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Die Staatsanwaltschaft wirft dem CSU-Politiker vor, den Untersuchungsausschuss zur gescheiterten Pkw-Maut in den Jahren 2020 und 2021 wider besseres Wissen falsch informiert zu haben.
Scheuer bestreitet den Vorwurf. Der Prozess ist auf zwölf Verhandlungstage angesetzt.
Josefine Fokuhl und Lars-Marten Nagel berichten über die juristische und politische Bedeutung des Falls.
Moderation: Ina Karabasz
Produktion: Jan Menzel
Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Crime: www.handelsblatt.com/mehrcrime
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Hendrik Holt hat in jungen Jahren viel erlebt. Der 36-Jahre alte Nachwuchsunternehmer wollte mit der Familienfirma aus dem Emsland Windparks erschließen und kassierte dafür Millionen von europäischen Energiekonzernen.
Doch 2020 flog der großangelegte Schwindel auf. Holt und seine Familie hatten tausende Dokumente gefälscht und ganze Windparks erfunden. Die Polizei verhaftete Holt in seiner Suite im Nobelhotel Adlon und verhinderte in letzter Minute einen geplanten dreistelligen Millionen-Coup.
Das Landgericht Osnabrück verurteilte Holt als Betrüger und Hochstapler zu fast neun Jahren Haft. Auch andere Mitglieder seiner Familie mussten ins Gefängnis. Ursprünglich sollte der Betrüger für seine Taten bis Ende 2028 in Berlin im Gefängnis büßen, doch Ende August kehrte er von einem Freigang nicht in die JVA zurück.
Nun jagen ihn Zielfahnder der Polizei. Diese Folge Handelsblatt Crime geht der Frage nach, wie es so weit kommen konnte. Sie handelt von Aufstieg und Fall des Hendrik Holt und von den Motiven und möglichen Hintergründe seines Abtauchens.
Für das Handelsblatt hat Investigativ-Reporter Lars-Marten Nagel die Holt-Prozesse über die Jahre begleitet. Mit ihm spricht Host Solveig Gode auch darüber, wie es Holt selbst aus der Haft noch gelungen ist, deutschlandweit als Millionenbetrüger bekannt zu werden.
Mehr zu den Fällen können Sie hier lesen:
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/holt-holding-vom-adlon-in-die-jva-wie-ein-30-jaehriger-europaeische-energiekonzerne-betrogen-haben-soll/25825580.html?utm_medium=of&utm_source=podcast&utm_campaign=pc-crime&utm_content=article
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/windparkprojekte-mutmasslicher-millionenbetrueger-hendrik-holt-legt-umfassendes-gestaendnis-ab/26708772.html?utm_medium=of&utm_source=podcast&utm_campaign=pc-crime&utm_content=article
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/windenergie-fake-projekte-wind-betrueger-hendrik-holt-muss-fuer-sieben-jahre-ins-gefaengnis/28325684.html?utm_medium=of&utm_source=podcast&utm_campaign=pc-crime&utm_content=article
Moderation: Solveig Gode
Produktion: Christian Heinemann
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In der neuen Folge von Handelsblatt Crime geht es um einen Kredit der Volksbank Köln Bonn. Es war kein normales Geschäft: Mit dem Kredit finanzierte die Genossenschaftsbank das Kölner Großbordell „Pascha“.
Womöglich wäre es bei einem diskreten Bankgeschäft geblieben – hätte nicht der in der NRW-Schleuser-Affäre beschuldigte Anwalt Claus Brockhaus in seinen Vernehmungen bei der Staatsanwaltschaft darüber berichtet.
Inzwischen ist klar: Im Vorstand und im Aufsichtsrat kam es wegen des Kredits zu Verwerfungen. Gegen ein Vorstandsmitglied der Bank ermittelt die Staatsanwaltschaft unter anderem wegen des Verdachts der Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr. Zunächst war die Staatsanwaltschaft Düsseldorf mit den Ermittlungen befasst, inzwischen liegt der Fall bei der Staatsanwaltschaft Köln.
