Zwischen zwei Fragen (Die bunte Stunde - queere Themen)

Zwischen zwei Fragen (Die bunte Stunde - queere Themen)

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Zwischen zwei Fragen (Die bunte Stunde - queere Themen) episodes

  • DBS#30 - Benjamin Näßler - Liebe kennt keine Pause - eine Kampagne gegen Homophobie im Fußball
    ©Weigang Photography
    Benjamin Näßler macht als Mr. Gay Germany 2020 auf Homophobie im Fußball aufmerksam

    Im Dezember 2019 gewann Benjamin Näßler den Titel des Mr. Gay Germany 2020. Durch Corona war es im Jahr 2020 nicht möglich eine neue Wahl durchzuführen und somit bleibt Benjamin der aktuelle Titel erhalten. In seiner Kampagne „Doppelpass“ macht er auf Homophobie im Fußball aufmerksam und möchte im Jahr 2022 sogar ein Fußballspiel einer queeren Mannschaft bei der WM in Katar umsetzen. Auch eine Petition begleitet seine neue Kampagne „Liebe kennt keine Pause – gegen Homophobie in Katar“.

    Wir dachten ja immer, dass mit dem Gewinn des Titels „Mr. Gay Germany“ keine großen Verpflichtungen verbunden sind. Dem ist aber nicht so! Jeder Teilnehmer muss ein Konzept für eine Kampagne vorlegen und dieses auch einer Jury vorstellen. Meist geht es dabei um soziale Themen und Benjamin wählte als Sportler und Fußballfan das Thema „Homophobie im Fußball“. Zunächst müssen alle Teilnehmer ein Paar Tests und verschiedene Challenges durchlaufen. Dabei werden ihre Fähigkeiten auf Herz und Nieren geprüft. Jeder Teilnehmer erhält entsprechend Punkte für seine Leistungen.

    Der Gewinner trägt am Ende nicht nur den Titel „Mr. Gay Germany“, sondern auch die Verantwortung, seine Kampagne der Öffentlichkeit näher zu bringen und Unterstützer für sein Projekt zu finden. Dies geschieht in der Regel über das gesamte folgende Jahr und möglichst auch wenn der Titel an einen neuen Gewinner abgegeben wird. Die meisten Menschen der queeren Community erreicht Benjamin in der CSD-Saison, die er dieses Jahr hoffentlich nachholen kann.

    Die Vorbereitung für die WM 2022 in Katar beginnt

    Auch 2021 möchte Benjamin Näßler sein Projekt weiterbringen und setzt viel Hoffnung in die Rückkehr der CSDs im Sommer. Mit „Liebe kennt keine Pause“ startet Benjamin, gemeinsam mit einem engen Freund, jetzt eine neue Kampagne gegen Homophobie in Katar. Er begrüßt, dass es eine WM in einem arabischen Land geben wird und dass diese auch im deutschen Winter stattfinden soll. Benjamin geht es allerdings darum, dass Menschenrechte nicht verhandelbar sind.

    Wichtig ist Benjamin auch, dass generell mehr allgemeine Aufklärung zu den Sorgen und Ängsten homosexueller Menschen im Fußball und Sport geleistet wird. Dass z.B. auch Trainer entsprechend zu Themen wie Homosexualität, Queersein, Trans* und allem drum herum geschult werden und ihre Teams einbeziehen.

    Noch immer herrscht das Klischeebild des schwulen Spielers, der beim Duschen nur auf Penisse achtet oder sich an seine Teamkollegen ranmachen will. Das ist selbstverständlich nur eine Legende, denn schwule Spieler wollen nicht mehr, als in ihrer Mannschaft akzeptiert werden. Benjamin kämpfte während seiner Jugend in einer Fußballmannschaft lange selbst mit sich und seinem Schwulsein. Natürlich hörte er die diskriminierenden Kommentare. Er selbst bezog sie nicht direkt auf sich und empfand keine diskriminierende Intention. Das macht diese Kommentare allerdings nicht besser, weiß Benjamin heute. Gerade bei kleinen Vereinen und den Landesverbänden setzt er mit seiner Kampagne gerade an und versucht diese zum Mitmachen zu bewegen.

    Deshalb ist es ihm auch so wichtig, „Doppelpass“ und auch „Liebe kennt keine Pause“ einer breiteren Masse näher zu bringen und vor allem Heteromänner ein bisschen mehr aufzuklären. Die Hand aufhalten und Aufklärung anbieten, aber behutsam und auf lange Sicht. Wie das geht, erfahrt ihr im Interview mit Benjamin.

    Hörbar ist die ganze Folge auf dieser Homepage oder auf allen gängigen Streamingdiensten wie Spotify oder Apple Podcasts.

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    Auch Benjamin freut sich auf mehr Publikum bei Instagram oder Facebook. Und noch mehr, wenn ihr seine aktuelle Kampagne auch unterstützt. Aktuell finden sich mehr und mehr Unterstützer*innen, auch diejenigen die medial etwas bekannter sind.

    ausgang

    Der Beitrag DBS#30 – Benjamin Näßler – Liebe kennt keine Pause – eine Kampagne gegen Homophobie im Fußball erschien zuerst auf zwischen zwei fragen - Der Interview-Podcast.

    0 min
  • DBS#29 - Max Appenroth - trans Aktivist & Diversity Consultant
    Diversity Consultant & trans Aktivist* Max Appenroth bei Ausgang Podcast ©Max Appenroth
    Max Appenroth kämpft seit Jahren für mehr Rechte transidenter Menschen

    Max Appenroth begann die Transition im Jahr 2009 und ist mittlerweile bekannter trans Aktivist und Diversity Consultant. Zunächst wurde Max als Mädchen erzogen und wuchs auch so auf. Bald identifizierte Max sich als lesbisch, realisierte jedoch mit der Zeit dass dies schlicht nicht seine wahre Identität ist. Was eigentlich genau männlich oder weiblich ist oder zu sein hat, wird allgemein immer wieder heiß diskutiert. Nicht immer muss aber das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht auch das sein, mit dem sich Menschen wirklich identifizieren können. Es gibt sogar Menschen die sich gar nicht identifizieren möchten.

