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Ties Boukema ist Head of Data, Tech & AI bei dem Londoner Wagniskapitalgeber Dawn Capital und hat eine Software entwickelt, welche die persönlichen Kontakte aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Firma nutzbar macht und das Netzwerk der Firma strategisch erweitern kann.
Warum das wichtig ist? Schnell und vor allem früher Zugang zu vielversprechenden Gründerinnen und Gründern zu bekommen – das ist für Venture-Capital-Investoren besonders wichtig, um sich Beteiligungen an Start-ups zu sichern, bevor die Konkurrenz einsteigt. „Relationship intelligence“ nennt man diese digitale Nutzung von Kontakten. „Mit unserem Ansatz unterscheiden wir uns von allen Wettbewerbern im Markt“, sagt Boukema in der neuen Folge von Handelsblatt Disrupt.
Da erzählt er, wie genau diese Software und „relationship intelligence“ funktionieren – und was andere Unternehmen daraus lernen können. Warum Boukemas Interesse an Daten und ihrer Analyse aus seiner schweren Krankheitshistorie stammen und wie er trotz schwieriger Startbedingungen eine internationale Karriere aufgebaut hat, darüber spricht er mit Podcast-Host Larissa Holzki in dieser sehr persönlichen Folge.
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Paletten, Pakete, Reifen, Transporter: All das sieht man, wenn man ein Lager von Fiege Logistik betritt – ein Familienunternehmen aus dem Münsterland von 1873. Was Claudia Pohlink dahinter sieht: Nullen und Einsen. Als Chief Data Officer und Director Data & AI ist sie bei Fiege dafür zuständig, das Erfahrungswissen der Fachkräfte zu digitalisieren und das Unternehmen stärker datengetrieben zu steuern.
Warum das wichtig ist? Bei vielen traditionellen Firmen gibt es die gleichen Herausforderungen wie bei Fiege: Erfahrene Fachkräfte, die seit Jahrzehnten ein Gespür dafür entwickelt haben, wie viele Mitarbeiter wann gebraucht werden, gehen bald in den Ruhestand. Wenn Firmen diese Ressourcenplanung nicht schnell in Daten und KI übersetzen, werden sie im Wettbewerb mit internationalen Konkurrenten kaum noch Chancen haben.
In dieser Folge von Handelsblatt Disrupt spricht Podcast-Host Larissa Holzki mit Claudia Pohlink darüber, wie Daten- und KI-Projekte bei Fiege entstehen und über ihr Ziel, den Wert von Daten – die viele als das „neue Gold“ bezeichnen – endlich wirklich messen zu können. Außerdem liefert Pohlink eine interessante Perspektive, warum sie als „Ossi“ beste Voraussetzungen hat, um wirklich schwierige Probleme zu knacken.
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Das schwedische Start-up Legora disruptiert die Arbeit von Juristen – und könnte bald mehr als fünf Milliarden Dollar wert sein. Das jedenfalls berichtet das Wirtschaftsmagazin Forbes mit Verweis auf Insider: Demnach verhandelt CEO und Mitgründer Max Junestrand mit Investoren über eine neue Finanzierungsrunde. Die soll Legora 400 Millionen Dollar einbringen soll – und schon wieder eine höhere Bewertung. Mit 1,8 Milliarden Dollar – also etwa anderthalb Milliarden Euro – ist die Firma jetzt schon bewertet. Dabei ist sie nicht einmal drei Jahre alt.
Warum das wichtig ist? Max Junestrand ist mit seinem sogenannten Legal-Tech so etwas wie ein Poster-Child der KI-Revolution in Europa und einer der bekanntesten Köpfe einer neuen Gründergeneration. Mit seiner Firma nutzt er die großen Sprachmodelle von US-Firmen wie Google, OpenAI und Anthropic und baut daraus Software, die einen Großteil der Arbeit von Kanzleien und Rechtsabteilungen in Unternehmen automatisieren könnte. Allerdings: Ob diese Technologielieferanten weiter Partner bleiben oder irgendwann in direkte Konkurrenz mit Legora treten, ist noch nicht abzusehen: Eine neue Anwendung von Anthropic für den Rechtsbereich hat auf dem Markt kürzlich einen richtigen Schock ausgelöst.
In dieser Folge von Handelsblatt Disrupt hat Podcast-Host Larissa Holzki Legora-Chef Junestrand zu Gast und hat ihn selbst gefragt: Was ist dran an den Gerüchten zur Finanzierungsrunde? Warum ist er überzeugt, dass ausgerechnet starke Konkurrenz Legora stark macht? Und welche Aufgaben werden dauerhaft für Juristen übrig bleiben, wenn sich die KI-Entwicklung fortsetzt? In dem Gespräch geht es übrigens auch um einen verweigerten Handschlag – hören Sie doch mal rein!