Welche Rolle spielte der Bankvorstand bei der Kreditvergabe? Wie intensiv hat sich der Aufsichtsrat mit den Vorgängen und ihrer Aufklärung beschäftigt – und warum warfen vier Aufsichtsräte das Handtuch? Hat die Volksbank Köln Bonn womöglich ein grundsätzliches Compliance-Problem?
Darüber spricht Host Ina Karabasz mit Elisabeth Atzler aus dem Bankenteam und Volker Votsmeier aus dem Investigativteam. Beide haben intensiv zu dem Fall recherchiert.
Mehr zu dem Fall können Sie hier lesen:
Volksbank Köln Bonn: Bordell-Affäre belastet Bankchefs und Aufseher
Volksbank Köln Bonn: Vorstandsmitglied wird nach Bordell-Kredit beurlaubt
Volksbanken: „Das ist peinlich“ – Ärger nach Kredit für Bordell-Immobilie
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Es ist der 14. Juni 2011. Der Energieanbieter Teldafax stellt beim Amtsgericht Bonn Insolvenzantrag. Hunderttausende Kunden sind betroffen. Viele haben ihren Strom im Voraus bezahlt. Die Gesamtforderung der Gläubiger beläuft sich auf 656 Millionen Euro.
Dabei war das Unglück absehbar. Intern wussten Vorstand und Aufsichtsrat spätestens im Sommer 2009, dass Teldafax zahlungsunfähig war. Die Bundesnetzagentur hatte früh gewarnt, das Hauptzollamt die Bücher durchleuchtet. Und ein verurteilter Betrüger saß im Gefängnis – und nahm trotzdem Einfluss auf das Unternehmen.
In dieser Folge von Handelsblatt Crime spricht Host Solveig Gode mit den Handelsblatt-Reportern Sönke Iwersen und Jürgen Flauger, die den Fall 2010 aufdeckten. Es geht um ein Geschäftsmodell, das auf Vorkasse und erzwungenem Wachstum beruhte, mit Prominenten als Vertrauensgaranten – von Rudi Völler über Thomas Gottschalk bis Ole Einar Björndalen. Im Zentrum steht die Frage, wie ein solches System trotz früher Warnzeichen jahrelang weiterlaufen konnte.
Moderiert von Solveig Gode
Produziert von Christian Heinemann
Mehr über die Teldafax-Recherchen von Sönke Iwersen und Jürgen Flauger gibt es hier.
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Mitte Juli sitzt ein Berliner Bauunternehmer in einem schwer gesicherten Gerichtssaal des Strafgerichts in Moabit und berichtet als Zeuge von einem Überfall maskierter Männer, die ihn böse zusammengeschlagen haben. Er werde erpresst, sagt er, und er wisse auch von wem.
Mit seiner Zeugenaussage beginnt die neue Folge Handelsblatt Crime, in der es dieses Mal auch um Gewaltverbrechen und Organisierte Kriminalität geht. Die Szene aus dem Gerichtssaal ist das jüngste Kapitel in der außergewöhnlichen Geschichte des Chefs der Firmengruppe Hedera Bauwert aus Berlin.
Er hat in den vergangenen zehn Jahren in Berlin aus dem Nichts eine Immobiliengruppe aufgebaut und dann in eine schwere Krise geführt. Diethard Goerg, ein Anwalt der Hedera Bauwert, sagt: „Es kann aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass bisher hier nur die Spitze des Eisbergs erkennbar ist.“ Der Fall hat eine besondere Dimension, über die Host Ina Karabasz mit Jakob Blume, dem stellvertretenden Leiter des Finanzressorts, und Investigativ-Reporter Lars-Marten Nagel in der Folge spricht.
Dabei geht es auch um die Verbindung zu dem 1,2 Milliarden Euro schweren Verius-Fonds, der einst die Beiträge deutscher Krankenkassen und kassenärztlicher Vereinigungen anlegen sollte und dessen Vermögen sich offenbar in Luft aufgelöst hat.