    Max spricht heute ganz offen über die Transidentität und hilft damit sich selbst und vielen betroffenen Personen, die noch nicht dazu bereit sind ihre für sich angenommene Identität auch öffentlich leben zu können. Natürlich hat diese Medaille zwei Seiten, denn es gibt ja auch Familien, Angehörige, Partner*innen und Mitmenschen die oft nur wenig über die Situationen transidenter Menschen wissen. Dieses Wissen muss erstmal vermittelt werden und deshalb ist Max‘ Arbeit auch so wichtig. Man könnte Max schon ein bisschen als Rollenmodel sehen, gerade was Sichtbarkeit und seine wissenschaftliche Arbeit angeht. Er ist momentan noch Doktorand am Institut für Public Health an der Charité Berlin.

    Pronomen richtig wählen – ein wichtiger erster Schritt

    Eine respektvolle Wortwahl im Umgang mit trans weiblichen und trans männlichen Menschen ist für den Anfang schonmal wichtig. Max nutzt entweder kein Pronomen, ist aber mit „er“ einverstanden. Wir sind in unserem täglichen Sprachgebrauch selten gewöhnt, uns gegenseitig ständig mit unseren Namen anzusprechen, weiß auch Max Appenroth. „Mein Pronomen im Deutschen ist einfach Max.“ erzählt Max uns im Interview. Und auch hier während des Schreibens fällt es schwer, einfach immer Max zu schreiben. (Für etwas mehr Meta in Texten…).

    Der Kampf um allgemeine Anerkennung ist lange nicht zu Ende

    Das war für Max und ist heute auch weiterhin für sehr viele transidente Menschen nicht immer so einfach. Trans männliche und trans weibliche Personen und ihre Belange werden noch immer marginalisiert und ihre Sorgen häufig nicht ernst genommen. Die behördlichen Hürden sind für viele im trans Kontext sehr hoch. Es gilt, sich immer wieder auch emotionalen Situationen wie Therapiesitzungen aussetzen zu müssen. Ständig müssen sich Betroffene erklären und beweisen, dass sie sich wirklich als trans* empfinden und auch so leben. Viele Gutachten und endlose Gespräche sind notwendig um am Ende die Anerkennung zu erhalten, die cis Menschen von Geburt an haben. Cis bedeutet, z.B. mit männlichen Geschlechtsmerkmalen geboren zu sein und das auch für sich anzuerkennen und damit zu leben. Sozusagen das Gegenteil von trans*.

    Es ist nicht nur der Alltag, sondern häufig auch das Berufsleben: Transidente Menschen müssen immer wieder erklären, wer sie sind, was sie sind und warum sie empfinden wie sieben empfinden. Solche Situationen reißen nicht selten alte Wunden wieder auf, denn keine trans Person möchte ständig wieder mit ihrer Vergangenheit konfrontiert werden. Auch der Gang zum Arzt kann schonmal zur Tortur werden, wenn Ärzt*innen mit dem Thema trans keine Erfahrung haben. Nicht selten werde transidente Menschen als kleine Sensation betrachtet. Getreu dem Motto: „Jemand wie Sie ist etwas ganz neues für mich.“

    Mehr Sichtbarkeit im Alltag schaffen, eine herausfordernde Aufgabe

    Die Sichtbarkeit transidenter Menschen ist immernoch viel zu gering, aber es wird langsam besser. Bis allerdings so etwas wie Normalität einkehrt, wird es noch viel Arbeit brauchen. Max Appenroth kämpft dafür tagtäglich in seiner Arbeit. Über Workshops gibt Max unter anderem sein Wissen an Interessierte und (oftmals) außenstehende Personen, sowie Angehörige weiter. Bei vielen Menschen herrscht einfach eine grundsätzliche Unsicherheit.

    Max Appenroth veröffentlichte im Jahr 2019 ein Buch namens „Trans & Care -Trans Personen zwischen Selbstsorge, Fürsorge und Versorgung“ (Transcript Verlag) das in Form von Erfahrungsberichten vieler transidenter Menschen, Geschichten und Erlebnisse aus deren täglichem Leben erzählt. Es dient als Kompendium wertvoller Erfahrungsberichte und auch als hilfreiche Wissensquelle für die Sorgen und Nöte von transidenten Menschen. Es dreht sich vor allem um Gesundheitsfragen transidenter Menschen, denn gerade die Carearbeit ist ein nicht unwesentlicher Teil der aktivistischen Arbeit von Max. Nicht nur das Thema Transition, auch der erste Arztbesuch, der erste Amtsgang und Dating werden besprochen. Außerdem leitet Max seit Oktober 2019 die Arbeitsgruppe zu Trans Men & HIV bei der Organisation Global Action for Trans Equality (GATE).

    Max‘ ganze Geschichte und alles über seine wertvolle Arbeit erfahrt ihr im Interview und wenn ihr noch eine schöne Geschichte zum Thema hören möchtet, legen wir euch unser Interview mit Marcel ans Herz. Für ganz hungrige haben wir bereits mehr als 100 Interviews aufgezeichnet.

    Hören könnt ihr uns neben dieser Homepage auch weiterhin über sämtliche Streamingdienste wie Deezer oder Spotify und eure Lieblingspodcastapp. Wir freuen uns über euer Feedback oder Themenvorschläge über Instagram oder [email protected]

    Alle Links und Kontaktmöglichkeiten findet ihr auch über Link.Tree 

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    Der Beitrag DBS#29 – Max Appenroth – trans Aktivist & Diversity Consultant erschien zuerst auf zwischen zwei fragen - Der Interview-Podcast.

    59 min
  • DBS#28 - Adriano - Schweißausbruch - Der Podcast über LGBTQ+ im Sport

     

    ©Sophia Emmerich / @zofia.k

     

    Schweißausbruch – der neue Podcast von Adriano dreht sich rund um LGBTQ+ im Sport

    Adrian war Teilnehmer des Spotify SoundUp 2020 und ist im November 2020 mit seinem neuen Podcast „Schweißausbruch“ durchgestartet. Hier dreht sich alles rund um das Thema LGBTQ+ im Sport. Der „SoundUp“ bietet queeren Podcaster*innen die Möglichkeit, wichtige Themen aus der queeren Community näher an ein breites Publikum zu bringen. In einem sechswöchigen Workshop und mit Hilfe von Mentor*innen unterstützt Spotify queere Podcasts sowohl technisch, als auch finanziell.