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Dirk Labudde ist Professor an der Hochschule in Mittweida und hat schon spektakuläre Kriminalfälle mitaufgeklärt. Er ist nämlich Digital-Forensiker und forscht und lehrt dazu, wie sich aus digitalen Spuren ein Tathergang rekonstruieren lässt. Mit kriminalistischem Denken und neuen Technologien hat er schon Tatverdächtige überführt und entlastet, deren Schuld beziehungsweise Unschuld mit herkömmlichen Mitteln nicht zu beweisen war.
Linktipps aus dem Podcast:
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Die Berliner Firma Parloa ist seit kurzem auf Platz zwei der wertvollsten deutschen KI-Start-ups. Die Firma entwickelt sogenannte Voice Agents – also virtuelle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Callcentern. Wer sich bei einem Sportfachgeschäft über schlecht verarbeitete Turnschuhe beschwert, könnte möglicherweise mit einem System von Parloa sprechen.
Um KI-Agenten gibt es einen riesigen Hype – und das hat einen Grund: Agenten funktionieren zunehmend autonom. Sie können damit immer mehr Aufgaben übernehmen, die vorher Menschen vorbehalten waren. Noch müssen Nutzer in der Zeit von KI-Werkzeugen wie ChatGPT dem Bot jeden Schritt erklären.
KI-Agenten hingegen finden bestenfalls selbst raus, wie sie ein neues Problem lösen. Wenn das wirklich im großen Stil funktioniert, sind die potenziellen Folgen für Unternehmen kaum vorstellbar. Malte Kosub sagt: „Mit jeder Technologie, die wir als Menschheit erfunden haben, sind wahnsinnig viele Chancen verbunden, aber auch wahnsinnig viele Risiken.“
In dieser Folge spricht Podcast-Host Larissa Holzki mit dem Parloa-Chef und Mitgründer Malte Kosub darüber, wie er Callcenter automatisiert. Sie diskutieren, wie seine Firma von einer Fast-Pleite zu einem hochfinanzierten Start-up wurde – und wie viel Ehrlichkeit in Investorengesprächen nötig ist.
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Für Google soll es der größte Deal überhaupt werden: Für 32 Milliarden Dollar will der Technologiekonzern das israelischen Cyber-Start-up Wiz übernehmen. Für die Gründer wäre das ein Riesenerfolg. Sie haben sich vor mehr als 20 Jahren als Soldaten der israelischen Elite-Einheit 8200 kennengelernt, die zum Miltärnachrichtendienst des Landes gehört – und dürften jetzt gemeinsam Self-Made-Milliardäre werden.
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Brad Lightcap verantwortet das operative Geschäft, strategische Partnerschaften und den globalen Marktausbau von ChatGPT – und steht damit im Zentrum der Frage, wie OpenAI aus technologischer Führerschaft ein dauerhaft tragfähiges Geschäftsmodell formt.
Das Gespräch, das Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes beim Weltwirtschaftsforum in Davos geführt hat, findet in einer kritischen Phase statt: OpenAIs jüngste Modelle haben nicht alle überzeugt. Kritiker halten die Bewertung von 500 Milliarden Dollar für überzogen. Gleichzeitig strebt OpenAI an die Börse.
Lightcap versucht, die Zweifel auszuräumen, und erklärt, warum aus seiner Sicht viele Unternehmen noch keine Effizienzgewinne durch KI sehen. Er spricht über Deutschland als Schlüsselmarkt und OpenAIs erstes Hardware-Produkt für 2026 – gemeinsam mit Ex-Apple-Designer Jony Ive entwickelt und von manchen schon als neue Geräteklasse gesehen.
Der Energieversorger Eon muss die Doppeltransformation schaffen: Erstens muss der Konzern den technologischen Wandel mit Künstlicher Intelligenz meistern. Zweitens zwingt die Klimaerwärmung zum grünen Umbau. Und gerade jetzt wird Eon zusammen mit der ganzen Energiebranche zum Ziel von hybriden Angriffen.
In Europa herrscht weiterhin Krieg. Und es ist ein Irrglaube, dass die Front nur durch die Ukraine verläuft. Auch in Deutschland gibt es Cyberattacken auf Behörden, Desinformationskampagnen gegen die Bevölkerung und Angriffe auf kritische Infrastruktur, die mehr oder weniger eindeutig aus Russland kommen. Für Unternehmen in Deutschland heißt das, dass sie sich auf Angriffe vorbereiten müssen. Aber wie?
Eine gute Ansprechpartnerin für solche Fragen ist Victoria Ossadnik. Sie ist beim Dax-Konzern Eon als COO für das operative Geschäft zuständig und war zuvor Managerin bei den Techkonzernen Oracle und Microsoft. Ossadnik sieht in neuen Technologien eine Chance für ihre Branche, mit den neuen Herausforderungen umzugehen. „Die Antwort kann nicht sein, dass an jeder Bahnlinie, an jedem Telekommunikationsmast und an jeder Stromleitung ein privater Sicherheitsdienst steht“, so Ossadnik.
