neues Nachdenken über Werte erforderlich ist, das diskutiert Nadine Kammerlander vom Institut für Familienunternehmen und Mittelstand an der WHU mit Christoph Werner, Chef von Europas größtem Drogeriewarenhändler dm.
Sein Vater und dm-Gründer Götz Werner hatte mit seinem anthroposophischen und dialogischen Führungsstil von Anfang an auf Werte gesetzt. „Wenn wir als Einzelhandelsunternehmen für Kunden tätig sein wollen, dann entscheiden sich Kunden für etwas“, sagt Christoph Werner im Podcast Zukunft Familienunternehmen. „Und wenn sich Menschen für etwas entscheiden, hat es auch mit Werten zu tun.”
Zweite Gesprächspartnerin ist Dr. Lucia Bambynek, Steuerexpertin bei
Warum die Diskussion über Werte so wichtig für die Zukunftssicherung von Familienunternehmen ist, das erfahren Sie im Podcast.
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Dr. Lucia Bambynek, Partnerin, Familienunternehmen und Private Client Services, Leiterin der Steuerabteilung der Niederlassung von EY in Bremen
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Show Notes
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Immer mit dem Blick auf den Markt, auf Kundenbedürfnisse, auf sich ändernde Umstände und neue Gelegenheiten: So erklärt Felix Fiege den Erfolg des Unternehmens in der nunmehr fünften Generation. Gemeinsam mit seinem Cousin Jens Fiege führt er den globalen Logistiker – wobei die beiden besonderen Wert sowohl auf Unternehmertum im Unternehmen als auch auf das Zukunftspotential durch Startups legen.
Warum das in Zeiten von Data, Digitalisierung und Automatisierung gerade in der Logistikbranche so wichtig ist – und was genau die drei Start-up Standbeine der Fiege Group ausmacht, diskutiert Nadine Kammerlander mit Felix Fiege. Und warum kein Mittelständler mehr die Zukunft ohne einen Link zu Start-ups planen sollte erläutert der Unternehmer und Investor Gerold Wolfarth, der im letzten Jahr eine Art Twitter - eine Kontaktbörse - für Unternehmen und Startups mitgegründet hat.
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Wie übersteht man schwierige Zeiten und wie macht man Resilienz zum Teil der DNA im eigenen Unternehmen? Das bespricht Prof. Nadine Kammerlander in dieser Episode mit Birte Hackenjos, seit einem Jahr CEO der Haufe Group aber seit 20 Jahren in dem Unternehmen, das, so sagt sie, jede Herausforderung optimistisch angenommen und das Geschäftsmodell immer wieder angepasst hat.
„Resilienz ist die Widerstandsfähigkeit eines Unternehmens im Umgang mit herausfordernden Situationen und Krisen,“ erläutert Wolfgang Glauner von EY. „Die Pandemie hat als Brandbeschleuniger in den Unternehmen gedient, die bereits vor der Krise schlecht aufgestellt waren. Für resiliente Unternehmen kann eine Krise hingegen ein Sprungbrett zur Transformation sein.“
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