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Künstliche Intelligenz und Quantenchemie könnten die Entwicklung neuer Medikamente dramatisch verkürzen. Heute dauert es vom Molekül bis zum Medikament manchmal 15 Jahre, künftig könnten es sieben sein. Das jedenfalls sagt Sarah Lewandowski, die beim Pharmakonzern Bayer global den Bereich Innovation und Technologie leitet.
Sarah Lewandowski soll als globale Leiterin Technologie und Innovation sicherstellen, dass Bayer keine wichtige Technologieinnovation verpasst. Denn das Beispiel zeigt: Wer langsamer ist als die Konkurrenz, kann schnell den Anschluss verpassen. Und das wäre nicht nur für Bayer ein Problem.
Viele Ökonomen und Experten sehen in der Pharmaindustrie nämlich das Potenzial, die schwächelnde Autobranche als deutsche Leitindustrie abzulösen. Das heißt: Von Bayer und anderen deutschen Pharmaunternehmen und ihrer Innovationsfähigkeit hängt die Zukunft der deutschen Wirtschaft ab.
Immerhin: Bei KI sieht Bayer sich im Vergleich mit anderen Unternehmen weit vorn. Und die Technologie erfordert laut Lewandowski „eine komplette Transformation des Unternehmens“. Was Organisationen dafür bräuchten, sei vor allem eine Zielrichtung, und sie nennt die Fragen, die als Erstes geklärt werden müssen: „Welche Unternehmensbereiche unterstützen wir zuerst? Welche Skills müssen wir aufbauen? Wie nehmen wir die komplette Belegschaft mit?“
In dieser Folge von Handelsblatt Disrupt spricht Technologiereporterin Larissa Holzki mit Sarah Lewandowski außerdem darüber, was letztere von der These hält, dass nach Big Tech bald Big Pharma kommt und Pharmakonzerne in Zukunft Tech-Konzerne werden müssen. Die beiden sprechen auch darüber, wie genau Lewandowski bei Bayer dafür sorgt, dass Teams neue Technologien ausprobieren. Und was die Managerin davon hält, wenn Konzerne 5-Jahres-Pläne aufstellen, wo es doch bei KI jede Woche neue Innovationen gibt.
Unser beliebter Podcast Handelsblatt Crime geht wieder live! Am 26. Februar im Babylon Berlin und am 27. Februar im Club im Capitol Theater Düsseldorf bringen wir “Das Protokoll des Untergangs” auf die Bühne. Unsere Insider führen durch die letzten 48 Stunden vor dem Zusammenbruch von Wirecard – E-Mail für E-Mail, Chat für Chat. Eine Minute absurder als die andere. Tickets gibt es hier!
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Markus Kamieth steht als Vorstandsvorsitzender bei BASF an der Spitze des weltweit größten Chemiekonzerns. Er kommt aus einfachen Verhältnissen und wurde 1970 in Dinslaken als Sohn einer Bergarbeiterfamilie im Ruhrgebiet geboren.
Hinweis: Dieses Gespräch wurde am 27. Oktober aufgezeichnet.
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Zu den Feiertagen strahlen wir eine bereits vor dem Moderatoren-Wechsel aufgezeichnete Folge mit Sebastian Matthes aus:
Großmann ist Chief Development Officer und Vorstandsmitglied des traditionsreichen Unternehmens, das ihr Vater Jürgen Großmann 1993 während der Stahlkrise für symbolische zwei D-Mark übernahm. Jürgen Großmann galt einst als gefeierter Sanierer, wurde später Chef von RWE und war eng vernetzt in Politik und Wirtschaft, unter anderem mit Gerhard Schröder.
Auch Anne-Marie Großmann erhebt ihre politische Stimme. Sie fordert verlässliche Unterstützung für die grüne Transformation der Industrie, die bislang ausgeblieben sei. „Wir bauen weiter Kapazitäten ab“, sagt sie im Gespräch mit Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes. Das habe Folgen weit über die Stahlbranche hinaus, so Großmann.
Ein redaktioneller Hinweis: Das Gespräch mit Frau Großmann wurde am 30. Oktober aufgezeichnet, also wenige Tage bevor die Bundesregierung Anfang November den Industriestrompreis beschloss.
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328 Millionen Dollar: Das ist die Summe, die das Pharmaunternehmen Pfizer mit kluger Prozessautomatisierung eingespart haben soll. Die Zahl ist kürzlich bei der KI-Konferenz Adopt AI im Grand Palais über eine riesige LED-Wand geflimmert. Darunter auf einer Bühne stand Celonis-Co-Chef Alexander Rinke. Zusammen mit seinen Mitgründern hat er die Firma aufgebaut, die 2021 als erstes deutsches Start-up die Bewertung von 10 Milliarden Dollar geknackt hat. Mit seiner Technologie sollen solche Einsparungen wie bei Pfizer möglich sein.