    Adriano kam unter die 20 letzten Teilnehmer*innen und durfte somit ebenfalls dabei sein. Aus diesen Workshops entwickelte sich also „Schweißausbruch„, denn das Thema LGBTQ+ im Sport wird weder im Podcastbereich, noch sonst in der Öffentlichkeit groß besprochen. Dabei denken viele wahrscheinlich an den (meist eher verhassten) Schulsport und die stigmatisierenden Erfahrungen, denen viele von uns dabei ausgesetzt waren. Wer kennt nicht die vielen, meist peinlichen Situationen wenn man vor der ganzen Klasse über den Bock springen soll. Oder wenn man eigentlich lieber bodenturnen als fußballspielen wollte. Sport wurde und wird auch heute noch stark in vermeintlich männliche oder weibliche Sportarten kategorisiert.

    Dabei muss diese Kategorisierung aufgebrochen werden, findet Adriano. Der Weg dahin ist bereits offen, aber er ist weit. Nicht viele Sportvereine denken inklusiv und Diversität ist noch eine Seltenheit. Sport sollte möglichst ungeschlechtlich sein, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Gewisse Rollenbilder sollten einfach auf Lange Sicht aufgelöst werden, auch um queeren Menschen mehr sicheren Raum zu bieten. Nicht selten ist ein Coming-Out ein Grund für ein Karriereaus oder sorgt dafür, dass eine Sportler*innenlaufbahn erst gar nicht beginnt. Da liegt einfach gesellschaftlich noch sehr viel Arbeit vor uns.

    Der schwule, inklusive Rugbyverein als erster Schritt für mehr Sichtbarkeit von LGBTQ+ im Sport

    Sport gehörte in der Vergangenheit nicht zu Adrianos Lieblingsbeschäftigungen. Auch er hat im Schulsport eher gelitten und traute sich lange nicht, seinem jetzigen Rugbyverein beizutreten. Zunächst traf er seine Kameraden beim schwulen Straßenfest in Berlin, zwei Jahre hintereinander. Dann erst fasste er sich ein Herz und ging mit einem Freund zum Probetraining. Heute spielt er bei den Berlin Bruisers. Einem schwulen, inklusiven Rugbyverein aus Berlin. Hier darf jede*r einfach Mensch sein. Es gibt keine Vorurteile und man kann ganz ohne sportliche Höchstleistung zu verbringen, am (Probe)Training teilnehmen. Ein Verein kann durchaus auch ein Safe Space sein, das weiß auch Adriano heute sehr gut und er ruft alle Menschen die dazu Lust haben auf, einfach mal zum Probetraining zu kommen, wenn es wieder möglich ist.

    Was Adriano selbst dazu bewegt hat einen Podcast zu machen und wie eigentlich sein eigenes Coming-Out verlief, hört ihr am besten selbst. Das Interview ist ab sofort hier und überall wo’s Podcasts gibt verfügbar. Ihr hört lieber mobil? Uns gibt’s auch auf Google Podcasts, Apple Podcasts oder Spotify. Immer auf dem Laufenden bleibt ihr auch über Instagram.

    Die im Podcasts erwähnten Interviews mit Teilnehmer*innen aus vom SoundUp 2019 waren: Madita mit Gaymom Talking, Sung Un mit Bin ich süßsauer? und Fabian mit Somewhere over the hay bale.

    Die Berlin Bruisers wurden auch im Magazin „Meat“ mit einer Fotostrecke gefeatured. Achtung 18+

    Adriano ist außerdem auch auf Instagram unterwegs.

    ausgang

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    54 min
  • DGS#79 - Tobias - Psychologie heute, vom Studium zur Therapeutenausbildung
    ©Toni Borgert

     

    Psychotherapie ist noch immer mit einem Stigma behaftet, warum eigentlich?

    Tobias studierte Psychologie in Halle/Saale und Magdeburg und beendet im Sommer 2021 seine Ausbildung zum Psychotherapeuten. Noch immer haftet dem Thema Psychotherapie ein gewisses Stigma an. Dem wollen wir mit diesem Interview ein wenig entgegen wirken.

    Erstmal interessierte uns natürlich was Tobias so sehr am Thema Psychologie reizt.

    Schon in seiner Schulzeit, besser gesagt im Abitur hatte er Psychologie als Schulfach. Seine damalige Lehrerin erzählte viel Faszinierendes über Freud und es war um Tobias geschehen. Dass besagter Freud eigentlich kaum noch eine Rolle in der modernen Psychologie spielt, lernte er dann im Studium. In Halle/Saale absolvierte er zunächst den Bachelor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und hing das Masterstudium in Magdeburg an der Otto-von-Guericke-Universität dann gleich hinten dran.

    Der Begriff „Therapie“ wird häufig mit Irren oder Verrückten gleichgesetzt

    Woran liegt es aber, dann dem Thema Psychotherapie noch immer ein gewisses Stigma anhaftet? Die Gründe dafür sind verschieden. In den Köpfen vieler Menschen besteht immer noch das Bild des Irren oder Verrückten, wenn sie an psychisch erkrankte Menschen denken. Auch Irrenanstalten haben sich nachhaltig in die Köpfe der Gesellschaft eingebrannt. Filme wie Einer flog über das Kuckucksnest und Serien wie American Horror Story oder Ratched (beide Netflix) festigen immer wieder entsprechend verzerrte Bilder von eigentlich modernen Klinken der heutigen Zeit.  Und das muss sich auch nach Tobias‘ Ansicht ändern.

    Der Schritt zur professionellen Hilfe ist ist oft schwer

    Sich professionelle Hilfe suchen, fällt den meisten Menschen schwer. Viele realisieren nicht, dass ein schweres Problem vorliegt oder sind schlicht gehemmt den Weg zum Therapeuten zu gehen. Hinzu kommt, dass der direkte Weg auch nicht ganz einfach ist. Therapieplätze sind sowohl in Sachsen-Anhalt als auch in ganz Deutschland rar. Patient*innen stehen auf langen Wartelisten und es dauert oft bis zu ein Jahr, bis ein Therapieplatz frei wird. Das kann im akuten Fall für die einzelne Person bedrohlich werden. In ernsten Fällen hilft laut Tobias nur noch der direkte Weg in die Klinik.

