#zusammenspielen – freie Musiker*innen bei SWR2

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#zusammenspielen – freie Musiker*innen bei SWR2 episodes

  • Geigerin Franziska Hölscher spielt zeitgenössische Musik
    Musik für Violine solo spiegelt für Geigerin Franziska Hölscher die Corona-Zeit:
    „Ich war viel allein und habe die Stille gespürt, die man ansonsten im Alltag gar nicht an sich heranlässt.“
    Für #zusammenspielen hat sie eine Etüde des Komponisten Jörg Widmann aufgenommen sowie ein Werk ihrer ehemaligen Kommilitonin, der Komponistin Birke J. Bertelsmeier.
    10 Fakten über Franziska Hölscher und diese Aufnahme
    • Franziska Hölscher ist eine gefragte Solistin für Barockmusik, ebenso wie für zeitgenössische Kompositionen und Werke der Romantik.   
    • Sie wurde in Heidelberg geboren. Sie studierte u.a. an der Musikhochschule Karlsruhe und lebt heute in Berlin. 
    •  Kammermusik ist für Franziska Hölscher sehr wichtig. Ihre Partner*innen sind u.a. Martha Argerich, Kit Armstrong, Nils Mönkemeyer und Andreas Ottensamer.  
    •  Mit dem Autor Roger Willemsen verband Franziska Hölscher eine künstlerische Freundschaft. Mit ihm entwickelte sie das Bühnenprogramm „Landschaften“, das Korrespondenzen zwischen Wort und Musik bildet. 
    •  Franziska Hölscher ist Künstlerische Leiterin der Kammermusikreihe „Klangbrücken“ im Konzerthaus Berlin, und seit 2018 auch der Kammermusiktage Mettlach. 
    •  Als Botschafterin des von Lars Vogt initiierten Projekts „Rhapsody in School“ setzt Franziska Hölscher sich für die Vermittlung von klassischer Musik in Schulen ein. 
    •  Komponistin Birke J. Bertelsmeier ist eine ehemalige Kommilitonin der Geigerin. Beide studierten an der Musikhochschule Karlsruhe: Bertelsmeier bei Wolfgang Rihm, Hölscher bei Ulf Hoelscher. 
    •  Birke J. Bertelsmeiers Solokomposition „Am Rad drehen“ ist inspiriert von der Skulptur „Wheel 2014“ des Bildhauers Werner Pokorny: Eine Stahlplastik, die ein Rad mit einer Einbuchtung formt. 
    •  Franziska Hölscher ist von der starken Energie des Werkes fasziniert: „Es ist sehr fantasievoll in der Wahl von Rhythmen und volksliedhaften Elementen.“   
    •  Jörg Widmanns Etüde Nr. 2 aus seinen „Drei Etüden für Violine solo“ fordert neben sehr schwierigen Spieltechniken auch, dass die Geigerin singt.  
    27 min
  • Anna Zassimova spielt russische Klavierliteratur
    Der Komponist Nikolaj Medtner galt als „russischer Brahms“. Pianistin Anna Zassimova spielt seine opulente Sonate g-Moll op. 22 und macht damit allen Spätromantik-Fans ein klangstarkes Geschenk. Dazu gesellen sich Préludes von Medtners empfindsamem Zeitgenossen Georgi Catoire.
    Fakten über Anna Zassimova und diese Aufnahme
    • Anna Zassimova absolvierte die Elite-Musikschule Gnessin in ihrer Geburtsstadt Moskau. Außerdem studierte sie bei Michael Uhde und Markus Stange an der Musikhochschule Karlsruhe, wo sie heute selbst unterrichtet.
    • Die Pianistin entdeckt gerne unbekanntes Repertoire. Sie hat u.a. Werke des vergessenen Komponisten Georgi Catoire eingespielt und die erste umfassende Monografie über diesen Komponisten der russischen Spätromantik geschrieben.
    • Anna Zassimova ist auch Kunsthistorikerin. Bei moderierten Konzerten stellt sie Musikwerke in den Kontext der bildenden Kunst ihrer Epoche.
