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Alle 73 Tage verdoppelt sich das medizinische Wissen. Selbst der fleißigste Arzt und die eifrigste Ärztin sind also nicht in der Lage, dauerhaft up-to-date zu bleiben. Das sagt Sievert Weiss, selbst studierter Mediziner und Mitgründer von Amboss.
Für den Unternehmer ist klar: Die Vorstellung vom „Halbgott in Weiß“, der zu allem eine Antwort hat, ist spätestens jetzt veraltet. Ärzte können und müssen auf KI setzen. Das Problem: „Ärzte verwerfen viele Empfehlungen von KI“, sagt Weiss – und zwar auch, wenn sie richtig sind.
In dieser Folge von Handelsblatt Disrupt hat Podcast-Host Larissa Holzki mit Sievert Weiss über Tipps von Dr. Google und Dr. ChatGPT gesprochen. Es geht um echten Mehrwert für Patienten, um schwerwiegende Fehler – und um die Frage, was die KI-Skepsis mancher Ärzte mit der Einführung des Fieberthermometers gemein hat.
Moderiert von Larissa Holzki
Produziert von Migo Fecke
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Triebwerke, Flugzeugflügel, Gasturbinen: Um solche Bauteile zu designen, müssen Ingenieure heute komplizierte Gleichungen lösen. Damit berechnen sie, wie später im Betrieb Hitze, Strömung und Belastung wirken.
Das Start-up PhysicsX aus London sagt die Physik jetzt stattdessen mit KI voraus – und das laut Gründer und CEO Jacomo Corbo je nach Anwendung bis zu eine Million Mal schneller. Investoren bewerten sein Unternehmen mit 2,4 Milliarden Dollar.
Corbo war zuvor Chefstratege im Formel-1-Team von Renault, als Fernando Alonso Weltmeister wurde. Und er hat Quantumblack gegründet, die heutige KI-Sparte von McKinsey. Für die Folge von Handelsblatt Disrupt hat Larissa Holzki ihn auf der KI-Konferenz HumanX in Amsterdam getroffen.
Im Podcast sprechen sie über die Arbeit mit sensibelsten Unternehmensdaten, über die Vorteile von großen Industriekonglomeraten wie Siemens und die Frage, wie PhysicsX die Industrie verändert. Corbo sagt: „Es geht darum, Ingenieuren Superkräfte zu geben.“
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Hirn-Computer-Schnittstellen, auch Brain-Computer-Interfaces (BCI) genannt, zählen zu den spannendsten und vielleicht auch gruseligsten Technologien unserer Zeit. Elon Musk und OpenAI-Chef Sam Altman träumen davon, Menschen mit Künstlicher Intelligenz zu verschmelzen. Musk will mit seinem Unternehmen Neuralink Chips in Gehirne einsetzen, um Gedanken zu speichern und wieder abzuspielen. Altman meint, nur mit computergestützten Gehirnen hätten Menschen im Wettbewerb mit Superintelligenzen langfristig eine Chance.
Die Technologie ist längst mehr als Science-Fiction. Sie hilft Parkinson-Patienten, zitternde Hände zu kontrollieren, und ermöglicht Gelähmten, wieder zu kommunizieren. Auch in Europa wird das Feld massiv vorangetrieben – unter anderem von Carolina Aguilar, Mitgründerin und CEO des spanischen BCI-Start-ups Inbrain Neuroelectronics. Sie sagt: „Unser Traum ist vielleicht sogar größer als der von Musk.“
Auf der Gründerkonferenz Bits & Pretzels in München hat Podcast-Host Larissa Holzki mit Aguilar darüber gesprochen, wie Inbrain dem Nervensystem beibringen will, sich selbst zu reparieren, wie Hirnoperationen aus der Ferne funktionieren und über Roboter, die nach Ansicht der Gründerin bald Steuern zahlen sollten.
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Parag Parekh hat seine Karriere in Indien gestartet – in einer Zeit, als sich das Land als IT-Servicezentrum der Welt etabliert hat. Heute verantwortet er bei der Ingka Group die Digitalisierung und KI-Transformation des größten Ikea-Händlers in 30 Ländern.
Handelsblatt-Journalistin Larissa Holzki hat den Manager bei einer KI-Konferenz in Amsterdam getroffen und mit ihm über Indien, Innovation und Ikea gesprochen. In diesem Podcast geht es darum, warum Parekhs Geburtsland Europa bei KI überholt, wie er Innovationen lokal testet und global ausrollt – und welche Auswirkungen KI auch auf die Rolle des Managements hat. Parekh sagt: „Vielleicht macht der Personalchef bald einen Teil meines Jobs.“
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Yoshua Bengio zählt zu den Gründervätern der modernen KI. Seine Forschung zu Deep Learning hat die KI-Revolution erst möglich gemacht. Doch seit ein paar Jahren warnt Kanadas berühmtester KI-Forscher selbst vor dem, was er losgetreten hat.
KI, die außer Kontrolle gerät und Agenten, die sich gegen ihre Schöpfer wenden – Yoshua Bengio hält solche Doomsday-Szenarien für möglich. Und bis vor kurzem fanden viele in der KI-Szene das vor allem unterhaltsam. Jetzt aber sagen immer mehr Experten: Lasst uns solche Gefahren sehr, sehr ernst nehmen.
In der neue Folge von Handelsblatt Disrupt hat Podcast-Host Larissa Holzki Yoshua Bengio in Montreal getroffen. Sie hat ihn gefragt, ob er seinen eigenen Beitrag zur KI-Revolution bereut, warum Agenten plötzlich ihre Entwickler betrügen und was er selbst dagegen machen will. „Wir führen gerade ein riesiges Experiment an der Menschheit durch“, sagt Yoshua Bengio: „und wir wissen nicht, wie es ausgeht“.