    Erste Hilfe können aber bereits Sorgentelefone und Hotlines mit entsprechend geschultem Personal leisten. Auch ein Anruf bei der Krankenkasse und der Besuch beim Hausarzt können das Prozedere deutlich beschleunigen.  Tobias hat uns sehr vielen Wissenswertes über sein Studium und vor allem auch seine tägliche Arbeit erzählt. Er spezialisiert sich derzeit innerhalb der Psychotherapie auf Verhaltenstherapie und hat uns erklärt worum es da genau geht.

    Volkskrankheit Depression

    Wie erkennt man am Ende eigentlich eine Depression und wann fängt diese an? Für eine Depression sprechen viele, immer wiederkehrende Symptome. Das kann die immer kompliziertere Bewältigung einfachster Alltagsaufgaben sein. Aber auch viele andere Vorkommnisse können Anzeichen für eine Depression sein. Tobi rät dazu, spätestens nach zwei Wochen des gleichen Zustandes hellhörig zu werden und bitte nicht das Internet zu fragen, sondern auch hier professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

    Wir haben im Interview aber nicht nur über Depression und Psychotherapie gesprochen, sondern noch über viele andere wichtige Themen wie den Alltag in einer Klinik und die aktuelle Arbeit von Tobias in einer Lehrpraxis in Magdeburg.

    Zögere nicht, Dir Hilfe zu suchen!

    Hast du das Gefühl du brauchst Hilfe? Hier ist eine Liste relevanter Telefonnummern für ganze Deutschland 

    Soforthilfe gibt es auch unter dem Suchbegriff „Krisendienst“ und dem Namen Deiner Stadt oder deines Kreises.

    Ihr wollt mehr erfahren? Dann solltet ihr dringend unser Interview hören und wenn ihr selbst das Gefühl habt, sucht euch definitiv Hilfe und habt keine Angst. Um Hilfe zu bitten ist kein Zeichen von Schwäche, sondern kann euch nur zu einem besseren Zustand bringen.

    Zum Thema Therapie haben wir bereits mit Peter Fässlacher ein schönes Gespräch geführt. Der österreichische Moderator schaffte mit Hilfe einer Psychotherapie sein Coming-Out und lebt seit dem ein deutlich gelasseneres Leben.

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    1 hr 20 min
  • DBS#27 - Marcel spricht mit uns über seine Transsexualität
    ©Marcel B.
    Wir sprechen über Transidentität: Marcel erzählt im Ausgang Podcast Interview von seinem Weg
    Was ist eigentlich männlich? Diese Frage stellen wir Marcel schon ganz am Anfang unseres Interviews.

    Uns wurde ganz schnell bewusst, dass sie Frage nicht einfach so zu beantworten ist. Fakt ist, dass jede:r diese Frage für sich ganz individuell beantworten kann. Denn außer bestimmten Attributen die typischerweise Männern zugeschrieben werden, kann auch alles andere männlich sein. Muss man das eigentlich definieren? Wir finden nein. Trotzdem haben wir uns auf dieses tolle Gespräch gefreut, denn wir haben selbst noch kaum Berührung mit dem Thema Transidentität, das merkt man dem Interview wahrscheinlich auch ein bisschen an.

    Marcel hingegen weiß genau wovon er spricht, denn er ist trans* und hat im Jahr 2018 seine Transition begonnen. Seit dem bekommt er alle drei Monate eine Testosteronspritze. Ein Hormon sorgt dafür dass sein Körper sich verändert und männlicher wird. Eine zweite Pubertät wird sozusagen eingeleitet, inklusive Stimmbruch. Als Mann fühlt sich Marcel wahrscheinlich schon immer. Zumindest merkte er an sich dass da etwas anders ist, als seine weibliche Pubertät einsetzte. Seine Mutter vermutete die Transidentität schon sehr früh und als klar wurde wohin die Reise geht, stand seine gesamte Familie sofort hinter ihm.

    Transidentität beweisen: Anträge, Sitzungen beim Psychologen

    Natürlich muss er hier und da auch immer wieder kleine Hürden überwinden. So müssen für die Operationen Anträge gestellt und Formulare bei der Krankenkasse eingereicht werden. Marcel hatte viele Sitzungen beim Psychologen die ebenfalls schriftlich bestätigen mussten, dass er sich als Mann fühlt und auch so lebt. Die behäbige Bürokratie empfindet er nach eigener Aussage eigentlich am anstrengendsten.

    Als Mann gelesen werden ist Marcel natürlich wichtig und hilft ihm beim sogenannten Passing. Also dem Prozess auch vom Fremden und der Außenwelt als Mann wahr genommen zu werden. Das schaffen transidente Menschen z.B. mit Hilfe von Kleidung, aber auch durch Operationen. Die Mastektomie (chirurgische Entfernung vom Brustgewebe) hat Marcel bereits hinter sich und empfindet diesen Eingriff auch als den wichtigsten. Denn eine flache Brust, bestätigt auch optisch seine Männlichkeit. Menschen wie wir, die mit dem Thema Transidentität erstmal nur oberflächlich zu tun haben denken sicherlich, die geschlechtsangleichende OP sei die wichtigste für Trans*Personen. Das lässt sich so pauschal natürlich nicht sagen. Die Entscheidung dafür oder dagegen möchte Marcel für sich noch nicht final beantworten. Denn auch dieser Teilschritt ist nicht zu unterschätzen und mit mehreren medizinischen Eingriffen verbunden.

    Wir haben ihm natürlich sehr viele Fragen zur Transidentität gestellt. Die eine oder andere mag sicherlich auch etwas unbedarft wirken. Aber wir als cis-Männer haben bisher – zumindest nicht wissentlich – kaum etwas mit transidenten Menschen zu tun gehabt. Daher mussten wir uns natürlich erst einmal annähern.

    Hilfreiche Links und Infos zum Thema findet ihr hier:

    Nützliche Links stellen wir folgend auch nochmal für euch zusammen. Wer mehr wissen möchte findet bei der Deutschen Gesellschaft Transsexualität und Intersexualität nützliche Infos, vor allem auch zu vielen Formularen die benötigt werden.

    Antidiskiriminierungsstelle des Bundes

    Trans-Ident e.V.