    • Komponist Nikolaj Medtner war mit Sergei Rachmaninow befreundet. Ihre geistige und musikalische Nähe hört man auch Medtners Klaviersonate g-Moll op. 22 an.
    • Die Sonate g-Moll op. 22 ist die fünfte von 14 Klaviersonaten Medtners. Zwei davorliegende Klaviersonaten blieben unveröffentlicht, so dass die Sonate als Nr. 3 oder Nr. 5 gezählt werden kann.
    • Medtner hat einen eigenen Kleinplaneten. Am 18. März 2003 wurde der Asteroid (9329) Nikolaimedtner nach ihm benannt.
    • Komponist Georgi Catoire studierte als erstes Mathematik an der Universität Moskau. 1885 wechselte er zum Klavierstudium in Berlin.
    28 min
  • Anna Zassimova spielt russische Klavierliteratur
    Der Komponist Nikolaj Medtner galt als „russischer Brahms“. Pianistin Anna Zassimova spielt seine opulente Sonate g-Moll op. 22 und macht damit allen Spätromantik-Fans ein klangstarkes Geschenk. Dazu gesellen sich Préludes von Medtners empfindsamem Zeitgenossen Georgi Catoire.
    28 min
  • Das Alte Musik-Ensemble “Der Musikalische Garten”
    Vergessene Musik wieder zum Klingen zu bringen ist das Ziel der vier Mitglieder von „Der Musikalische Garten”.
    Dafür durchstöbern Karoline Echeverri Klemm, Germán Echeverri Chamorro, Annekatrin Beller und Daniela Niedhammer Schlossbibliotheken und Notenarchive in ganz Europa - und auch das Internet: „Das fühlt sich weniger als Schatzsuche an, ist aber sehr praktisch, wenn man Kinder hat.”
    9 Fakten über "Der Musikalische Garten”
    • „Der Musikalische Garten” wurde 2012 an der Musikhochschule Schola Cantorum Basiliensis gegründet, wo die vier Mitglieder historische Aufführungspraxis studierten.
    • 2013 wurde das Ensemble innerhalb weniger Monate fünf Mal bei internationalen Musikwettbewerben ausgezeichnet.
    • Die Musiker*innen des „Musikalischen Gartens” spielen auf originalgetreuen Instrumenten und benutzen keine modernen Geigen- und Cellosaiten aus Stahl, sondern Saiten, die aus Naturdarm gefertigt werden. Die seien zwar empfindlicher und kratzten manchmal, aber „wenn Du den richtigen Umgang damit findest, kann ein Wunder entstehen.“
    • Das Ensemble entdeckt gerne in Vergessenheit geratene Werke. Die Noten suchen die Musiker*innen in Bibliotheken oder digitalisierten Archiven. Häufig liegen die Kompositionen nur handschriftlich vor, so dass sie sie erst entziffern und im Computer mithilfe eines Notenprogramms transkribieren muss.
    • Nicht nur auf der Bühne, auch privat verstehen sich die Ensemblemitglieder gut. Nach den Proben machen sie gerne Ausflüge, bei denen auch die nächste Generation des „Musikalischen Gartens” mit von der Partie ist.
    • Für die #zusammenspielen-Produktion hat das Ensemble den Geiger Gottfried von der Goltz eingeladen. Er ist Konzertmeister des Freiburger Barockorchesters und spielt das für fünf Instrumente Programm sehr gerne mit.
    • Der mährische Komponist Gottfried Finger suchte 1685 in England sein Glück. Er machte Karriere am Hof Jakob II. und als freischaffender Musiker. Doch als er 1701 bei einem Kompositionswettbewerb in London nur den vierten Platz erreichte, verließ er seine Wahlheimat und kehrte auf das europäische Festland zurück.
    • Giovanni Gabrieli schrieb 1597 als einer der ersten Komponisten Musik für reine Instrumentalensembles. Dabei reagierte der venezianische Kirchenmusiker auf die Architektur von San Marco und positionierte mehrere Instrumentengruppen an verschiedenen Orten im Kirchenraum.
