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By Dr. Daniel Stelter
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Die geldpolitische Welt traf sich in der letzten Augustwoche 2026 beim Notenbankenforum im amerikanischen Jackson Hole und erlebte in Echtzeit einen Zinsschock. Die 30-jährige US-Rendite hatte am Montag zuvor mit 5,31 Prozent den höchsten Stand seit dem Vorabend der Finanzkrise 2007 markiert. Deutsche 30-jährige liegen bei 3,76 Prozent, dem höchsten Stand seit 2011. Japanische 30-jährige haben in ihrer 27-jährigen Geschichte erstmals die Vier-Prozent-Marke gerissen. Britische Gilts rentieren so hoch wie zuletzt 1998. Für Schuldner, allen voran die Staaten, wird die Zinswende zum Problem. Die durchschnittliche Schuldenquote der sieben größten Industriestaaten ist von 74 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2000 auf 123 Prozent gestiegen. Ein immer größerer Teil der Staatshaushalte fließt nun in den Schuldendienst. Zugleich zeigt sich die Politik in den USA, Japan und Frankreich als unwillig, die Staatsausgaben einzuschränken, was die Defizite auf immer neue Höchststände treibt. Bis 2040 erwartet der IWF einen Schuldenstand bis zu 150 Prozent. Kein Wunder, dass nach einer Studie der University of Southern California Bond-Investoren, Wähler und Personen mit Finanz- oder Wirtschaftsstudium das Risiko einer US-Staatsschuldenkrise innerhalb von zehn Jahren im Durchschnitt auf knapp 50 Prozent beziffern. Klar, dass die Politik versucht, das Problem zu unterdrücken. Doch kann das gelingen – und was sind die Folgen? Dieser Frage gehen wir in dieser Episode nach. Grundlage ist unser Gespräch von 2022 mit dem Wirtschaftshistoriker Paul Schmelzing, dessen 700-Jahre-Studie zu Realzinsen exakt das historische Muster liefert, das wir heute erleben. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Studie Eight centuries of global real interest rates, R-G, and the ‘suprasecular’ decline, 1311–2018 (Januar 2020) von Prof. Dr. Paul Schmelzing: https://t1p.de/firub bto-Episode #123 Nie mehr Zinsen? (13.2.2022), Daniel Stelter im Gespräch mit Paul Schmelzing: https://t1p.de/95nbq bto-Episode #176 Ernsthafte Bedrohung des Geldwerts (5.2.2023): https://t1p.de/d7x61 bto-Episode #355 Finanzkrise reloaded (18.1.2026): https://t1p.de/g4mhx beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter [email protected]. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

John Burn-Murdoch, Chief Data Reporter der Financial Times, hat es auf den Punkt gebracht: „Wir sind von der Welt des Einkommens in die Welt des Vermögens übergegangen.“ (a.d.Eng./Red.) Das mittlere Vermögen der Haushalte in Großbritannien, den USA, Deutschland und Frankreich hat sich seit Mitte der 1990er real verdoppelt. Die mittleren Einkommen sind im selben Zeitraum nur um rund 30 Prozent gestiegen. Wer sich vor einer Generation vom unteren ins obere Vermögensquartil sparen wollte, brauchte 20 Jahre. Heute braucht man 40. Genau in diesem Rahmen liegt auch der neue Bericht zum Vermögenspreisindex des Flossbach von Storch Research Institute. Er dokumentiert, dass die Vermögenspreise in Deutschland seit 2005 um 75 Prozent gestiegen sind, die Reallöhne aber nur um 15 Prozent. Die Verteilungswirkung ist brutal: Die untere Mittelschicht hat in 20 Jahren einen Vermögenspreisanstieg von 17 Prozent erlebt, die wohlhabendsten Haushalte einen von 86 Prozent. Über diese Analyse und ihre Folgen spricht Daniel Stelter mit dem Wirtschaftsmathematiker und Senior Research Analyst beim Flossbach von Storch Research Institute in Köln, Dr. Philipp Immenkötter. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Beitrag We've moved from income world to wealth world (31.07.2026) von John Burn-Murdoch in Financial Times (Bezahlschranke): https://tinyurl.com/3ctwbkxs Analyse Vermögenspreise steigen weiter – Vermögenspreisindex Deutschland Q1-2026 (26.05.2026) von Philipp Immenkötter, Flossbach von Storch Research Institute: https://tinyurl.com/543hhc7d Monatsbericht Vermögen und Finanzen privater Haushalte in Deutschland: Ergebnisse der Vermögensbefragung 2023 (April 2025) der Deutschen Bundebank: https://tinyurl.com/mrkw2m4h beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter [email protected]. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: https://handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Der Stablecoin ist eine digitale Kryptowährung, deren Wert fest an einen stabilen Basiswert – meist an klassische Staatswährungen wie den US-Dollar oder den Euro – gekoppelt ist. Bei einem informellen Treffen der EU-Finanzminister und Notenbankgouverneure im Mai 2026 in der zypriotischen Hauptstadt Nikosia präsentierten die Ökonomen Prof. Dr. Lucrezia Reichlin und Dr. Jeromin Zettelmeyer vom Brüsseler Thinktank Bruegel einen Vorschlag zur Reform der europäischen Stablecoin-Regulierung. Die Reaktion der Europäischen Zentralbank (EZB) war eindeutig ablehnend. Ob das die richtige Antwort auf die digitale Machtfrage im Währungssystem gewesen ist, muss allerdings bezweifelt werden. Die USA verfolgen eine andere Strategie. Das 2025 verabschiedete US-Bundesgesetz GENIUS Act (Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins Act) fördert Dollar-Stablecoins aktiv. US-Finanzminister Scott Bessent macht deutlich, worum es geht: „Wir werden dafür sorgen, dass der US-Dollar die dominierende Reservewährung der Welt bleibt, und wir werden dazu Stablecoins nutzen.“ Stablecoins sind für Washington kein Krypto-Kuriosum, sondern ein Instrument der währungspolitischen Machterhaltung – und ein zusätzlicher Abnehmer für US-Staatsanleihen. Warum das wichtig ist? Weil sich hier die Machtfrage im digitalen Geldsystem entscheidet. Es geht um die Dominanz in der Infrastruktur des Finanzsystems der kommenden Jahrzehnte. Daniel Stelter spricht mit den Autoren des Bruegel-Papers: der früheren EZB-Forschungsdirektorin Lucrezia Reichlin und dem Direktor des Bruegel-Instituts, Jeromin Zettelmeyer. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Beitrag A new strategy to contain stablecoin risks in the European Union von Lucrezia Reichlin, Bo Sangers und Jeromin Zettelmeyer im Bruegel Policy Brief 09 (Mai 2026): https://tinyurl.com/4ydxfj8j US-Stablecoin-Gesetz GENIUS Act (Public Law 119-27, 2025): https://tinyurl.com/36umybu5 Rede Empowering Europe: boosting strategic autonomy through the digital euro von Piero Cipollone (EZB) (8.4.2025): https://tinyurl.com/3wtbrpu2 Bruegel Analysis The EU should embrace decentralised finance and make it safe von Lucrezia Reichlin (15.12.2025): https://tinyurl.com/2s4jtd3n Beitrag A Nobel laureate on why stablecoins may be nothing of the sort von Jean Tirole in The Economist (29.9.2025): https://tinyurl.com/bp9r3d4w beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter [email protected]. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: https://handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Wir haben ein Datenproblem. Und dieses Datenproblem verschleiert ein Politikproblem. In Deutschland reformieren wir oft, ohne zu wissen, ob die Reform tatsächlich wirkt. Gerade jene Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern, die immerhin rund 55 Prozent der gesamten Nettowertschöpfung in der Bundesrepublik erwirtschaften, werden regelmäßig übersehen, weil sich alles um die Großkonzerne dreht. Diese wichtige Betrachtungslücke schließt der DATEV-Mittelstandsindex. Gestützt auf Umsatzsteuervoranmeldungen von rund einer Million Unternehmen und Lohnabrechnungen für mehr als acht