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Judith Dada zählt zu Deutschlands bekanntesten Start-up-Köpfen. Nach Karrierestart bei Facebook und jahrelanger Investmenterfahrung ist sie gerade in ihre neue Rolle als Co-Chefin bei Langdock gestartet – einem der am schnellsten wachsenden Start-ups für Künstliche Intelligenz in Deutschland.
Die neue Langdock-Chefin kennt sich also aus mit KI. Sogar die Bundesregierung hat sich zur Kabinettsklausur zuletzt von ihr beraten lassen. Und was sie zu sagen hat, ist alarmierend: Mit „Europa 2031“ hat sie zusammen mit einer Gruppe von KI-Experten ein Szenario entwickelt, das für den Kontinent einen dramatischen Bedeutungsverlust aufzeigt, wenn wir die KI-Revolution verpassen.
In dieser Folge von Handelsblatt Disrupt hat Podcast-Host Larissa Holzki Judith Dada gefragt, warum Europas Regierungen und Unternehmen binnen fünf Jahren geopolitisch massiv erpressbar werden könnten und weshalb sie trotz drohender Verwerfungen fordert, den Kündigungsschutz zu lockern. Außerdem sprechen sie darüber, warum Dada gerade jetzt den Chefposten bei einem Start-up übernimmt. Sie sagt: „Der Wandel ist jetzt da und er verlangt uns Veränderungen ab.“
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KI-Modelle, die immer besser im Hacking werden. Agenten, die aus ihren Testumgebungen entwischen. Und jetzt ein Anthropic-Forscher, der kündigt und sagt, die KI-Firmen spielten mit unseren Leben. Zahlreiche Ereignisse haben die Debatte um die Risiken von KI zuletzt enorm angeheizt.
Dramatische Konsequenzen hatten die Vorfälle bisher nicht. Sie werden laut Experten aber rasant wahrscheinlicher. Dan Lahav sagt: „Man sieht die Entwicklung und merkt: Oh Gott, das ist exponentiell“.
In der neuen Folge von „Handelsblatt Disrupt“ hat Podcast-Host Larissa Holzki mit ihm über Sicherheitsvorfälle gesprochen, in die seine Firma selbst verwickelt war. Über die Wahrscheinlichkeit existenzieller Katastrophen. Und über die Frage, ob sie noch zu verhindern sind.
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Ante Spittler weiß, wie es ist, wenn neue Technologien das eigene Geschäftsmodell gefährden. Gerade wurde sein Finanztechnologie-Start-up Moss von Investoren mit einer Milliarde Euro bewertet. Es gab aber auch Phasen, da hat er sich fast täglich gefragt, ob die KI-Welle seine Firma wegschwemmt.
Wie Spittler und Moss geht es vielen Unternehmen. Bei Technologieanbietern und ihren Investoren hält sich sogar die Sorge vor einer „SaaSpokalypse“: Der Begriff beschreibt die Angst, dass Software-as-a-Service-Anbieter zugrunde gehen, weil sich künftig jedes Unternehmen leicht seine eigene IT-Infrastruktur programmieren könnte.
Bei der Handelsblatt-Konferenz AI in Banking hat Podcast-Host Larissa Holzki mit dem Gründer darüber gesprochen, wie er mit Moss die Buchhaltung automatisiert, warum das mit großen Sprachmodellen noch nicht möglich ist und warum es gar nicht so schlecht ist, in diesen Zeiten ein bisschen paranoid auf das eigene Geschäftsmodell zu schauen. Er rät: Man sollte „nicht überinvestieren und bloß nicht blind sein für Feedback.“
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Die Londoner Firma Synthesia will mit ihrer Technologie verändern, wie Unternehmen ihr Wissen weitergeben. Schon heute erstellen Konzerne wie SAP und Merck mit der KI des Start-ups Schulungsvideos und digitale Klone – die künftig auch interaktiv mit Mitarbeitenden reden sollen.
Ein Großteil des Unternehmenswissens steckt heute in Texten, die laut Synthesia-Chef Victor Riparbelli kaum jemand liest. Er hält KI-Videos für den besseren Weg, um Wissen zugänglich zu machen – und sieht seine Technologie schon als Nachfolger von Powerpoint. Er sagt: „Bald wird jeder interaktive Agenten bauen.“
Podcast-Host Larissa Holzki diskutiert in dieser Folge von Handelsblatt Disrupt mit Riparbelli über die Frage, ob Text völlig verschwinden könnte. Sie sprechen darüber, warum AI Slop (KI-Müll) für immer mehr Unternehmen zum Problem wird. Und sie werfen einen Blick auf das KI-Rennen mit China.
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Mehr als eine Milliarde Euro hat SAP auf den Tisch gelegt, um diese Firma zu kaufen und weiter zu finanzieren: Prior Labs, ein zwei Jahre altes Start-up aus Freiburg, das bisher außerhalb von Expertenkreisen kaum jemand kennt.
Warum das wichtig ist? Prior Labs zählt zur Weltspitze bei Künstlicher Intelligenz (KI), die tabellarische Daten verarbeiten kann. Dazu muss man wissen: Die allermeisten Daten in Unternehmen liegen in Tabellen vor. Und dieser Datenschatz war von der KI-Revolution bisher fast unberührt.
In dieser Folge von Handelsblatt Disrupt spricht Larissa Holzki mit Prior-Labs-Mitgründer und -Technologiechef Noah Hollmann über den Deal seines Lebens. Es geht um das Potenzial der neuen Modelle, um Bewerber aus dem Silicon Valley – und um die Skepsis, die seinem Team lange entgegenschlug. Hollmann sagt: „KI für Tabellen? Galt als so unmöglich wie Sandalen mit Socken!“
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