    • Johann Heinrich Schmelzer (*1623) durfte sogar den Kaiser verbessern: Leopold I. schätze seinen musikalischen Rat und ließ sich von Schmelzer bei seinen eigenen Kompositionen helfen. Später erhob er den Komponisten in den Adelstand.
    41 min
  • Das Liedduo Christina Landshamer und Gerold Huber
    „Wie Butter in der Kehle“ liegen die Lieder von Irene Wieniawska, findet Sopranistin Christina Landshamer. Pianist Gerold Huber und sie haben die Komponistin neu für sich entdeckt und sind begeistert von der „genialischen Einfachheit“ ihrer Musik. Dazu hat das Liedduo barocke Arien von Henry Purcell aufgenommen, die Komponist Benjamin Britten arrangiert und zu „Kunstlied-Brillanten“ umgearbeitet hat.
    8 Fakten über Christina Landshamer und Gerold Huber, ihr Duo und diese Aufnahme
    • Christina Landshamers Herz schlägt fürs Kunstlied: „Das Lied ist für mich das höchste der Gefühle. Da geht es mir am allerbesten.“ Mit ihrem Klavierpartner Gerold Huber gastiert sie u.a. bei der Schubertiade Schwarzenberg und in der Wigmore Hall London. Ihr Lieddebüt in den USA gab sie mit dem Ensemble Midtvest in der Weill Recital Hall der Carnegie Hall New York.
    • Sie ist eine sehr vielseitige Sängerin. Als Opernsolistin gastiert sie an Häusern wie der Bayerischen Staatsoper, der Komischen Oper Berlin und der Nationaloper Amsterdam. Sie ist auch als Oratorien- und Konzertsängerin weltweit gefragt und arbeitet mit Dirigenten wie Christian Thielemann, Riccardo Chailly und Kirill Petrenko zusammen.
    • Gerold Huber ist ein international renommierter Liedpianist. Er arbeitet in Liedduos zusammen u.a. mit Christina Landshamer, Christian Gerhaher und Christiane Karg. „Es muss von Anfang an so sein, dass man sich wohlfühlt, dass man das richtige Timing hat; dass klar ist, wie die Musik geatmet wird und wie es ineinanderfließt.“
    • Die 1879 in Brüssel geborene Komponistin Irène Wieniawska war zu Lebzeiten sehr erfolgreich. Besonders ihre Liedkompositionen auf französische Texte von Paul Verlaine waren beliebt. Ihr Nocturne für Orchester wurde 1913 sogar bei den Promenade Concerts in London uraufgeführt.
    • Wieniawska hatte einen sehr berühmten Vater: Der Violinvirtuose und Komponist Henryk Wieniawski verstarb allerdings bereits vor dem Tod seiner Tochter. Sie selbst veröffentlichte ihre Kompositionen unter dem Pseudonym „Poldowski“.
    • Christina Landshamer und Gerold Huber haben die Musik von Irène Wieniawska erst vor Kurzem entdeckt und sind begeistert: „Es sind tolle Lieder, sehr emotional und toll komponiert. Es wirkt wunderbar ‚aus dem Ärmel geschüttelt‘, genialisch, als wenn sie in einer Stunde 1-2 Lieder schreiben könnte.“
    • Henry Purcell bekam von seinen Zeitgenossen den Beinamen “The Glory of our Age” (“Der Ruhm unseres Zeitalters”). Der 1659 in London geborene Komponist war ein Star und hat die Musikwelt damals ziemlich aufgewirbelt, besonders im Musiktheater.