Warum das wichtig ist? 328 Millionen Dollar an Einsparungen stehen für eine harte Wahrheit: Viele große Unternehmen sind unfassbar ineffizient. Ihre Prozesse sind kompliziert; Informationen gehen zwischen Systemen verloren; Rechnungen werden doppelt bezahlt und manche Waren nie beim Kunden in Rechnung gestellt.
Bei Celonis gehen sie davon aus, dass in jedem großen Unternehmen irgendwo zwischen den Prozessen Millionen versickern – und dass man sie mit intelligenter Software retten kann. Celonis hat genau das zum Geschäftsmodell gemacht. Eine Software, die Ineffizienzen aufdeckt, war der Anfang. Dann kam Automatisierung dazu. Jetzt soll mit KI-Agenten das nächste Level starten.
Alexander Rinke gibt Einblicke, was die Münchener etwa beim Marketing in den USA anders machen als in Deutschland – und worüber er nur mit Japanern in Verkaufsgesprächen spricht. Alles das und noch mehr hören Sie in einer neuen Folge von Handelsblatt Disrupt.
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Der LKW-Bauer Scania. Der Bankkonzern SEB. Die Rüstungsfirma Saab: Sie alle sind schwedische Unternehmen, die sonst scheinbar wenig gemeinsam haben. Und auf den ersten Blick erscheint es völlig unwahrscheinlich, dass sie zusammenarbeiten. Doch genau das tun sie im Innovationsnetzwerk Combient.
Warum das wichtig ist? Erst Digitalisierung, dann KI und künftig Quantencomputing – immer wieder stellen neue Technologien etablierte Unternehmen vor Herausforderungen. Und die meisten fechten diesen Kampf für sich alleine aus. Zwei schwedische Unternehmer haben vor zehn Jahren festgestellt: das ist wirtschaftlich nicht sinnvoll. Seitdem stellen sie Trust over Competition, also Vertrauen über Wettbewerb, und bringen Unternehmen zusammen, die branchenübergreifend die Herausforderungen des technologischen Wandels angehen.
Der eine der beiden Unternehmer war Banker Markus Wallenberg. Seiner Familie gehören zahlreiche schwedische Konzerne. Der andere war der Manager Mats Agervi: Er war jahrelang für große Unternehmen in Indien tätig, ist nun seit mehr als zehn Jahren der CEO von Combient und kennt sich dadurch wie kaum ein anderer mit den Transformationsherausforderungen von etablierten Unternehmen aus.
Kürzlich war Agervi zu Gast auf dem Handelsblatt KI-Summit. Dort hat er mit Technologiereporterin Larissa Holzki darüber gesprochen, wie ihn die Zeit in indischen Megacitys bei rasant wachsenden Unternehmen geprägt hat. Aber die beiden haben auch analysiert, was genau Unternehmen wie Scania, SEB und SAAB voneinander lernen können und wer die Agenda im Innovationsnetzwerk bestimmt. Und wie diese Firmen davon profitieren, dass Stockholm eine der heißesten KI-Szenen Europas hat.
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Bis Ende des Jahres soll mindestens die Hälfte der rund 175.000 Mitarbeitenden bei Mercedes-Benz KI-Tools nutzen. Das ist das Ziel von IT-Chefin Katrin Lehmann. Und um die Nutzung von Künstlicher Intelligenz voranzutreiben, lässt sich die Managerin einiges einfallen.
Warum das wichtig ist? Mercedes-Benz hat einst das Auto erfunden und hat vieles am Autobau perfektioniert. Doch wegen günstigen Wettbewerbern aus China und innovativen Mobilitätsfirmen aus den USA muss der Konzern längst um seine Wettbewerbsfähigkeit kämpfen. Dabei stehen große Konzerne vor besonderen Herausforderungen, wenn neue Technologien das Arbeiten verändern. Jahrzehntelang optimierte Prozesse und ausgeklügelte Systeme müssen auf den Prüfstand.
In dieser Folge von Handelsblatt Disrupt erklärt CIO Lehmann, warum sie in der KI-Transformation „goldene Kehrschaufeln“ an Mitarbeitende verleiht, weshalb sie selbst für bestimmte Trainingseinheiten (fast) alles stehen und liegen lässt – und welche KI-Anwendung ihr persönlich zuletzt am meisten geholfen hat.
Außerdem spricht Technologiereporterin Larissa Holzki im News-Teil des Podcasts mit KI-Reporterin Luisa Bomke: Sie hat diese Woche über die Finanzierungsrunde beim nun wertvollsten deutschen KI-Start-up Black Forest Labs berichtet – und einen Einblick in eine Firma bekommen, die Journalisten bisher streng gemieden hat.