    Rose Strippe e.V.

    Trans* und jung in Köln oder NRW? Da hilft das Anyway.

    Trans* und schwul? Die Deutsche Aidshilfe hat dazu eine tolle Broschüre heraus gebracht.

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    Ausgang Podcast erreicht ihr am besten auf Instagram erreichen. Alle anderen Möglichkeiten unseren Podcast zum empfangen findet ihr auf Link.Tree

    Viele weitere Interviews: Unsere Anspieltipps für euch

    Weitere queere Themen findet ihr in vielen weiteren Interviews der Bunten Stunde. Autor Hansjörg Nessensohn hat mit uns über die Entstehung seines Romans „Mut.Machen.Liebe“ gesprochen. Maikel hat uns wiederum von seinen Erfahrungen als schwuler Lehrer an einer Grundschule erzählt.

    ausgang

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    56 min
  • DBS#26 - Fabian - Somewhere Over The Hay Bale - ein Podcast über queeres Leben auf dem Land
    ©Marlen Stahlhuth
    Queeres Leben auf dem Land, spießig oder erfüllend?

    Genau diese Frage stellt Fabian seinen Gästen in seinem Podcast Somewhere over the hay bale (SOTHB). Diesen gibt es seit Anfang 2020 und Kernthema von Fabians Interviews ist queeres Leben auf dem Land. Er ist selbst auf dem Land aufgewachsen. Genauer  gesagt in einem kleinen Dorf bei Aschersleben in Sachsen-Anhalt. Fabian weiß also genau wie es sich anfühlt sich als junger, schwuler Mann auf dem Land selbst zu finden. Heute lebt er im krassen Gegensatz zum Landleben in Berlin. Das hat sich für ihn ganz einfach ergeben, geplant war es nie. Nach 4 Jahren hat sich für Fabian auch ein Gefühl von Zu-Hause-Sein eingestellt. Auch wenn ihm die Stadt häufig zu groß und chaotisch wird. Besonders genießt er die Möglichkeit einfach raus fahren zu können. Im Berliner Umland gibt es viel Natur und Seen, für kleine und große Ruhemomente.

    Queeres Leben auf dem Land, das stellen sich viele Menschen spießig und eingestaubt vor. Auch wir können das in Teilen nachvollziehen. Toni ist selbst in Brandenburg, nahe der polnischen Grenze groß geworden. Gerade diese kleinen, ostdeutschen Dörfer wirken oft als wäre die Zeit stehen geblieben. Oft haben die Menschen sich in ihrem Denken nicht groß weiter entwickelt. Dennoch gibt es für viele queere Meschen persönliche Gründe, warum sie den (Groß)Städten den Rücken kehren und lieber in die kleinen Orte ziehen oder dort bleiben wollen. Viele sind dort geboren, aufgewachsen und so tief verwurzelt, dass sie gar nicht weg wollen.

    Ein Appell an die Vielfalt und an mehr Weitblick

    SOTHB möchte mit all den Klischees der piefigen Dorfmentalität und der konservativ geglaubten Kleinstädte aufräumen. Er interviewt immer wieder Menschen die queeres Leben auf dem Land, als genau das richtige Leben empfinden und sich dort eine Heimat aufgebaut haben. Egal wie häufig es Diskriminierung geben mag, irgendwo gibt es auch immer Menschen die unterstützen. So bringt jede und jeder von Fabians Gästen seine ganz eigene Geschichte mit in den Podcast. Ob schwul, lesbisch, trans* oder nicht-binär. All diese Identitäten konnte Fabian mit seinen Interviews über queeres Leben auf dem Land bereits abbilden.

    Dabei ist ihm besonders wichtig zu erfahren, was die Interviewten selbst erlebt haben und was ihnen heute an ihrem Lebensentschluss so wichtig ist. Queeres Leben auf dem Land; das ist viel mehr als nur ein zurück gezogenes Leben, jenseits der Großstädte. Das ist mehr als piefige Vereine, Schützenfeste oder eingeschlafene Dorfgemeinschaften in denen man sich zu integrieren hat. Auch das Landleben bringt viele Vorteile mit sich und jede und jeder sollte sich doch selbst für einen Lebensentwurf entscheiden können.

    Fabian erzählt uns im Interview wie er überhaupt dazu kam seinen Podcast zu machen. Unterstützung fand er beim Spotify SoundUp, einem Workshop bei dem ambitionierte, junge Menschen ihre Podcastideen verwirklichen können.  Außerdem ist er natürlich nicht nur Interviewer sondern auch selbst ein queerer Mensch der auf dem Land groß geworden ist. Wir sprechen über das Aufwachsen und Älterwerden auf dem Dorf und über seine ersten Schritte Richtung queeres Leben. Kommt ihr auch mit?

    Du willst uns deine Geschichte erzählen?

    Siehst du dich auch als queerer Mensch der auf dem Land aufgewachsen ist, dann meld dich bei Fabian und erzähle ihm deine Geschichte.

    HIER findest du alle Kontaktmöglichkeiten zu Fabian und kannst ihm schreiben. 

    Wenn ihr mehr über uns erfahren möchtet. dann schaut gerne mal in unser PressKit. Außerdem haben wir HIER noch über 100 weitere Interviews für euch aufgezeichnet.  Ihr könnt uns natürlich gerne auch kostenlos auf Facebook oder Instagram folgen. Wir freuen uns außerdem über Feedback und eure ganz eigenen Geschichten über [email protected]

    Falls ihr selbst euch als queer identifiziert und auf dem Land lebt, aber nicht wisst an wen ihr euch wenden könnt. Gute Anlaufstellen können da die Rosa Strippe oder auch die Deutsche Aidshilfe sein.

    Beim Spotify SoundUp lernte Fabian übrigens auch auch Sung Un und Madita kennen, die ebenfalls beider Podcaster*innen sind und ihre ganz eigenen Formate ins Leben gerufen haben.