    • Komponist Benjamin Britten war Purcell-Fan. Er hat sich viel mit der Musik des Barock-Komponisten beschäftigt und mehrere Purcell-Arien zu Kunstliedern umgearbeitet. Gerold Huber sagt: „Es ist natürlich etwas romantisierend, aber ich finde, das funktioniert sehr schön! Aus den Opern-Arien werden Kunstlied-Brillanten, das ist eine wunderbare Idee von Britten gewesen.“
    28 min
  • Tianwa Yang und Nicholas Rimmer spielen Ravel und Antheil
    „Ich habe deinen Klang vermisst“ gesteht Pianist Nicholas Rimmer der Geigerin Tianwa Yang. Das Duo spielt seit 2012 zusammen. Für ihr erstes gemeinsames Projekt nach der Corona-Zeit haben sie Violinsonaten von Maurice Ravel und George Antheil ausgesucht:
    Dokumente der 20er Jahre, geprägt von Jazz, Stummfilmmusik und dem Schatten des 1. Weltkrieges. Das Duo ist fasziniert von der Tiefe dieser Werke und ihrer musikalischen Vielfalt.
    9 Fakten über Tianwa Yang und Nicholas Rimmer, ihr Duo und diese Aufnahme
    • Für ihre erste CD, die Gesamteinspielung der Werke für Violine und Klavier von Wolfgang Rihm, wurden sie gleich mit mehreren großen Schallplattenpreisen ausgezeichnet, u.a. dem Diapason d'Or, dem Pizzicato Supersonic Award und dem International Record Review „Outstanding“ Award.
    • Tianwa Yang wurde bereits mit 10 Jahren ins Musikkonservatorium ihrer Heimatstadt Peking aufgenommen. Mit 13 Jahren spielte sie als bisher jüngste Interpretin die 24 Capricen von Niccolò Paganini auf CD ein. Die Presse feierte die junge Künstlerin damals als „Stolz Chinas“.
    • 2003 kam Tianwa Yang mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) zum Kammermusikstudium nach Deutschland. Heute ist sie selbst Professorin und lehrt an der Musikhochschule Würzburg. 
    • „Eine unglaublich liebe, herzige Dame“ nennt Nicholas Rimmer seine erste Klavierlehrerin bei der er mit sieben Jahren die ersten Stunden nahm. Sie hieß Mrs. Simpson und lebte in der Nachbarschaft seiner Eltern. Der Pianist sagt „ich hatte unglaubliches Glück mit ihr!“.
    • Nicholas Rimmer studierte zuerst Musikwissenschaft in Cambridge, hatte den Fokus aber trotzdem auf dem praktischen Musizieren: „Die Stadt hat ein unglaublich aktives Musikleben und so konnte ich die ganze Zeit spielen - Liederabende, Kammermusik, Gottesdienste an der Orgel, auch Studentenorchester durfte ich dirigieren.“  
    • Violinistin Tianwa Yang und Pianist Nicholas Rimmer sind beide Doppelsieger. Nicholas Rimmer gewann zweimal den Deutschen Musikwettbewerb, 2006 als Klavierpartner des Bratschisten Nils Mönkemeyer, 2010 als Mitglied des Leibniz Trio. Tianwa Yang gewann sowohl 2014 einen Echo Klassik als „Nachwuchskünstlerin des Jahres“ als auch 2015 als „Instrumentalistin des Jahres“.
    • Nicholas Rimmer ist einer der gefragtesten Liedbegleiter seiner Generation und Mitbegründer der Liederabendreihe Klangwerk Lied in Freiburg, wo er auch eine Professur an der Musikhochschule innehat.
    • Die USA und Paris waren Inspiration für sowohl Maurice Ravels Violinsonate G-Dur als auch George Antheils Violinsonate Nr.2: Maurice Ravel griff amerikanische Musik auf und komponierte einen Blues-Satz. Der amerikanische Komponist George Antheil ging in den 20er Jahren zum Studium nach Paris und schrieb hier seine zweite Violinsonate.  
    •  George Antheil galt als „Bad Boy of Music“: In seiner Violinsonate Nr. 2 muss der Pianist muss zum Teil mit seinen Fäusten spielen und wechselt am Ende der Sonate vom Klavier zur Trommel. Der Violinpart arbeitet ebenfalls mit ungewöhnlichen und teils sehr krassen Elementen. Violinistin Tianwa Yang: „Zwischendurch klingt die Geige auch mal wie eine singende Säge."