Millionen Arbeitnehmer wird die Lage der Wirtschaft so zeitnah und genau erfasst wie mit keinem anderen Instrument. Doch die Daten erlauben noch mehr, zum Beispiel auch die direkte Analyse der positiven und negativen Folgen der Wirtschaftspolitik – beispielsweise bei der Erhöhung des Mindestlohns. Wie es um die deutsche Wirtschaft steht und was man zur Wirkung politischer Maßnahmen sagen kann, diskutiert Daniel Stelter mit Dr. Robert Mayr, CEO der DATEV eG und Honorarprofessor an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice Berichtsmonat Juli 2026 des DATEV Mittelstandsindex, Ausgabe 08/26: https://t1p.de/x8arm, künftig unter: https://t1p.de/qqmjg Beitrag Mit der Erhöhung auf 12 Euro liegt die Entwicklung des gesetzlichen Mindestlohns über der Tariflohn- und Preisentwicklung (12/2023) im IAB-Forum: https://t1p.de/ju00d beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter [email protected]. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Deutschlands Netto-Auslandsvermögen ist auf 3,7 Billionen Euro geklettert. Das sind 82 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Vermögenszuwachs ist doch eine gute Sache, würde man meinen. Doch in diesem Fall ist es nicht so, denn die Renditelücke des Auslandsvermögens gegenüber deutschen Inlandsanlagen ist auf 4,66 Prozentpunkte pro Jahr angewachsen. Heißt im Klartext, Deutschland verkauft es fast fünf Prozent unter Wert. Und natürlich schließt sich der Gedanke an, warum wir nicht mehr aus unserem Geld machen. Diese Frage haben wir bei bto schon einmal aufgeworfen: Im Oktober 2019 war Prof. Dr. Moritz Schularick – heute Präsident des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) Kiel – als Experte zu Gast in Episode 90. Gemeinsam mit Franziska Hünnekes und Christoph Trebesch hatte er damals die Studie „Exportweltmeister: The Low Returns on Germany's Capital Exports" verfasst. Die Kernbotschaft des Papiers war so eindeutig wie unbequem, denn Deutschland exportiert nicht nur Waren, sondern auch Kapital in dreistelliger Milliardenhöhe pro Jahr – und legt es außerdem systematisch schlechter an als jedes andere G7-Land. Sechs Jahre später ist diese Diagnose noch schärfer geworden. Was also tun? Zeit für ein bto REFRESH mit aktuellen Zahlen. Hinweis ABSTURZ – So retten wir Deutschland: das neue Buch von Daniel Stelter. Jetzt überall, wo es Bücher gibt. Auch bestellbar bei Thalia, Amazon, geniallokal. Hörerservice bto-Podcast #90 Die fatale Sparbuchkultur der Deutschen (Oktober 2019) mit Moritz Schularick: https://t1p.de/gvbla Studie Exportweltmeister: Germany's Foreign Investment Returns in International Comparison (aktualisiert 2023) von Franziska Hünnekes, Maximilian Konradt, Moritz Schularick, Christoph Trebesch, Julian Wingenbach, publiziert im Journal of International Economics 2025: https://t1p.de/f9pza Information der Deutschen Bundesbank zum Auslandsvermögensstatus Deutschlands: https://t1p.de/h896c beyond the obvious – Neue Analysen, Kommentare und Einschätzungen zur Wirtschafts- und Finanzlage finden Sie unter think-bto.com. Newsletter – Den monatlichen bto-Newsletter abonnieren Sie hier. Redaktionskontakt – Wir freuen uns über Ihre Meinungen, Anregungen und Kritik unter [email protected]. Handelsblatt – Ein exklusives Angebot für alle „bto – beyond the obvious – featured by Handelsblatt”-Hörer*innen: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen lang für 1 Euro und bleiben Sie zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage informiert. Mehr erfahren Sie unter: handelsblatt.com/mehrperspektiven Werbepartner – Weitere Informationen zu den Angeboten unserer aktuellen Werbepartner finden Sie hier. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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