Wie die Eon-Vorständin Chancen und Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz beim Management der Energiewende einschätzt und wie Unternehmen zusammen mit Sicherheitsbehörden Deutschlands kritische Infrastruktur schützen können, hören Sie in der aktuellen Folge von Handelsblatt Disrupt.
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Die Rakete stand schon auf der Rampe: Für einige Tage sah es so aus, als könnte das Münchener Start-up Isar Aerospace schon diese Woche zum zweiten Mal versuchen, seine Spectrum-Rakete in den Weltraum zu schießen. Doch dann der Rückzug: Wegen technischen Problemen wird der Start nochmal verschoben. Wann es nun losgehen kann, steht noch nicht fest. Klar ist: Unter anderem für die Bundeswehr wäre es sehr wichtig, dass die junge Firma für Europa endlich einen neuen Zugang zum Weltraum schafft.
Deutlich wurde das in dieser Woche bei der Handelsblatt-Konferenz „Sicherheit und Verteidigung“. Von dort aus haben Hunderte Vertreterinnen und Vertreter aus der Rüstungs- und Raumfahrtindustrie mit Technologiereporterin Larissa Holzki zum Weltraum-Bahnhof nach Andoya geschaut, von dem die Isar-Rakete starten sollte.
Live auf der Konferenz hat Holzki ein neues Format getestet: In dieser Folge von Handelsblatt Disrupt hören Sie die allererste Pilotfolge der TECH Show: In diesem Talk-Format schaut Larissa Holzki mit dem Start-up-Investor Andre Retterath auf die Technologien, die unsere Wirtschaft und Gesellschaft so sehr verändern könnten, dass jedes Unternehmen sich damit befassen muss.
In der ersten Folge geht es um Isar Aerospace – aber auch um die zunehmende Bewaffnung des Weltraums. Es geht um Luftkämpfe zwischen Satelliten, einen möglichen Krieg im Orbit und die Frage, warum das alles für unsere Wirtschaft auf der Erde hochrelevant ist. All das wird eingeordnet von Topexperten: Isar-Aerospace-Chef Daniel Metzler hat sich live von Norwegen aus zugeschaltet. Die Reserveastronautin Amelie Schönenwald und die Weltraumingenieure Bulent Altan und Matthias Spott waren vor Ort. Und auch der Chef von Airbus Defence and Space nahm Stellung.
Wichtig: Für uns ist diese Folge ein Test. Schreiben Sie uns deshalb, ob Ihnen das Format gefallen hat, was wir besser machen können und welche Themen wir uns als nächstes vornehmen sollen. Entscheiden Sie mit, ob und wie wir die TECH Show weiterentwickeln.
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Das erste Fusionskraftwerk der Welt soll in Deutschland entstehen. Das ist nicht nur das ambitionierte Ziel der Bundesregierung, sondern auch die Mission von Francesco Sciortino. Mit seinem Start-up Proxima Fusion will er in der zweiten Hälfte der 2030er-Jahre das erste kommerzielle Kraftwerk ans Netz bringen, das Strom aus Kernfusion liefert.
Die Fusionsenergie gilt als heiliger Gral der Energiewelt und könnte zur entscheidenden Lösung für die Klimakrise werden: saubere Energie, dauerhaft verfügbar. Das Prinzip orientiert sich an der Sonne, wo durch die Verschmelzung von Atomkernen gigantische Energiemengen frei werden. Die Herausforderung: Seit Jahrzehnten versuchen Forschung und Wirtschaft vergeblich, diesen Prozess auf der Erde zur Energiegewinnung zu nutzen. Doch jüngste Laborerfolge machen Hoffnung – und Europa befindet sich in einer aussichtsreichen Ausgangsposition.
Sciortino ist einer der Wissenschaftler, die bei dieser Entwicklung ganz vorne dabei sind. 2023 beschloss er gemeinsam mit anderen Forschern, die Fusionsforschung unternehmerisch voranzutreiben und gründete Proxima Fusion – heute einer der größten Hoffnungsträger Europas in diesem Sektor.
In dieser Folge von Handelsblatt Disrupt diskutiert Technologiereporterin Larissa Holzki mit Proxima-Fusion-Chef Sciortino, wie realistisch kommerzielle Fusionskraftwerke in den 2030er-Jahren tatsächlich sind. Sie sprechen darüber, wie man in einem Team den „Sense of Urgency“, das Gefühl der Dringlichkeit, aufrechterhält, wenn das Ziel noch ein Jahrzehnt entfernt liegt – und warum der Italiener für seine Kernfusions-Mission extra Deutsch lernt.
Unser beliebter Podcast Handelsblatt Crime geht wieder live! Am 26. Februar im Babylon Berlin und am 27. Februar im Club im Capitol Theater Düsseldorf bringen wir “Das Protokoll des Untergangs” auf die Bühne. Unsere Insider führen durch die letzten 48 Stunden vor dem Zusammenbruch von Wirecard – E-Mail für E-Mail, Chat für Chat. Eine Minute absurder als die andere. Tickets gibt es hier!
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