    36 min
  • Das Duo Kimmig & Wegner
    Violine und Gaming Laptop. Das sind die Musikinstrumente vom Freiburger Duo „Kimmig & Wegner“. Harald Kimmig und Ephraim Wegner improvisieren mit akustischen und elektronischen Klängen und sie improvisieren völlig frei: Ihre Kunst ist Echtzeitmusik, die ohne Noten entsteht und ohne Absprachen – wie ein spontanes Gespräch. Wir haben beide Experimentierfreudigen für unseren Podcast ins Freiburger SWR Studio eingeladen.
    10 Fakten über das Duo Kimmig & Wegner
    • Der Geiger Harald Kimmig gehört seit Jahrzehnten zu den international renommiertesten Stimmen der freien Improvisationsszene Baden-Württembergs, ein frühes Highlights seiner Karriere war übrigens ein Album, das er mit der Improvisations-Ikone Cecil Taylor aufgenommen hat: „Corona“.
    • Ephraim Wegner ist Musiker, Medienkünstler – und mit seinem Faible für Digitales – auch Informatiker: Bevor er an seinem Laptop Klänge erzeugt, programmiert er erst mal. In Sprachen, die so poetische Titel tragen wie „Java“, „Python“, oder „Pure Data“. 
    • Beide Musiker sind echte Schwarzwälder – kennengelernt haben sich Kimmig & Wegner in Freiburg. Seit wann sie als Duo auf die Bühne gehen, das wissen beide nicht mehr so genau: „ungefähr 12, 14 Jahren“ ist das her.
    • Vor genau 55 Jahren hat Harald Kimmig mit dem Geigespielen angefangen. Das Instrument dazu hatte er bei seinem Großvater auf dem Dachboden entdeckt. Und sofort gewusst: Das ist es! 
    • Bei Ephraim Wegner war es nicht Liebe auf den ersten Blick: Vom E-Bass kam er zum Synthesizer und vom Synthesizer dann zum Computer. Seinen aktuellen Bühnen-Laptop ziert übrigens Tape-Kunst– vom Freiburger Künstler Jürgen Oschwald. 
    • Wegners Midicontroller, die „Doepfer-Drehbank“ (mit 64 Drehreglern), ist inzwischen eine Rarität. Sein gutes Stück hat er zufällig auf einem Flohmarkt gefunden. 
    • An 100%-en Lösungen sind Kimmig & Wegner nicht interessiert, wenn es um ihre Musik geht. Wichtig für ihren Arbeitsprozess ist Offenheit – damit in jedem Moment alles möglich ist: „Wir treffen aufeinander und wir spielen“. 
    • Früher hat Harald Kimmig auch mal Jazzrock gespielt – und sich selbst mit einer elektrifizierten Violine versucht. Heute spielt er rein akustisch und „kann so einen Elektronik-Computer musikalisch immer noch nicht bedienen“. 
    • Auch wenn die Musikern gerne bei uns im Studio waren: Frische Luft ist Beiden wichtig: Ephraim Wegner lebt mit seiner Familie auf dem Land und Harald Kimmig nennt sich selbst einen „Naturfreak“ – der gerne schnell die Berge hoch- und runterrennt. 
    • Unsere Aufnahmen mit Kimmig & Wegner sind im Schlossbergsaal des SWR Studios Freiburg entstanden – mit Blick auf die idyllischen Wein-Hänge des Hausbergs von Freiburg. 
    26 min
  • Sopranistin Miriam Feuersinger singt Barock-Kantaten
    „Wie ein klarer Gebirgsbach“ sind für Miriam Feuersinger die Kantaten von Barock-Komponist Dietrich Buxtehude. Gemeinsam mit befreundeten Musikern hat sie zwei der schönsten davon für uns aufgenommen. Dazu als Ersteinspielung eine Kantate von David Pohle.