    Hörempfehlungen und unsere Interviews mit Sung Un und Madita

    Sung Un ist in Korea geboren und kam vor über 10 Jahren nach Deutschland. Sein Podcast heißt „Bin ich süßsauer? Geschichten über queere asiatische Menschen in Deutschland“. Zum Interview

    Madita spricht in ihrem Podcast „Gaymom Talking“ über Regenbogenfamilien und ihre ganz eigenen Erfahrungen als lesbische Frau eine Familie mit zwei Kindern zu gründen. Zum Interview

     

     

     

     

    ausgang

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    56 min
  • DGS#75 - Junge Stadt Köln e.V. - Wie Lego-Rampen zur Inklusion beitragen
    mit Luna, Zoe & Frank beim Interview ©Ausgang Podcast

    Junge Stadt Köln e.V. engagiert sich für und mit jungen Menschen, die ihre Projekte umsetzen möchten

    Junge Stadt Köln bietet Jugendlichen und jungen Menschen Raum und Mittel für ihre eigenen Projekte. Bereits vor knapp drei Jahren wurde das Projekt „100 Lego-Rampen für Köln“ ins Leben gerufen. Nach einer Idee des Rollstuhl-Aktivisten Raul Krauthausen fand die Idee der Lego-Rampen schnell eine breitere Öffentlichkeit. Raul Krauthausen hatte sich zuvor aus Verzweiflung selbst eine Rampe aus Legosteinen gebaut. Er kämpft seit Jahren für Barrierefreiheit und die Inklusion von Menschen mit körperlicher Einschränkung.

    Die Idee war also keine Neue, dennoch haben die Rampen in Köln bereits viele Ladenlokale barrierefrei gemacht und genau das möchten die Macher erreichen. Nicht nur die Barrieren vor den Läden, auch die Barrieren im Kopf müssen weiter abgebaut werden. Inklusion ist dabei ein wichtiges Stichwort, denn auch wir als Interviewer haben wieder festgestellt, dass wir unseren Blick erweitern müssen. Nur so kann es langfristig zu Veränderungen kommen.

    An Motivation mangelt es den Aktiven von junge Stadt Köln jedenfalls nicht, eher an Legosteinen. Für eine Rampe braucht es ungefähr 2000-3000 Steine und die muss man erstmal haben. 20 Rampen sind bisher im Einsatz, bis zu 100 Stück möchte die Gruppe gerne umsetzen. Zum Bauen sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

    Bei Junge Stadt Köln e.V. wird jedes Projekt ins rechte Licht gerückt

    Junge Stadt Köln baut aber nicht nur Lego-Rampen sondern betreut auch andere, tolle Projekte. Auch wenn es noch gar kein großes Konzept gibt, wird die kleinste Idee aufgegriffen und zur Umsetzung gebracht. Projektleiter Frank Liffers sorgt auch in seinen Workshops dafür, dass aus einem “Ja, aber” ein “Ja, genau” wird. Das Konzept geht auf; mit KölnCycle, Psych_Ed und dem Kölner Hörspiel wurden in kleineren Gruppen bereits weitere spannende Ideen umgesetzt.

    Eine Projektbox kann den ersten Anstoß zur Realisation des eigenen Projektes geben

    Zoe und Luna haben sich besonders für die Starthilfebox stark gemacht. Diese Box versteht sich als Starter-Kit für eine kleine Gruppe von Leuten, die zumindest schon eine Idee mitbringen. Enthalten sind Stifte, Post Its, ein großes Plakat zur Gestaltung eines Moodboards und einzelne Protokoll-Vorlagen. Es können also innerhalb der Gruppe auch direkt Aufgaben verteilt werden. Als Highlight gilt wahrscheinlich der Materialkosten-Gutschein über 50€ der in jeder Starthilfebox enthalten ist. Ein schöner Ansporn für diejenigen, die ihr Projekt aus Sorge über’s Budget vielleicht gar nicht erst realisieren wollen.

    Wie man sich bei junge Stadt Köln engagieren kann oder selbst ein Projekt startet, hört ihr im Interview. Wir haben außerdem auch darüber gesprochen wie die Lego-Rampen bisher angekommen sind und wie das Projekt zur Fortführung kommt. Natürlich durfte ein gemeinsamer Blick in die Starthilfebox ebenfalls nicht fehlen.

    ©Ausgang Podcast
    Ihr wollt mehr wissen?

    Junge Stadt Köln freut sich sehr über weitere engagierte junge Menschen. Ihr könnt ein komplett neues Projekt umsetzen, oder aber die bereits vorhandenen unterstützen. Was sind eure Stärken? Wo seht ihr euer Können für die Gruppe? Meldet euch dazu gerne auf Instagram oder über die Homepage.

    Dieses Interview reicht euch noch nicht? Wir haben mehr vorbereitet; Über Deezer, Apple Podcasts oder Spotify könnt ihr uns von unterwegs hören. Außerdem freuen wir uns immer über Likes und Kommentare auf Instagram oder Facebook.

    Wenn euch das immer noch nicht reicht, schaut mal bei Linktree vorbei. Dort erhaltet ihr eine Gesamtübersicht all unserer Links.

    Mehr über uns erfahrt ihr auch über unser PressKit und alle weiteren Interviews im Überblick findet ihr HIER

     

    Lego-Rampen ©Ausgang Podcast
    ausgang

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    50 min
  • DBS#25 - Integrationshaus Köln e.V. - Wie funktioniert Integration?
    ©Integrationshaus Köln e.V.
    Im Integrationshaus Köln e.V. sind ALLE Menschen willkommen!

    Das Integrationshaus Köln e.V. (kurz: In-Haus) ist ein Ort der Begegnung und Hilfsbereitschaft. Geleitet wird die Initiative von Elizaveta Khan (kur: Lisa), die das Projekt vor 10 Jahren mit ins Leben gerufen hat. Es versteht sich als Anlaufstelle für viele verschiedene Menschen, ganz egal mit welchem Aufenthaltsstatus, welcher Sexualität oder Religion. Der Verein bietet vorwiegend Menschen mit Migrationsgeschichte einen sicheren Raum, wo sie sich austauschen können und immer ein offenes Ohr finden.

