Das Repertoire für Oboenquartett „lässt zu wünschen übrig“ findet Oboist Georg Siebert aus Karlsruhe. Groß war also seine Freude, als er auf diese besondere Bearbeitung eines Haydn-Streichquartetts aus dem 18. Jahrhundert gestoßen ist: Ein Hofmusiker des Fürsten von Fürstenberg arrangierte es damals für Oboe und Streichtrio.
Und im 21. Jahrhundert hat es Georg Siebert dann zusammen mit dem Gottesauer Ensemble für #zusammenspielen aufgenommen. Zum Ensemble gehören der Gründer Dimitri Dichtiar (Barockcello), Ursula Plagge-Zimmermann (Bratsche) und Dietrich Schuez (Geige).
Fakten über das Gottesauer Ensemble und diese Aufnahme
- Das Gottesauer Ensemble ist benannt nach dem Gottesauer Schloss. Dort ist die Musikhochschule Karlsruhe ansässig, wo Ensemblegründer Dmitri Dichtiar Barockcello lehrt.
- Georg Siebert ist Oboist des Karlsruher Barockorchesters, mit dem das Gottesauer Ensemble eng verbunden ist.
- Werke von Komponisten der Karlsruher und Badischen Musikgeschichte bilden einen Schwerpunkt des Ensembles.
- Originalwerke für Oboenquartett gibt es kaum, von den prominenteren Komponisten der Musikgeschichte hat einzig Wolfgang Amadeus Mozart ein Werk für diese Besetzung geschrieben.
- Joseph Haydns Oboenquartett C-Dur basiert auf seinem Streichquartett C-Dur Op. 64 Nr. 1 (Hob III:65), arrangiert von seinem Zeitgenossen Franz Joseph Rosinack.
- Rosinack war Oboist und Komponist in der Fürstlich Fürstenbergische Hof- und Kammermusik am Hof zu Donaueschingen.
- Als Vorstand der Harmoniemusik musste Rosinack aktuelle und beliebte Orchesterwerke für eine kleine kammermusikalische Besetzung am Hof arrangieren, z.B. Opern und Sinfonien.
- Die Harmoniemusik diente der Unterhaltung in Adelshäusern. Die kleinen Ensembles spielten Freiluftkonzerte oder im Hintergrund bei festlichen Anlässen.