    Über 300 Jahre alte „Alte Musik“, die uns heutigen Menschen sehr viel zu sagen hat und - wie Miriam Feuersinger sagt - „direkt das Herz berührt“.
    10 Fakten über Miriam Feuersinger, ihr Barockensemble und diese Aufnahme
    • Die Sopranistin Miriam Feuersinger ist eine der gefragtesten Sängerinnen in der Alte-Musik-Szene. Sie ist solistisch in ganz Europa unterwegs – und darüber hinaus.
    • Einer ihrer Lieblingskomponisten ist Johann Sebastian Bach. Für seine Kantaten hat sie eine eigene Konzertreihe ins Leben gerufen – in ihrer Heimat Vorarlberg, wo sie auch heute lebt.
    • Mit den anderen Musiker*innen in diesem Ensemble spielt sie seit vielen Jahren zusammen, sie sind bestens aufeinander eingegroovt.
    • Der Geiger Cosimo Stawiarsky ist freier Musiker in der Barock-Szene. Er hat auch einen eigenen Notenverlag und ist passionierter Musikforscher. Mit großem Finderglück gräbt er selten gespielte und vergessene Werke aus.
    • Die Barock-Geigerin Katharina Heutjer reist von Basel aus mit ihrer Geige durch ganz Europa und spielt in verschiedenen Ensembles, auch solistisch oder als Konzertmeisterin.
    • Der schwedische Lautenist Simon Linné spielt hier auf der Theorbe, einem barocken Zupfinstrument mit einem fast zwei Meter langen Hals. Unpraktisch zum Bahnfahren, klanglich beeindruckend. Klangeindrücke aus Simons Kindheit: Klassik und Heavy Metal. Daher vielleicht seine Lust an feurigen Rhythmen.
    • Der Organist Simon Reichert ist Bezirkskantor in Neustadt an der Weinstraße. Die wunderschöne Orgel dort ist brandneu: erst 2016 erbaut. Sie eignet sich hervorragend gerade für Alte Musik – wie in unserer Aufnahme.
    • Der Komponist Dietrich Buxtehude war Organist in der Marzipan-Stadt Lübeck und das große Vorbild von Johann Sebastian Bach. Seine Kantaten sind um 1700 entstanden.
    • Die Kantate „Ich hebe meine Augen auf“ von David Pohle gibt’s nur in einer barocken Notenhandschrift überliefert: in „norddeutscher Orgaltabular“, einer Art Steno-Geheimschrift, die nur wenige Menschen entschlüsseln können. Cosimo Stawiarsky hat das für unsere Aufnahme gemacht – eine Welt-Ersteinspielung!
    • Unsere Aufnahme entstand in der Stiftskirche in Neustadt an der Weinstraße – im evangelischen Teil. Eine Mauer trennt diese wunderschöne gotische Kirche in eine katholische und eine evangelische Hälfte.
    25 min
  • Oscar Bohórquez reist mit der Geige nach Südamerika
    Ein Freigeist auf der Geige: „Free spirit“ heißt ein Stück von Oscar Bohórquez, das er in einem Konzert als Zugabe improvisiert hat. Im Nachhinein gefiel es ihm so gut, dass er die Noten aufschrieb. Für unseren Podcast hat er „Free spirit“ aufgenommen.
    Dazu einige andere Stücke für Geige solo, die ihm viel bedeuten und die sowohl seine lateinamerikanischen Wurzeln spiegeln, als auch seinen Spaß an geigerischer Akrobatik.
    10 Fakten über Oscar Bohórquez
    • Oscar Bohórquez‘ Eltern stammen aus Peru und Uruguay, er selbst wurde in Karlsruhe geboren und liebt es, zwischen Europa und Lateinamerika hin und her zu reisen.
    • Zu Hause gab’s immer viel Musik: der Vater ist Fagottist, die Mutter Pianistin.
    • Oscar Bohórquez hat in den USA am renommierten Curtis Institute in Philadelphia und später in Wien studiert.