    Das haben besonders Lisa und alle ihre Mitarbeitenden und ehrenamtlichen Kollegen. Ein offener Empfang spielt im In-Haus eine große Rolle.  Jede*r ist herzlich willkommen und bekommt die entsprechende Hilfe. Meist sind das Menschen mit Migrationsgeschichte, die mit Sprachbarrieren zu kämpfen haben oder ihre Familien nicht ausreichend versorgen können. Das Team hilft bei Problemen aller Art, viele begegnen uns auch selbst im täglichen Alltag. Nur nicht alle Menschen erhalten die gleichen Möglichkeiten. Sprache spielt hier eine wichtige Rolle, denn nicht selten sprechen die Menschen die das In-Haus besuchen wenig bis gar kein Deutsch. Deshalb finden hier wöchentlich Sprachkurse statt.

    Das Integrationshaus Köln steht besonders für Integrität, das ist Lisa sehr wichtig. Nicht die bloßen Worte lösen Probleme, sondern die Aktion. Dazu gehört auch die Motivation und Mitarbeit vieler ehrenamtlicher Helfer. Auch Lisa selbst ist eine Macherin, auch wenn ihr die Theorie genauso gut liegt.  Sie selbst wurde in Moskau geboren und kam mit 9 Jahren nach Deutschland. Das Integrationshaus hat sie mit einer Freundin aus dem Nichts gegründet. Die beiden haben dafür einen privaten Kredit aufgenommen um die Räumlichkeiten zu bekommen und das Projekt auf die Beine stellen zu können. Als Geschäftsführerin laufen bei ihr alle Fäden zusammen und man merkt in der Begegnung wie viel Energie in ihr steckt. Sie will die Dinge sofort anpacken, nicht erst morgen oder nächste Woche.

    Das Spektrum-Team – ein Ort für queere Jugendliche und junge Menschen von 14 bis 27 Jahren

    Menschen mögen Labels und Schubladen. Nicht selten stecken wir Menschen in Schubladen ohne es zu merken. Auch wir lernen bei unseren Begegnungen und Interviews immer wieder dazu. Im Integrationshaus Köln hat sich im Jahr 2018 die Spektrum-Gruppe zusammen gefunden. Ihre Angebot richtet sich an queere Jugendliche und junge Menschen. Viele von ihnen bringen ihre ganz individuelle Migrationsgeschichte mit. Die Gründer*innen der Gruppe wollten auch hier einen sicheren Raum schaffen, in dem sich auch nicht-geoutete Menschen frei bewegen können

    So kamen Orion und Rob auf Lisa zu, mit der Idee das Thema QUEER mehr voran zu bringen. Daraus ist unter anderem auch QueerTV entstanden. Ein neues Format, das ebenfalls Grenzen überwinden soll. Die meisten Barrieren stecken noch immer in den Köpfen der Menschen und damit möchten die Macher*innen von QueerTV aufräumen. Rob und Orion haben ihre ganz eigene Geschichte, die sie mit dem Integrationshaus Köln verbinden und mit uns auch teilweise geteilt haben. QueerTV ging pünktlich zum (leider abgesagten) Cologne Pride onair und wird unter anderem vom Schwulen Netzwerk NRW und der Stadt Köln unterstützt.

    Hilfe suchen, Hilfe bekommen – In-Haus & Spektrum sind jederzeit erreichbar

    Wenn ihr selbst einen Raum und Menschen sucht, denen ihr euch anvertrauen könnt nehmt Kontakt zu Spektrum oder dem Integrationshaus Köln auf.  Alle Menschen sind willkommen! Meldet euch direkt hier: [email protected]

    The Spektrum group is a multi-lingual group so don’t hesitate, they are speaking many different languages!

    Das Integrationshaus Köln e.V. ist natürlich auch auf Facebook, YouTube und Instagram vertreten und freut sich über Likes und Besucher*innen. 

    Ein weiteres schönes Projekt ist In-Haus Radio, bei dem es viel zu entdecken und vor allem auch zum Hören gibt.

    Ihr möchtet weitere Interviews hören? HIER gelangt ihr zu allen bisherigen Folgen und wenn ihr lieber über eurer Smartphone hört, findet ihr uns auf Spotify/ Deezer / Apple Podcasts / Google Podcasts überall wo’s sonst noch Podcasts gibt.

    https://www.youtube.com/watch?v=pX1h1B1zNKw&feature=emb_title

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    Der Beitrag DBS#25 – Integrationshaus Köln e.V. – Wie funktioniert Integration? erschien zuerst auf zwischen zwei fragen - Der Interview-Podcast.

    1 hr 9 min
  • DBS#24 - Sheila Wolf - The Diva In Me - Die Rückkehr
    ©Andrey Kezzyn

     

    Sheila Wolf ist zurück und war doch niemals weg

    Wolfgang ist eigentlich besser bekannt als sein Drag-Alter-Ego Sheila Wolf. Er hat sich in den letzten 17 Jahren als Dragperformerin, Burlesqueperformerin und vor allem auch Verstanlterin einen Namen gemacht. Nicht nur in Berlin ist Wolf, besser gesagt Sheila mittlerweile bekannt. Sheila wird für Shows europaweit gebucht und ist immer wieder mal im Fernsehen zu sehen.

    Das war auch der Grund warum wir Sheila zurück geholt haben. The Diva In Me heißt ein neues Format von RTL, das mit vorerst fünf Folgen bei TVNow zu sehen ist.  Es soll Menschen mit gewissen Unsicherheiten eine Bühne, aber vor allem auch seelische Unterstützung geben. Das Format wird dabei nicht nur von Sheila Wolf, sondern auch Kelly Heelton und Barbie Breakout unterstützt. Jede der drei Drag Queens hat einen anderen Schwerpunkt, so kümmert sich Sheila um die Mode, Barbie ums Make-up und Kelly ist für die finale Performance zuständig. Im Fokus jeder Episode stehen vor allem aber die Teilnehmer*innen, die aus den verschiedensten Lebensumständen kommen. Vorwiegend sind es Frauen die in irgendeiner Weise im Leben benachteiligt wurden und wieder einen kleinen Schups nach vorne brauchen. Sei es beim Umstyling durch Make-up, eine kleine Anprobe verschiedener Outfits oder die final eingeübte Bühnenperformance.

    Drei wunderbare Drag Queens gestalten das Leben der Teilnehmer*innen ein bisschen bunter

    Die drei Drag Queens halten sich dabei absichtlich im Hintergrund, denn ihnen ist wichtig, besonders viel Persönlichkeit der Protagonistinnen zu zeigen. Der Mensch selbst steht im Mittelpunkt jeder Episode. Genau das macht das Format so besonders und vor allem für alle Zuschauer*innen greifbar. Der Aufzeichnung vorweg ging ein Casting an dem Kelly, Sheila und Barbie teilnehmen mussten. Das Produktionsteam entschied sich final dann aber für die besagte Konstellation.