Mehr über den Fall können Sie hier lesen:
Verluste beim Verius-Fonds treffen Investoren aus dem Gesundheitswesen
Trotz Existenzkrise: Verius-Fonds verlängerte Kredite über 100 Millionen Euro
Skandal um gefälschte Rechnungen bei Hedera weitet sich aus
Moderation: Ina Karabasz
Produktion: Christian Heinemann
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In dieser Sonderfolge spricht Host Ina Karabasz nicht über einen Wirtschafts-Kriminalfall, sondern über das Handelsblatt selbst. Und zwar mit dem Mann, der am Ende für alles geradesteht: Chefredakteur Sebastian Matthes. Er ist verantwortlich im Sinne des Presserechts.
Matthes spricht über die Risiken großer Recherchen, etwa bei den Tesla-Files, wo das Team monatelang versuchte, das Material zuerst zu widerlegen. „Wir wollten alles dafür tun, um zu beweisen, dass diese Daten falsch sind, dass sie erfunden sind“, sagt Matthes.
Im Gespräch geht es auch um investigatives Handwerk, persönliche Grenzen zwischen Aufklärung und Unterhaltung, rechtliche Risiken, Vertrauen in Medien und die Frage, wie KI den Journalismus verändert. „Wenn es keine investigative Wirtschaftsberichterstattung gibt, dann haben alle Stakeholder dieses Systems keinen ehrlichen Blick darauf, was wirklich passiert, weil Unternehmen alles behaupten können und Machenschaften niemals an die Öffentlichkeit kommen“, sagt Matthes.
Moderation: Ina Karabasz
Produktion: Christian Heinemann
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Volksbanken stehen für Sicherheit, regionale Nähe und konservatives Wirtschaften. Doch bei der Volksbank Braunschweig Wolfsburg (Brawo) zeigt sich ein ganz anderes Bild. Über ihre Holding ist die Genossenschaftsbank an Hunderten Unternehmen beteiligt – von Restaurants über Fitnessstudios und Fintechs bis hin zu Luxusimmobilien.
Inzwischen sind einige Beteiligungen insolvent, andere – insbesondere Immobilien – könnten deutlich zu hoch bewertet sein. Die Bank muss voraussichtlich mit Millionen gestützt werden, zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig wegen des Verdachts der Untreue im Umfeld der Bank.
Wie konnte eine Genossenschaftsbank ein derart riskantes Geschäftsmodell aufbauen? Welche Kontrollmechanismen haben womöglich versagt? Welche Rolle spielte der langjährige Vorstandschef Jürgen Brinkmann, der kürzlich seinen Posten verlor?
Und was bedeutet der Fall für das Vertrauen in das Genossenschaftssystem, zumal es zuletzt auch bei anderen Volksbanken Skandale und Affären gab?
Darüber spricht Podcast-Host Solveig Gode mit Elisabeth Atzler aus dem Handelsblatt-Finanzressort, die Genossenschaftsbanken und Sparkassen seit Jahren beobachtet: „Es scheint so, als ob das Geschäftsmodell des ehemaligen Brawo-Chefs Jürgen Brinkmann gescheitert ist“, sagt Atzler. Volker Votsmeier aus dem Investigativ-Ressort beleuchtet die juristischen Hintergründe des Falls.
Mehr über den Fall können Sie hier lesen:
Volksbank Brawo: Frau von Ex-Vorstandschef der Brawo verlässt Banktochter
Banken: Volksbank Brawo braucht wohl Millionenhilfe vom Stützungsfonds
Volksbank Brawo: Vorstandschef Brinkmann muss seinen Posten räumen
Volksbank: Staatsanwaltschaft ermittelt im Umfeld der Volksbank Brawo
Handelsblatt Crime erscheint alle zwei Wochen. In jeder Folge sprechen wir über die großen Streit- und Kriminalfälle der deutschen Wirtschaft: Wer dahintersteckt, wie es dazu kommen konnte – und welches System sie möglich gemacht hat.
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Der Schritt war so drastisch wie ungewöhnlich: Mitte Juni sandte die Finanzaufsichtsbehörde Bafin der milliardenschweren Investmentgesellschaft Deutsche Finance einen Sonderbeauftragten ins Haus. Mit seiner Hilfe wollen die Aufseher prüfen, ob die Fonds für Privatanleger ordnungsgemäß verwaltet werden.