Lesetipps von Katrin Lehmann in dieser Folge:
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Diese Episode stammt aus dem neuen Podcast "Meckel & Matthes" von Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes und der Unternehmerin Miriam Meckel. Wir veröffentlichen diese Folge zusätzlich hier im Disrupt-Feed, damit Sie das neue Format entdecken können. Eine neue Folge "Meckel & Matthes" erscheint jeden Freitag im eigenen Meckel & Matthes-Kanal auf Ihrem Podcast-Player.
Hier geht's zu dem neuen Podcast:
Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Meckel & Matthes: https://handelsblatt.com/podcast50
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Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: [email protected]
Satya Nadella ist so eine Art Superstar unter den Konzernchefs. Der aus Indien stammende Manager steht nicht nur an der Spitze von Microsoft – er hat selbst maßgeblich dazu beigetragen, dass der Windows-Konzern heute noch in der Top-Liga der weltweit wertvollsten Konzerne mitspielt.
Denn als Nadella 2014 seinen Posten antrat, kämpfte Microsoft gegen den Abstieg. Die PC-Verkäufe fielen. Die Smartphone-Revolution hatte der Konzern verpasst. Dann kam Nadella. Er setzte auf Cloud, auf KI, und ganz konkret auf OpenAI. Der Aktienkurs hat sich seitdem verachtzehnfacht.
Warum das wichtig ist? Während die Technologie-Riesen weiter Hunderte Milliarden in KI-Infrastruktur investieren, mehren sich die Zweifel an Künstlicher Intelligenz im Allgemeinen und Nadellas Wette im Speziellen. Und an den Börsen macht sich die Nervosität schon bemerkbar. Aus gutem Grund: Sollte der Hype um KI wie eine Blase platzen, würde das Unternehmen auf der ganzen Welt mitreißen.
Warum hält Nadella an seinen Investitionen fest, wie blickt er auf die oft noch enttäuschenden Produktivitätseffekte von KI – und wie navigiert er seinen Konzern dabei durch eine Zeit, in der ein US-Präsident Donald Trump für zusätzliche Unsicherheit in der Wirtschaft sorgt? All das konnte Handelsblatt-Korrespondent Felix Holtermann ihn persönlich fragen.
Das ganze Gespräch hören Sie in diesem Podcast. Außerdem spricht Handelsblatt-Technologiereporterin Larissa Holzki mit Felix Holtermann darüber, warum er mehr als drei Jahre auf dieses Gespräch warten musste, wie es bei Nadella war – und welches persönliche Schicksal die beiden verbindet.
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Jeden Freitag sprechen die Publizistin, Unternehmerin und Professorin Miriam Meckel und Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes über die wichtigsten Themen der Woche aus Politik, Wirtschaft und Technologie – und ordnen sie im Kontext der großen Zukunftsfragen ein.
Sie berichten von Begegnungen mit Politikerinnen, Unternehmerinnen und Technologievordenkern – aus den Machtzentren dieser Welt, von großen Konferenzen und ihren Reisen.
Die beiden analysieren, diskutieren, sezieren: Was bleibt vom Menschen, wenn Künstliche Intelligenz den Arbeitsmarkt umkrempelt? Welche Rolle spielt Europa im globalen Technologie-Wettlauf? Und wie schützen wir die Demokratie, wenn ihre Gegner digital, ökonomisch und ideologisch aufrüsten?
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Finnlands bekanntester KI-Unternehmer Peter Sarlin will Europas Netzwerke für Künstliche Intelligenz stärken. Dafür finanziert er ein Dutzend Professuren, baut neue Technologie-Labore auf und hat diese Woche erstmals einen KI-Gipfel gestartet - mit führenden Köpfen aus Wissenschaft, Unternehmen und Politik.
Warum das wichtig ist? Sarlin hat im vergangenen Jahr seine KI-Firma SiloAI an einen US-Konzern verkauft. Jetzt nutzt er sein Vermögen in einer Weise, wie wir es selten bei erfolgreichen Unternehmern sehen – und er verfolgt einen Ansatz, der zum Vorbild werden könnte.
Denn bahnbrechende Technologien kommen oft aus den USA. Selten aus Europa. Ein Grund dafür laut Experten: Europa fehlen starke Netzwerke aus Forschung, Industrie und Kapitalgebern. Unter den Top 10 Innovationsclustern weltweit kommt nur eins aus Europa, keins aus der EU. Sarlin will das ändern.
Wie er das macht, warum auch die Unterstützung eines Fußballclub dabei eine gewisse Rolle spielt und warum sein neuestes Projekt zunächst auf den Verteidigungssektor abzielt, darüber spricht Handelsblatt-Technologiereporterin Larissa Holzki mit ihm in diesem Podcast.
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