    • Sein Bruder Claudio ist auch Musiker und als Cellist solistisch auf der ganzen Welt unterwegs. Die beiden machen auch gemeinsam Musik.
    • Die Musik in unserem Podcast spiegelt Oscar Bohórquez‘ Liebe zu Lateinamerika: u.a. mit einem Stück aus Brasilien, wo er mindestens einmal im Jahr auftritt.
    • Der Tango gehört zu seinen Leidenschaften: Für uns hat er einen Tango von Astor Piazzolla aus Argentinien ausgewählt.
    • Am Reisen liebt Oscar Bohórquez die Begegnungen mit Menschen und Kulturen, mit Musiker*innen und Komponist*innen – und das Stöbern in Notenläden.
    • Oscar Bohórquez hat vor kurzem die Solosonaten und Partiten von Bach aufgenommen und demnächst plant er eine Aufnahme mit Paganinis 24 Capricen für Geige solo. Allesamt Stücke, an denen sich Geiger*innen richtig schön die Zähne ausbeißen können.
    • Oscar Bohórquez‘ Geige heißt „Grande Dame“ und wurde 1770 von Giovanni Battista Guadagini gebaut.
    • Genauso wie von seiner Geige schwärmt Oscar Bohórquez von seinem Bogen: Der Franzose Dominique Peccatte baute ihn vor 175 Jahren.
    30 min
  • SWR2 New Talent Robert Neumann spielt seinen "Leviathan"
    Robert Neumann ist Pianist, Komponist und SWR2 New Talent, 19 Jahre alt und studiert an der Freiburger Musikhochschule. Als der Corona-Lockdown begann, kam er mit einem echten Ideen-Wirbelsturm, was man in dieser ungewöhnlichen Zeit alles machen könnte, zur SWR2 Musikredaktion. Einen Teil davon haben wir in dieser Podcast-Folge umgesetzt.
    Robert spielt und erläutert für uns eine der frühen Kurfürsten-Sonaten von Beethoven (mit 12 Jahren komponiert) und seine eigene Klaviersonate mit dem Titel „Leviathan“; mit 17 hat er sie geschrieben.
    10 Fakten über Robert Neumann
    • Ein Musikerleben auf der Überholspur: Robert Neumann spielt Klavier, seit er vier ist. Mit elf kam er als Jungstudent an die Freiburger Musikhochschule in die Klasse von Elza Kolodin. Er studiert dort regulär seit er 15 ist.
    • Robert wurde 2001 in eine Stuttgarter Musikerfamilie hineingeboren und ist dreisprachig aufgewachsen: mit Griechisch, Russisch und Deutsch.
    • Er ist eine musikalische Multibegabung: spielt Klavier, komponiert und liebt es, ad hoc zu improvisieren.
    • „Wettbewerbe sind für Pferde, nicht für Musiker“, soll Maurice Ravel gesagt haben. So ähnlich sieht es Robert Neumann. Er hat keine Lust, bei den großen Talentshows anzutreten. Seine Karriere gedeiht trotzdem.
    • Nicht nur SWR2 schätzt Roberts außerordentliche Musikalität – auch andere haben sie längst entdeckt: er war u.a. Stipendiat der Mozart Gesellschaft Dortmund, Gewinner des Swiss Charity Award und des International Classical Music Discovery Award und war Artist in Residence beim Next Generation Festival Bad Ragaz.
    • Wenn Robert gerade nicht Musik macht, liest er gerne – auch schon mal Klassiker im altgriechischen Original.
    • Zur Zeit (Stand: Sommer 2020) faszinieren ihn besonders Mussorgskys Oper „Boris Godunow“ und russisch-orthodoxe Kirchenmusik. Damit kann er sich wochenlang beschäftigen.
    • Die SWR2 Musikredaktion hat sich eigens für ihn einen Espresso-Vorrat zugelegt.
    • 2021 erscheint seine erste CD bei SWR music mit Werken von Chopin, Rachmaninow und C.P.E. Bach.
    39 min

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