    Sheila Wolf fand ihre Anfänge im Drag zunächst als Hobby und Ausgleich zum Beruf. Samstagabends schlüpfte sie mit Hilfe von Freundinnen in die Frauenrolle und war zunächst nur auf Partys unterwegs. Mit den Jahren wurden die Partys als Bühnen aber weniger. Wolf wollte sein Alter Ego weiter voran bringen. Man sah Sheila Wolf auf immer mehr roten Teppichen bis sie als Veranstalterin in Berlin auch ihre eigene Show namens Vaudeville Variety Revue ins Leben rief. Mittlerweile steht die 11. Ausgabe vor der Tür, die hoffentlich trotzdem Corona auch stattfinden kann.

    Das besondere an der Figur Sheila Wolf ist, dass Wolfgang als Heteromann  lebt mit Ehefrau und Tochter in Berlin ein doch ganz herkömmliches Leben führt. Nach 17 Jahren steht seine Familie ganz hinter ihm und unterstütz Wolf wo es nur geht. Ihr wollt wissen wie das alles funktioniert? Dann hört die neuste Folge der bunten Stunde.

    Unser erstes Interview mit Wolfgang hört ihr HIER

    Sheila Wolf schreibt unter anderem auch immer wieder einen Blog mit den Erlebnissen ihrer kulturellen Ausflüge. Wenn ihr Wolf mal in Aktion als Moderatorin oder Performerin sehen wollt, besucht einmal seine Vaudeville Variety Revue.

    Auch in den sozialen Meiden ist Wolf stets unterwegs. Sei es Instagram, vor allem aber auch TikTok hat es ihm angetan.

    Alle unsere Interviews gibt’s unter Episoden. Uns könnte ihr ansonsten gerne auch kostenlos auf Instagram oder Facebook folgen.

    Wir sind natürlich auch kostenlos auf den gängingen Streamingdiensten wie Spotify, Deezer, Apple Podcasts und Google Podcasts unterwegs.

    ausgang

    Der Beitrag DBS#24 – Sheila Wolf – The Diva In Me – Die Rückkehr erschien zuerst auf zwischen zwei fragen - Der Interview-Podcast.

    1 hr 1 min
  • DBS#23 - Chris & Toni - Ist Dresden noch immer konservativ? - Die Rückkehr.
    ©Chris&Toni-HinterNhof – Der Podcast
    Alles Gute kommt aus Dresden – Chris & Toni sind jetzt Podcaster

    Dresden war vor ziemlich genau zwei Jahren, im März 2018 unser Ziel. Dort haben wir zum ersten mal Chris und Toni getroffen und sie auch interviewt. Damals waren die beiden noch auf YouTube unterwegs und haben Videos aus ihrem Alltag gezeigt. Ihre Themen drehten sich um Coming-Out und das queere Leben in Sachsens Hauptstadt.

    Die beiden haben allerdings bald festgestellt, dass ein YouTube-Kanal doch recht viel Arbeit ist und diese Arbeit wurde irgendwann als Belastung. Immer wieder mussten sie Zeit für ihre Videos festlegen, sich Themen überlegen und einfach auch wach und da sein. Die Videos wurden entwickelten sich zum Frustfaktor. Chris und Toni beschlossen vor mittlerweile einem Jahr den YouTube-Kanal aufzugeben und sind seit dem auch als Podcaster unterwegs. Regelmäßig gibt es neue Folgen zu den verschiedensten Themen. Über ihr Instagram-Profil beziehen die beiden ihre Hörer*innen regelmäßig in die Themen ein. In unserem Interview ist natürlich auch wieder Dresden ein Thema.

    Dresden hat kulturell viel zu bieten

    Chris und Toni sind zwar nicht gebürtig aus Dresden doch sie wohnen seit einigen Jahren im sogenannten Elbflorenz. Schon in unserem ersten Interview war unsere Kernfrage: „Ist Dresden eigentlich konservativ?“ Spoileralarm: Wahrscheinlich nicht so wie man es allgemein annehmen würde. Wir persönlich haben Dresden bei unserem damaligen Besuch als offen wahr genommen. Ein großes kulturelles Angebot wartet auf Touristen und gleichermaßen auch auf die  Dresdner selbst. Kleine und große Wahrzeichen, reihen sich aneinander mit vielen tollen Museen und Festivals. Auch für die LGBTQ-Community wird ein bisschen was geboten. Die beiden nutzen diese Angebote allerdings eher weniger. Vielmehr bewegen sie sich mit ihrem Freundeskreis auch in Heterobars und -clubs und auch dort kann es schon mal ein wenig zur Sache gehen.

    Was sich bei den beiden in den letzten zwei Jahren getan hat und warum sie ihren Podcast bereits zum zweiten Mal umbenannt haben, hört ihr im Interview. Außerdem haben wir uns natürlich gefragt ob Dresden eigentlich immer noch konservativ ist.

    Ihr wollt  mehr über HinterNhof der Podcast und Chris und Toni wissen?

    Besucht die beiden auf Instagram und hört ihren Podcast z.B. auf Spotify.

    Wenn ihr uns Feedback geben möchtet, oder selbst eine Geschichte erzählen möchtet schreibt uns an [email protected]

    Ihr könnt uns natürlich ebenfalls abonnieren und kosten folgen auf Instagram oder Facebook.

    Alle unsere Interviews findet ihr auch auf Spotify, Deezer oder in Podcatcher eurer Wahl.

    ausgang

    Der Beitrag DBS#23 – Chris & Toni – Ist Dresden noch immer konservativ? – Die Rückkehr. erschien zuerst auf zwischen zwei fragen - Der Interview-Podcast.

    45 min

About Zwischen zwei Fragen (Die bunte Stunde - queere Themen)

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Die Hosts Toni und Sebastian aus Köln bewegen sich Zwischen zwei Fragen und erzählen Geschichten aus dem Leben. Dafür laden sie regelmäßig interessante Gäste zum Gespräch ein. Du hast…