Die Deutsche Finance ist ein großer Player im Immobiliengeschäft. Rund 50.000 Privatanleger haben 1,5 Milliarden Euro in die Fonds investiert und auch institutionelle Anleger sind dabei, wie die Bayerische Versorgungskammer. Nach eigenen Angaben verwaltet die Deutsche Finance Vermögenswerte von insgesamt 12 Milliarden Dollar.
Doch zuletzt schienen sich Probleme zu häufen. René Bender und Lars-Marten Nagel aus dem Investigativ-Team haben gemeinsam mit Franziska Eiles und Julian Trauthig, hinter die Kulissen der Firma geschaut. Sie haben Geschäftsberichte ausgewertet, mit Insidern gesprochen und Gerichtsverfahren begleitet.
Wer mehr über die Geschichte lesen möchte:
Zum Artikel: Bafin-Eingreifen bei Deutscher Finance betrifft 50.000 Anleger
Zum Artikel: Bayerische Versorgungskammer verkauft US-Immobilie
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Es ist der 4. November 2025. In Deutschland und acht weiteren Ländern durchsuchen Ermittler mehr als 60 Objekte. 18 Verdächtige werden festgenommen. Der Name der Ermittlungen: „Operation Chargeback“.
Moderiert von Ina Karabasz
Produziert von Migo Fecke
Mehr über die Ermittlungen der „Operation Chargeback“ erfahren Sie hier:
https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/geld-so-soll-ein-globales-betrugsnetzwerk-unzer-unterwandert-haben-01/100234951.html
https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/banken/operation-chargeback-wirecard-manager-um-marsalek-verdaechtigt/100172035.html
https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/betrug-ex-wirecard-managerin-haeuser-axtner-nach-deutschland-ausgeliefert/100213234.html
https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/banken/wirecard-marsaleks-schattenreich-die-dubiosen-deals-des-pornobarons/100174259.html
https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/banken/kreditkartenbetrug-mutmasslich-kriminelles-finanznetzwerk-ausgehoben/100171415.html
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Acht Jahre lang hat die Kölner Staatsanwaltschaft im Umfeld der ehemaligen Landesbank HSH Nordbank ermittelt. Jetzt soll das Verfahren nach Hamburg wechseln.
Im Mittelpunkt stehen 26 Beschuldigte und der Verdacht der besonders schweren Steuerhinterziehung. Der mögliche Schaden: rund 112 Millionen Euro. Nach Informationen des Handelsblatts hat die Staatsanwaltschaft Köln ihre Hamburger Kollegen offiziell gebeten, das Verfahren zu übernehmen.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat den Eingang des Ersuchens bestätigt. Weitere Angaben macht die Behörde nicht, und verweist auf die laufenden Ermittlungen und das Steuergeheimnis. Auch die Staatsanwaltschaft Köln bestätigt den Vorgang, nennt aber keine Namen von Beteiligten oder betroffenen Instituten.
Bemerkenswert ist dabei: Nach acht Jahren Ermittlungsarbeit kamen die Kölner Behörden zu dem Schluss, dass Hamburg zuständig ist. Und genau dort lag der Fall schon einmal auf dem Tisch – nämlich 2014. Damals sahen die Ermittler allerdings keinen Anlass für weitere Untersuchungen.
Im aktuellen Podcast sprechen Host Solveig Gode sowie die Investigativ-Reporter Sönke Iwersen und Volker Votsmeier über einen Fall, der die Justiz seit Jahren beschäftigt – und offenbar noch lange nicht abgeschlossen ist.
Mehr über den Fall erfahren Sie auch in den folgenden Artikeln:
Steuerhinterziehung: Staatsanwaltschaft Hamburg soll erstmals im Cum-Ex-Skandal ermitteln
HSH Nordbank: Staatsanwaltschaft Köln will Cum-Ex-Fall offenbar loswerden
Cum-Ex-Skandal HSH Nordbank: Hamburg als Paradies für Steuerhinterzieher
Moderiert von Solveig Gode
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